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Storm Corrosion (Wilson/Akerfeld)

  • stevehogarth
  • 25. April 2012 um 07:55
  • March Hare
    Banjo Man
    Trophäen
    1
    Beiträge
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    • 20. Mai 2012 um 23:23
    • #21
    Zitat von PT-Junkie

    Na mal schauen, irgendwann ist diese "Soundtrack-Phase" auch wieder vorbei und Wilson sehnt sich evtl. wieder nach etwas mehr Kompaktheit.

    Das hoffe ich auch. PT war zeitweise eine meiner Lieblingsbands, aber irgendwie hat sich's bei mir doch etwas totgelaufen. So im Nachhinein stelle ich doch immer wieder fest, dass meine Lieblingsphase 1995-2002 ist. Danach hat er sich für meine Begriffe doch etwas verzettelt (Ausnahme: Blackfield I, aber da stammen viele Songs von Geffen). Storm Corrosion scheinen mir bisher auch so ein Projekt, das ich prinzipiell nicht schlecht finde, aber auch gut ohne leben könnte. Vielleicht ändert sich das mit der Zeit noch...

    http://www.favni.de

  • PT-Junkie
    Slipperman
    Beiträge
    2.800
    • 20. Mai 2012 um 23:47
    • #22

    Eine Lieblingsphase habe ich eigentlich nicht.

    Allerdings habe ich die letzten Tage mal wieder die beiden offiziellen Porcupine Tree Live-DVD/Blu-Ray-Veröffentlichungen zu Gemüte geführt und festgestellt, dass ich auf das Zeug abfahre wie eh und je. :)

  • duke77
    Giant Hogweed
    Beiträge
    7.166
    • 21. Mai 2012 um 16:22
    • #23

    PT sind mMn bis Fear Of A Blank Planet stets besser geworden. The Incident war dann nicht ganz so überzeugend (aber live wiederum großartig). Wilson Solo war interessanteres Material als die letzte PT, so daß ich mich frage, ob Wilson an seiner Stammband überhaupt wieder interesse bekommt. Storm Corrossion hat bei mir noch nicht ganz so gezündet, da fehlt mir dann doch der eine oder andere Ausbruch - ist eher eine organische Version von Bass Communion plus Gesang. Auch hochwertig, aber eben nicht so mitreissend.

    ____________________

    This is love, girl, call it what you will. This is love. (Tony)

    1986’s “Invisible Touch” was an updated prog manifesto camouflaged as pop artifact. (LA Times)

  • PT-Junkie
    Slipperman
    Beiträge
    2.800
    • 21. Mai 2012 um 20:50
    • #24
    Zitat von duke77

    Wilson Solo war interessanteres Material als die letzte PT, so daß ich mich frage, ob Wilson an seiner Stammband überhaupt wieder interesse bekommt.

    Diese Frage habe ich mir allerdings auch schon gestellt und denke, dass es sobald nichts neues von Porcupine Tree geben wird (studiomässig).

    Auf eine "The Incident"-Liveveröffentlichung hoffe ich aber weiterhin. ;)

  • Munro
    Lurker
    Beiträge
    630
    • 16. Juni 2012 um 13:14
    • #25

    Ich bin begeistert. Nach dem ersten Hören war ich noch etwas kritisch, aber nach dem zweiten Mal wurde mir dann relativ schnell klar, dass Steven mal wieder grandioses geleistet hat. Zwar relativ ruhig und die meist kurzen Texte langsam vorgetragen, aber athmosphärisch voll auf der Höhe.
    Ich persönlich fühle mich auch leicht erinnert an Nick Magnus' Hexameron. Wobei Storm Corrosion insgesamt verworrener und verschwommener ist (nicht so viele „klare Kanten“) und bei der Produktion soundtechnisch kristallklar veredelt.
    Drag Ropes ist ein starker Auftakt, die schaudrige, unheimliche Stimmung zeigt Wirkung. Es klingt vielseitig, trotz der sparsamen Gesangseinsätze (sind ja im Grunde nur 2 unterschiedliche Abschnitte). Außerdem Pluspunkt für den Bruch, wo der collagenartige, innovative „Lies are manifold“-Teil beginnt.
    Der Titelsong ist ein Sinnbild für das Flair des Albums. Faszinierend, was man mit akustischen Gitarren so alles erreichen kann. Besonders stark ist auch der textlose „Refrain“, wenn man das so bezeichnen kann. Eine sehr schöne Melodie, die Steven hier zum besten gibt.
    Hag ist ebenfalls interesant. Speziell der Mittelteil sticht hervor, die ruhige Piano-Instrumentierung und der darauf abgestimmte Gesang erinnern mich an „Get All You Deserve“ von Stevens Insurgentes. Klingt von der Art her sehr ähnlich.
    Happy ist verhältnismäßig unauffällig, fügt sich aber ins Album in allen Belangen sinnvoll ein. Bemerkenswert, dass die nur zwei Verse an Lyrics dennoch sehr herausstechen.
    Lock Howl ist dann wirklich völlig instrumental. Auch sehr gelungen, und durchaus vergleichbar mit anderen von Stevens Instrumentals, wie Sectarian (hat aber auch ein bisschen was von Twillight Coda).
    Ljudet Innan ist für mich mit dem Titelsong das absolute Highlight. Ein fantastischer, sich stetig stetigernder Aufbau und als Finale perfekt, auch gerade, weil es absichtlich sehr in die Länge gezogen wurde. Vor allem die Closing Section ist erste Liga!
    Tolle Werk. Für Art Rock-Freunde sehr weiter zu empfehlen.
    Inwiefern es jetzt allerdings Mikaels Stil entspricht und wie das im Verhältnis zu Stevens Stil steht, vermag ich leider nicht zu beurteilen, da ich bislang nichts von Opeth kenne.

  • doctordiper
    Slipperman
    Beiträge
    2.993
    • 16. September 2012 um 00:13
    • #26

    Sehr gutes review hast du da geschrieben Munro, ich schliesse mich deiner Songbeschreibungen an, auch ich entdecke Steven Wilson's Kunstwerk in alle seinen verschiedenen Projekten, und Storm Corrosion ist zur Zeit mein Lieblingsalbum, leider zu kurz...aber alle Songs haben diese köstliche Dreistigkeit die im Prog den Helden ein bisschen fehlt!

  • revelation
    Squonk
    Beiträge
    3.744
    • 26. März 2013 um 19:08
    • #27

    Ich hatte vorhin einen derart perfekten Moment der Symbiose von Musik und Naturerleben,dass ich unbedingt davon berichten möchte.

    Ich war im Stadtpark spazieren,der gefrorene See wurde vom gleissenden Licht der untergehenden Sonne geflutet, rundherum Schnee, LICHT,LICHT,LICHT. Raben, Graugänse,Enten und andere gefiederte schwirrten herum,tanzten einen Reigen und brüllten: "Es wird gut! Der Frühling ist schon da,schau `mal nach innen!"

    Mich durchströmten ungemein intensive Glücksgefühle. Erst dann nahm ich die Musik wahr,die in meine Ohren drang: Drag Ropes . Die Musik erschien mir in diesem Moment die perfekteste Untermalung meiner inneren und äusseren Welt zu sein, geradezu zwingend dazuzugehören.

    Das schöne Gefühl hielt an,als ich meinen Weg fortsetzte. So konnte ich auch milde darüber hinwegsehen, dass Wilson zu Beginn des Titelstückes etwa Probleme mit Tuning und Timing hat. Und so war mein Blick unverstellt und offen für ein Album voller zerbrechlicher Melancholie, Brüche und Wiedersprüche, mit dem ich mich allmählich anfreunde.

    An dieser Stelle nochmals danke für all die guten Tipps aus dem Forum.

    Hier steht nichts Wichtiges! Trotzdem danke fürs Lesen.

  • PT-Junkie
    Slipperman
    Beiträge
    2.800
    • 26. März 2013 um 20:44
    • #28
    Zitat von revelation

    So konnte ich auch milde darüber hinwegsehen, dass Wilson zu Beginn des Titelstückes etwa Probleme mit Tuning und Timing hat.

    Wat meinst'n damit?

  • revelation
    Squonk
    Beiträge
    3.744
    • 26. März 2013 um 20:50
    • #29
    Zitat von PT-Junkie

    Wat meinst'n damit?

    Ich meine,dass (beim Titelsong!) die Geschwindigkeit der gezupften Gitarre schwankt und ganz zu Beginn wenige Töne nicht perfekt gestimmt sind ( evt hat der Gitarrist die Saite nicht sauber gedrückt,sondern versehentlich leicht gezogen) .....aber das sind Kinkerlitzchen.:rolleyes:

    Hier steht nichts Wichtiges! Trotzdem danke fürs Lesen.

    Einmal editiert, zuletzt von revelation (26. März 2013 um 20:59)

  • PT-Junkie
    Slipperman
    Beiträge
    2.800
    • 26. März 2013 um 20:56
    • #30
    Zitat von revelation

    Ich meine,dass die Geschwindigkeit der gezupften Gitarre schwankt und ganz zu Beginn wenige Töne nicht perfekt gestimmt sind ( evt hat der Gitarrist die Saite nicht sauber gedrückt,sondern versehentlich leicht gezogen) .....aber das sind Kinkerlitzchen.:rolleyes:

    Uff, auf solche Feinheiten sind meine Ohren wohl noch nicht geeicht. Ich finde das alles perfekt. :augenrollen:

    Das einzige, was mich an "Drag Ropes" stört, ist der arg wiederholungsanfällige "And the truth can now be told, Lies are manifold"-Part. Da hätte es ein paar mal weniger auch getan.

    Das ist aber mein einziger Kritikpunkt am Album. Der Rest ist ein einziger Hochgenuss.

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