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  4. Song der Woche / Track Of The Week

TotW [08.01.-14.01.2018]: GENESIS - Since I Lost You

  • martinus
  • 5. Januar 2018 um 18:13
1. offizieller Beitrag
  • martinus
    Giant Hogweed
    Beiträge
    5.752
    • 5. Januar 2018 um 18:13
    • Offizieller Beitrag
    • #1

    Bewertung des Tracks "Since I Lost You" nach Schulnoten 83

    1. 15 Punkte - überragend (1+) (5) 6%
    2. 14 Punkte - sehr gut (1) (1) 1%
    3. 13 Punkte - sehr gut (1-) (2) 2%
    4. 12 Punkte - gut (2+) (3) 4%
    5. 11 Punkte - gut (2) (5) 6%
    6. 10 Punkte - gut (2-) (3) 4%
    7. 9 Punkte - befriedigend (3+) (4) 5%
    8. 8 Punkte - befriedigend (3) (3) 4%
    9. 7 Punkte - befriedigend (3-) (4) 5%
    10. 6 Punkte - ausreichend (4+) (6) 7%
    11. 5 Punkte - ausreichend (4) (4) 5%
    12. 4 Punkte - ausreichend (4-) (9) 11%
    13. 3 Punkte - mangelhaft (5+) (7) 8%
    14. 2 Punkte - mangelhaft (5) (11) 13%
    15. 1 Punkt - mangelhaft (5-) (6) 7%
    16. 0 Punkte - ungenügend (6) (10) 12%

    GENESIS - Since I Lost You

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    Jahr: 1991
    Album: We Can't Dance [Rezension]
    Arbeitstitel: Song For Conor
    Credits: Tony Banks, Phil Collins, Mike Rutherford
    Länge: 4:09
    live gespielt: vermutlich nie
    bekannte Coverversionen: Daryl Stuermer (auf Another Side Of Genesis)
    Youtube-Link zum Reinhören: Unplugged-Version

    Bemerkungen: Den Text schrieb Phil Collins aus dem Bedürfnis heraus, seinem Freund und Nachbarn Eric Clapton Anteilnahme und Trost zu vermitteln: Claptons Sohn vierjähriger Conor (daher der Arbeits-/Untertitel) kam zur Zeit der We Can't Dance-Sessions durch einen Sturz ums Leben. Die Musik zum Text entwickelte die Band gemeinsam.
    Bezieht der Song (nur) "aus den damals aktuellen Ereignissen seine Daseinsberechtigung", wie unser Rezensent meint? Wieviel Wahrheit steckt in einer anderen Einschätzung, dieser Song sei "die definitive Collins-Ballade"? Lässt sich der Text auch als "normales" Herz-Schmerz-Trennungs-Stück auffassen? Ein wie großes Arrangement verträgt dieser Text? Fragen über Fragen. Wir sind neugierig auf eure Ansichten, Meinungen, Wertungen zu Since I Lost You.
    Nachtrag: Weitere beachtenswerte Ansichten finden sich in einem älteren Faden zum Thema Since I Lost You.

    ... cried a voice in the crowd.

    Förderer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

    6 Mal editiert, zuletzt von UK76 (19. Oktober 2025 um 23:07) aus folgendem Grund: TotW Remastered

    • Nächster offizieller Beitrag
  • UK76
    Moderator
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    • 7. Januar 2018 um 19:49
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Mit dem vorletzten Song von We Can't Dance, der gleichzeitig der vorletzte Song des Albums ist, den wir beim TotW noch nicht hatten, geht es in die nächste Woche. Viel Spaß dabei! :topp:

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  • pealmu
    Slipperman
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    • 7. Januar 2018 um 20:10
    • #3

    Gut gemeint.

    Die Worte zum Tod von Eric Claptons fünfjährigem Sohn Conor kommen sicher aus dem Herzen, aber sie berühren mich leider nicht. Tony Banks schreibt auch gelegentlich nicht reimende Zeilen, aber nie fielen mir solche "Ungereimtheiten" so auf wie bei diesem Text von Phil Collins. Das Arrangement (Jingle Bells!), die Chöre und die Melodie erscheinen mir fast unpassend fröhlich. Es gibt Lieder über den Tod eines Menschen, die bewusst optimistisch sind, aber hier ist für mich das Thema leider verfehlt und ich habe ein etwas peinliches Gefühl beim Hören.

    Es gibt in dem Collinsschen Storytellers-Video (glaube ich) eine "unplugged"-Version, die glaubwürdiger funktioniert und der ich ein paar Punkte mehr geben würde.

    Wegen meines Fanboyseins und der guten Produktion gebe ich noch 4 Punkte.

    Gedankenrauschen – Da geht noch was!

    2 Mal editiert, zuletzt von pealmu (7. Januar 2018 um 21:42)

  • Prophet
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    amyristom
    • 7. Januar 2018 um 20:35
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    • #4

    Unabhängig von den persönlichen Hintergründen / Vorgeschichte ist dies einer der Songs der "We can't dance", die das Album wie kaum eines zuvor in die Nähe von "Phil-Solo" rückten und dazu beitrug, dass um Anfang der 90er herum Genesis & Phil teilweise nicht mehr klar zu unterscheiden waren (außer für den Fan, der wusste, wohin er welchen Song zu stecken hatte).
    Kurz: Der Song hätte genau so auch wunderbar auf "...but seriously" gepasst.

    Was mir an dem Song aber wirklich nicht gefällt, ist diese oberflächliche, kalkulierte Kommerz-Betroffenheits-Befindlichkeit, die den kompletten Song durchzieht (schwere Pianoakkorde, Schlitten-Gebimmel, ein leidender Collins, obwohl er ja nicht wirklich leidet). Was Jahre zuvor bei "Please don't ask" noch absolut authentisch und echt klang, klingt hier nach Betroffenheit vom Reißbrett und lässt einen emotional völlig kalt.

    Zudem: Wenn hier jemand das Recht hat "My heart is broken in pieces, since I've lost you" zu singen, dann wäre das Clapton höchstpersönlich. Solche Zeilen vor dem Hintergrund aus dem Mund von Unbeteiligten zu hören, finde ich bestenfalls befremdlich, eher einfach unpassend.


    Nene kann ich so einfach nicht gut finden (und wie gesagt, ich finde dagegen "Please don't ask" absolut toll). Wohlwollende 4 Punkte.

    Now our end has come so near
    But you’re still reminded
    On the way to loose our fear
    We walk – still we’re blinded

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  • martinus
    Giant Hogweed
    Beiträge
    5.752
    • 7. Januar 2018 um 20:37
    • Offizieller Beitrag
    • #5

    Ich finde das Lied furchtbar. Das plätschert so vor sich hin, es könnte die hundertachtundneunzigste No Angels- Er-liebt-mich-immer-noch-nicht- oder Er-liebt-mich-ja-so-sehr-Ballade sein.
    Die Hintergrundgeschichte mit Clapton in allen Ehren, aber dieses Liedchen wirkt auf mich so, als wäre Phil zu Eric gegangen, hätte ihn in den Arm genommen und hätte gesagt: "Ich versteh dich ja, du. Als ich acht war, ist mein schnuffeliges Lieblingskaninchen gestorben und da war ich auch voll traurig..." *bah*. Einzig sinnvolle Aufgaben für dieses Licht: a) technisch: Funktionstest "Skip"-Taste; b) dramaturgisch: retardierendes Moment vor dem grandiosen Fading Lights (in dem für meinen Geschmack viel mehr Verlustgefühl und Trauer steckt als in dem Dings davor).

    Die Bilder in dem Stück sind naheliegend, nachvollziehbar, anschaulich. Das mag man "toll" nennen, ich nenne es banal, trivial, austauschbar, beliebig.
    Und gerade das Sandburg-Bild ("like a castle in the sand the water takes away") finde ich auch noch schief. Bei einer Sandburg weiß man: Bald kommt die Flut, dann ist die Burg weg. Darauf kann man sich einrichten. Sein Kind durch einen Unfall zu verlieren... allein der Gedanke würgt einem doch schon das Herz ab, das ist nicht so absehbar wie die Flut, die die Sandburg wegspült. Since I Lost You berührt mich überhaupt nicht.

    pealmu: Ich habe die von die angesprochene Unplugged-Version mal oben verlinkt.

    2 Punkte.

    ... cried a voice in the crowd.

    Förderer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

    2 Mal editiert, zuletzt von martinus (7. Januar 2018 um 20:49)

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  • mutzelkönig
    Giant Hogweed
    Beiträge
    10.590
    • 7. Januar 2018 um 21:00
    • #6

    Ich mag den Song. Ist sicher weder lyrisch noch kompositorisch sonderlich komplex, aber das muss er auch nicht sein. Dafür finde ich ihn ziemlich authentisch, sowohl für Phil, als auch für Genesis im Jahre 1991. Und er passt gut auf das Album.

    But we never leave the past behind, we just accumulate...

    "Von jedem Tag will ich was haben

    Was ich nicht vergesse

    Ein Lachen, ein Sieg, eine Träne

    Ein Schlag in die Fresse"

  • Synclavier
    Banjo Man
    Beiträge
    1.553
    • 7. Januar 2018 um 21:07
    • #7

    Meine Vorredner haben im Prinzip alles zu dieser Betroffenheits-Ballade gesagt. Auch ich finde diesen Song ziemlich unerträglich. Bei allem Respekt vor der Thematik und Mitgefühl für die Betroffenen, finde ich diese Umsetzung in ein Lied einfach nur katastrophal. Schlimmere Songs haben Genesis nicht produziert. An für sich mag ich ja Balladen. Auch auf der „We Can’t Dance“ gibt es davon ja ziemlich viele („Hold on my Heart“ mag ich z.B. dagegen sehr). Bei „Since I lost You“ hat mich immer neben dem kitschigen und gut kalkulierten Arrangement vor allem der Text sehr gestört. Zudem fällt mir gerade hier die sehr quäkende Stimme von Phil auf. All dies sorgt dafür, dass ich den Song regelmäßig skippe und daher so gut wie nie höre (außer z.B. heute Abend für den TotW…). Ich gebe mal noch, einzig für den geschichtlichen Hintergrund, wohlwollende 3 Punkte.

    The girl from all those songs
    Who made everything feel right
    She came in like an angel, into your lonely life
    And filling your world with light
    Oh, and everybody told you "you're oh so lucky"
    ___
    Mein Iona-Thread: Iona

    Meine Musiksammlung: Discogs

    Mein Blog: http://earl-of-mar.blogspot.de/

  • martinus
    Giant Hogweed
    Beiträge
    5.752
    • 7. Januar 2018 um 21:07
    • Offizieller Beitrag
    • #8
    Zitat von mutzelkönig

    Dafür finde ich ihn ziemlich authentisch, sowohl für Phil, als auch für Genesis im Jahre 1991.

    Entschuldige die Nachfrage, aber ich habe immer so meine Schwierigkeiten mit dem Wort "authentisch". Worin besteht das für dich?

    Synclavier: Fleißbienchen fürs extra-Anhören! :)

    ... cried a voice in the crowd.

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  • Online
    townman
    Giant Hogweed
    Beiträge
    7.036
    • 7. Januar 2018 um 21:10
    • #9

    Für mich die furchbarste, peinlichste Geschmacksentgleisung der Bandgeschichte - und auch darüber hinaus fällt mir spontan nichts ein, was ich ähnlich verabscheue wie diesen Totalausfall. Es hagelt Minuspunkte in Hülle und Fülle. Ich hör jetzt die Neue von Hansi Hinterseer und freue mich über die steigende ästhetische Qualität des Abends.


  • eclipse
    Slipperman
    Beiträge
    2.594
    • 7. Januar 2018 um 21:36
    • #10

    Immerhin war das Stück gut gemeint, so dass ich mich zu einem knappen ausreichend hinreißen lasse, was dennoch auf der gymnasialen Oberstufe einem Unterkurs entspricht. 4 Punkte also.

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