Ja klar, das macht Sebastien genauso, aber natürlich nur bei den einhälsigen Gitarren. Bei den Doppelhälsern wären dann aber Baß und Gitarre oben/unten vertauscht, und da hört der Spaß dann doch auf... ![]()
TMB - The Return of the Giant Tour Diary 2006
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Hallo,
wer (außer Mango Kid ) ist denn am Samstag von Euch in Halle ?

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Ich komme gerade von der "Lamb" Show in Bonn. Was ich heute Abend gesehen und gehört habe hat all meine Erwartungen bei WEITEM übertroffen
Es war stellenweise richtig beängstigend und ich mußte mich zwischendurch regelrecht kneifen um mir klarzumachen das ich mich gerade im Jahre 2006 bei einer Coverband befinde und NICHT im Jahr 1974 bei einem ECHTEN GENESIS Konzert
"Beängstigend" war für mich auch die Intensität der ganzen Inszenierung... man wurde regelrecht in die Geschichte von Rael "reingesogen" (ich bin nach der Hälfte des Konzerts in der hinteren Teil der Halle abgewandert um ein wenig Distanz zum Geschehen zu bekommen ).
Das Dennis nicht 100% nach unser aller Meister klingt spielte im Gesamtkontext der Show überhaupt keine Rolle. Der Bühnensound war klar, differenziert und hatte genau die richtige Lautstärke. Das Publikum war weitestgehend ruhig , applaudierte (meist) an den richtigen Stellen..an anderen Stellen war es so still im Saal..man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Licht- und Diashow waren ebenfalls beeindruckend. Mit welch einfachen Mitteln man auf der Bühne eine andere Welt schaffen kann... einmalig !
Einziger Minuspunkt: einige Songs wurden - wie bei Studioaufnahmen - einfach ausgefadet... ich finde Livemusik braucht immer einen Anfang und ein richtiges Ende.
Früher dachte ich, man könne die Intention von Peters verschrobener Geschichte um Rael nur durch das Hören der Musik verstehen, seit heute ist mir klar das man das Gesamtwerk LIVE erlebt haben muß, um es in all seinen Nuancen zu begreifen.Fazit: wer "The lamb lies down on broadway" noch nicht gesehen hat und einen EINMALIGEN TRIP erleben möchte: SCHAUT EUCH DAS AN !
Es ist leider die letzte Chance ! -
Hallo, Mr.Bassmann,
hast Du wirklich letztes Jahr noch nicht die Chance genutzt, Dir die "Lamb"
anzusehen ? Da Du ja (oder täusche ich mich etwa?) selbst bei "The Path
of Genesis" wahrscheinlich den Bass?? spielst , kann ich mir vorstellen, daß der Genuß eines solchen Abends für einen Musiker, der einige Titel selbst im Programm hat, noch höher als für uns "normale" Fans einzuschätzen ist. Ich habe Euch übrigens letztes Jahr in Wernigerode live
erlebt und fand Euch wirklich sehr gut, auch wenn man es eben (nicht abwertend gemeint ) nicht mit T.M.B. vergleichen kann.
An die anderen im Forum: Schaut Euch ruhig "The Path.." einmal an.
So, und ich freu`mich heute abend auf die Händelhalle in Halle !!!
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Auch ich war gestern in Bonn und es war tatsächlich der absolute Wahnsinn!
Ich saß links vorne in der zweiten Reihe und hatte daher eine perfekte, sehr nahe Sicht auf alle Beteiligten. Auch der Sound war sehr gut.
"Gabriel"s Stimme hatte ich von der Foxtrot-Tour 2004 etwas weniger nah am Original in Erinnerung - Gestern überzeugte sie mich zu 95%! Auch die Performance aller Beteiligten (wobei da ja eigentlich nur "Gabriel" und "Collins" zu nennen sind) schien mir als Nicht-Zeitzeugen, aber Video-Gucker, originalgetreu.Am meisten beeindruckt hat mich, so wie die Mehrheit hier anscheinend auch, Drummer Martin Levac. Der scheint den jungen Collins auf der Bühne wirklich zu leben! Habe ihn nach dem Konzert am Merchandise-Stand getroffen und mal vorsichtig nach Plänen zu einer "Trick Of The Tail"-Tour gefragt; denn das wäre ja wohl die logische Konsequenz nach "Gabriel"s Ausstieg im nächsten Jahr. Er sagte, dass er das gerne machen würde, aber es noch sehr unsicher sei.
Minuspunkt: Der Keyboarder. Nicht sein Spiel, dass keinesfalls Grund zur Beanstandung ließ, sondern sein Equipment, das neben Hammond, E-Piano und ARP leider auch ein großes modernes Keyboard beinhaltete.
Was ich vor der Show noch für ein schwarzes Mellotron M400 gehalten hatte, stellte sich bei der Betrachtung des Abbaus als ein leerer schwarzer Kasten heraus. Diesen Verdacht hatte ich schon während des Konzerts entwickelt, weil so mancher Sound einfach überhaupt nicht nach Mellotron klang! Mein Wunsch: Wenn schon kein Original (was aufgrund der Probleme mit der "black bitch" durchaus verständlich ist), dann bitte bessere Samples! -
Es ist immer wieder interessant zu hören, wie unterschiedlich Details bei Sound und Instrumenten von verschiedenen Zuschauern wahrgenommen und beurteilt werden. In Mannheim hatten die Baßpedale den Saal so vibrieren lassen, daß man Angst hatte, die Lampen kommen von der Decke gesegelt... Danach sagte die eine Hälfte, sie hätten noch nie einen so tollen Baß gehört, und die andere Hälfte, er wäre noch nie so schlimm gewesen...
Zum Mellotron - TMB haben tatsächlich ein echtes Mellotron zu Hause in Kanada, und sie haben es bis Mitte der 90er auch gelegentlich live gespielt. Es ist aber absolut unmöglich, es in Europa mit auf Tour zu nehmen, weil die Ausfallquote indiskutabel wäre, deshalb ist das Mellotron als einziges Instrument gesampled.
Was die Qualität angeht, muß ich aber ehrlich sagen, daß wir die Kritik so nicht nachvollziehen können. Zunächst einmal gibt es keine besseren Samples, denn TMB benutzen die Originale. Die Mellotron-Firma gibt es (nach diversen Umfirmierungen) bis heute, und TMB erwarben die kompletten Originalsamples, Band für Band und Ton für Ton.
Ich habe bislang noch nie einen besseren "Nachbau" gehört, die Samples sind lange genug, daß das leichte "Eiern" der abgenudelten Bänder zu hören ist, und selbst das etwas ruckelige "Anschlaggeräusch" bei jedem Tastendruck klingt völlig echt.
In der Royal Albert Hall beim Europa-Debut 2002 klang das Mellotron definitiv schwächer - die Töne waren zu konstant, und der Anschlag war wie ein kurzes schwammiges Fade-In, also genau das, was ich bislang von gesampelten Mellotrons kannte.
Seit 2003 haben sie die jetzige Lösung, und damals waren ein paar von uns 2-3 Shows lang überzeugt, es wäre ein *echtes* Mellotron, bis uns David aufklärte.
Wenn es also in Bonn schlecht klang, dann lag es vielleicht doch eher an einem spezifischen Sound-Problem in der Halle, und nicht am Instrument. Gerade sehr weit vorne rechts oder links ist das leider immer mal möglich.
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So, zurück in der Heimat und weitere zwei Lämmer in guter Erinnerung.
Wir fahren nach Lüttich, und pünktlich bricht das Schneechaos aus - na so eine Überraschung, das hatten wir ja noch gar nicht. Kinder, wenn ihr jetzt schon wissen wollt, wann das Land 2007 zum Erliegen kommt, dann wartet einfach die "Selling"-Termine ab. Bei allen Shows (die auch nur irgendwie von Rhein-Main-Neckar aus erreichbar sind) wird es herabschneien, als gäbe es kein morgen!

Na ja, so schlimm war es dann gar nicht - sie *melden* zwar pausenlos Weltuntergang, aber in der Wirklichkeit waren die Straßen dann knochentrocken. Obwohl, unsere Freunde von der Crew kamen teilweise aus dem Süden und sind ganz gut im Schnee festgefroren.
Liege ist so eine Stadt, an der wir immer vorbeigefahren sind, ohne sie je kennenzulernen. Sie erweist sich als sehr, sehr hübsch und schnuckelig, irgendwie hatten wir Betonverhau erwartet. Ohne uns groß auszukennen, düsen wir mal mittenrein und parken vor einem Plattenladen, um nach dem Forum zu fragen. Der Laden ist ein Vinyl-Paradies, das man so kaum noch in England findet - kilometerweise Sixties, Garage, Psyche, Punk, Underground und seltenste Privatpressungen aus dem Waffeleisen... Der Ladenbesitzer rät uns, das Auto gleich hier zu lassen und zu Fuß zu laufen, Parkschein bräuchten wir auch keinen, es wäre viel zu kalt, als daß da noch jemand hinterm Ofen hervorkäme, um Strafzettel zu verteilen. Später erzählt uns allerdings die Roadcrew, daß diese Jovialität der Stadt und Leute auch ihre Kehrseite hat - wenn man beim Ausladen einen Container auf der Straße auch nur 30 Sekunden aus dem Blick läßt, dann rollt er wie von selbst in irgendeine Richtung davon und ward nicht mehr gesehen...

Tatsächlich liegt "Le Forum" kaum 5 Minuten Fußweg mitten in der Altstadt, ein zauberhaftes Labyrinth aus kleinen Gassen und unzähligen als Geschäfte getarnte Rumpelkammern. Jede Gasse hat reihenweise Lichterketten und Schmuck über die Straße gespannt, die den ganzen Abend lang in allen Farben des Regenbogens leuchten - eine Gasse mit Sternen, eine Gasse mit Girlanden, eine Gasse mit Bögen, und so weiter und so fort... schließlich entdecken wir sogar noch eine versteckte lange Gasse mit über 50 Discokugeln!
Mitten drin liegt das Forum, ein kleines Plüschtheater aus vergangenen Zeiten. Es beginnt mit einem prächtigen Marmoreingang, führt über ein Atrium mit farbigen Glasbildern in der Kuppel und mündet in einen Kuppelbau mit ganzen Etagen voller Balkons und Logen vor einer gigantischen Bühne mit gemauertem Bogen. An jedem Fleck sitzt ein kunstvolles Ornament, und das ganze Auditorium ist mit Tausenden Glühbirnchen geschmückt, die dann später staffelweise aus- und andimmen sollten. Leute, der Preis für das schnuckeligste Theater der Tour geht eindeutig an Liege.
Das Konzert ist ein Traum, technisch perfekt in jedem Detail und (in der 9. Reihe) der beste Sound aller Zeiten. Die Bässe klangen einfach noch nie so perfekt - warm und weich, aber gewaltig und donnernd, keine falsche Vibration, keine Verzerrung. Wir sind aus dem Häuschen. Später hören wir dann, daß es in den ersten Reihen nicht ganz so perfekt gewesen sein soll und hinten schlichtweg fürchterlich. Bruce war vollkommen unglücklich, weil die letzten Sitzreihen gerattert hätten wie eine alte Eisenbahn. Als wir ihm sagten, wie genial der Sound vorne war, wollte er es kaum glauben...
Ach und noch was - man merkte, daß man nicht in Deutschland war: Bei "In the Cage" klatscht der komplette Saal, und zwar auf den Takt und auf den Punkt. Das können wir hier nicht, das können nur die anderen.

Tags drauf nach Bonn in die gut gefüllte Beethovenhalle. Die Show läuft fast so perfekt wie in Liege, in den ersten Minuten hat von unseren Sitzen aus der Sound etwas gewackelt, danach wurde es richtig gut.
Der "Waiting Room" dürfte einer der längsten aller Zeiten gewesen sein, nach dem initialen Jam kam ein apokalyptisch lautes Grollen und Dröhnen, das fast kein Ende nehmen wollte. Als es schließlich abklang, rechneten wir mit dem "DingeLing" der Gitarre, das den zweiten Teil einleitet, da kommt plötzlich sanfte Querflöte von links - Denis/Gabriel ist immer noch auf der Bühne! Dort spielt er ungerührt eine Zeit lang vor sich hin, und dann geht er auch noch an die Tubular Bells, um etwas herumzuklopfen. Da er dann aber natürlich einige Zeit für das Death-Konstüm braucht, geht der Evil Jam umgehend in die nächste Verlängerung, bis das Weißlich für den visuellen Tinnitus im Saal sorgt. Und dann hat plötzlich auch noch Martin Levac keine Lust aufzuhören und trommelt ein bis zwei Ehrenrunden hinterher. Das war wohl der Rekord...
Nun, und wir merken, daß wir wieder zu Hause sind, bei "In the Cage" klatschen ca. 3-4 verschiedene Fraktionen im Saal separat und asynchron zwischen Beat und Offbeat... *gar* keinen Takt halten zu können, ist auch eine Gabe!

Das war's für diese Woche - wir wünschen allen viel Spaß in Halle und Chemnitz und melden uns wieder aus Frankfurt.

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@ banjogirl: Haste vielleicht woanders schon geschrieben - woher haste denn die ganzen superinteressanten Insider-Infos (z.B. die Mellotron-Samples betreffend)?
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Ich war gestern auch in Bonn- mein drittes Lamb_konzert (das erste dieser Tour, zwei letztes Jahr -Oberhausen und Hamburg).
Ich saß Mitte 8 reihe, fand den Sound etwas höhenlastig- bin aber durch etwas Dauerübermüdung zur Zeit auch empfindlicher-(oder gings anderen auch so?).
David Myers Keyboard -Arbeit gefiel auch mir nicht so richtig- es lag meistens aber mehr an der Mischung als an seinem technischn Können- vor allem die Einsätze der eigentlich schön reinschwebenden Flächen waren oft viel zu abrupt (vor allem der Wechel von Hairless Heart zu Counting Out Time war total verkackt ) war aber wie gesagt meistens der Sound-bis auf eine Ausnahme: Das Watcher of the Skies-Intro spielt er IMMER NOCH zu langsam.. das war schon bei der Selling-Tour so.
Super aber fand ich wie sich die Band insgesamt freigespielt hat. es war richtig ROCKIG, vergleichsweise viel SCHMUTZ in positivem Sinne...es wirkt als hätte sich die Band gesagt "wir sind jetzt seit 4 Jahren dermaßen penibel..da dürfen wir am Ende mal ein bißchen locker lassen"Recht so.
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Earl,
ganz einfach, wir gehören zur Crew, sind nur nicht auf der kompletten Tour dabei, sondern nur bei einzelnen Konzerten.Zeb,
also ob das Intro jetzt minimal langsamer ist als bei Genesis weiß ich nicht, aber auf jeden Fall spielt er es *dramatisch* schneller als bei "Selling" und damit der aggressiveren Lamb-Fassung angepasst. Wenn Genesis da wirklich *noch* schneller waren, dann müssen sie es hektischst runtergeklopft haben. Und Eric war letztes Jahr auch nicht schneller, wobei wir keine hundertstel Sekunden gestoppt haben...
Wir hatten David 2004 auch gefragt, und er meinte, er würde das Intro vom Tempo "nach Gefühl" spielen - die "Selling"-Show beginnt mit dem unglaublichen Schwarzlicht, und sie haben die Szene mit dem Sound einfach aus dem Bauch heraus ausgekostet. Es ist aber in keinem Fall so, daß David das nicht schnell(er) spielen kann, um das mal klar zu sagen, der Mann ist einer der besten Pianisten der Welt.
Wenn ihr euch mal seine geniale Solo-CD anhört (die gibt es am Merchandise Stand), er spielt dort zum Beispiel das "Firth of Fifth" Intro auch zunächst ziemlich langsam (im Vergleich zu seinem "Selling" Auftritt), aber nur um wenige Takte später gewaltig Fahrt und Dynamik aufzunehmen.
Jetzt mal ganz ehrlich, es ist natürlich (auch) eine Krux: Eine häufige Kritik an TMB ist der Umstand, daß sie so sklavisch bei den Studio-Originalen bleiben und sich keine musikalischen Freiheiten oder gar Improvisationen herausnehmen, aber auf der anderen Seite gibt es auch wieder Fans, die selbst solche kleineren Freiheiten wie das Tempo beim Showstart wieder stören - d.h. man kann es (leider) nie allen recht machen...

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