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  4. Song der Woche / Track Of The Week

SdW [14.03.-20.03.11]: TONY BANKS & JIM DIAMOND - You Call This Victory

  • martinus
  • 13. März 2011 um 20:51
  • martinus
    Giant Hogweed
    Beiträge
    5.754
    • 15. März 2011 um 18:28
    • Offizieller Beitrag
    • #21

    Als Mittsiebziger (vom Baujahr her, obwohl mancher das meines distinguierten Aussehens wegen :) auch mal anders versteht) ist die Musik der frühen 80er Jahre die Musik meiner Kindheit. Alphaville, Duran Duran, Bananarama, die Ei-schutt-bio-lacki-Kylie Minogue, NDW und die Bangles gehören dazu.
    Insofern stehe ich dem "Plastiksound der 80er", welchselbigen Ausdruck ich hier ganz wertfrei verstanden wissen möchte, durchaus positiv gegenüber.
    Und auch ausgefallenere Stimmen wie die von Jim Diamond hat man ja schon in den 80ern gehört - der Leadsinger der Fine Young Cannibals beispielsweise hatte ja auch ein ungewöhnliches Organ.

    Dieser Song der Woche ist ein ganz typischer 80er-Jahre-Song. Ein Standard-Beat, ein Standardkeyboard... und die Stimme... da wäre eine Stimme besser gewesen, die in den Höhen nicht so gellt. Oder vielleicht sogar gleich eine Frauenstimme?

    Vielleicht hätte ich ihn damals ganz gut gefunden. Heute... pardon, nein danke.

    ... cried a voice in the crowd.

    Förderer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • Mr. Plod
    Banjo Man
    Beiträge
    1.932
    • 16. März 2011 um 08:13
    • #22

    Lieber Abbacab, der eine zieht den Vergleich mit Mick Hucknall, weil Simply Red Ende der Achtziger ziemlich auf der Erfolgswelle schwammen und ihm (mir) der Gesangsstil auffiel. Es gibt sicher eine Menge Produzenten, die im Studio z.B. sagen: „Du mußt wie Mick Hucknall klingen, probier das mal.“ Dieses ist nur eine Vermutung, ein Eindruck.

    Gegen den Vorwurf des „Banks-bashing“ verwehre ich mich. Tony Banks ist im übrigen mein Lieblingsmusiker von Genesis und mein Lieblinskomponist. Ich bin leider kein Musiker und kann meine Eindrücke deswegen vielleicht nicht allzu feingliederig schildern, ich fand allerdings, das sollte als Kurzkritik reichen.
    Vielen Dank für den Verweis auf Ph.D.. Ich kannte „I won´t let you down“ natürlich, habe das allerdings nicht mit Jim Diamond in Verbindung gebracht. Damit hat er sich natürlich einen Rang in der Popwelt ersungen.

    Zitat von Abbacab

    You Call This Victory Dass an Tonys Solosachen sehr häufig deutlich wird, wie wichtig der Rest von Genesis für das letztliche Ergebnis seiner Kompositionen war, wird auch hier deutlich.

    Diesem kann ich wärmstens zustimmen, ich habe Tony immer Soloerfolg gewünscht und finde es äußerst bedauerlich, daß er eigentlich dabei gescheitert ist.

    We can help You

  • Zy
    Giant Hogweed
    Beiträge
    4.902
    • 17. März 2011 um 13:02
    • #23

    Hätte ja nicht gedacht, dass der Song dermassen unten durch muss, denn er hätte ja auch gute Ansätze. Aber hier wird auch wieder deutlich, warum es Tony solo nicht geschafft hat.

    Zy
    ------
    "The music is the true currency. It's more valuable than the accolades or the money. The relationship is with the invisible muse and you know if she's pleased or if she ain't." - Steve Hackett

  • Helge
    Gast
    • 19. März 2011 um 10:26
    • #24

    YCTV leidet wie so oft bei Tony's Songs an einem fehlendem Höhepunkt.
    Das Lied hat wie Zy schon andeutet recht gute Ansätze, vor allem was die Instrumentierung betrifft.
    Und immer dann wenn man denkt, jetzt gehts richtig los, versaut Jim Diamond mit seinem "Schreien" die Melodie. Da hätte etwas mehr Zurückhaltung gut getan.
    Letztendlich ist Wahl des Sängers doch ein Griff ins Klo gewesen.
    Das Lied hat gutes Potential und zeigt, dass Tony solo einfach nicht den Stellenwert eines Tony Banks im Kollektiv mehr GENESIS hatte.
    Ganz schwierig zu bewerten. Ich schwanke zwischen 6 und 7 Punkten und vergebe weil ich unseren Banksi verehre eine 7.

  • guardian eyes
    Lurker
    Beiträge
    318
    • 20. März 2011 um 20:40
    • #25

    Habs vorher nicht gekannt und, obwohl mir schon ein paar Solosachen von Tony gefallen, das hier ist nervig. 3 Punkte

  • March Hare
    Banjo Man
    Trophäen
    1
    Beiträge
    1.208
    • 20. März 2011 um 22:31
    • #26
    Zitat von Prophet

    Nenene, der Song steht stellvertretend für genau die Gründe, aus denen ich mit einem Großteil von Banks Soloschaffen nichts anfangen kann:
    - Plastiksound (viel zu viel Keyboards, zu wenig Gitarren - und das sage ich als Keyboarder)
    - üble Keyboardsounds
    - unpassender Sänger
    - langweilige, ungelenke, sperrige, "stolpernde" Komposition. Klingt stets als wolle jemand, der eigentlich Prog-Komponist ist und dessen Natur ausladene Melodiebögen und Songs sind, völlig entgegen dieser Natur verkrampft und auf Teufel komm raus einfache Pop-Musik machen. Geht bei Banks eigentlich immer in die Hose. Im besten Fall klingt er dabei wie der Früh-80er-Jahre-Nick-Kershaw, ohne dabei jemals dessen Eingängigkeit und Lockerheit zu erreichen (noch dazu brachte Banks diesen Sound dann noch Ende der 80er / Anfang der 90er, wo das doch schon Mitte der 80er abgefrühstückt war).

    So oben eigentlich schon alles genannt, warum ich auch diesen Song nicht mag. Nenene, neben "Curious Feeling" und einzelnen wenigen funktionierenden Pop-Lichtblicken wie "Throwback" und "That night" hat der gute Tony in seinem krampfhaften Wahn, einfache Popmusik erschaffen zu wollen nur dann wirklich gute Musik geschaffen, wenn er seiner wahren Natur (leider zu selten) mal freien Lauf ließ (siehe "Island in the darkness").

    3 Punkte von mir nur.

    Du beschreibst mein Verhältnis zu Tonys Solomusik perfekt. Danke!

    http://www.favni.de

  • Synclavier
    Banjo Man
    Beiträge
    1.553
    • 11. Oktober 2015 um 15:10
    • #27

    Aus (naja...) aktuellem Anlass hol ich mal diesen TotW hervor, meine Bewertung fehlte sowieso. „You Call This Victory“ ist leider ein nicht so gutes Stück, welches ich mit Jim Diamond in Verbindung bringe, wobei das aber gar nicht seine Schuld ist. ich finde, dass dies ein ziemlich verzichtbarer Song ist. Aber lest selbst. Hier ein Auszug aus meiner Rezension zu „Soundtracks“:

    You Call This Victory entstand zusammen mit Jim Diamond, welcher diesen Song auch singt. Es ist ein eher belangloses Pop-Lied. Wie für Banks typisch wird man von Keyboard-Sounds wieder überhäuft, Gitarren sind wie immer unterpräsentiert und selbst die Rhythmusgruppe ist eher langweilig
    Auf Dauer ist der Song zu harmlos, es passiert einfach nichts Besonderes, der Gesang fängt nach einer Weile an zu stören, und das Lied als solches ist viel zu sperrig um als Popsong zu funktionieren. Wenn man diesen Song nicht kennt, hat man nicht wirklich etwas verpasst.
    Das Tony Banks weitaus bessere Popsongs hinbekommen hat, zeigen Lieder wie Throwback (zu finden auf Bankstatement) oder Red Day on Blue Street (Still). You Call This Victory bleibt aber leider nur auf niedrigem Niveau und schafft es nicht, den Hörer in irgendeiner Art und Weise zu beeindrucken.

    ---
    Sind dann im Endeffekt für mich nur 2 Punkte. So, jetzt höre ich lieber die „Darktown“ - dort ist mit „Days of Long Ago“ ein sehr gutes Beispiel für eine Zusammenarbeit mit Jim Diamond vorhanden.

    The girl from all those songs
    Who made everything feel right
    She came in like an angel, into your lonely life
    And filling your world with light
    Oh, and everybody told you "you're oh so lucky"
    ___
    Mein Iona-Thread: Iona

    Meine Musiksammlung: Discogs

    Mein Blog: http://earl-of-mar.blogspot.de/

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