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  5. Polls zu GENESIS

Welches sind die 3 besten GENESIS Alben?

  • Christian
  • 10. Januar 2007 um 07:39
  • Max
    Banjo Man
    Beiträge
    1.904
    • 14. August 2010 um 22:10
    • #541
    Zitat

    1. TRESPASS - ein sonst so nirgendwo zu findender englischer,
    elegischer Romantizismus, dominiert von Peters
    noch soul- und bluesgeprägter, deutlich abgemischter
    Stimme und von seinen Flötentupfern; von Tonys
    piano-stakkato auf der Orgel; dem unvergleichlichen
    Zusammenspiel von Mike und Ant auf den 12-saitigen;
    so etwas gab's in dieser Form nie wieder. Am Ende hämmert
    uns "The Knife" die Einzigartigkeit dieser Band in die Gehörgänge.
    Einmalig.

    Alles anzeigen

    :topp:
    Sehr schön zusammengefasst, was ich an dem Album auch so überaus beeindruckend finde.

    Zitat von Christian


    Die Produktion aber wirkt reif

    Ja, empfinde ich auch so.
    Aber ich bin mir im Moment garnicht sicher, ob "reif" für mich nur der kleine Bruder von "ohne Ecken und Kanten" und "langweilig", oder nicht sogar deckungsgleich damit ist.

    Aber auch die Herren Banks, Collins und Rutherford sind "reifer" geworden über die Jahre. Und das muss man "We Can't Dance" lassen: es ist in sich stimmig: in Feeling, in Produktion, in Aussage, im Songwriting. Ja, die Einheit gibt es wohl tatsächlich.

    Zumindest geben solche Alben einen Denkanstoß, ob und wenn ja, bis zu welchem Punkt, so eine "Einheit" überhaupt gut ist. Aber da scheiden sich wohl die Meinungen...

    So, let's drink some wine
    And have a good time.
    But if you really want to come through
    Let the good time, good time have you.
    It's what you've got to do.

  • chinwildchicken
    Slipperman
    Beiträge
    2.392
    • 15. August 2010 um 01:52
    • #542

    Das größte problem war, dass Genesis erstmals ein Album machten, das CD Länge hatte, da gibt es halt viel mehr Skipkandidate.
    Wobei man wirklich sagen muss, das es bei Invisible Touch überhaupt nicht so ist, wäre IT ein Album in CD-Länge geworden, dann wären auch Feeding the Fire, Do the Neurotic und I'd Rather be You aufs Album gekommen. Alles sehr gute Songs... Bei der WCD gibt es halt mit Never a Time und Tell me Why sehr schlimme Kandidaten, die ich selber immer Skippe.

    Aber sonst ist das Album echt net so schlecht,Es Hapert allerdings teils am Arrangement: Schlimm finde ich z.B auch das Arrangement bei Since I lost you. So ein genialer Text, Rutherford gibt sich schon Mühe dabei, und da muss es nach Last Christmas klingen.

    Das gilt auch für Hold on my Heart, fängt ja ganz gut an, aber es hört ohne Höhepunkt auf, es plätschert vor sich hin...

    Am Albumtitel und Cover kann man jedoch nichts aussetzen, NSOM ist ein geiler Track, Jesus ist der Kracher, Driving eine gute Rocknummer mit Abwechslung und sehr gutem Gesang, ICD hat eines der genialsten Gitarrenriffs die ich kenne, Dreaming und Fading sind ohnehin auch Klasse :)

    Komischerweise war der Erste Genesis Solotrack den ich gehört habe, Way of the World...
    Die Melodic kam mir in den Kopf und blieb dort lange Zeit drinnen, genauso der Text, denn ich selbst heute noch vor mir hersumme. Auch wenn mich einige Leute jetzt für verrückt halten,für WOTW würde ich im SdW so gute 11 oder 12 Punkte verteilen, also genausoviel wie ich es auch für z.B Suppers Ready tun würde. Beide Songs haben guten Text und Atmosphäre, und doch fehlt der Spannungsbogen für mich :)

    WCD wäre eher eine Übergangslösung geworden für ein neues Albumzeitalter, etwas mehr Balladen,aber immernoch Genesistypische Nummern... Das wäre Calling All Stations geworden, aber man sieht halt das ein Teammitglied fehlt, die CAS hat viele Gute Momente in There must be some other Way, Alien Afternoon, Dividing Line, Congo, Calling All Stations,One Mans Fool, aber ohne einen dritten Mann(Phil) wirkte alles wirklich nur wie ein Tee, bei dem nur Wasser neu aufgegossen wurde.

    Es schmeckt, aber begeistert keinen Mehr weil das gewisse Etwas fehlt.

    Aber letztendlich findet man auf jedem Album irgendwelche Schwachstellen, und damit meine Ich jetzt NICHT die Soundproduktion an für sich ;)


    Und falls ihr euch Fragt, warum ich ausgerechnet jetzt schreibe, Hab mir die 3.Staffel Golden Girls geholt und schon paar Folgen gesehen, bis auf Krimis, Tierdokus und 08/15 Blockbusters kam nichts vernünftiges :D

    <!---

    The rain auditions at my window
    Its symphony echoes in my womb
    My gaze scans the walls of this apartment
    To rectify the confines of my tomb


    -->

    Einmal editiert, zuletzt von chinwildchicken (15. August 2010 um 01:55) aus folgendem Grund: Komma, Doppelpunkt und CO gesetzt, Wörter eingefügt

  • drumdani
    Gast
    • 15. August 2010 um 10:09
    • #543
    Zitat von chinwildchicken

    Aber sonst ist das Album echt net so schlecht,Es Hapert allerdings teils am Arrangement: Schlimm finde ich z.B auch das Arrangement bei Since I lost you. So ein genialer Text, Rutherford gibt sich schon Mühe dabei, und da muss es nach Last Christmas klingen.

    Der Text ist aber von Phil, er hat ihn für seinen Freund Eric Clapton geschrieben da dessen Sohn Connor ums Leben kam.

  • chinwildchicken
    Slipperman
    Beiträge
    2.392
    • 15. August 2010 um 11:14
    • #544

    Das ist mir klar, ich meine Rutherfords Gitarrenarbeit :)

    <!---

    The rain auditions at my window
    Its symphony echoes in my womb
    My gaze scans the walls of this apartment
    To rectify the confines of my tomb


    -->

  • little nick
    Squonk
    Trophäen
    1
    Beiträge
    4.292
    • 15. August 2010 um 15:03
    • #545
    Zitat von townman

    little nick: ein wirklich sehr schön reflektiertes Posting und im Gegensatz zu mir kommst du bei diesem Thema völlig ohne Polemik aus. Daumen hoch.


    Danke :huhu:

    Zitat von Christian

    Mir ging es nicht darum zu diskutieren, ob WCD viele Skip-Kandidaten hat.


    Das ist für mich aber ein ganz wesentliches Kriterium dafür, ob eine Aneinanderreihung von Songs auch als Album funktioniert. Ich kann wohl kaum zu dem Ergebnis kommen, dass WCD als Album funktioniert, wenn ich jeden dritten Song überspringen muss.

    Zitat von Christian

    Nichtsdestotzotz bilden die Songs des Albums eine Einheit, die man auch bei Abacab und A Trick Of The Tail spürt. Diesen roten Faden hat zB Foxtrot definitiv nicht.

    Die Frage ist, inwieweit man das tatsächlich objektiv verifizieren kann. Wenn du schreibst, dass "man" bei den genannten Alben eine Einheit spürt, dann implizierst du damit doch eigentlich, dass es um subjektives Empfinden geht, oder? Für mein subjektives Empfinden funktioniert Foxtrot jedenfalls als Album besser, weil ich es am Stück durchhören kann. Bei WCD spüre ich keine Einheit, weil ich einige Stücke nicht ertragen kann. Da nützt es auch nichts, wenn man einen, wie auch immer gearteten, verifizierbaren roten Faden benennen kann. Will heißen, dass eine Songfolge aufgrund des Vorhandenseins eines roten Fadens noch längst nicht als Album funktionieren muss.

    Warum genau funktioniert Foxtrot nicht als Album? Sind es die Kontraste? Gerade die sind für mich ein Qualitätsmerkmal.

    5 Mal editiert, zuletzt von little nick (15. August 2010 um 15:34)

  • Der Teemeister
    Gast
    • 15. August 2010 um 15:29
    • #546
    PHP
    Warum genau funktioniert Foxtrot nicht als Album? Sind es die Kontraste? 
    Gerade die sind für mich ein Qualitätsmerkmal.

    Verstehe ich auch nicht. Auf Foxtrot ist für mich alles wie aus einem Guß.
    Auch die Reihenfolge der Titel stimmt. Foxtrot ist für mich geradezu
    das Paradebeispiel einer funktionierenden Einheit von Titeln auf einer LP.
    "Horizons" und "Time Tamble" fungieren quasi als Erholungspausen
    zwischen den "Sensationen"; "Can Utility" als der große "Sleeper" und
    Geheimtip.

    Da gäbe es für mich andere Anwärter für Nichtfunktionalität, wegen zu
    großer Kontraste: "Abacab", "Nursery Cryme", selbst "Selling England"
    flacht bei "More Fool Me" und "After The Ordeal" leider kräftig ab.

  • drumdani
    Gast
    • 15. August 2010 um 15:51
    • #547

    da sieht man wie die Geschmäcker verschieden sind, für mich ist Nursery Cryme eine perfekte Einheit, ich mag diese kurzen Stücke halt, sie sind genauso Erholungspausen wie Time Table und Horizons auf Foxtrot

  • Der Teemeister
    Gast
    • 15. August 2010 um 18:59
    • #548

    @drumdani: Erholungspausen, ja, aber während für mich auf TRESPASS
    Phillips und Rutherford eine perfekte Einheit bildeten (an den Gitarren)
    und den Sound so wunderbar miteinander verwebten wie früher Keith
    und Brian; und auch Anthony, Tony und Mike wunderbar mit Peters
    Stimme harmonieren, wenn sie backround singen (Dusk!), gefallen
    mir Absent Friends" und "Harlequin" nicht wirklich,
    und schon absolut nicht die Tatsache, dass Phil jetzt (beinah) der einzige
    backing-Sänger ist. Er albert, spinnt mir zuviel herum (Harold The Barrel).
    Zu allem Überfluß ist Peter katastrophal leise abgemischt, und die
    neuen Stücke (Seven Stones, Harold The Barrel) reichen mir einfach nicht
    an das Material von 69/70 heran; wozu ja auch "Salmacis", "Musical Box"
    und "Hogweed" zumindest in ihren Grundstrukturen gehören.
    "Harlequin" ist ein wunderbarer Song (könnte es sein), aber hört man
    genauer zu, stimmt da gesanglich einiges nicht. Aus beiden Akustik-Nummern
    hätte man mehr machen können; sie sind mir zu fragmentarisch, zu kurz,
    irgendetwas fehlt mir, ein Flötensolo vielleicht, ein "Bridge", eine Art
    von Bruch oder Interlude. Und über "Happy The Man", das für mich
    eher zu "Nursery" als zu "Foxtrot" gehört - schweige ich lieber ...

  • Phil93
    Lurker
    Beiträge
    737
    • 16. August 2010 um 07:37
    • #549

    Also Rutherford's Gitarrenarbeit bei Since I lost you ist besser als bei manch anderen Liedern :D
    Außerdem find ich den Titel We Can't Dance und das Cover toll!

    Genesis 5.7.07 Frankfurt
    Genesis 25.9.07 MSG, NYC
    Phil Collins 2017/2019 Köln
    Genesis Köln 2022

  • HoHoHo
    Giant Hogweed
    Beiträge
    7.297
    • 16. August 2010 um 23:06
    • #550
    Zitat von Christian

    Übrigens fand ich, dass die drei auf WCD ziemlich gelöst und frisch klangen. Und einige starke Nummern sind denen durchaus aus dem Ärmel gerutscht. Der Albumtitel ist sicher Murks und auch ich finde, das Album hätte kürzer sein können. Aber das hatten wir alles schon x-mal.



    Gerade der Albumtitel ist m. E. klasse, war damals eben ein Kommentar zur aktuell populären Euro-Disco-Pop und Techno Musik die auf Tanzbarkeit ausgerichtet war. Und da es kein übergreifendes Thema gibt wäre es unangebracht gewesen das Album nach einem anderen enthaltenen Lied zu benennen. Das ist z. B. bei "Invisible Touch" m. E. ein Fehler gewesen. Ich mag es grundsätzlich nicht wenn man ein Album so direkt nach einem enthaltenen Lied benennt. Aber wie Du schon schreibst, das wurde alles schon unzählige Male diskutiert.

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