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  4. Song der Woche / Track Of The Week

TotW [20.06.-26.06.2011]: GENESIS - Say It's Alright Joe

  • martinus
  • 20. Juni 2011 um 06:15
  • Mr. Plod
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    • 20. Juni 2011 um 12:14
    • #11
    Zitat von little nick

    Würde man mich spontan auf der Straße ansprechen und mich darum bitten, innerhalb von 10 Sekunden möglichst viele "schlechte" Genesis-Stücke zu nennen, wäre "Say It´s Alright Joe" mit großer Wahrscheinlichkeit dabei.

    Erstens kennt doch niemand mehr Genesis und
    Zweitens: Banjo Man, Papa he said, Phret Naminanu, The Brazilian sind auch viel besser ;)

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  • Prophet
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    amyristom
    • 20. Juni 2011 um 12:28
    • Offizieller Beitrag
    • #12

    Bei dem Song kann ich mich kurzfassen: laaaaaaaaaangweilig. Sowohl in der Studioversion als auch erst recht in der Liveversion (obwohl da so aus theatralischen Gründen so gewollt) ziehen sich die Strophen wie Kaugummi und gehen über Klimperniveau musikalisch nicht hinaus. Der Refrain geht zwar gut nach vorn, ist aber musikalisch nun auch wirklich nichts besonderes. Und dann? Der Rest krankt unter der "ATTWT-Krankheit", die auch Songs wie "Undertow" befallen hat: Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, aus (sieht man mal von dem ebenfalls musikalisch sehr unergiebigem Geklimper am Schluss ab). Kein nennenswerter Instrumentalpart, kein weiterer Zwischenpart, nichts. Rauscht so vorbei und ende.

    Gibt von mir ein ausreichend (5 Punkte), die Live-Version reißt ausschließlich aufgrund der theatralischen Darbietung von Phil noch was raus und das auch nur, wenn man das Bild dazu sieht (nur musikalisch zieht sich diese Version wie gesagt noch viel mehr wie die Studioversion). Ist bei mir meist ein Skip-Kandidat.

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  • Zy
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    • 20. Juni 2011 um 12:59
    • #13

    Gehört in meinen Augen auch zum Schwächsten was Genesis je gemacht hat. Diese Geklimper und der gelangweilte Gesang von Phil ist saft und kraftlos. Ausserdem begibt sich Phil in einen so hohen Bereich, dass seine Stimme gar nicht mehr souverän wirkt.
    Die zwei druckvolleren Passagen haben etwas mehr Power, aber auch hier gilt: langweilig.
    ATTWT ist für mich mit Abacab die schwächste Genesis Platte (oder CD) und Say it's allright, Joe ist das schwächste Stück auf der Scheibe.
    4 Punkte - ganz knapp genügend

    Zy
    ------
    "The music is the true currency. It's more valuable than the accolades or the money. The relationship is with the invisible muse and you know if she's pleased or if she ain't." - Steve Hackett

  • tom
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    • 20. Juni 2011 um 13:09
    • Offizieller Beitrag
    • #14
    Zitat von martinus

    Live wurde das Stück nur auf zwei Touren gespielt; ab Abacab passte es nicht mehr in das Liveset.

    Das passte für meinen Geschmack schon bei der Duke-Tour nicht mehr. Gerade die Live-Version mit ihren quälend langen Pausen absoluter Stille (vom Publikum mit deutlicher Unruhe aufgenommen) sorgte für einen derben Show-Stopper direkt nach der "Duke-Suite". Allerdings konnte Phil hier sein ganzes komödiantisches Talent einsetzen und seine Grimassen, die vermutlich nur in den ersten Reihen erkennbar waren, bewahrten den Song vor dem völligen Ausfall.

    Die Studiofassung war auch kein Highlight des ohnehin schwachbrüstigen "And Then There Were Three"-Albums, erstaunlich, dass dieser Song es überhaupt ins Live-Repertoire schaffte.

    Wegen des halbwegs akzeptablen Refrains für mich eine 4+.

    Mein Blog: Rockworte
    Mein Solo-Album: "Geduld, meine Herren, Geduld! (Die Grundig-Demos 1980-83)"

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  • timonraphael
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    • 20. Juni 2011 um 13:26
    • #15
    Zitat von Prophet

    Der Rest krankt unter der "ATTWT-Krankheit", die auch Songs wie "Undertow" befallen hat: Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, aus (sieht man mal von dem ebenfalls musikalisch sehr unergiebigem Geklimper am Schluss ab). Kein nennenswerter Instrumentalpart, kein weiterer Zwischenpart, nichts. Rauscht so vorbei und ende.



    Das kann ich nicht so stehen lassen: Strophe, Refrain, Strophe, Refrain als "Krankheit" zu bezeichnen ist eine überaus polemische und unmusikalische Äusserung! So gesehen müssten ja die meisten Beatles-Songs und viele andere grossartige Kompositionen im Pop-Rock Bereicht auch von Krankheit befallen sein.. :ratlos:

    Oder gehörst du einfach nur der orthodoxen "Genesis-dürfen-keine-einfachen-songs-machen"-Sekte an?

    Sorry, ich sollte mich nicht aufregen, aber manchmal verstehe ich gewisse Ansichten nicht, wir sind hier auf einer Genesis Fanseite und solche Sachen haben nichts mit Geschmack zu tun, sondern mit einem Grundverständnis für den Genesis-Katalog und für Musik im Allgemeinen.

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    townman
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    • 20. Juni 2011 um 13:33
    • #16
    Zitat von timonraphael

    Das kann ich nicht so stehen lassen: Strophe, Refrain, Strophe, Refrain als "Krankheit" zu bezeichnen ist eine überaus polemische und unmusikalische Äusserung! So gesehen müssten ja die meisten Beatles-Songs und viele andere grossartige Kompositionen im Pop-Rock Bereicht auch von Krankheit befallen sein.. :ratlos:

    Oder gehörst du einfach nur der orthodoxen "Genesis-dürfen-keine-einfachen-songs-machen"-Sekte an?

    Sorry, ich sollte mich nicht aufregen, aber manchmal verstehe ich gewisse Ansichten nicht, wir sind hier auf einer Genesis Fanseite und solche Sachen haben nichts mit Geschmack zu tun, sondern mit einem Grundverständnis für den Genesis-Katalog und für Musik im Allgemeinen.

    Ja, reg dich nicht auf: Du hast mit deiner Kritik den Falschen erwischt und steckst ihn gerade wegen dieses Postings unberechtigterweise in eine Schublade. Sicherlich kann man hinterfragen, warum eine einfache Str.-/Refr.-Form abgewertet wird, aber das kann dir Prophet sicherlich erklären. Ist zu 100% nicht polemisch gemeint, sondern nur etwas verkürzt / unerläutert dargestellt.


  • little nick
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    • 20. Juni 2011 um 13:50
    • #17
    Zitat von timonraphael

    Das kann ich nicht so stehen lassen: Strophe, Refrain, Strophe, Refrain als "Krankheit" zu bezeichnen ist eine überaus polemische und unmusikalische Äusserung! So gesehen müssten ja die meisten Beatles-Songs und viele andere grossartige Kompositionen im Pop-Rock Bereicht auch von Krankheit befallen sein.. :ratlos:

    Das war von Prophet ganz sicher nicht pauschal gemeint. Es geht nicht darum, dass ein Song grundsätzlich als "erkrankt" anzusehen ist, wenn er nur über das besagte, einfache Schema verfügt. Für das ATTWT-Album ist es aber typisch, dass die Stücke teilweise irgendwie so klingen, als seien sie nicht ganz vollendet worden, als habe man bewusst an gewissen Stellen mit der weiteren Ausarbeitung aufgehört, wo man bisher noch ein Solo, einen Zwischenteil etc. eingebaut hätte.

  • lillywhitelillith
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    • 20. Juni 2011 um 13:51
    • #18

    Für mich einer der schwächeren Songs des Albums, der hauptsächlich von der Spannung zwischen Strophe und Refrain (oder Trostlosigkeit und Aufbäumen) lebt. Na ja, die düstere Ausstrahlung macht ihn auch nicht gerade kuschelig. Die Strophen sind aber schön und gefühlvoll gesungen, so wie das ganze Album den Eindruck macht, dass Phil Collins als Sänger (auch im Background) seinen Platz ganz gefunden hat.

    Früher (laaange her) fand ich den Song lustig, nur weil ich immer "shut up" statt "shine on" verstanden habe (und vom restlichen Text so gut wie gar nichts).

    Supper´s Ready: "The Lamb" is served


    Infos zur Lamb in Deutsch

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    amyristom
    • 20. Juni 2011 um 13:57
    • Offizieller Beitrag
    • #19
    Zitat von townman

    Ja, reg dich nicht auf: Du hast mit deiner Kritik den Falschen erwischt und steckst ihn gerade wegen dieses Postings unberechtigterweise in eine Schublade. Sicherlich kann man hinterfragen, warum eine einfache Str.-/Refr.-Form abgewertet wird, aber das kann dir Prophet sicherlich erklären. Ist zu 100% nicht polemisch gemeint, sondern nur etwas verkürzt / unerläutert dargestellt.

    Danke townman! Nein das war nicht so polemisch gemeint wie es vielleicht klingt. Ich selbst gehöre ja zu der Fan-Fraktion, die sowohl die Prog-Genesis als auch die Pop-Genesis sehr mag. Habe also durchaus kein Problem damit, wenn Genesis Pop-Songs machen (u.a. finde ich z.B. Invisible Touch oder Land of Confusion sehr gelungene Pop-Songs). Mein Problem mit Songs bzw. dem Aufbau der Songs wie "Undertow" und "Say it's alright Joe": im Gegensatz zu den vorgenannten Songs gehen diesen Songs die Kompaktheit ab, die ein Song mit "klassischem Aufbau" (Strophe, Refrain,....) benötigt, um als solches zu funktionieren. Sie klingen stets nach "da hätte mehr kommen MÜSSEN und sie haben einfach mutwillig abgebrochen bzw. nicht weiterkomponiert". Wenn man so will fehlt es ihnen an "Substanz" für einen derart kompakten Aufbau. Vor allem weil sie auf gleichem Album dann demonstriert haben, wie es funktioniert:
    Man kann von dem Song halten was man will, aber im Gegensatz zu diesen Songs funktioniert "Follow You Follow Me" (und in Grenzen auch "Many too many") im klassischen Songformat. Dieser Song hat die nötige Kompaktheit, ihm fehlt nichts, im Gegenteil würde man ihn sogar zerstören wenn man ihn weiter ausgebaut hätte.

    Aber "Say it's alright Joe" hat dies nicht. Es ist von der Anlage her einfach kein Popsong und wirkt somit wie ein künstlich beschnittener Prog-Song, bei dem der Komponist keine Lust hatte, weiterzukomponieren (und das was komponiert wurde empfinde ich persönlich wie gesagt größtenteils als zäh wie Kaugummi).

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  • timonraphael
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    • 20. Juni 2011 um 14:21
    • #20
    Zitat von Prophet

    Danke townman! Nein das war nicht so polemisch gemeint wie es vielleicht klingt. Ich selbst gehöre ja zu der Fan-Fraktion, die sowohl die Prog-Genesis als auch die Pop-Genesis sehr mag. Habe also durchaus kein Problem damit, wenn Genesis Pop-Songs machen (u.a. finde ich z.B. Invisible Touch oder Land of Confusion sehr gelungene Pop-Songs). Mein Problem mit Songs bzw. dem Aufbau der Songs wie "Undertow" und "Say it's alright Joe": im Gegensatz zu den vorgenannten Songs gehen diesen Songs die Kompaktheit ab, die ein Song mit "klassischem Aufbau" (Strophe, Refrain,....) benötigt, um als solches zu funktionieren. Sie klingen stets nach "da hätte mehr kommen MÜSSEN und sie haben einfach mutwillig abgebrochen bzw. nicht weiterkomponiert". Wenn man so will fehlt es ihnen an "Substanz" für einen derart kompakten Aufbau. Vor allem weil sie auf gleichem Album dann demonstriert haben, wie es funktioniert:
    Man kann von dem Song halten was man will, aber im Gegensatz zu diesen Songs funktioniert "Follow You Follow Me" (und in Grenzen auch "Many too many") im klassischen Songformat. Dieser Song hat die nötige Kompaktheit, ihm fehlt nichts, im Gegenteil würde man ihn sogar zerstören wenn man ihn weiter ausgebaut hätte.

    Aber "Say it's alright Joe" hat dies nicht. Es ist von der Anlage her einfach kein Popsong und wirkt somit wie ein künstlich beschnittener Prog-Song, bei dem der Komponist keine Lust hatte, weiterzukomponieren (und das was komponiert wurde empfinde ich persönlich wie gesagt größtenteils als zäh wie Kaugummi).



    Ok Prophet, so kann ich deine Kritik akzeptieren. Ich wurde wahrscheinlich mit den Jahren einfach zu allergisch auf das "Schubladendenken" einiger Genesisfans der ersten Stunde. In diese Schublade habe ich dich wohl zu unrecht gesteckt, sorry.

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