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  4. Song der Woche / Track Of The Week
  5. The Lamb Lies Down On Broadway

TotW: [09.10.-15.10.2017]: GENESIS - The Light Dies Down On Broadway

  • martinus
  • 7. August 2017 um 14:23
1. offizieller Beitrag
  • martinus
    Giant Hogweed
    Beiträge
    5.752
    • 7. August 2017 um 14:23
    • Offizieller Beitrag
    • #1

    Bewertung des Songs "The Light Dies Down On Broadway" nach Schulnoten 55

    1. 15 Punkte - überragend (1+) (8) 15%
    2. 14 Punkte - überragend (1) (8) 15%
    3. 13 Punkte - überragend (1-) (16) 29%
    4. 12 Punkte - gut (2+) (7) 13%
    5. 11 Punkte - gut (2) (8) 15%
    6. 10 Punkte - gut (2-) (5) 9%
    7. 9 Punkte - befriedigend (3+) (1) 2%
    8. 8 Punkte - befriedigend (3) (2) 4%
    9. 7 Punkte - befriedigend (3-) (0) 0%
    10. 6 Punkte - ausreichend (4+) (0) 0%
    11. 5 Punkte - ausreichend (4) (0) 0%
    12. 4 Punkte - ausreichend (4-) (0) 0%
    13. 3 Punkte - mangelhaft (5+) (0) 0%
    14. 2 Punkte - mangelhaft (5) (0) 0%
    15. 1 Punkt - mangelhaft (5-) (0) 0%
    16. 0 Punkte - ungenügend (6) (0) 0%

    Track Of The Week – 09.10.-15.10.2017

    GENESIS - The Light Dies Down On Broadway


    Jahr: 1974
    Album: The Lamb Lies Down On Broadway [Rezension]
    Arbeitstitel: unbekannt
    Credits: Banks/Collins/Hackett/Rutherford (Musik), Banks/Rutherford (Text)
    Länge: 3:32
    live gespielt: 1974, 1975
    bekannte Coverversionen: keine

    Bemerkungen: Mit den ersten Klängen von The Light Dies Down On Broadway streben das Album und die Geschichte von Rael unaufhaltsam dem Höhepunkt zu: Rael eröffnet sich die Chance, wieder in die "Oberwelt", zurück auf den Broadway, zu gelangen. Verführerisch klingen die vertrauten Geräusche in seinen Ohren – und denen des Hörers, denn es handelt sich um eine sanftere Reprise von The Lamia (in den Strophen) und von The Lamb Lies Down On Broadway (im Refrain). Mit diesem Kniff sparte die Band musikalischen Aufwand; außerdem stammt der Text für dieses Stück nicht von Gabriel, sondern von Banks und Rutherford, die Gabriel so entlasteten.
    Auch wenn es mehr Recycling als Neuschöpfung sein dürfte: Damit ist unser aktueller Song der Woche gewissermaßen das erste Stück der Viererbesetzung von Genesis.

    ... cried a voice in the crowd.

    Förderer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

    3 Mal editiert, zuletzt von UK76 (9. Oktober 2017 um 09:53) aus folgendem Grund: Tracklänge ergänzt

    • Nächster offizieller Beitrag
  • UK76
    Moderator
    Beiträge
    5.945
    • 9. Oktober 2017 um 09:54
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    The Light Dies Down On Welkers, ähm.... Broadway. ;)

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • Zy
    Giant Hogweed
    Beiträge
    4.902
    • 9. Oktober 2017 um 10:57
    • #3

    Mag den Song und diese letzte Sequenz von TLLDOB sehr. Auch die Reprisen stören zu keiner Zeit und passen hervorragend, spannen nochmals den Bogen vom Beginn des Albums zum Schluss. Ansonsten leisten all unsere Helden wunderbare Arbeit, sauberes Drumming von Phil, schöne Bassläufe von Mike, sehr stimmige Keyboardsounds von Tony, akzenturierte Gitarrenarbeit von Steve und dazu Peters Gesang, zum Teil mit Phil als zweiter Stimme.
    Gelungen auch der übergang zu 'riding the scree'.
    Für mich einfach nur sehr gut! 14 P.

    Zy
    ------
    "The music is the true currency. It's more valuable than the accolades or the money. The relationship is with the invisible muse and you know if she's pleased or if she ain't." - Steve Hackett

  • sunrise
    Banjo Man
    Beiträge
    1.365
    • 9. Oktober 2017 um 11:27
    • #4

    Dieses Reprise gefällt mir fast noch besser als das "Original"!
    13 Punkte


    Than the sun reflecting off my pillow bringing the warmth of new life

  • Brext
    Lurker
    Beiträge
    172
    • 9. Oktober 2017 um 13:16
    • #5

    Ich habe das nie als Wiederverwertung mangels Material betrachtet. Beim ersten Hören war ich ziemlich geflasht von der Wiederaufnahme der Themen, die den Gesangslinien, v.a. von The Lamia, nochmal ganz andere Facetten und Wärme verleiht. Für mich ein Höhepunkt auf dem Album.

    Einmal editiert, zuletzt von Brext (9. Oktober 2017 um 17:37)

  • pealmu
    Slipperman
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    1
    Beiträge
    1.977
    • 9. Oktober 2017 um 13:51
    • #6

    Auch ich fand anfangs "The Light Dies Down On Broadway" besser als den Opener des Albums –wie sunrise – , weil es weicher und einschmeichelnder ist. Das ist mittlerweile anders, weil ich den kraftvollen Opener richtig stark finde.

    "Light Dies ..." war für mich nie eine Wiederverwertung, sondern zusammenfassend das eigentliche, natürliche Ende des Albums bzw. der Geschichte, denn "Riding The Scree" und "In The Rapids" fielen für mich etwas ab, auch wenn sie textlich für die Geschichte wichtig sind, und "IT" wirkt wie eine Zugabe.

    Die Musik von "Light Dies ..." ist super und Peters Gesang emotional.

    12 Punkte von mir.

    Gedankenrauschen – Da geht noch was!

  • charles bukowski
    Giant Hogweed
    Beiträge
    5.634
    • 9. Oktober 2017 um 23:21
    • #7

    Ooh ja, angenehmes Stück, schöne Gesangsmelodien und nicht poppig:topp:.
    Das ist mir 14 Punkte wert.

    Das Leben ist eine Illusion, hervorgerufen durch Alkoholmangel

    Charles Bukowski

  • Online
    chandelier
    Giant Hogweed
    Trophäen
    1
    Beiträge
    5.963
    • 10. Oktober 2017 um 09:43
    • #8
    Zitat von Brext

    Ich habe das nie als Wiederverwertung mangels Material betrachtet. Beim ersten Hören war ich ziemlich geflasht von der Wiederaufnahme der Themen, die den Gesangslinien, v.a. von The Lamia, nochmal ganz andere Facetten und Wärme verleiht. Für mich ein Höhepunkt auf dem Album.

    Geht mir auch so. Peter singt einfach wunderbar, besonders diese Stelle:

    "....My home.
    Is this the way out from this endless scene?
    Or just an entrance to another dream?
    And the light dies down on Broadway......"

    Diese Verzweifelung, diese Unentschlossenheit - rette ich John, oder flüchte ich verantwortungslos durch das Tor wieder in meine Welt? Aber, ist es denn meine Welt? Welche Realität ist wahr? Spielt sich das nicht alles in meinem Innern ab?: Innere - versus äußere Realität.
    Ich liebe das Lamb-Album auch wegen dieser Konflikte, dieser Fragen, den Weg den Rael geht, gehen muss. Ein zutiefst menschliches, emotionales Album findet in "The Light Dies Down On Broadway" einen Schmelzpunkt. "My Home" - schluchzend schreit Rael diese zwei Worte...Dort stirbt das Licht. Immer wieder ruft es "And The Light Dies Down On Broadway" zärtlich umschmeichelt von einer Flöte....

    "The gate is fading now, but open wide,
    But John is drowning, I must decide...."

    Wir wissen, wofür sich Rael entscheidet.
    Gänshaut pur, die auch von dem tollen Soundteppich, den das Quartett für Peter webt, erzeugt wird. Ich gebe "lediglich" 14 Punkte, weil der Song m. E. nur im Kontext des Albums wirkt.

  • Online
    townman
    Giant Hogweed
    Beiträge
    7.036
    • 10. Oktober 2017 um 23:41
    • #9

    Dass dieser aus anderen Songs zusammengeflickschusterte Song einem so ins Gedärm fährt, ist ein gottverdammtes Qualitätssiegel. Verdammtes Schlachtermesser.


  • Seller of England
    Slipperman
    Beiträge
    2.196
    • 11. Dezember 2024 um 22:01
    • #10

    Anlass: Weil dieser Song vor paar Tagen im Wettbewerb zu Turn it on again und Calling all stations stand und dabei den ersten Platz machte und ich die Story einfach genial finde.

    Tolle, kreative Verbindung der beiden Melodien von The Lamia und The Lamb lies down on Broadway, die ja schon zwei der besten Songs des Albums sind (wenn auch für mich nicht die besten). Auch inhaltlich gibt es eine Brücke: In The Lamia erfährt Rael bereits die Illusion des Todes bzw. das Verwandeln und Weiterleben nach einem vermeintlichen Sterben.

    In dem Buch von Mark Bell „The Lamb lies down on Broadway“ wird dieses Stück sozusagen als das erste des zukünftigen Genesis-Quartetts bezeichnet. Die Idee stammt zwar von Gabriel, aber der Text von Banks und Rutherford. Daher ändert sich der Schreibstil ein wenig. Die Perspektive wird aus der ersten Person in die dritte, die Beobachter- oder Zeugenperspektive „gehoben“, also aus der Gefangenschaft des Subjektes heraus. Als ob es der Zufall so wollte, passt dieser Narrations-Shift auch ganz gut zum Bewusstseins-Sprung, der da bereits angekündigt wird und der sich dann als spiritueller Transformations- und Erwachensprozess bis zum finalen Stück „it“ weiter entwickelt.

    Der Protagonist steht vor der Entscheidung, ob er das Leben seines Bruders retten will, obwohl ihn dieser schon öfters im Stich gelassen hat, oder ob er die eigene Befreiung von der Unterwelt zur Oberwelt (zurück zum Broadway) wählt. Diese Entscheidung ist die allerwichtigste im sog. „Mahayana-Buddhismus“ und unterscheidet die darin gepriesene Bodhisattwa- Haltung (für das Wohl und die Befreiung aller zu sorgen) von jener des im „Hinayana-Buddhismus“ (wo es nur um die eigene Befreiung, das „Nirvana“, geht). Wie man weiß, kannte sich Peter bereits zu dieser Zeit (u.a.) mit dem Buddhismus aus. Ich finde, die Symbolik ist ihm hier wunderbar gelungen. Um seinen „Bruder“ zu retten, muss Rael seine Angst vor dem Tod überwinden und sich in die Fluten stürzen. Bei dieser spirituellen Prüfung geht es um den „Ego-Tod“. Er ringt mit seinem Ego im Fluss bei „Riding the Scree“, überwindet die Angst des Egos vor dem eigenen Tod, um dann in „In the Rapids“ per intensivem, konfluentem Blickkontakt sich selbst im leblosen Körper seines „Bruders“ zu erkennen. Er als das seelische Wesen erfährt schließlich die eigene Entgrenzung und wird befreit von beiden personalen Subjekten und Körperhüllen, also dem eigenen wachbewussten Ich und dem unbewussten Schatten-Ich (mit Grüßen von C.G. Jung 😉). Buddhistisch gesprochen: Indem er seinen „Bruder“ retten will, befreit er sich selbst. Die Seele hat die letzte spirituelle Prüfung bestanden. Die lineare Zeit der scheinbar stattgefunden Ereignisse löst sich auf, nicht ein einziger Sonnenaufgang (oder -untergang) hatte zwischenzeitlich stattgefunden. Was folgt ist das transpersonale Erleben von „it“. Die Kundalini, die kosmische Energie, strömt durch den Zentralkanal empor. Auch davon wusste Gabriel offenbar. Dieses Emporsteigen wird durch die stufenlose Tonerhöhung von Tonys Keyboard immer wieder klanglich umgesetzt.

    Doch zurück zum Stück „The Light dies down“. Die Verbindung der Melodien von The Lamia und The Lamb erfolgt so nahtlos, dass es für meine Ohren wie ein zusammenhängendes Stück klingt, das keine Strophe und keinen Refrain hat, wie bspw. auch Calling all Stations. Zumindest kann ich zwischen Strophe und Refrain, sollte es diese geben, keine Trennung ausmachen. Diese beiden Teile, aus verschiedenen Stücken stammend, klingen für mich kein bisschen zusammengeschustert. Tolle Leistung von hauptsächlich Tony. Obwohl es ja nur ein Zwischen-Stück ist, ist es mir auch 13 Punkte wert.

    "I am a great believer in chance. It`s when you make mistakes that interesting things happen." (Anthony George Banks)

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