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  4. Song der Woche / Track Of The Week

TotW [15.11.-21.11.2010]: GENESIS - Twilight Alehouse

  • Christian
  • 14. November 2010 um 11:27
1. offizieller Beitrag
  • Christian
    Administrator
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    22.831
    • 14. November 2010 um 11:27
    • Offizieller Beitrag
    • #1

    Bewertung des Songs "Twilight Alehouse" nach Schulnoten 100

    1. 15 Punkte (überragend) (11) 11%
    2. 14 Punkte (sehr gut) (12) 12%
    3. 13 Punkte - sehr gut (1-) (17) 17%
    4. 12 Punkte - gut (2+) (11) 11%
    5. 11 Punkte - gut (2) (8) 8%
    6. 10 Punkte - gut (2-) (9) 9%
    7. 9 Punkte - befriedigend (3+) (8) 8%
    8. 8 Punkte - befriedigend (3) (4) 4%
    9. 7 Punkte - befriedigend (3-) (6) 6%
    10. 6 Punkte - ausreichend (4+) (3) 3%
    11. 5 Punkte - ausreichend (4) (1) 1%
    12. 4 Punkte - schwach ausreichend (4-) (3) 3%
    13. 3 Punkte - mangelhaft (5+) (1) 1%
    14. 2 Punkte - mangelhaft (5) (1) 1%
    15. 1 Punkt - mangelhaft (5-) (0) 0%
    16. 0 Punkte - ungenügend (6) (0) 0%
    17. X - ich kenne den Song nicht (5) 5%

    B-Sides Wochen!

    GENESIS - Twilight Alehouse

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    Jahr: aufgenommen: 1971 im Rahmen der Foxtrot-Sessions, veröffentlicht: 1973 auf einer Flexi-Disc und im Februar 1974 als B-Seite auf I Know What I Like
    Album: Archive 1967-1975 [Rezension]
    Arbeitstitel: unbekannt
    Credits: Tony Banks, Peter Gabriel, John Mayhew, Anthony Phillips, Mike Rutherford *)
    Länge: 7:48
    bekannte Coverversionen: keine

    *) Quelle: 1970-1975 SACD/DVD Booklet

    Bemerkungen: Bereits sehr früh produzierten Genesis Material, das es nicht auf die Alben schaffte. Im Falle von Twilight Alehouse entstand der Song im Rahmen von Trespass, wurde dann aber erst als B-Seite veröffentlicht, als 2 der Mitglieder, die daran beteiligt waren, gar nicht mehr in der Band waren bzw ersetzt wurde. So war Twilight Alehouse beispielsweise B-Seite auf I Know What I Like 1973/74 (US/UK-Release). Die Band spielte den Song in den Anfangstagen regelmäßig live, so zum Beispiel auch im Rahmen der Nursery Cryme Tour.
    Interessant ist auch die Tatsache, dass etwa 30 Sekunden des Songs bereits auf dem Debütalbum From Genesis To Revelation zu hören waren, nämlich als Übergang zwischen Fireside Song und The Serpent. Neben der Original-Version (zu Vinyl-Zeiten 7:50 lang) gibt es auc noch ein deutlich kürzeres Edit mit 4:45 Laufzeit. Diese ist genau an der Stelle zu Ende, an der es einen kurzen Break in der Originalfassung gibt.
    Die Originalversion ist nie auf CD erschienen - schon die 98er Archive Version war ein Nick Davis Remix, der teils deutlich anders klingt als das Original.

    Christian
    it-Redaktion

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    4 Mal editiert, zuletzt von UK76 (15. November 2025 um 18:04) aus folgendem Grund: TotW Remastered

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  • Christian
    Administrator
    Beiträge
    22.831
    • 14. November 2010 um 21:56
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    zurück zu den Wurzeln - los geht's

    Christian
    it-Redaktion

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  • Prophet
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    amyristom
    • 14. November 2010 um 22:24
    • Offizieller Beitrag
    • #3

    Twilight Alehouse, hmm... die Anfänge des Songs (besser gesagt des Refrains) konnte man ja in einem kurzen musikalischen Zwischenpart bereits auf der "From Genesis to Revelation" hören. Für mich ganz klar ein B-Seiten Song, darunter allerdings ein Highlight der B-Seiten aus der Gabriel-Zeit. Stilistisch hätte der Song gut auf Trespass oder Nursery Cryme gepasst, wurde dann aber erst während der Foxtrot-Sessions aufgenommen und hätte auf diesem Album nicht wirklich gepasst. Zumindest wäre es für mein Empfinden mit der schlechteste Song auf Foxtrot gewesen.

    Zum Song selbst: Für mich war Twilight Alehouse stets ein netter Song, allerdings auch nie mehr. Für seine Laufzeit stecken dann - zumindest für die Genesis der damaligen Zeit - zu wenig Ideen drin, der Song hat zuviel "verdudelten" Leerlauf, wo instrumental/melodiös zuwenig wirklich essentielles passiert. Und der Schlusspart mit der "Leierorgel" (weiß mal jemand, wie Banks das damals überhaupt gemacht hatte? Eine Hammond hat eigentlich doch gar keine Möglichkeit, Töne stufenlos in der Tonhöhe auf- und abschwellen zu lassen) hat mir persönlich noch nie gefallen, besser sogar, er geht mir bei jedem Hören ziemlich auf den Wecker.

    Von mir 10 Punkte, da durchaus ein netter Song. Aber Genesis konnten das damals wesentlich besser.

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  • little nick
    Squonk
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    • 14. November 2010 um 22:42
    • #4

    ...völlig zu Recht eine B-Seite...sehr untypisch für Genesis...der Instrumentalteil klingt wenig durchkomponiert, eher improvisiert...es fehlt einfach der besondere Genesis-Charakter...und außerdem gefällt´s mir nicht besonders...gebe 8 Punkte...

  • Zy
    Giant Hogweed
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    • 14. November 2010 um 22:51
    • #5

    Eindeutig ein sehr früher Song. Er wirkt noch unausgegoren, rauh, da ist noch viel Raum für Verbesserungen. Kann mir aber gut vorstellen, dass das Stück live gut funktioniert hat. Für mich eher ein schwacher Song. Instrumental sind die Drums sehr schwach, Peters Geflöte ist Füllmaterial und auch Tonys Tastenarbeit wirkt an vielen Stellen ideenlos. Der Instrumentalteil im letzten Drittel ist unnötig. Ich finde eigentlich nicht spezielles oder Stellen die mir besonders gefallen würden. 6 Punkte.

    Zy
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    "The music is the true currency. It's more valuable than the accolades or the money. The relationship is with the invisible muse and you know if she's pleased or if she ain't." - Steve Hackett

  • Online
    townman
    Giant Hogweed
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    • 14. November 2010 um 22:56
    • #6
    Zitat von Prophet

    der Song hat zuviel "verdudelten" Leerlauf, wo instrumental/melodiös zuwenig wirklich essentielles passiert. Und der Schlusspart mit der "Leierorgel" (...) hat mir persönlich noch nie gefallen, besser sogar, er geht mir bei jedem Hören ziemlich auf den Wecker.

    Da schließe ich mich nahtlos an. Für mich ist der Song praktisch so etwas wie der kleine Bruder von "The knife". Genesis versuchen hier mal ein bisschen den Drama-Rock-Hammer zu schwingen und richtig abzugehen. Mehr als ein Nachwuchsbandniveau kommt nicht heraus. Der Song hat weder textlich noch musikalisch Größe.
    Der Refrain ist dabei neben diesem komischen Ende das misslungenste. Das Hauptriff ist primitiv - wie von einer Schülerband entwickelt - und holprig: Tony z.B. hat da ein recht schlechtes Timing, zudem passt dieses Riff auch nicht recht zu ihm - es wirkt ein wenig aufgesetzt.
    Warum der Refrain an einer Stelle (beim 3. Mal?) plötzlich "umharmonisiert" wird, bleibt mir ein Rätsel. Zudem wirken die neuen Harmonien in ihrer schnellen Abfolge dann auch zu schwerfällig für den Song.
    Hm, mehr als ein "ausreichend" gebe ich da nicht. (5 P.)


  • William Wright
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    • 14. November 2010 um 23:02
    • #7

    Für mich ein sehr guter Song, weil eben "untypisch". Von daher finde ich den Song auch stets etwas unterbewertet.
    Weiß noch, wie ich hinter dieser Single hinterhergejagt bin! - Wegen dieses unveröffentlichten Songs auf der B-Seite! War damals in den späten 70igern gar nicht so einfach. Nachdem ich sie dann endlich hatte (als Geschenk von einem damaligen Arbeitskollegen), nahm ich diesen Song sofort auf Cassette auf, um das edle Teil zu schonen. ... und seit März 2009 ist das Ding sogar noch wertvoller geworden - ziert doch auf dem Cover die persönliche Signatur von Mr. Hackett :)

    Vom Stil her, stimmt -> hätte perfekt entweder auf Trespass und / oder Nursery Cryme gepasst. Schön finde ich den Song auch auf diversen Live-Aufnahmen.

    It's 5-4 on William Wright!

    waellerrockfabrik.myportfolio.com

  • Prophet
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    amyristom
    • 14. November 2010 um 23:09
    • Offizieller Beitrag
    • #8
    Zitat von townman

    Der Refrain ist dabei neben diesem komischen Ende das misslungenste. Das Hauptriff ist primitiv - wie von einer Schülerband entwickelt - und holprig: Tony z.B. hat da ein recht schlechtes Timing, zudem passt dieses Riff auch nicht recht zu ihm - es wirkt ein wenig aufgesetzt.


    Mit "Schülerband" und "zudem passt dieses Riff auch nicht recht zu ihm" liegst du gar nicht einmal so verkehrt. Genau dieses Riff kann man in seiner frühen Form bereits auf "From Genesis to Revelation", genauer am Anfang von "The Serpent" (ab 0:35min) hören, dort noch gespielt auf der E-Gitarre von Ant Phillips.
    War also so gesehen ursprünglich ein Gitarrenriff (und in sofern nicht von Tony oder für Tony's Orgel gedacht) von einer Schülerband. ;)

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  • Prophet
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    amyristom
    • 14. November 2010 um 23:11
    • Offizieller Beitrag
    • #9

    Achja, hier eine - in Teilen teils etwas andere - Liveversion des Songs aus der Zeit um "Nursery Cryme" herum. Also noch bevor sie den Song dann im Studio aufnahmen (was erst in den Foxtrot-Sessions geschah).

    YouTube - Genesis - Twilight Alehouse

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  • Max
    Banjo Man
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    • 15. November 2010 um 00:00
    • #10

    Für Genesis-Verhältnisse ein sehr unbombastisches Lied, und das erste Mal, dass sie augenzwinkernd in Richtung Blues blicken: der locker swingende Zwischenteil klingt fast wie "Serenade to a Cuckoo" von Jethro Tull: nur zusätzlich mit der Hammond L-122; mann klingt dieses Teil gut, wohl das beste und kantigste Spinettgerät von Hammond damals, etwas dünn im Vergleich zur B3, aber mit viel Keyclick und Biss.:topp:

    Trotz des Hardrocks am Ende gibt es hier auch erstaunlich viel Psychedelic - mit schwebenden Gitarrenlinien im Stil von "Trespass" - und ruhig-bedrohliche Strophen, die klasse gesungen sind. Einer der vielseitigsten Genesis-Stücke, was auch zu meiner Vermutung passt, dass dieses Stück in dieser Form von Anthony Phillips und Tony Banks hauptsächlich komponiert wurde. Ja, auf "Trespass" wäre es (statt "Visions of Angels") in etwas anderem Arrangement sehr gut aufgehoben gewesen.

    Im ersten Teil des Refrains wirds auch mir zu hektisch: Triolenriff zu geradem Gesang, das kommt mir etwas unüberlegt vor. Der zweite Teil des Refrains wird dann später nochmal ganz verquer umgedeutet (meine ich), das finde ich nicht nervig, sondern cool. Auch im Prog-Bereich gibt es solche Umdeutungen viel zu wenig, auch wenn man aus der Umdeutung natürlich noch etwas hätte machen können... muss aber - finde ich - nicht sein.

    Noch'n Kritikpunkt: bei "The Serpent" hört man ja nicht nur das Riff am Anfang, sondern auch am Anfang des Hauptteils schon dieses Spielen mit dem Moll-Sus2-Akkord (1-2-1-2-3-2-1), das bei "Twilight Alehouse" mit verhallter Gitarre immer zwischen Refrain und Strophe an. Dieses Zwischenspiel baut mit der Orgel enorme Erwartungen auf einen psychedelischen Teil hin, der diese Idee ausbaut. Man wartet aber vergeblich: das Tempo steigert sich immer wieder, und die Strophe beginnt. Finde ich schade, da man hier noch mehr Potenzial hätte rausholen können.

    Die Orgeleffekte? Eine stufenlose Tonhöhenveränderung war bei einer Orgel nicht möglich, ja. Nur bei Mellotron (wg. Bändern) und bei dem Synthesizer (wg. Oszillatoren).
    Den Effekt, den Tony da anwendet, kann man schon im Orgelsolo von "Stagnation" bestaunen, ebenso wie in Colosseums "Valentyne Suite" und an vielen Stellen bei Keith Emerson (Anfang von "Rondo" von The Nice live): schaltet man bei der Hammond den Strom aus, dreht der Motor langsamer, der Ton wird tiefer. Macht man ihn wieder an, wird der Ton langsam höher und pendelt sich dann irgendwann auf der richtigen Höhe ein. Schnelles An-Aus-An-Aus(...) führt dann zu diesem Wabern in der Tonhöhe.

    Jedenfalls 12 Punkte von mir!

    So, let's drink some wine
    And have a good time.
    But if you really want to come through
    Let the good time, good time have you.
    It's what you've got to do.

    Einmal editiert, zuletzt von Max (15. November 2010 um 00:03)

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