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  5. Polls zu GENESIS

Schlechtestes Album von Genesis... ähem...

  • BenniJustice
  • 14. Mai 2006 um 17:09
  • Herma
    Giant Hogweed
    Beiträge
    8.491
    • 23. Juli 2010 um 13:30
    • #181
    Zitat

    schonmal die instrumentale bridge bei One For The Vine gehört?
    In that quiet earth gehört? spannung ist der wechsel der stimmungen
    und der aufbau von dramatik.

    Das mag ja stimmen, aber wenn beim Hörer nichts davon ankommt, außer dass die stücke halt mal ein bisserl schneller und mal ein bisserl langsamer sind, dann ist da irgendwas falsch gelaufen.

    Zitat

    Die akustischen Gitarren bei der
    bridge von Eleventh. Earl of Mar! die dunkle bedrohung bei
    Unquiet slumbers for the sleepers!

    Besonders bei Unquiet slumber kann ich dir nicht folgen. Ich benutz das Lied ab und an um mich in den Schlaf zu wiegen, von dunkler Bedrohung hör ich da nichts. Und Eleventh Earl of Mar? Na ja, das wird vor der Bridge gemächlich langsamer und wo diese Bridge nun eben Spannung oder Reibung erzeugen soll, das will mir nicht ins Ohr.

    Zitat

    Hätte Gabriel das alles noch gesungen, würden wir hier ohne
    Zweifel vom best Genesis-Album ever reden!

    Hätte Gabriel es gesungen, würde jeder die Band fragen, warum sie Selling England zweimal aufgenommen haben. :D Beide Alben sind zu rungelutscht (in meinen Ohren) und besonders bei "W&W" wirken die Synthies beinahe so monströs, das weniger wohlwollende Zeitgenossen dieses Album als Pathetic Prog abtun würden.

    Zitat

    Wir würden zusammensacken vor Anspannung, wären da nicht
    auch die wunderbaren, entspannenden Momente!

    Dummerweise sind da fast nur entspannende Momente drauf. Ich find das (ganz ohne Sarkasmus) gut, weil ich gern ein Album zum wegdösen habe und W&W dafür genau richtig ist, aber wenn man es "objektiv" betrachtet ist W&W doch ziemlich eintönig und definitiv zu keyboardlastig.

    Zitat

    Wobei ich nicht verstehe wie man Los Endos mit In that Quiet Earth vergleichen kann

    Nicht In that quiet earth allein, sondern zusammen mit slumber

    🦄Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.🦄

  • chinwildchicken
    Slipperman
    Beiträge
    2.392
    • 23. Juli 2010 um 13:59
    • #182
    Zitat

    Nicht In that quiet earth allein, sondern zusammen mit slumber


    Achso dann stimmt das schon in etwa, jedenfalls vom ruhigen Anfang her der Spannung aufbaut. Plötzlich kommt dann ein Schlag und es beginnt dann wirklich los, nur wird es ab da etwas langweiliger, auch wenn Steve seinen Job sehr gut macht. Los Endos ist einfach abwechslungsreicher :topp:
    Allerdings muss ich sagen das ich W&W besser finde als Selling :)

    <!---

    The rain auditions at my window
    Its symphony echoes in my womb
    My gaze scans the walls of this apartment
    To rectify the confines of my tomb


    -->

  • Eric
    Squonk
    Beiträge
    4.755
    • 23. Juli 2010 um 14:12
    • #183
    Zitat von chinwildchicken

    @Teemeister
    Irgendwie hast du schon Recht, aber das kommt auf die einzelnen Songs im diesem Fall an.
    Als Ganzes Album hängen die Songs kaum miteinander zusammen.
    Das nach Special Way ein Gorilla kommt, finde ich schon bissel unpassend, und nach Slumbers wirkt der Einstieg in In that quiet Earth auch irgendwie uninspiriert, wobei dann ITQE selbst schon Hammer ist.
    :)
    Wobei ich nicht verstehe wie man Los Endos mit In that Quiet Earth vergleichen kann :D



    Abgesehen von der Aussage, dass ITQE "der Hammer" ist, könnte ich glatt zu jedem Satz die exakt gegenteilige Meinung verkünden. Ich kann es nicht nur, ich mach es auch! :D

    Die Songs passen ausgezeichnet zusammen wie bei kaum einem anderen Genesis-Album (von Trespass mal abgesehen); insgesamt eine sehr homogene Produktion und immer wieder ähnliche für das W&W-Album charakteristische Sounds. Hier hört man überdeutlich, dass es sich wirklich um ein zusammenhängendes Album und nicht um eine willkürliche Ansammlung von Songs handelt. Das liegt nicht nur an Tonys Keys, sondern vor allem auch an Hacketts akustischen Gitarren (Nylon statt 12-Saiten).

    Für den nächsten Titel nach YOSW kann ich mir gar nichts besseres vorstellen als Wot Gorilla? - so kommt wieder Leben in die Bude!

    Und noch besser gefällt mir da der Übergang von Unquiet Slumbers... zu ..in that quiet earth. Das ist doch überhaupt immer ein MArkenzeichen von Genesis gewesen, nach ruhigen Passagen es urplötzlich krachen zu lassen - und hier besonders gelungen.

    Das Album ist keineswegs langweilig. Es wirkt auf mich immer ein wenig "entrückt", nicht ganz von dieser Welt und das meine ich im positiven Sinne - auch wenn ich mir manchmal einen direkteren, härteren Sound gewünscht hätte, mit den Gitarren kantiger und stärker im Vordergrund und dafür die Keys etwas defensiver. Der neue Mix von 2007 hat da schon einiges in die richtige Richtung gerückt, aber hier hätte ich mir von Davis und Genesis noch ein Stück mehr Mut gewünscht, sich vom Originalmix zu entfernen.

    “THE NIGHT WE TRACKED DOWN PHIL COLLINS, BECAME BEST FRIENDS WITH HIM, AND TALKED HIM INTO REUNITING WITH PETER GABRIEL, AND THEN WE GOT TO SING BACKUP ON THE NEW GENESIS ALBUM AND IT WAS AWESOME!”

    — Barney Stinson, How I Met Your Mother, Season 7, Episode 21 ‘Now We’re Even’

  • chinwildchicken
    Slipperman
    Beiträge
    2.392
    • 23. Juli 2010 um 14:41
    • #184

    Vielleicht passen die Songs an für sich ja zusammen aber nicht in DIESER Reihenfolge nach meiner Meinung. Abgesehen finde den schnelleren Teil von One for the Vine aufm Album beileibe nicht so kraftvoll wie live. beim Unquiet...Earth wirkt mir der Übergang eher wie eine Art Fadeout, und ich denke das wirkt eher wie einers meiner Amateurmedleys als wie Genesis selbst...:teufelgrins:

    Allerdings wundert mich am letzten Absatz das du denkst, die Gitarren waren unterpositioniert und das Keyboard präsenter. Das ist so ne Sache bei der ich mich wundere, warum Fans den Austritt von Steve Hackett bemängeln, Danach waren die auch nicht mehr Gitarrenlastiger vorher auch kaum, Ausnahmen wie Ripples und FOF abgesehen...

    Aber ich will dennoch W&W nicht schlechtreden auch wenn man das vielleicht denkt. Bei mir wäre das Album sicherlich in der Top5 aller Alben, nur täuscht es bei mir nicht hinweg, das die Trackreihenfolge nicht umbedingt die beste ist und Tony überpräsent ist. ;)
    Auch die Idee 2 Longtracks nebeneinander zu positionieren finde ich ein bisschen schlecht, die hätten One for the Vine nach Wot Gorilla spielen sollen finde ich.

    Das was ich immer am Interessantestem Am Album fand ist die Tatsache, das bei Blood on the Rooftops etwas von Stagnation dabei ist, und Steve bei Elventh Earl of mar schon wie bei Blood on the Rooftops zupft :D

    <!---

    The rain auditions at my window
    Its symphony echoes in my womb
    My gaze scans the walls of this apartment
    To rectify the confines of my tomb


    -->

  • Munro
    Lurker
    Beiträge
    630
    • 23. Juli 2010 um 16:57
    • #185
    Zitat von Eric


    Shapes hab ich mal sehr gemocht, doch in den letzten Jahren fand ich das Album immer belangloser, auch wenn Mama und Home by the Sea herausstechen. Irgendwie hat dieses Album sehr viele für Genesis eher untypische Songs, die allesamt nicht schlecht sind. Aber irgendwie sind ist diese Art von Songs auch nicht der Grund, warum ich Genesis so mag. Versteht jemand, was ich meine?

    Ich glaube schon. Ich mag auch alle Songs von Shapes, aber die meisten sind keine Songs, mit denen sich Genesis identifizieren können. Es sind zwar alles gute Songs, aber den Großteil des Materials - besonders von der zweiten Seite - würde ich niemandem als "Paradesong" vorspielen, der mich fragt: "Was machen Genesis denn so für Musik?", einfach weil es eher ungewöhnliche Songs für die Band sind und den gesamten Stil nicht 100%ig wiederspiegeln. Andererseits: Welcher Song tut das schon?

  • charles bukowski
    Gast
    • 23. Juli 2010 um 19:54
    • #186
    Zitat von Munro

    Ich glaube schon. Ich mag auch alle Songs von Shapes, aber die meisten sind keine Songs, mit denen sich Genesis identifizieren können. Es sind zwar alles gute Songs, aber den Großteil des Materials - besonders von der zweiten Seite - würde ich niemandem als "Paradesong" vorspielen, der mich fragt: "Was machen Genesis denn so für Musik?", einfach weil es eher ungewöhnliche Songs für die Band sind und den gesamten Stil nicht 100%ig wiederspiegeln. Andererseits: Welcher Song tut das schon?


    du solltest politiker werden. songs x und y spiegeln nicht 100% den stil von genesis wider, aber welcher tut das schon. was wollte uns der autor damit sagen?:gruebel:
    erdbeeren und zwiebeln spiegeln nicht 100% früchte und/ oder gemüse wider, aber was tut das schon?:ratlos:

  • Munro
    Lurker
    Beiträge
    630
    • 23. Juli 2010 um 20:27
    • #187
    Zitat von charles bukowski

    songs x und y spiegeln nicht 100% den stil von genesis wider, aber welcher tut das schon. was wollte uns der autor damit sagen?

    Dass viele Songs vom Shapes-Album eher untypisch für Genesis sind. Mich persönlich erinnert zumindest kein zweiter Song von Genesis an Just a Job to do oder Silver Rainbow. Auch Illegal Alien ist M.E. nicht der typische Stil von Genesis. Von daher spiegeln diese Songs auf diesem Album für mich nicht den typischen Genesis-Sound wider. Überhaupt gibt es auf Shapes ja - außer SHBTS - keine ausufernden Intrumentalteile oder Longtracks (ok, auch HBTS, auch wenns auf dem Album getrennt ist).

    Die Songs anderer Alben, sowohl in der Gabriel-, als auch in der Collins-, als auch in der Wilson-Ära klingen für meine Wenigkeit mehr nach Genesis als die der Shapes. Soll aber nicht heißen, dass ich diese Songs nicht mag, denn ich mag sie sehr.

    @charles: Und jetzt will ich wissen, was das mit Politik zu tun hat.:p:p Wir können ja beide Politiker werden.

  • Munro
    Lurker
    Beiträge
    630
    • 23. Juli 2010 um 20:49
    • #188

    Der Vergleich müsste also heißen: Es gibt ja auch Schauspieler, deren Stil in manchen Filmen besser zum Vorschein und zur Geltung kommt, als in anderen.
    Und für mich klingen halt Stagnation und The Fontain of Salmacis oder Land of Confusion und Jesus he knows me mehr nach Genesis als It's gonna get better und Silver Rainbow.

  • charles bukowski
    Gast
    • 24. Juli 2010 um 22:54
    • #189
    Zitat von Munro

    Der Vergleich müsste also heißen: Es gibt ja auch Schauspieler, deren Stil in manchen Filmen besser zum Vorschein und zur Geltung kommt, als in anderen.
    Und für mich klingen halt Stagnation und The Fontain of Salmacis oder Land of Confusion und Jesus he knows me mehr nach Genesis als It's gonna get better und Silver Rainbow.


    einverstanden, dass kann man so stehenlassen:cool:

  • Der Teemeister
    Gast
    • 25. Juli 2010 um 00:12
    • #190

    Eric: hundert Prozent einverstanden. Ein geniales Album, voller Kolorit
    und Kontrast, und für mich entscheidend besser als "Selling England",
    Gabriel hin oder her, da gebe ich dem Wildhuhn recht ...

    @chinwildchicken:
    "Wobei ich nicht verstehe wie man Los Endos mit In that Quiet Earth vergleichen kann".
    Das habe ich doch nie gesagt! Aber, da Du davon sprichst,
    so riesig ist der Unterschied nun auch wieder nicht.
    Los Endos ist eine geniale Kontrahierung von signifikanten Phrasen/Melodien
    zu einem genialem Finale einer sehr guten Platte. In that quiet earth enthält zumindest
    noch einmal Erinnerungen an Earl of Mar, basiert also zumindest auf ähnlichen
    Ideen, nämlich wichtige Motive nocheinmal aufzurufen.

    "Hätte Gabriel es gesungen, würde jeder die Band fragen, warum sie Selling England zweimal aufgenommen haben" - also, außer Dir kenne ich da niemand, der dies tuen würde, sorry ...
    Da liegen Welten dazwischen, höchstens "Firth Of Fifth" und "Cinema Show" hätten zu Wind gepasst.

    "das weniger wohlwollende Zeitgenossen dieses Album als Pathetic Prog abtun würden. "

    na und? es entstand zeitlos, in einer flachen Zeit voller Punk-und Disco-Müll,
    deren Protagonisten es genauso hassten wie etwa Black & Blue von den Stones
    (geniale Scheibe für mich) und Going For The One (die beste LP aller Zeiten).
    Seit wann interessiert mich die Meinung von 3-Akkorde-Stümpern?! Sorry, bißchen hart, aber ...

    Aber; so verschieden wie die Musik von Genesis nun mal ist
    (Who Dunnit versus Visions of Angels), so unterschiedlich
    sind eben die Geschmäcker. Es ist beinah logisch, dass
    jemand, dem (das für mich ultraflache) Silver Rainbow gefällt,
    keinen Sinn für die literarischen, historischen, nebulösen
    Themen von W & W hat, die Spannung nicht fühlt, die Romantik
    und Melodramatik nicht erspürt. Genauso werde ich nie begreifen,
    was Illegal Alien, No reply at all, Man on the Corner, Paperlate und
    Who Dunnit auf einer Genesis-LP verloren haben; denn es sind
    Collins-Solo-Titel; ihrem Charakter nach. So ist es eben ...

    4 Mal editiert, zuletzt von Der Teemeister (25. Juli 2010 um 00:25)

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