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Tony - Phil - Mike = der Nukleus von Genesis?

  • Earl
  • 3. August 2005 um 16:30
1. offizieller Beitrag
  • Earl
    Slipperman
    Trophäen
    1
    Beiträge
    1.856
    • 3. August 2005 um 16:30
    • #1

    Hallo Leute,
    nachdem ich neulich las, dass Tony, Phil und Mike den Instrumentalteil von Cinema Show bei Konzerten früher alleine vorgetragen haben (war dann wohl auch auf der Platte so...??), und ich über die Lamb-Aufnahmen auch las, dass da diverse Instrumentalteile von den dreien zusammen geschrieben wurden, habe ich mir doch mal die Frage gestellt, ob die drei nicht zurecht 1977/78 übrig blieben.
    Ich weiß, jetzt regen sich alle PG- und SH-Fans auf, ich will die beiden Herren nicht runtermachen, ich liebe sie, v.a. Pete, ja auch. Es heißt auch nicht, die anderen hätten nix eingebracht. Nur, könnte es sein, dass die drei früh die gute Chemie untereinander aufgebaut haben, die sie dann auch durch die langen Jahre musikalisch und menschlich so eng verbunden hat? Könnte ihr starkes bonding auch der Grund sein, dass Steve so schwer mit seinen Songs durchkam, wie es immer heißt?
    Was meint ihr?

    "Whenever sort of Spinal Tap is on or something, and you see these moments, you think, 'I've been in a band like that'...that's Genesis!'"
    Phil Collins in "Sum Of The Parts", 2014

  • Christian
    Administrator
    Beiträge
    22.835
    • 3. August 2005 um 17:38
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    ein ähnlicher Gedanke kam mir auch, als ich Fading Lights live gesehen hab. Da war außer Tony, Mike und Phil auch keiner auf der Bühne.

    Chester Thompson hat über die drei mal gesagt (auf der songbook dvd), dass Genesis die einzige gleichberechtigte und echte band seien, die er jemals gesehen hat.

    das fasst es ganz gut zusammen

    Christian
    it-Redaktion

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  • intairnet
    Lurker
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    609
    • 3. August 2005 um 17:43
    • #3

    Naja gut, also von der Hand zu weisen ist das mit dem "Nucleus" sicher nicht:
    1. Die Drei waren ja bekanntermaßen :D am längsten zusammen.
    2. Sie sind im Frieden auseinander gegangen, sind Freunde geblieben.

    Wie gesagt: Nicht von der Hand zu weisen...

    Nick

  • Ernie
    Banjo Man
    Beiträge
    858
    • 3. August 2005 um 18:20
    • #4

    Nun, das ist sicher nicht von der Hand zu weisen. Ob sie sich da langfristig künstlerisch damit aber einen Gefallen getan haben, ist aber eine andere Frage.
    Interessant ist, dass sie mit zunehmendem kommerziellen Erfolg diesen Kern nach außen abgeschottet haben.
    Das hat zwar sicher nichts mit Peter's Ausstieg zu tun, aber eine echte persönliche Integration hat es bei Steve wohl nie gegeben. Künstlerisch hatte er bei W & W zwar mehr Einfluss, aber er hat das wohl immer anders empfunden und sich selbst als Außenseiter betrachtet.
    Was mich nach Steve's Ausstieg aber nachdenklich gestimmt hat, war das Verhältnis der Drei zu Daryl und Chester, nämlich die beiden nur als Angestellte zu betrachten, aber keinen künstlerischen Einfluss mehr zuzulassen. Bei Ray und den anderen Musikern der letzten Besetzung war das ja noch deutlicher.
    Ich hatte das schon an anderer Stelle geschrieben: Es ist mir völlig unverständlich, warum den Jungs der Spaß am Musik machen vergangen ist. Sie haben doch bei der Produktion eines Albums nichts zu verlieren. Kreativität ist alles und dieses Potential lässt sich doch ausschöpfen, vor allem, wenn man sich auch nach außen öffnet.
    Ein positives Beispiel ist für mich Robert Plant, der sich alle paar Jahre mit jungen Musikern 'ne Frischzellenkur verpasst und sich inspirieren lässt. Das muss nicht immer jedem gefallen, aber ab und zu ist das Klasse!
    Wie heißt es so schön: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Und man muss auch mal verlieren können und dann wieder aufstehen!

    That's all folks!

  • Jack Sparrow
    Slipperman
    Beiträge
    2.287
    • 3. August 2005 um 18:38
    • #5

    ich sehe das ähnlich...rein historisch kann man phil zwar nicht zum "nucleus" zählen, aber 70-92/93/95/96 (das datum kann man sich aussuchen 8-) ) ist nunmal außer tony & mike die längste zeit und das muss man anerkennen.

    ich sehe das ähnlich wie chester, dass es wirklich etwas besnonderes war -was ihre band-beziehng anging und bin heilfroh das es bei genesis nie einen großangelegten band-internen rosenkrieg gab...wenn man von kleinen persönlichen geplänkeln bei peters ausstieg (wo sie wie sie selbst sagten in erster linie etwas traurig waren) und steves ausstieg (was schon eher reibungslos ablief) absehen kann.

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  • Country Man
    Banjo Man
    Beiträge
    1.092
    • 3. August 2005 um 22:22
    • #6

    Nun,
    für mich waren es eigentlich immer
    Tony, Mike und Peter (Charterhouse connection) diejenigen, welche den (musikalischen, künstlerischen) Grundstein legten (i.w.S.incl. Anth).

    CM

    "Ich glaube, dass sich mein Standpunkt, nachdem ich die Band verlassen habe, nicht dramatisch geändert hat.(...).

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    Peter Gabriel

  • Country Man
    Banjo Man
    Beiträge
    1.092
    • 3. August 2005 um 22:28
    • #7

    ach, bei längerem Nachdenken, muß man Phil schon noch dazurechnen,
    sein Drumming stellt all sein Vorgängersounds weit in den Schatten...

    "Ich glaube, dass sich mein Standpunkt, nachdem ich die Band verlassen habe, nicht dramatisch geändert hat.(...).

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    Peter Gabriel

  • Christian
    Administrator
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    22.835
    • 3. August 2005 um 22:43
    • Offizieller Beitrag
    • #8

    Phil und Steve sind die besten Musiker gewesen, das ist relativ unstrittig.

    Christian
    it-Redaktion

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  • Jack Sparrow
    Slipperman
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    • 4. August 2005 um 11:37
    • #9

    ich sehe das eigentlich ähnlich, dass phil und steve die technische elite waren...auch wenn sie nicht allzu viele songs gemeinsam geschrieben haben. aber tony war meines erachtens ein ziemliches ass auf den keyboards...das hat mich von anfang an bei ihrem sound (in dem frühern material) beeindruckt. und seine leistung im bereich songwriting schätze ich auch.

    in diesem sinne zähle ich steve eher zum technischen teil des genesis - genius.

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  • Earl
    Slipperman
    Trophäen
    1
    Beiträge
    1.856
    • 4. August 2005 um 12:06
    • #10

    @ Christian
    Fading Lights - genau, das ist dann das Äquivalent bzw. die Fortführung, eigentlich auch der Beginn des Instrumentalteils von Firth of Fifth, bevor die Gitarre richtig einsetzt.

    Wenn man sich Liveaufnahmen Ende der 70er/Anfang der 80er anhört/anschaut, finde ich, dass alle drei musikalisch auf der Höhe waren. Bei Mike ist es v.a. das Bass-Spiel, er wirkt da tw. viel energischer als in den frühen Jahren, er geht viel mehr mit. Tony wirkt zwar wie immer etwas autistisch, aber ich bin Lichtjahre von seiner Fingerfertigkeit entfernt. Und die Kommunikation, die Phil mit den beiden musikalisch hat, ist spannend, zu verfolgen.

    Das mit dem Abschotten - nun ja, irgendwie erklärt sich das dann vielleicht, wenn sie gemerkt haben, sie können alle Instrumente für die Plattenaufnahmen so bedienen, wie sie's brauchen, wozu dann das Bandgefüge durch neue Mitglieder letztlich doch aus dem Gleichgewicht bringen - ein Trio ist ja fast die ideale Größe und Zusammensetzung. Und wozu Chester auf den Platten, dann hätten wir Phil's großartiges Drumming ja nicht mehr gehört. Und ich hatte den Eindruck, Chester und Daryl waren mit ihrer Rolle immer zufrieden und stolz drauf. So hatten die Live-Aufnahmen ja nochmal eine ganz andere Dynamik (mein Lieblingsbeispiel ist immer Abacab).

    Woran könnte es liegen, dass Steve offensichtlich menschlich so wenig integriert war? Phil übernahm ja wohl erstmal die Rolle des Klassenclowns, Steve war/ist introvertierter - aber was ich aus seinen Äußerungen um das Ausscheiden 1977 gelesen habe - war er vielleicht zumindest damals ein etwas schwieriger Mensch?

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