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Was wäre wenn...

  • Monti
  • 24. Februar 2012 um 06:34
  • Monti
    Banjo Man
    Beiträge
    1.080
    • 24. Februar 2012 um 06:34
    • #1

    Die Frage stelle ich mir demletzt häufiger. Natürlich, so toll ich auch bin, kann ich nicht in die Zukunft schauen bzw. das was passieren würde.
    Aber sicher haben sich schon einige Fans die Frage gestellt, was wäre wenn es keinen Split in der Genesis-Musik gegeben hätte.
    Gestalten wir es mal so:

    Mike Rutherford am Bass, Hackett natürlich an der Gitarre, Collins am Schlagzeug und Bank am Keyboard. Gabriel bleibt weiterhin am Gesang. Das war die Aufstellung wie sie z. B. unter TLLDOB da war. Meiner Meinung nach konnte der Band nichts besseres passieren!
    Angenommen Gabriel wäre nicht weggegangen, wie wäre es weiter gegangen?
    Die Band exisitert weitere 30 Jahre unter der alten Stammbesetzung, wie würde es sich anhören? Wäre sie so erfolgreich wie heute und ebenfalls auf die Popschiene gewechselt?

    Ich denke es würde ungefähr so aussehen:
    Nachdem TLLDOB mehr oder weniger floppte bzw. man sich größere Erfolge erhoffte kam Gabriels ideenreichtum. Er hätte es nicht anders als die Band unter Collins gemacht --> Der Prog war tot und der Pop überkommt die Band.
    Ob der Pop sich in Richtung ABACAB oder ATOTT richtet bleibt ungewiss. Da Gabriel ein sehr experimentierfreudiger Mensch ist denke ich, dass es sich einige "Shock the Monkeys" mehr gegeben hätte. Allerdings auch mehr Balladen.
    Im Endeffekt glaube ich das Alles so gelaufen wäre wie es jetzt ist. Nur das die Musik an spruchsvoller wäre. So würde Hackett nicht durch einen zugedröhnten Rutherford ersetzt und Banks hätte weitere Werke nach alter England-Zeit gezaubert. Collins war und ist am Schlagzeug weiterhin eine Eins. Die einzige Person um die ich mir Sorgen machen würde wäre Rutherford. Mal ehrlich, ich bin kein Ass in Instrumenten. Aber ist der Mann nicht durch ne Menge anderer Musiker ersetzbar?


    Wie dem auch sei. Genesis wäre niemals so groß gewesen wie sie heute wären. Da Gabriel damals der Frontmann war denke ich, dass die Genesismusik so gelaufen wäre wie auf seinen Soloalben. Nur anders. Aber erfolgreicher? In keinstem Falle. Besser? Anspruchsvoller ja, aber nicht besser. Ich denke das Genesis mit TLLDOB ihr Lebenswerk aufgestellt haben und danach nichts vergleichbares mehr bringen würde (Ist mit Collins aber auch so).
    Auf TLLDOB gibt es ja auch schon einige Pop-Züge wie Counting out of Time. Deswegen verstehe ich nicht wenn man sagt, dass einzig nur Collins den Pop in die Band brachte.

    Was denkt ihr wie es weitergegangen wäre?

    It requires that you leave behind everything of human ways, human behaviour, human ignorance, human disinformation.

    Last Chance to evacuate Planet Earth before it is recycled

  • timonraphael
    Lurker
    Beiträge
    252
    • 24. Februar 2012 um 08:37
    • #2

    Monti: Was wäre wenn...diese Frage ist einerseits interessant aber auch irgendwie unbefriedigend, da mann schliesslich nur spekulieren kann.

    Ich bin mit vielen Sachen die du schreibst einverstanden. Ich denke Genesis wäre auch mit der Urbesetzung erfolgreich geblieben und sie hätten auch MIT Gabriel die Stadionknaller geschaffen à la Land of Confusion etc. (Bei Gabriel war es ja Red Rain, Sledgehammer, Steam, In your eyes etc.)

    Sicher hätten aber die Solokarrieren trotzdem ihren Lauf genommen.

    In einem Punkt bin ich überhaupt NICHT mit dir einverstanden: Rutherford sollte gänzlich ersetzbar sein?? Dann hast du definitiv seine Qualiäten nie entdeckt. Mike ist kein Master an der Gitarre, das ist klar. Aber er ist ein ziemlich guter Bassist, wie man auf vielen alten Aufnahmen hört und wie er auch 2007 z.B. bei In the cage Live wieder gezeigt hat. Zudem hat er eine sehr charakteristische Gitarrenbegleitung geschaffen, die nur er so macht und vielen Genesissongs einen zusätzlichen, eigenen Touch gegeben hat. UND, das darf man nicht vergessen: Mike ist ein guter Songschreiber und hat viel zur Musik von Genesis beigetragen!

    Also Rutherford gehört zu Genesis und ist keinesfalls ersetzbar!!

    Ausschnitt aus WIKIPEDIA über Mike Rutherford:

    Als Bassist hat Rutherford mit seiner markanten, innovativen und technisch anspruchsvollen Spielweise den Progressive Rock in den 1970ern entscheidend mitgeprägt. Rutherfords Basslinien früher Genesis-Tage gehören zu den kreativsten und komplexesten des Progrock-Genres. Sein Gitarrenspiel hingegen ist eher minimalistisch gehalten, für kunstvolle Gitarrensoli ist Rutherford nicht bekannt. Kurze prägnante Riffs wie in Land Of Confusion, Turn It On Again oder Abacab sind jedoch seine Stärke.

    No cloud, a sleepy calm
    Sunbaked earth that's cooled by gentle breeze
    And trees with rustling leaves
    Only endless days without a care
    Nothing must be done

    3 Mal editiert, zuletzt von timonraphael (24. Februar 2012 um 09:06)

  • Back 07
    Slipperman
    Beiträge
    2.984
    • 24. Februar 2012 um 09:09
    • #3

    tony, phil und mike. das ist genesis.
    ich bin fest der meinung, ohne phil hätte es auch genesis nicht mehr gegeben.

  • Monti
    Banjo Man
    Beiträge
    1.080
    • 24. Februar 2012 um 09:14
    • #4
    Zitat von Back 07

    tony, phil und mike. das ist genesis.
    ich bin fest der meinung, ohne phil hätte es auch genesis nicht mehr gegeben.

    *hust*
    Hier geht es nicht darum "wer" Genesis ist sondern wie es weitergegangen wäre. Fangeheule kann man sich hier bitte sparen!

    @ Timonraphael
    Wie gesagt, habe relativ wenig Ahnung wenn es um sowas geht. Mit Bass kenne ich mich gleich 0 aus.
    Demnach bitte nicht so ernst nehmen ;)

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  • revelation
    Squonk
    Beiträge
    3.744
    • 24. Februar 2012 um 10:21
    • #5

    Wenn man sich anschaut, welcher Musik sich Rutherford oder Collins ab 1982 freiwillig und aus eigenem Antrieb gewidmet haben, hätten sie einfach keinen Bock auf "Shock the Monkey" gehabt.Umgekehrt genauso wenig.
    Das hätte nicht mehr zusammen funktionieren können!

    Banks,Collins und Rutherford waren der kleinste gemeinsame musikalische und personelle Nenner und in der Konsequenz alternativlos.

    Hier steht nichts Wichtiges! Trotzdem danke fürs Lesen.

  • chinwildchicken
    Slipperman
    Beiträge
    2.392
    • 24. Februar 2012 um 11:23
    • #6

    So eine Frage habe ich mir damals auch gestellt, was es mit einer anderen Bandstellung gäbe und eben auch NICHT gäbe!

    Erstmal folgendes : Mike war noch NIE ein "Progger", seine Stärke liegt in eher kürzeren Songs wie Deep in the Motherlode oder Man of our Times. Ich bezweifle das er wie ganze Suiten a la One for the Vine oder Tony's "Seven" Album je machen könnte. Oder Longtrack wie "An Island in the Darkness".

    Phil mochte damals schon Motown und Jazzeinflüsse, kein Wunder das Face Value so geworden ist, wie es eben geworden ist. Phil ist auch nicht soo der Typ für Longtracks. wovon es von ihm auch nur einen gibt, nämlich Colours. Seine Stärken liegen beim Schlagzeug und Songtexten, z.B bei Driving the last Spike.

    Tony ist da das Gegenteil von denen, er KANN gute Popsongs schreiben, aber dann ist das Arragement mit Keyboards zugekleistert, das es wieder wehtut :D Wobei ich zugeben muss, das mir Angel Face sehr gefällt.
    Tony Banks meinte, das er sich nach Me And Sarah Jane aufhören will mit seinen Solokompositionen. Das merkt man natürlich, was aber net heißen muss, das nur schlechte Musik hervorkam.
    __________________________________________________________________________

    Das als kleine Grundlage, also angenommen HACKETT wäre geblieben, was wäre dann?

    Es gäbe KEIN

    -Abacab Solo
    -Turn it on again
    -Dukes Travels
    -Say its Alright Joe
    -Invisible Touch
    -Who Dunnit
    -Domino
    -Home by the Sea
    -Follow You Follow Me
    Da Genesis alles gemeinsam komponieren würde, müsste Hackett ja an diesen Songs mitwirken. Vielleicht hätte es ein Abacab Album gegeben, aber wie wäre wohl das Solo am Ende ausgefallen?
    Stellt euch vor, Hackett wäre an der Leadgitarre bei Invisible Touch oder Who Dunnit. Der würde vor Unterforderung auf der Bühne einschlafen :D

    Was es gegeben hätte mit Hackett wären bei Longtracks die viel längeren Hackettsolo, wie man sie von FOF, oder In that Quiet Earth kennt. Aber hätten sie nur Prog gemacht?

    Mitte der 80er war JEDER auf einen kommerziellen Trip, Mike wurde erfolgreich mit Silent Running, Phil machte sein Sussudio berühmt, Peter kam mit seinem Sledgehammer und Steve Hackett ging mit GTR auch in eine kommerzielle Richtung und Tony hatte mit Short Cut To Somewhere auch seine kleinen Erfolge :)
    Also die Aussage das es mit Hackett oder Peter bei Genesis in den 80ern mehr Prog gäbe, das wage ich sehr zu bezweifeln.

    Das einzige was ich bemängel, wenn ich sehe wie Mike The Lady Lies oder No Reply at All Live spielt an seinem Bass und das es später noch weniger wurde. Auf der WCD Tour war er abgesehen vom Old Medley und Jesus He Knows Me doch die ganze Zeit auf seiner Leadgitarre, als mehr oder weniger geborener Basssist.
    Ich finde, er hätte ruhig etwas mehr dem Daryl hinterlassen können, denn er mag ja den Bass. Hat er ja auch teilweise gemacht, z.B bei Behind the Lines. Als ich in Karlsruhe letztes Jahr mit den Mechanics gesehen habe, da hat man sein Bassspiel auch gut mithören können. Zwar nicht so Colin Edwin, aber dennoch songdienlich und immer passend. Daryl ist halt mehr ein Gitarrenspieler.

    Daryl hätte z.B bei Throwing it all away auch ein klasse Song hingezaubert, mir jedenfalls gefällt es hier

    Daryl Stuermer of Genesis - Symphony Concert "Throwing It All Away" - YouTube

    Aber man kann auch nicht leugnen, das Mike bei Songs wie Tonight³, Abacab,Dodo,Deep in the Motherlode,Follow You Follow Me, Do the Neurotic oder Naminanu durchaus brilliant spielt, all das gäbe es mit Hackett wohl nicht in dieser Form. Dukes Travels wäre wahrscheinlich weniger keyboard-dominierend geworden, hätte noch ein Solo am Anfang bekommen und dann erst den Guide Vocal Part.

    Aber so wie es jetzt ist, ist es doch gut. DAs richtige kleine Solo am richtigen Ort, und dafür hat er echt ein Händchen. Ich habe mal gehört das es schwierig, sei Follow You Follow Me bzw The Living Years nachzuspielen, angeblich sei die "Tingeldingeling"Technik schwer. Ob das stimmt, ich kanns net ausprobieren. Aber er hat so einen Stil in Genesis reingebracht, den Steve ganz anders gemacht hätte.

    Ich hätte Daryl gefragt, der ja im Prinzip zwischendrin liegt zwischen Pop und Prog. Wenn der sich auch auf dem Album mit Mike hin und her getauscht hätte, dann gäbe es mehr Mike am Bass und immernoch mehr GItarrensolos.
    Jetzt kommen wieder Leute und sagen "Daryl frickelt so sehr", aber da er dann nicht nur FOF spielt, was er durchaus teilweise frickelt, sondern auch die Eigenkompositionen reinbringt, würde es wieder passen. Um mal eine Eigenkomposition von ihm hervorzuholen, nehme ich mal Heavy Heart, was durchaus auch mit Genesis gegangen wäre, sprich mit Phils Drumming z.B

    Daryl Stuermer of Genesis - Symphony Concert "Heavy Heart" - YouTube

    Aber egal wie das Wunschdenken ausgeht, auch in den 80ern und 90ern waren Genesis eine klasse Band, auch wenn viele Gute Sachen aus den 70ern vom Board geworfen worden.
    Ob ich jetzt The Knive oder Do The Neurotic hören muss wenn ich was aufregendes hören will, ist mir schnuppe. Bei beiden Songs wird auf hohem Niveau gespielt und mit mehr als genug Spielfreude. Und das ist mir mehr Wert als hier und da ein Solo mehr :)

    <!---

    The rain auditions at my window
    Its symphony echoes in my womb
    My gaze scans the walls of this apartment
    To rectify the confines of my tomb


    -->

  • charles bukowski
    Gast
    • 25. Februar 2012 um 00:45
    • #7

    it: Was meinst du: War die Turn It On Again-Tour die letzte Aktivität von Genesis, oder könnte es noch eine Tour, ein Album geben?

    Tony: Ihr seid vermutlich verpflichtet, jedem diese Frage zu stellen [lacht], und die Antwort ist ein ziemlich klares „Nein“.
    Hi chinwildchicken,
    Was sagst du jetzt? Das habe ich schon immer behauptet. Deine Kristallkugel ist am Arsch, du Armer.

  • chinwildchicken
    Slipperman
    Beiträge
    2.392
    • 25. Februar 2012 um 01:16
    • #8

    Charles, JEDES VERDAMMTE MAL DENKST DU NEGATIV DARÜBER NACH UND JEDESMAL SAGST DU MEINE GLASKUGEL IST FALSCH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Mit anderen Worten, mich kannste net unterkriegen :vogel:

    Zitat

    Er hat ja einige Probleme mit seinem Arm und findet die Vorstellung, ein zehnminütiges Schlagzeugsolo zu spielen, vielleicht nicht mehr so attraktiv. Ich glaube, Mike und ich könnten möglicherweise überzeugbar sein,


    Das hört man seit langem, dann wird Phil halt nur noch Bongos und Triangeln benutzen. Phil wird weiter Musik machen, der hört ja nicht auf mit Musik. Nur mit Schlagzeug vielleicht. Und Bongos und Triangeln langen doch :D

    Zitat

    Ich denke, jeder ist ein wenig seiner eigenen Wege gegangen. Aber wie du weißt, schließe ich nichts aus. Wer weiß? Ich sehe Mike ziemlich oft und in der Richtung könnte alles mögliche passieren, aber in Richtung Phil sehe ich gar nichts passieren.


    Das Mike Mechanics im Kopf hat, Phil seine Kinder und Dosensuppe, Tony sein Orchesterwerk,Peter sein Blutiges zeug und Steve sein Squackett Ding, das ist beileibe nichts neues.

    Aber Tony wird natürlich bald wieder frei sein,die Mechanics werden nach der Tour eine kleine Pause einlegen und 2013 dürfte sich Phil's Hand schon verbessert haben. Er hat beim Princes Trust am Schlagzeug gesessen vor 2 jahren. Keine professionelle Glanzleistung aber ein Zeichen für mich das die OP geholfen hat. Er wird zwar net mehr wie damals drummen können, muss er aber net.
    Tony und Mike würden mitmachen, Mike sowieso, der will immer komponieren. Und Tony, was soll der sonst machen außer Blumen gießen und anpflanzen :D

    Nene, meine Glaskugel sagt mir, das etwas unerwartetes, etwas gutes passieren wird.
    Und nein, dieses ewige "Never say never" ist kein Zeichen dafür, das nichts passiert. Das Tony schwarz sieht ist logisch, man wird ja nicht jünger. Aber gerade deswegen stehen die Chancen gar nicht soooo gering...

    Ich glaub die Hitze bekommt der nicht :p

    <!---

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    -->

  • townman
    Giant Hogweed
    Beiträge
    7.036
    • 25. Februar 2012 um 10:49
    • #9

    Dann wollen wir bei dieser weltbewegenden Frage doch bitteschön mal ganz genau sein: Ein "ziemlich" klares Nein ist immerhin deutlich weniger und unverbindlicher als ein ganz klares, 100%-iges Nein.
    Chinwildchicken, putz deine Glaskugel vielleicht noch einmal gründlich, aber schmeiß sie noch nicht weg! Die letzten Verrückten dürfen noch hoffen!


  • Back 07
    Slipperman
    Beiträge
    2.984
    • 25. Februar 2012 um 11:24
    • #10
    Zitat von charles bukowski

    it: Was meinst du: War die Turn It On Again-Tour die letzte Aktivität von Genesis, oder könnte es noch eine Tour, ein Album geben?

    Tony: Ihr seid vermutlich verpflichtet, jedem diese Frage zu stellen [lacht], und die Antwort ist ein ziemlich klares „Nein“.
    Hi chinwildchicken,
    Was sagst du jetzt? Das habe ich schon immer behauptet. Deine Kristallkugel ist am Arsch, du Armer.

    warum? achte doch mal auf die erste frage, da kommt für mich ein eindeutiges: wir werden sehen raus. phil bekommt schon wieder feuer ganz sicher.

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