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Prince / The Artist Fomerly Known As...

  • kaden09
  • 1. April 2012 um 19:06
1. offizieller Beitrag
  • kaden09
    Lurker
    Beiträge
    631
    • 1. April 2012 um 19:06
    • #1

    Hab über die Suchfunktion noch nichts über diesen schrägen Künstler gefunden, also hier mal ein Thread über Prince. Bin gerade dabei, sein werk neu zu entdecken. Purple Rain habe ich mir bereits 2004 in London gekauft, das Album finde ich bis heute genial! Danach habe ich mir ein Doppelalbum namens Sign O' the Times zugelegt, danach habe ich den Typen erstmal aufgegeben, zu schräg das ganze. Nun, nach ausgiebiger Beschäftigung mit schrägerer Musik a la early Genesis, bin ich bei Prince wesentlich offener. Der Typ hat echt interessante Musik und tolle Alben veröffentlicht, auch das oben erähnte Times ist nun richtig spannend geworden. Einzig und allein mit seinen reinen Liebes-Balladen bin ich nie warm geworden. Songs wie 'Do me Baby' oder 'Adore' sorgen dafür, dass sich mir die Haut schält...

    Weitere Anschaffungen werden wohl demnächst Controversy und Gold sein. Prince war einfach anders als viele Künstler der 80er, vor allem wurde er immer schräger und exzentrischer, vor allem in den 90er Jahren. Was haltet ihr von Prince, könnt ihr vielleicht sogar ein weiteres gutes Album von ihm empfehlen?

    Noch ein paar Links von etwas unbekannteren Songs als erste Eindrücke:

    http://www.youtube.com/watch?v=r3iEwO9PhJc

    http://www.youtube.com/watch?v=HLTqOHF_-do

    http://www.youtube.com/watch?v=u_w0132BStI

    http://www.youtube.com/watch?v=6FlXwEItiHs

    Einmal editiert, zuletzt von kaden09 (1. April 2012 um 19:13)

  • stevehogarth
    Banjo Man
    Beiträge
    776
    • 1. April 2012 um 19:22
    • #2

    Sign O the Times findet man immer wieder unter den Top 50 der besten Alben aller Zeiten...aber ich finde keinen Zugang zu der Platte.

    I am the other half
    And you are what I am for
    I won't lie to you or hurt you
    I'm not like that anymore

    I am with you all the time now
    One soul. One mind. One heart.
    The other half cannot be parted
    From the other half

  • townman
    Giant Hogweed
    Beiträge
    7.036
    • 1. April 2012 um 20:45
    • #3

    "Sign..." hat bei mir auch nicht so eingeschlagen. Komischerweise gibt es im Frühwerk relativ viel, was außerordentlich bejubelt wurde, mich aber langweilt.

    Bei mir hat vor allem die "Diamonds and pearls" gezündet. Das ist für meine Begriffe eine absolut herausragende Popplatte der 80er. "Daddy Pop", "Get off", "Cream" und der Titelsong reißen mich total vom Hocker - das ist Pop, wie ich ihn liebe. Prince ist ein absolutes Groove-Schwein - wenn er will.
    "Sexy Motherfucker" war dann darauf auch wieder so ein Mörderteil (Beginn seiner "Symbol"-Phase), das mich als Teenie überhaupt erst begreifen ließ, dass Groove etwas sehr Feines und Diffiziles ist - man kann kaum ausmachen, was einen Groove gut werden lässt (sonst würden es alle machen), aber man kann hören, wer den Groove hat. Prince hat ihn definitiv, wenn er nicht gerade seine furchtbare 80er-Drum-Machine anschmeißt.
    Manchmal dreht der Gute leider total am Rad - geistig wie auch musikalisch (ich habe ein Konzert vor Jahren in Köln erlebt, das wirklich fast durchweg Banane war). Aber man soll einen Künstler nach seinen besten Sachen beurteilen. Und das bedeutet für mich: Er ist eine absolute Ausnahmeerscheinung, eine Lichtgestalt hammermäßig funkiger Popmusik - er hat Soul, er hat DEN Groove!


  • HoHoHo
    Giant Hogweed
    Beiträge
    7.294
    • 2. April 2012 um 20:05
    • #4

    Ich hab von Prince die tolle "The Hits / The B-Sides" 3CD Box, die damals limitiert war (unlimitiert sollten nur die Einzel-CDs "The Hits 1" und "The Hits 2" erscheinen, später kam die Box aber neu ohne Limitierung raus und ist auch heute noch regulär im Handel). Jedenfalls sind dort alle Klassiker 1977-93 enthalten, die meisten in den vollständigen Album Versionen. "Purple Rain" mit über 8 Minuten z. B. und auch die großartige Single "Sign o' the Times", nachwievor mein Lieblingslied von ihm. Bei den B-Seiten fehlt leider das tolle Instrumental "Alexa de Paris".

    An die Alben habe ich mich (noch) nicht rangetraut, aber "Sign o' the Times" und "Diamonds and Pearls" und evtl. noch "Batman" stehen auf meiner Liste.

  • E.M.
    Slipperman
    Beiträge
    2.036
    • 2. April 2012 um 20:36
    • #5

    Einer der ach so hochgelobten Künstler, bei denen mir nach all den Jahren, in denen ich mich mit ernst zu nehmender Musik beschäftige, noch NIE auch nur ein Hauch eines Fünkchens übergesprungen ist.

    Er selbst ist mir schon immer total unsympathisch (keine Ahnung warum), Purple Rain ist für mich einer der langweiligsten, überbewertetsten und nervigsten Hits aller Zeiten.

  • townman
    Giant Hogweed
    Beiträge
    7.036
    • 2. April 2012 um 23:01
    • #6

    Wegen kaden09s Anstoßes habe ich gestern mal wieder einen Prince-Abend eingelegt und gemerkt, dass dann doch mal ein paar Sachen auf YT zu sehen sind. Besonders viel habe ich vom 2009er-Montreux-Festival gesehen, weil ich in den letzten Jahren eher andere Sachen gehört und entdeckt habe - nun, was soll ich sagen, der Mann ist der Wahnsinnshammer, ein (das?) Pop-Genie im umfassendsten Sinn:

    1. Seine Bands: Die waren schon immer spitze. Nicht nur, dass der Mann sich seine Musiker schon bald fast nach Belieben aussuchen konnte, weil alle mit ihm spielen wollten. Nein, er hat seine Bands auch häufig zu Höchstleistungen gebracht, indem er die Stärken der einzelnen Musiker zur Geltung kommen ließ, aber auch das Kollektiv brillant formte und führte. Es spricht auch für sich, dass viele, die einmal mit ihm spielen durften, dann einen Karrieresprung machen konnten (ähnlich wie bei Miles Davis).

    2. Sein Stil: Prince bedient sich aus fast dem gesamten Spektrum, was Unterhaltungsmusik zur Verfügung steht, und macht daraus sein ganz eigenes, besonderes Ding. Frank Zappa hat sich irgendwann mal etwas "neidisch" darüber geäußert, dass Prince etwas geschafft habe, was Zappa selbst nicht immer gelungen sei: Jedem Song eine ganz individuelle Beschaffenheit zu geben (galt vor allem für den Sound).
    Prince macht Jazz, Funk, Pop, Rock, Soul, Gospel, Musical-Style... und greift mit schlafwandlerischer Stilsicherheit auf deren unterschiedlichste Ausprägungen zurück.

    3. Prince als Performer: ...ist unschlagbar. Er ist eines der Performerexemplare, die auf der Bühne agieren, als wäre dies ihre wahre Natur (Robbie Williams z.B. ist ja auch so ein Fall). Da wirkt nichts schwierig, geübt oder gewollt. Wenn man mal beim Montreux-Auftritt verfolgt, welche unterschiedlichsten Aktionen er in kürzester Zeit umsetzt, als würde es keine psychische oder physische Anstrengung kosten, wird einem fast schwindelig. Er spielt, singt, interagiert mit dem Publikum, interagiert und improvisiert mit der Band, tanzt, macht faxen - und die Musik ist immer voll auf den Punkt, es groovt schweinisch, es ist eine perfekte Show.


  • tom
    Moderator
    Beiträge
    7.991
    • 2. April 2012 um 23:26
    • Offizieller Beitrag
    • #7

    Naja, Prince haben wir in den 1980ern viel gehört und bewundert. Sein zur damaligen Zeit eher unterbewertetes Album "Around The World In A Day" hatte es mir besonders angetan. Hier stimmt einfach alles und die beiden Singles Raspberry Beret und Paisley Park, aber auch das über 8 Minuten lange und ziemlich proggige Temptation sind mit das Beste, was er je abgeliefert hat. Davor und danach hat er mich weniger begeistern können, aber ich habe immer mal wieder geniale Sachen wahrgenommen. Leider hat er später offenbar dazu geneigt, mehr Material zu veröffentlichen, als eine effektive Qualitätskontrolle zugelassen hätte - irgendwann bin ich dann nicht mehr mitgekommen. Ich kann mich an einen Song erinnern, der immer im Radio lief und der an alte Klasse erinnerte, das war Gold - vom "Gold Experience" Album aus seiner namenlosen Periode - ein perfekter Pop-Song. Danach hab ich nie wieder was von ihm gehört.

    Mit seiner Art zu performen, konnte ich nie was anfangen - das war mir immer zu amerikanisch, zu viel Las Vegas und Show, als dass ich das hätte gut finden können. Habs aber nur mal im TV gesehen.

    Mein Blog: Rockworte
    Mein Solo-Album: "Geduld, meine Herren, Geduld! (Die Grundig-Demos 1980-83)"

    Einmal editiert, zuletzt von tom (3. April 2012 um 09:52) aus folgendem Grund: fucking Rechtschreibung

  • GrafKoks
    Lurker
    Beiträge
    125
    • 3. April 2012 um 00:15
    • #8
    Zitat von TM Productions

    Ich kann mich an einen Song erinnern, der immer im Radio lief und der an alte Klasse erinnerte, das war Gold - vom "Gold Experience" Album aus seiner namenlosen Periode - ein perfekter Pop-Song. Danach hab ich nie wieder was von ihm gehört.

    der Song "Gold" ist für mich (mit) das absolute Highlight seiner Songschreiberkunst! Das dazugehörige Album find ich leider eher durchwachsen bis schwach. Zwei Alben, die mich danach noch mal aufhorchen ließen, mich aber letztlich auch nicht richtig überzeugt haben, sind "Rave Un2 the Joy Fantastic" (1999) und "Musicology" (2004). "20Ten" (2010), die dem deutschen Rolling Stone beilag, ist immer noch ungehört auf der Zeitschrift befestigt...

    -

  • Sredni
    Lurker
    Beiträge
    414
    • 3. April 2012 um 15:32
    • #9

    1999
    Purple Rain
    Around the World in a Day
    Parade
    Sign O the Times
    Lovesexy

    Alles klasse Alben, die man sich immer noch gut anhören kann. Favorit: Around the World in a Day. Danach war die Luft größtenteils raus, aber zumindest Diamonds & Pearls wollte ich mir irgendwann doch noch zulegen.

  • townman
    Giant Hogweed
    Beiträge
    7.036
    • 14. Mai 2012 um 00:54
    • #10

    Sowas könnte ich die ganze Nacht durch hören, muss aber jetzt dringend Schluss machen. Prince Live The Brit Awards 2006 Mini Concert - YouTube

    Es gibt von ihm mittlerweile doch einiges auf YT. Und es ist praktisch egal, was man anklickt, der Mann brennt...und brennt...und seine Bands sind geil.


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