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  4. Song der Woche / Track Of The Week

TotW: [16.04.-22.04.2018]: BRAND X - Euthanasia Waltz

  • UK76
  • 8. April 2018 um 20:46
1. offizieller Beitrag
  • UK76
    Moderator
    Beiträge
    5.945
    • 8. April 2018 um 20:46
    • Offizieller Beitrag
    • #1

    Bewertung des Tracks "Euthanasia Waltz" nach Schulnoten 21

    1. 15 Punkte - überragend (1+) (3) 14%
    2. 14 Punkte - sehr gut (1) (2) 10%
    3. 13 Punkte - sehr gut (1-) (0) 0%
    4. 12 Punkte - gut (2+) (5) 24%
    5. 11 Punkte - gut (2) (6) 29%
    6. 10 Punkte - gut (2-) (2) 10%
    7. 9 Punkte - befriedigend (3+) (0) 0%
    8. 8 Punkte - befriedigend (3) (0) 0%
    9. 7 Punkte - befriedigend (3-) (0) 0%
    10. 6 Punkte - ausreichend (4+) (1) 5%
    11. 5 Punkte - ausreichend (4) (0) 0%
    12. 4 Punkte - ausreichend (4-) (0) 0%
    13. 3 Punkte - mangelhaft (5+) (1) 5%
    14. 2 Punkte - mangelhaft (5) (0) 0%
    15. 1 Punkt - mangelhaft (5-) (0) 0%
    16. 0 Punkte - ungenügend (6) (1) 5%

    Track Of The Week – 16.04.-22.04.2018

    BRAND X - Euthanasia Waltz



    Jahr: aufgenommen: September-Oktober 1975; veröffentlicht: 18. Juni 1976
    Album: Unorthodox Behaviour
    Arbeitstitel: unbekannt
    Credits: Phil Collins, John Goodsall, Robin Lumley, Percy Jones
    Länge: 5:42
    live gespielt: 1977, 2016, 2017 (vermutlich unvollständig)
    bekannte Coverversionen: keine

    Youtube-Link zum Anhören: https://www.youtube.com/watch?v=B2yCyUo0c7s

    Bemerkungen: Nach einer Reihe von Jubiläen widmen wir uns heute mal einem Track, der ausnahmsweise aktuell keinen Jahrestag hat. Brand X hat in den letzten Jahren durch das Band-Revival eine Renaissance erlebt. Dadurch, dass Phil Collins in den frühen Jahren sehr aktiv am Schaffen der Gruppe mitgewirkt hat, ist die Gruppe auch untrennbar mit dem Genesis-Kosmos verbunden. Die Tracktitel sind häufig humorvoll-bizarr und lassen wenig Rückschluss auf die Stücke an sich zu. Ebenso ist vielfach die Entstehung bzw. die tiefere Bedeutung der Titel unklar. "Sterbehilfe-Waltzer"... nun ja, da halte ich mich mit Interpretationsansätzen mal höflich zurück und überlasse euch das Feld. (Es geht hier aber wie immer eher um den musikalischen Aspekt als um den Titel...)

    An dieser Stelle sei nochmals wärmstens unser umfangreiches Brand X-Special "An Unorthodox History" empfohlen.

    2 Mal editiert, zuletzt von UK76 (15. April 2018 um 19:37)

    • Nächster offizieller Beitrag
  • UK76
    Moderator
    Beiträge
    5.945
    • 15. April 2018 um 19:38
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Wir wünschen eine angenehme Woche mit Brand X.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • kaden09
    Lurker
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    631
    • 15. April 2018 um 21:21
    • #3

    12 Punkte für diesen Track von mir.

    Dabei würde ich nicht mal sagen, dass der Track über seine gesamte Länge stark ist. Mir hat es aber einfach eine bestimmte Stelle angetan, die ich quasi in Dauerschleife abspiele, sobald dieser Track kommt: Diese geht ab ca. 0:55 Minuten los und hält ca. eine Minute. Für mich einfach genial, starke Keyboard-Melodie, großartiger Rhythmus, die Steigerung ist ebenfalls erstklassig. Davor und danach ist nicht schlecht und gut gespielt mit dieser typischen "flüsternden" Atmosphäre, die dem gesamten Album innewohnt, aber wirklich interessieren und begeistern tut mich diese Stelle.

    Insgesamt allein aufgrund dieser Sequenz ein starkes Stück, als Ganzes würde ich Nuclear Burn oder Touch Wood noch etwas stärker einschätzen.

  • Online
    townman
    Giant Hogweed
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    7.036
    • 15. April 2018 um 21:28
    • #4

    Ja, die Woche fängt mit EW dann wirklich sehr angenehm an: ein Brand X-Klassiker, gehört sicherlich zu den etabliertesten Live-Stücken.
    Das Thema gehört für mich zu den schönsten, die die Band hervorgebracht hat, das höre ich immer wieder gern. Eher untypisch für Goodsalls Stil, finde ich, aber er spielt das toll.
    Einen beträchtlichen Unterschied höre ich zwischen den beiden Soli: Lumley spielt ziemlich müdes Zeug in meinen Ohren. Und z.T. auch recht staksig. Gut, dass die Rhythmusgruppe so stark ist, denn meiner Freude am Track tut dieses kaum mittelmäßige Solo keinen Abbruch. Jones hingegen macht unaufdringliche, aber richtig coole, hörenswerte Sachen auf dem Bass: perkussive, von der Tonbildung her farbige und abwechslungsreiche kleine Figuren, die aber irgendwie einen Zusammenhang ergeben, ohne dass ich dies mit Worten hier mal eben so untermauern könnte. Fällt mir bei Improvisationen eh recht schwer.

    11 Punkte


  • Online
    chandelier
    Giant Hogweed
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    5.963
    • 16. April 2018 um 09:56
    • #5

    Aaah - wie das groovt! Über den Titel kann man streiten. Wenn ich unsere Geschichte betrachte, bekomme ich beim Wort Euhanasie das kalte Grausen...Okay, es zählt die Musik - und die ist richtig gut! Fusion zwischen Jazz, Soul, Rock und äh Walzer:gruebel:). Bevor der Walzer zu langsam wird, geht es, wie kaden09 schon beschrieben hat, richtig ab. Die Solisten musizieren abgehoben vor sich hin und die Rythmusgruppe hält alles zusammen. Meine Güte, war Phil ein guter Drummer! Er streichelt sein Drumset nahezu, spielt zurückhaltend, sucht m. E. einen Stil zwischen Jazz und Rock, der bei Genesis natürlich nicht gefragt ist. So bin ich übrigens zu Brand X gekommen: Ich wollte herausfinden, wie Phil außerhalb von Genesis klingt. Ich kann nur sagen, richtig gut! Er fügt sich in die Band, alle haben Spaß und machen coole Musik, die gut strukturiert ist, aber viel Raum für Improvisation lässt. Der Walzer bekommt 12 Punkte

  • Online
    townman
    Giant Hogweed
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    7.036
    • 16. April 2018 um 19:21
    • #6
    Zitat von chandelier

    Aaah - wie das groovt!

    Finde ich auch. Komme nochmal drauf, weil gerade jemand im SR-Faden nach einer Taktart gefragt hat: Dieser ternäre, also einem Walzer entsprechend auf Dreiergruppen basierende Beat ist ja auch bei Brand X eine Besonderheit. Und ich schätze es einfach sehr, wenn ich nicht von morgens bis abends mit Vierviertel-Takten bombadiert werde. Deren Omnipräsenz empfinde ich in der Rockmusik als eine enorme Monotonie. U.a. deshalb bin ich wahrscheinlich auch beim Prog gelandet.
    Jedenfalls: Dieser Dreier hier gleitet einfach so leicht und fein durch den Rockäther, dass es eine einzige Wohltat ist. Bei den Soli wird's dann auch mal ein wenig knackiger und erdiger, aber insgesamt ist dieser Track einfach eine absolute Bereicherung allein wegen seiner sich abhebenden und dann auch super gelungenen Rhythmik.


  • pealmu
    Slipperman
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    1.977
    • 16. April 2018 um 20:43
    • #7
    Zitat von townman

    (...)Und ich schätze es einfach sehr, wenn ich nicht von morgens bis abends mit Vierviertel-Takten bombadiert werde. Deren Omnipräsenz empfinde ich in der Rockmusik als eine enorme Monotonie. (...)
    Jedenfalls: Dieser Dreier hier gleitet einfach so leicht und fein durch den Rockäther, dass es eine einzige Wohltat ist. Bei den Soli wird's dann auch mal ein wenig knackiger und erdiger, aber insgesamt ist dieser Track einfach eine absolute Bereicherung allein wegen seiner sich abhebenden und dann auch super gelungenen Rhythmik.

    Den 3/4-Takt hat Collins auch beim ersten Teil von "In That Quiet Earth" sehr rund gespielt, was mir dort ebenso gefällt wie hier. Das macht für mich acu den besonderen Reiz des Stückes aus. Dazu kommt die Gitarrenfigur von Goodsall, die ich sehr mag, wobei aber der Gitarreklang etwas "weicher" sein könnte. Mir gefällt "Euthanasia Waltz" gut (11 Punkte) und es war wahrscheinlich das erste Jazzrock-Stück, was mir überhaupt gefiel, weil es so federnd rund klang. Collins hat mich zum Jazzrock gebracht. Thanks, Phil!

    Gedankenrauschen – Da geht noch was!

  • Online
    townman
    Giant Hogweed
    Beiträge
    7.036
    • 16. April 2018 um 21:11
    • #8
    Zitat von pealmu

    Den 3/4-Takt hat Collins auch beim ersten Teil von "In That Quiet Earth" sehr rund gespielt, was mir dort ebenso gefällt wie hier. Das macht für mich acu den besonderen Reiz des Stückes aus.

    Danke für diesen Hinweis, hab's mir gerade angehört. Wundervoller Dreier, im Vergleich zu "Euthanasia Waltz" viel wuchtiger. Völlig unterschiedlich.
    Bei "In that quiet earth" kommt dann der Taktwechsel zum Vierer dann völlig verschärft - ich meine, dass die enorme Wirkung des zweiten Teils vom "Kontrast" der Taktarten profitiert. Auch diesbezüglich hatten Genesis ein überragendes Gespür.


  • mara_collins
    Lurker
    Beiträge
    537
    • 24. April 2018 um 10:46
    • #9

    Tja, da ist er wieder, der großartige Phil. Wie wundervoll dezent und dennoch präsent er alles untermalt. Ein Genuss, zuzuhören und sich einfach einlullen zu lassen! Das ist der Zauber, das liebe ich auch so gerade an seiner Brand-X-Arbeit.
    Ein sehr schöner ruhiger Track, der – ja, Chandelier – der groovt und so schön jazzig und doch irgendwie dezent ist und tolle Entwicklungen bereit hält. Mir geht es hier wie mit den meisten, mir bekannten Brand-X-Stücken: ich finde sie irgendwie alle ziemlich imposant, schön, groovig und jazzig.
    Abstufungen werden erneut schwierig für mich, aber ich denke, 12 Punkte sind in Anbetracht ein paar wirklicher Favoriten durchaus gerechtfertigt.

    Wird Zeit, dass ich mir mal wieder die Zeit mit den Brand-X-Alben vertreibe. :rolleyes:

    lg mara || fb.com/tamarasparrow


    the pineapple thief: 17. + 18.09.18 || TMB: 23.11.18

    Als Genesis-Fan macht man ja im Grunde den lieben langen Tag nichts anderes als Seelen-Striptease...
    - me.

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