Ich bin einfach nur beeindruckt von dem Konzert gestern Abend in Basel. Irgendwie konnte ich es im Vorfeld einfach nicht recht glauben, dass mich ein 3-Stunden-Konzert erwarten sollte. Open Air auf der Waldbühne in Berlin vielleicht, aber doch nicht in unserer ollen St. Jakobhalle, die läuft doch sicher unter ferner liefen bei dieser Tour.
Aber denkste, Cohen hat 3 Stunden lang gesungen als wäre es das Konzert seines Lebens. Unglaublich welche Intensität dieser Mann in seine Lieder legt. Dazu kommt eine Band, die ihresgleichen sucht. Jeder Musiker ein genialer Solist und jede Backgroundsängerin so gut, dass man sich von ihr einen ganzen Konzertabend anhören könnte (If it be your will lies mir kalte Schauer den Rücken runter laufen, so intensiv wurde es von den Webb-Sisters dargeboten).
Ich mach jetzt keine Einzelkritik der Songs, die Setlist war, wenn ich alles recht mitgekriegt habe, die gleiche wie in Wiesbaden. Besonders begeistert wurde übrigens "the partisan" vom Publikum aufgenommen. Ich kannte den Song vorher nicht, war aber ebenfalls hin und weg von diesem Lied.
Ein weiteres Highlight war für mich Chelsea Hotel #2. Alleine die Vorstellung, dass da ein alter Mann steht und von seiner Beziehung zu einer legendären Frau singt, die vor sicher 40 Jahren gestorben ist, ist total faszinierend. Und dann die Art und Weise, wie er dieses Lied zelebriert. Man hat das Gefühl, er sieht Janice Joplin wirklich vor sich, wenn er dieses Lied singt.
Anzumerken sei noch, dass das technische Team in der berüchtigten St. Jakobhalle (Hallen heissen Hallen, weil sie hallen...), einen erstaunlich guten Sound hingekriegt hat. Ausser leichten Echos der Drums hat kaum etwas gestört.
Fazit:
Yes, we were satisfied, thank you, Mr. Cohen!




