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  4. GENESIS - 1966 bis 1977

Das kann doch wohl nicht wahr sein!

  • Herma
  • 26. März 2012 um 20:27
  • Monti
    Banjo Man
    Beiträge
    1.080
    • 26. März 2012 um 22:22
    • #11

    Looking 4 someone ist eines meiner Lieblingslieder. Finde Hermas kranke Ausschweifungen ins Unermessliche Maß von götterlichem Musikgeschmack eben etwas unnötig. Auch wenn es ironisch gemeint ist.

    LfS ist ein ganz eigener Track. Langsam, schnell... Unbeschreiblich gut. Das Lied passt so perfekt zum Flair des gesamten Albums.

    It requires that you leave behind everything of human ways, human behaviour, human ignorance, human disinformation.

    Last Chance to evacuate Planet Earth before it is recycled

  • Herma
    Giant Hogweed
    Beiträge
    8.493
    • 26. März 2012 um 22:50
    • #12
    Zitat

    Looking 4 someone ist eines meiner Lieblingslieder. Finde Hermas kranke Ausschweifungen ins Unermessliche Maß von götterlichem Musikgeschmack eben etwas unnötig. Auch wenn es ironisch gemeint ist.


    Nun, da du Looking for someone aber ebenfalls toll findest, kann die ganz objektive Schilderung meines Geschmacks nicht verkehrt sein. :p

    Wie auch immer, da ich gerade Internet in der Geschwindigkeit des Hermesversand habe (es kommt an, nur wann?) und daher nicht selbst schauen möchte: Die BBC Nightridesession auf der auch Looking for someone gespielt wird, war die von 70 oder 71. Ich bilde mir ein, das ersteres der Fall ist, denn das Schlagzeug hört sich so gar nicht nach Collins an. Na ja, man wird halt alt und vergisst dann solch lebenswichtigen Daten. :D

    🦄Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.🦄

  • King Canute
    Lurker
    Beiträge
    145
    • 26. März 2012 um 22:57
    • #13
    Zitat von Herma


    Wie auch immer, da ich gerade Internet in der Geschwindigkeit des Hermesversand habe (es kommt an, nur wann?) und daher nicht selbst schauen möchte: Die BBC Nightridesession auf der auch Looking for someone gespielt wird, war die von 70 oder 71. Ich bilde mir ein, das ersteres der Fall ist, denn das Schlagzeug hört sich so gar nicht nach Collins an. Na ja, man wird halt alt und vergisst dann solch lebenswichtigen Daten. :D

    70 ist richtig. Genauer gesagt: 22.02.1970.
    Mit dieser Info verabschiede ich mich für ein paar Tage, da ich mit dem Tutorium nach Berlin fahre. Bis Donnerstag oder Freitag, mal sehen! :huhu:

    Ihr glotzt nur noch auf die Scheibe / Nummern für die Datenbank / einen Schuss brenn ich euch in den Kopf / leer, ausgeträumt und krank / nur ich – ICH LEBE!

    Mein YouTube Kanal.

  • Monti
    Banjo Man
    Beiträge
    1.080
    • 26. März 2012 um 23:01
    • #14
    Zitat

    Nun, da du Looking for someone aber ebenfalls toll findest, kann die ganz objektive Schilderung meines Geschmacks nicht verkehrt sein. :p

    Ist er auch nicht. Stagnation mag ich ebenfalls sehr! Aber dieses Götzenanbeten nervt nach ner Zeit. Am Anfang fand ich es noch ganz lustig. Nunja, ist auch nur meine Meinung :)


    Ansonsten finde ich, dass "White Mountain" zu stark unterbewertet wird auf dem Album.

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  • Herma
    Giant Hogweed
    Beiträge
    8.493
    • 26. März 2012 um 23:01
    • #15

    Stimmt, Stagnation war da ja auch noch in der alten Version bei, gleich als nächstes. Muss mal meine Playlist sortieren... :rolleyes:

    Viel Spaß in Berlin und so.

    🦄Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.🦄

  • Online
    townman
    Giant Hogweed
    Beiträge
    7.037
    • 26. März 2012 um 23:29
    • #16

    *pfeifnochimmer'GehausmeinHerzundsucheFreud'stutzunderblickdiesenThread*

    Wer suchet, der findet: Ja, hier ist sie, die echte Freude. Vergangen die Gedanken an Herzstillstand und Zigarettenpausen. "Looking for someone" ist für mich das prächtige Eingangstor zum Genesis-Universum, hier beginnt für mich diese fantastische Welt. Das Stück ist wie ein schönes Versprechen des Kommenden und es beinhaltet davon schon viele duftende Essenzen in konzentrierter Form.


  • progfandy
    Lurker
    Beiträge
    129
    • 27. März 2012 um 09:05
    • #17

    Ich habe vor ein paar Tagen beim The Watch Konzert in Göppingen Looking for Someone live gesehen, war gleich das erste Genesis-Stück und es war live noch beeindruckender als auf CD.

    Vor lauter Glück liefen mir die Schauer den Rücken rauf und runter :)
    Selten so emotionale Momente erlebt. :topp:

  • tom
    Moderator
    Beiträge
    7.991
    • 27. März 2012 um 10:26
    • Offizieller Beitrag
    • #18
    Zitat von townman

    Wer suchet, der findet: Ja, hier ist sie, die echte Freude. Vergangen die Gedanken an Herzstillstand und Zigarettenpausen.

    Nun, mit "Zigarettenpausen" als bildhaftem Vergleich kann ich nix anfangen, da ich nie nikotin- oder sonstwie drogenabhängig war und mir daher nicht vorstellen kann, wie sich die Aufnahme eines Suchtstoffs nach vorangegangener Entzugssymptomatik anfühlt - es interessiert mich auch nicht wirklich, muss ich zugeben. "Herzstillstand" kommt daher ebenso nicht in Frage.

    Wenn wir aber hier sind, um "Trespass" zu preisen, kann ich gern in das allgemeine Loblied einstimmen. Wie ich anderswo schon berichtet hatte, war ich 1977 mit "Wind & Wuthering" eingestiegen und kannte zuvor nur A Trick Of The Tail - diesen Song hatte ich vom Radio aufgenommen, aber weitgehend ignoriert. Als es mich gepackt hatte, musste ich natürlich irgendwie in den Back-Katalog einsteigen. Ich versuchte es zuerst mit "The Lamb"; das funktionierte jedoch nicht besonders, weil es kaum etwas mit "W&W" gemein hat. Dann kamen "Foxtrot" und "Nursery Cryme", die mir ein Freund auf eine C90-Cassette überspielte. Auch hier fand ich keinen rechten Zugang; ich erinnere mich, dass mich das Mellotron-Intro von Watcher Of The Skies leicht depressiv machte und beide Alben am Stück waren denn auch zu lang für den Neueinsteiger.

    Schließlich landete ich bei "Trespass" - und fand sogleich den dringend benötigten Zugang zum Gabriel-Universum. Es gibt eigentlich nichts, was mir nicht gefällt an diesem Album. Selbst der vielgescholtene John Mayhew macht für mich einen völlig akzeptablen Job. Looking For Someone ist ein großartiger Opener, White Mountain und Visions of Angels stehen ihm in nichts nach, Dusk liebe ich wegen seiner akustischen Zartheit, The Knife wegen des treibenden Rhythmus und seiner Agressivität, und Stagnation ist bis heute eins meiner absoluten G-Favoriten.

    Und was soll daran nicht wahr sein? ;)

    Mein Blog: Rockworte
    Mein Solo-Album: "Geduld, meine Herren, Geduld! (Die Grundig-Demos 1980-83)"

    Einmal editiert, zuletzt von tom (27. März 2012 um 11:17) aus folgendem Grund: Visions of Angels vergessen zu erwähnen

  • Herma
    Giant Hogweed
    Beiträge
    8.493
    • 27. März 2012 um 10:33
    • #19

    Naja, der Titel bezog sich eigentlich darauf, dass ich bei meinem ganzen (zurecht durchgeführten) Stagnationpushing diese Blüte der Musik (PR-technisch :D)völlig übersah. Denn gäbe es keine vorn verschließbaren BHs, Looking for someone wäre der beste Opener aller Zeiten!

    Mir fällt aber auf, das in deiner Aufzählung Vision of Angels fehlt. Wird schon so richtig sein und von mir auch vollkommen unterstützt. :D

    🦄Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.🦄

    2 Mal editiert, zuletzt von Herma (27. März 2012 um 10:47)

  • Der Teemeister
    Gast
    • 28. März 2012 um 13:36
    • #20

    Herma:

    Zitat

    Nein, nicht Vision of Angels, mir ist schließlich nichts auf den Kopf gefallen.

    Auch wenn ich zu denen gehöre, denen Deiner mir hier unwerten Meinung
    nach im Umkehrschluss also etwas auf dem Kopf gefallen ist (eine Frechigkeit
    Sondershausen, Banause Eiselberg; will zu Deinen Gunsten mal annehmen,
    dass es sich dabei nur um den "Visions-of-Angels-Heiligenschein" handen
    kann, auch wenn mir der Heiligen-Schein - der zu Ehren von TRESPASS
    gedruckte hellblaue 1000,-Euro-Sonderschein, - der mit dem Messer auf dem
    Rücken, - lieber wäre), gebe ich mal der Sache die Ehre, also dem wunderbaren
    "Looking For Someone".

    Ob es nun ein guter opener ist, ist mir relativ egal - auf jeden Fall ist es
    ein wunderbares Stück Musik, dass wie kein anderes auf TRESPASS zeigt,
    worin die Reise mit Genesis noch gehen sollte (von "The Knife" sagten wir,
    die Fans der "Zweiten Stunde", damals manchmal hinter vorgehaltener Hand,-
    spaßes-, doch respektvoller Weise, - dass es doch ein rechter Purple-Verschnitt
    sei), bedingt durch den klassischen Instrumentalteil, der (ziemlich überraschen
    damals) auf den doch recht bluesigen Song-Teil folgte. Selbst Anthony Phillips
    geht an seiner Telecaster einmal richtig aus sich heraus. Die BBC-Nightride-Live-
    Version gibt uns einen etwas roheren Blick auf den Song; noch besser gefallen
    mir die Anklänge im Jackson-Tape, bei dem Peter entsprechend da anfängt zu
    singen, wo genau er bei der Studio-Version aufhört damit.

    Über der gesamten Trespass schwebt (für mich, andere sehen's halt anders)
    ein wunderbar schmerzlich-soulig-bluesiger, jedoch auch verhaltener, beinah
    resignierender oder Resignation transportierender Gesangsaufschrei von Peter, den
    ich sonst bei ihm allerhöchstens noch auf THE LAMB oder auf US in Ansätzen
    wiederfinde. Es war bestimmt nicht leicht für den Otis-Redding- (im besonderen)
    und Soul-Fan (im allgemeinen) namens Peter Gabriel, sich mit den klassischen
    Ambitionen von Tony, und den pastoralen Neigungen von Anthony anzufreunden.
    Andererseits haben sich alle wunderbar beeinflusst, und ihren Horizont gegen-
    seitig erweitert; wie später Phil auch Steve prognostizierte.

    Andererseits mag ich beinah noch mehr den folkigen, pastoralen Ansatz
    von Anthony (Dusk, White Mountain, Teile von Stagnation, Visions Of
    Angels), der ja mit dessen Abgang bei Genesis auch definitiv verschwand.
    Was kann man über eine Platte aber besseres sagen, als dass sie einen
    gleich in mehrere Richtungen überschüttet mit teils kontroversen
    Emotionen; und auf der sich alle Teile zu einem wunderbaren Ganzem fügen,
    ganz egal, wie sie ursprünglich destiniert waren, oder aus welcher Haltung des
    jeweils einzelnen Komponisten sie entstanden.


    Es ist verdammt schade, dass die Band "Looking For Someone" nicht weiter
    live gespielt hat; der Song hätte bestimmt bis 1974 mindestens genauso
    gut funktioniert wie "Twilight Alehouse". Ich werde nie den Tag vergessen,
    an welchem ich, zurück aus 2 Wochen Ungarn (wo ich die Platte, gemeinsam
    mit Nursery Cryme, bei einem Händler hinter dem Nyugati-Bahnhof, in der Sziv
    Utca, idiotischer Weise schon auf der Hinfahrt gekauft habe), und nun, nach
    zirka 2 Wochen Anstarren des covers im rumänischen Hochgebirge und ständigem
    Aus-der-Sonne-nehmen der Platten, die-Platten-nachts-mit-in-den Schlafsack
    nehmen, das nächtliche Wälzen oder gar Drehen ängstlich Vermeidens usw.)
    - an welchem ich also erstmalig, nach dem Überstehen der ernüchternden
    DDR-Grenzkontrolle - "Ausweis, Reisepapier, Zollerklärung!!, - verbunden mit
    meinem Zittern, ob ich die West-Platten auch diesemal "durchkriege";-
    als ich also die Nadel auf die Eingangsrille von TRESPPASS mit freudiger
    Vehemenz krachen ließ. Zunächst dachte ich: "Okay, bißchen bluesig, na ja ...
    aber dann ... der Instrumentalteil ... ein ganzes Universum kreierte sich in mir.
    TRESPASS FOREVER!

    Und: Wenn ich ein Mitglied von THE MUSICAL BOX wäre, würde ich in der
    Tat auch eine TRESPASS-Tour planen; und dazu alle Genesis-Veteranen
    um (klar, erst neu-zu-erinnernde, neu-einzuspielende) Demos der damaligen
    Live-Songs wie "Little Leaf", "Grandma", "Moss" usw. bitten. Das wäre der
    Anlass, jene an's Licht zu holen; und der einzige Grund, den ich mir vorstellen
    könnte, dass Genesis dies auch wirklich tun. UND TMB könnten dies bewirken!
    Aber das ist mein ganz persönlicher Traum ... und er wird es auch bleiben, leider ...

    2 Mal editiert, zuletzt von Der Teemeister (28. März 2012 um 13:45)

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