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Phil Collins live in Rolle & Lausanne, 2./3. Juni 2016

Phil Collins & seine Little Dreams in der Schweiz


Nachdem Phil im März in Miami endlich sein schon zweimal verschobenes Konzert für die dortige jährliche Little Dreams Foundation-Gala gegeben hat, gab es nun das europäische Pendant dazu in Lausanne am 3.6. im Salle Metropole. Auch wenn die Karten dafür aufgrund des Wohltätigkeitscharakters der Veranstaltung zunächst für nicht weniger als CHF 250 erhältlich waren, musste ich da hin, denn man weiß einfach nicht, ob er später nochmal auftreten wird oder gar auf Tour gehen kann. Einige Woche davor wurde dann noch ein Zusatzkonzert dazu angekündigt, das als allgemeine öffentliche Proben dafür benannt wurde, und zwar am Vortag in Rolle, ebenfalls am Genfer See. Dafür gab es auch öffentlich Karten, und zwar nur in einer Kategorie, und einer Reihe, für schlappe CHF 350. Nach einiger Überlegung bin ich dann doch noch schwach geworden und habe meine Reiseplanung entsprechend erweitert.

RoseysDas Konzert in Rolle fand in der Aula einer internationalen Privatschule namens Rosey statt. Obwohl - diese Halle einfach nur Aula zu nennen, wäre eine grobe Untertreibung. Das ist vielmehr ein hypermodernes, top gestyltes Ufo, das am Genfer See gelandet ist. Die Halle selber ist zwar nicht besonders groß, aber es gibt jede Menge Platz drum herum innerhalb des Gebäudes und eine Bibliothek ist auch integriert. Neben diesem Gebäude sind die Schulgebäude, so dass die Schüler, die zusammen mit ihren Eltern offenbar einen Großteil des Publikums ausmachten, einfach nur ein paar Meter zur Halle herübergehen mussten. Ich will nicht wissen, wie hoch hier der Jahresbeitrag ist, aber man kann es sich denken. Es liegt in einem schönen Park, der für diesen Abend wohlorganisiert teilweise zum Parkplatz umfunktioniert wurde und man wurde beim Reinfahren direkt auf einen Platz auf den Wiesen geleitet. Um uns herum jede Menge Luxuskarossen und die Haute Volée stieg aus und war sehr fein gekleidet. Aber es gab keine Kontrollen an irgendeiner Stelle, und es gab auch niemanden, der die Tickets gescannt hätte, alles ganz familiär. Man hätte vermutlich einfach so reinspazieren können, dann allerdings keinen Sitzplatz gefunden, da es ziemlich gut besetzt war.

ExponateIm Foyer waren jede Menge Ausstellungstücke zur Versteigerung zu bewundern, z.B. einige signierte Album-Cover der Neuauflagen, aber auch einige eingerahmte Fotos von Phil aus den Genesis-Zeiten. Auch zwei Akustikgitarren mit Phils Widmung konnte man ersteigern im Rahmen einer stillen Auktion. Dazu gab es aber auch jede Menge andere Fotos dieser Art von anderen Musikern und Schauspielern. Es wurde auch ein Programmheft gereicht (12 Seiten, DIN A5), in dem kurz die LDF vorgestellt wird und natürlich die Details zu den Performern des Abends.

Grundsätzlich lief an diesem Abend alles so ähnlich ab wie in Miami – zunächst kamen Phil und Orianne alleine auf die Bühne und stellten kurz das Programm des Abends vor und es lief ein kurzer Film auf der Leinwand, in dem die LDF vorgestellt wurde. Dann traten einige der von der LDF unterstützten Sänger auf, dann die Band von Phils zweitjüngstem Sohn (15) und Schlagzeuger, Nic Collins, namens What You Know (WYK), inklusive Drum Duet mit Nic und Jean-Pierre Espiritusanto JP am zweiten Drumkit.

liveUnd dann brachte der Meister selber mit einer Band aus zumeist alten Bekannten sein 45-minütiges Set. Zwischen Miami und den beiden Schweizer Konzerten gab es allerdings ein paar Unterschiede bei der Besetzung. In Miami waren es Gerald Albright am Saxophon, Nathan East am Bass, Daryl Stuermer an der Gitarre, Brad Cole an den Keyboards, Luis Conte an der Percussion und Nic Collins am Schlagzeug. In der Schweiz hatten wir hingegen einen der musikalischen Direktoren dieser Show selber, Piero della Francesca, aus Turin, am Saxophon, Leland Sklar am Bass, Jason Robello an den Keyboards, Richie Garcia an der Percussion sowie wiederum Daryl und Nic. Das lag aber einfach daran, dass Gerald, Nathan, Brad und Luis diesmal bereits andere Pläne hatten, da es ja doch relativ kurzfristig angesetzt wurde. Lou Gramm, der in Miami dabei war und auch für Rolle und Lausanne angekündigt war, fehlte allerdings hier ganz.

RehearsalSoweit man aus den verfügbaren Aufnahmen von Miami schließen kann, war Phil dort ziemlich gut bei Stimme, wenn auch ein bisschen Übung und Routine bei der Performance gefehlt haben mag. Auch jetzt in der Schweiz machte er einen guten Eindruck, aber es blieb dabei, dass er entweder am Stock geht oder ohne Stock etwas humpelt. Beim Singen hielt er sich somit meist am Mikrofonständer fest.

Die Setlist war genau wie in Miami: Another Day in Paradise (acoustic), Against All Odds, In The Air Tonight, Easy Lover, Take Me Home, My Girl, Knockin‘ On Heaven’s Door. Ab Against All Odds war auch wieder Nic am Schlagzeug dabei. Während In The Air Tonight in Miami mit leichter Saxophon-Begleitung gebracht wurde, war das in Rolle und Lausanne nicht der Fall. Easy Lover in Miami hatte natürlich Nathan East als Duettpartner, während das hier jetzt eine der LDF-Absolventinnen, Luisa Maggioni, auch sehr ordentlich absolvierte. Der Anfang von Against All Odds musste neu gestartet werden, weil Phil sich versungen hatte: „How can I just walk away from you, when all I can do is… Hang on!“ Er stoppt den Song und sagt: „This is the kind of mistake that I warned you about: How can I just walk away from me, when all I can do is watch me leave.“ Er parodierte also quasi noch seinen ‚Versinger‘. Davon abgesehen schien mir aber auch dieser „General rehearsal“ schon so gut wie eine finale Performance zu sein.

liveIn Rolle gab es nach Phils Set dann noch eine Versteigerung von der Bühne aus – dabei ging es um Eintrittskarten zu Events, an die man normalerweise nicht rankommt, z.B. Backstage bei den nächsten Oscars, Zutritt zum jährlichen Privatkonzert von Elton John oder 3 Tage Pokern mit Warren Buffet. Diese Sachen gingen für ca. 10.000 – 30.000 Franken weg, nur für den Herrn Buffet fand sich kein Abnehmer… Danach gab es dann im Foyer der ’Aula‘ von Rosey noch eine Art Cocktail-Dinner, wo man jede Menge und eine große Auswahl an Häppchen verspeisen konnte, dazu Getränke. Das kam als spätes Abendessen ganz gut. Man sah dann noch Orianne sowie Nic und Matthew im Foyer mit ihren Freunden rumstehen, während Phil sich nicht mehr blicken ließ.

ProgrammAm nächsten Tag im nahen Lausanne gab es 3 Kategorien an Karten: Innenraum, bestuhlt auf der Empore und VIP. Einige Wochen zuvor gab es dann plötzlich verbilligte Innenraumkarten für nur CHF 150 anstatt CHF 250, während ich mich schon frühzeitig für den Balkon für CHF 375 entschieden hatte. Weiterhin gab es noch die VIP-Plätze für über 600 Franken. Letztere bekamen dann noch im Lausanne Palace Hotel in der Nähe ein Gala-Dinner, eine Martial Arts Demonstration, eine Auktion sowie ein akustisches Set der WYK-Band plus After Party und Jam Session. Leider kenne ich niemanden, der dabei war. Mein Balkonplatz erwies sich als nicht sehr komfortabel, da es die fünftletzte Reihe ganz oben war und man nur zwischen den Köpfen durch die Bühne komplett sehen konnte, und das, obwohl alle saßen! Die Inhaber der 250-Franken-Tickets hingegen konnten, wenn sie sich rechtzeitig anstellten, die erste Reihe vor der Bühne ergattern, denn es war entgegen der Tickets auch unten alles bestuhlt. Da kann man nur vermuten, dass der Vorverkauf der Karten doch nicht ganz so gut lief wie erwartet. Es gab aber ein sehr ansehnliches DIN A4-Programmheft mit 32 Seiten und ausführlichen Texten zu den Mitwirkenden des Abends und der LDF.

Der Hauptteil des Abends lief ähnlich ab wie in Le Rosey, nur dass es diesmal bei der Setliste eine kleine und wie ich meine auch sehr sinnvolle Umstellung gab: My Girl und Take Me Home wurden getauscht, so dass letzteres wie gewohnt den Hauptset beschloss und dann gingen alle kurz von der Bühne, so dass Knockin‘ wie eine Zugabe nach einem ‚regulären‘ Konzert wirkte. Aufgrund meiner erhöhten Sitzposition konnte ich in Lausanne Nic am Schlagzeug gut beobachten und mir wurde klar, wie talentiert er ist und mir kam seine Arbeit absolut professionell und tour-tauglich vor.

alleHinterher haben wir dann noch mit einigen anderen Fans den Bühnenausgang ‚bewacht‘ und dort kamen dann zunächst auch jede Menge Musiker heraus, und es gab die Gelegenheit, z.B. mit Daryl oder Leland Selfies zu machen. Nach einiger Zeit hat die Security dann einige Absperrgitter in Position gebracht, um einen Korridor vom Ausgang direkt zum bereitgestellten schwarzen Van für Phil zu schaffen. Alles stand bereit mit Kameras, Programmheften und Stiften – und dann kam ER heraus – und ging so schnell er konnte direkt zum Van und weg war er.

Bei der Vorstellung des Abends am Anfang in Lausanne sagte Phil den Satz „If we like it we may do some more“ – ich würde mal sagen, das ist eine sehr gute Idee!

Autor & Fotos: Volker Warncke

Phil Collins


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