Für mich als absoluter Hobbyrennrad-/mountainbikefahrer bricht eine Welt zusammen. Jedoch war das alles irgendwie immer schon klar...
Ich glaube, fairer Radsport wird nie mehr möglich sein, wenn es ihn denn jemals gab. Allerdings beschränkt sich das Dopingproblem sicher nicht nur auf den Radsport.
Das Ende des Radsports
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Das Ende des Radsports... , da gibt es von meiner Seite aus nicht viel zu sagen, denn ich bin in jeder Hinsicht kein sportbegeisterter Typ. Die Ursachen des Dopings sind im Leistungsdruck begründet. Irgendwann kommt ein Sportler an seine körperliche Grenze, dennoch verlangt man mehr. Weitere, größere Leistung ist dann nur noch mit entsprechender "Hilfe" möglich. Erfolgsdruck und Erfolgssucht führen zum Doping und zum Ende jeder Sportart.
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Hallo!
Ich bin seit Ewigkeiten Fan des Radsports. Und als solcher war mit immer klar, dass es Doping gibt und dies auch in einem sehr großen Ausmaß. Aber dass gerade so alte Haudegen wie Zabel, Aldag und Bölts betroffen sind, macht mich schion traurig. Okay, Zabel gehört dabei wohl eher noch zu den "sauberen", da es laut eigener Aussage nur eine Woche lang EPO genommen hat. Sein Auftritt in der PK heute war auch sehr bewegend und ehrlich. Aldag fand ich da schon um einiges abgeklärter und kälter. Dabei ist Aldag viel schlimmer gewesen, da er über Jahre gedopt hat...
Nunja, wenn schon "Wasserträger" wie Aldag, Bölts und Co. dopen müssen, um bei den Rennen halbwegs mitzukommen, was müssen dann erst die Großen wie Ullrich, Armstrong, Basso und Co. fressen, saufen, schniefen und spritzen um vorne mitzufahren? EPO allein kann es ja nicht sein!
Morgen wird es eine PK von Bjarne Riis geben, der nach Aussage des Pflegers Jeff d'Hont bei seinem Toursieg 1996 so mit EPO vollgepumpt war, das sein Blut zäh wie Sirup war und er vor Gichtsymptomen kaum noch laufen konnte.
Mich wiedert diese ganze Doping-Scheiße echt an. Bei dem Gedanken, wie so ein armes Würstchen von Radfahrer sich in sein einsames Kämmerlein verzieht und sich genüsslich fette Spritzen reindrückt könnte ich kotzen und weinen zugleich...!
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Ich kann mir nicht helfen , doch ich finde Zabel noch immer symphatisch. Ich glaube ich würde dem Mann alles glauben, auch das er es nur einmal genommen hat.
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Dass die vermeintlich soliden Fahrer auch keine weiße Weste haben, hat mich am meisten erschreckt. Z. B. Rolf Aldag, der "Saubermann", hat seine Sympathien verspielt.
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Mich wiedert diese ganze Doping-Scheiße echt an. Bei dem Gedanken, wie so ein armes Würstchen von Radfahrer sich in sein einsames Kämmerlein verzieht und sich genüsslich fette Spritzen reindrückt könnte ich kotzen und weinen zugleich...!
Ist er nun ein armes Würstchen oder Täter?
Wer über die Geständnisse überrascht ist, scheint mir doch sehr naiv zu sein. Ich gebe zu, man macht sich irgendwie immer was vor - einerseits waren die Abonnementssieger wie Indurain oder Armstrong besonders verdächtig, andererseits fand man ja die Jungs von T-Mobile auch ganz sympathisch... Aber in allen Individualsportarten wird systematisch gedopt - nicht nur Radsport, auch Langlaufen oder Schwimmen. Da gibt es überhaupt keine Ausnehmen - denn wer nicht erfolgreich ist, hat keine Chance Geld zu verdienen. Und das Geld ist z.B. im Radsport nicht so üppig. Vermutlich verdient so mancher Regionalligaspieler im Fußball besser als die sogenannten Wasserträger bei der Tour de France.
Aber ich wundere mich sehr stark über die Heuchelei der Funktionäre und Politiker - die sind doch immer für ein Foto mit einem Siegertypen zu haben - gut für das Image. Und sie wissen genau, die Siege sind nur möglich durch intensive "sportmedizinische Förderung". Und da liegt das Hauptproblem - ohne die professionelle Unterstützung sportmedizinischer Institute, ob in Freiburg, Köln oder sonstwo, wäre doch gar kein Doping möglich.
Die Sportler sehe ich eher als Opfer, die Täter sind die Funktionäre und meine Kollegen von der Sportmedizin.
Das schlägt jetzt hohe Wellen, aber spätestens 2008 in peking freuen sich alle wieder auf Goldmedaillen und rufen nach der neuen Franziska von Almsick.
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Wenn der Titel dieses Threads als Frage formuliert gewesen wäre, so hätte ich schlicht mit "Ja" geantwortet.
Über all die Jahre gab es die Volksweisheit: "Um so zu fahren, müssen die alle gedopt sein."
Dies ist leider die traurige Wahrheit. -
Natürlich, jetzt sagen wieder alle "Das war doch eh klar! Alles verseucht, Arschlöcher verdammte! Ich habe es immer gewusst...!". Aber das hilft irgendwie nicht weiter. Ich mag diesen Sport und fände es schade, wenn er zugrunde geht. Daher sollte man jetzt mal lieber in Ruhe über neue Wege nachdenken.
Achja, übrigens: Ich denke die Fahrer haben die geringste Schuld an der ganzen Misere. Ich denke, die meisten sind schon arme Würstchen, die getrieben von Existenzängsten zur Spritze greifen (verstehen kann ich es trotzdem nicht!). Die wahren Schweine sind die Teamchefs, Funktionäre und so genannten "Ärzte" dahinter. Was sind das eigentlich für "Ärzte", die vorsätzlich mit dem Leben ihrer "Patienten" spielen?
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Achja, übrigens: Ich denke die Fahrer haben die geringste Schuld an der ganzen Misere. Ich denke, die meisten sind schon arme Würstchen, die getrieben von Existenzängsten zur Spritze greifen (verstehen kann ich es trotzdem nicht!). Die wahren Schweine sind die Teamchefs, Funktionäre und so genannten "Ärzte" dahinter. Was sind das eigentlich für "Ärzte", die vorsätzlich mit dem Leben ihrer "Patienten" spielen?
Siehe oben - mein Beitrag von vor 5 Minuten
- bin völlig einer Meinung mit Dir. -
In Bezug auf Sebastian:
Ich bin auch deiner Meinung, dass man den Fahrern am wenigsten die Schuld geben kann. Mit der Aussage, alle seien gedopt, bezieht man sich ja auch nicht unbedingt auf die Fahrer, obwohl dies ja am naheliegendsten wäre.
Ich glaube vielmehr, dass das momentane Medienecho in positiver Hinsicht darüber aufklärt wie gegeißelt die Fahrer von ihren Teams und dem zu leistenden Standard, der sich, bei den weltbesten Fahrern jenseits menschlichen Durchschnitts befindet.
Ein Problem des Radsportes ist es wohl auch, dass die zu erbringende Leistung hauptsächlich ist, schnell in die Pedale zu treten.
Gerade dir, Sebastian, möchte ich jetzt nicht absprechen, dass professionelles Radfahren auch was mit dem Kopf zu tun hat, allerdings lässt sich mit höherer Trittfrequenz das meiste an Technik wettmachen, wodurch der Radsport nahezu prädistiniert für das Dopen ist.
Hierdrin steckt auch das Problem. Wenn es Möglichkeiten gibt die Leistung zu erhöher bzw. besser zu sein als der andere, wird, so es denn um etwas geht, immer zu dem Mittel gegriffen, sowohl es, wie beim Doping zu einem hohen Grade nicht auffällt.
Aus dieser Argumentation heruas, vermag ich auch nicht, für das hier diskutierte Problem eine Lösung zu finden. Ich wünsche es dem Radsport ja sehr, aber ich sehe in naher Zukunft keine Rehabilitierung. -