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Bob Dylan

  • Dead Flower
  • 14. März 2008 um 18:20
  • mutzelkönig
    Giant Hogweed
    Beiträge
    10.598
    • 14. März 2008 um 19:24
    • #11
    Zitat von Max

    das "Gekrächze" ist wuunderbar. :topp:

    Findest du wirklich? Also ich mache immer wieder die Erfahrung, dass viele von Dylans Songs erst in der Interpretation durch andere Künstler ihr musikalisches Potential entfalten, weil sie da einfach besser gesungen werden.

    But we never leave the past behind, we just accumulate...

    "Von jedem Tag will ich was haben

    Was ich nicht vergesse

    Ein Lachen, ein Sieg, eine Träne

    Ein Schlag in die Fresse"

  • MrPlod
    Lurker
    Beiträge
    215
    • 14. März 2008 um 19:31
    • #12
    Zitat von mutzelkönig

    Findest du wirklich? Also ich mache immer wieder die Erfahrung, dass viele von Dylans Songs erst in der Interpretation durch andere Künstler ihr musikalisches Potential entfalten, weil sie da einfach besser gesungen werden.

    Finde ich aber auch nicht, bis auf die eine Ausnahme "Mr. Tambourin Man" von den Byrds. Dylan singt die Songs so wie er sie meinte, und das ist oft sehr schwierig aufzufasssen da viele, gerade der späteren Werke musikalisch wie textlich einen doppelten Boden haben.

    15.02.2008 Ray Wilson - Duisburg, Ratskeller
    16.03.2008 The Cure - Oberhausen, KöPi Arena
    05.04.2008 The Path Of Genesis - Neuss, Further Hof
    09.07.2008 Neil Young, Oberhausen, KöPi Arena
    22.08.2008 Alphaboyschool - Dortmund, FWZ
    09.10.2008 The Musical Box - Duisburg, Theater am Marientor
    27.10.2008 The Musical Box - Essen, Grugahalle
    08.12.2008 DTH - Dortmund, Westfalenhalle
    30.12.2008 DTH - Oberhausen, KöPi Arena

  • Max
    Banjo Man
    Beiträge
    1.904
    • 14. März 2008 um 19:32
    • #13

    Auch die Covers sind toll - aber Dylans eigenwillige, rohe Interpretation ist sehr gut.
    Viele Musiker haben viel aus Dylans Sachen rausgeholt und die gekonnt interpretiert, aber auch die Originalversionen gefallen mir gut.
    Diese Relaxtheit - in Kombination mit der straighten Musik -> wunderbar.
    und zum Text: Die Textinhalte nimmt man ihm ab - so emotional und ehrlich, wie die rüberkommen - so, wie er sie haben wollte. :)

    Sehr gut gefällt mir "Father of Day father of night" von MMEB, "It's all over now baby blue" von den Byrds (Ballad) und MMEB (Glorified), der "Tambourine Man" von den Byrds und vor allen dingen: "She belongs to me" von The Nice und Refugee. :topp:
    Kennt wer?

    So, let's drink some wine
    And have a good time.
    But if you really want to come through
    Let the good time, good time have you.
    It's what you've got to do.

  • DocFederfeld
    Gast
    • 14. März 2008 um 22:11
    • #14
    Zitat von Matteo

    Danke schonmal! Das Album steht bereits auf meiner Liste :)

    Ich denke mal der Doc wird mir dann auch noch mal ordentlich Nachhilfe erteilen :topp:

    :verneigen: zu Diensten ;)

    aus den 60ern - Blonde On Blonde, Highway 61 Revisited und Bringing It All Back Home (letzteres ist mein persönlicher Favorit)

    aus den 70ern - Blood On the Tracks

    aus den 90ern/00ern - Time Out Of Mind, Love And Theft, Modern Times

    Das oft sehr gelobte Album "Oh Mercy" ist auch ganz gut, gefällt mir aber nicht ganz so wie die oben genannten.

    Zitat von MrPlod

    Er sollte keine Konzertkarte von Dylan aus den letzten 5 bis 10 Jahren haben bzw. auch nie gehabt haben, sonst hat er (wie ich, 2005) einen mißmutigen, alten, übersättigten Herrn gesehen, der mit der mit seinen Idealen und der Musik längst gebrochen hat.

    Mit welchen Idealen ? Dylan ist jetzt seit fast 20 Jahren auf seiner "Never Ending Tour", spielt jedes Jahr zwischen 100 und 200 Konzerte und ändert täglich die Setliste. Er ist 66 Jahre alt und verdient vermutlich alleine aufgrund der Tantiemen füür seine 4 oder 5 bekanntesten Songs mehr Geld, als er noch ausgeben kann.

    Ich sehe also überhaupt nicht, warum er mit seinen Idealen oder seiner Musik gebrochen haben soll. Ganz im Gegenteil - er hat nur keine Lust, dem Pöbel seine "Greatest Hits" vorzuführen, sondern variiert auch seine bekannten Songs immer wieder aufs Neue. Ich habe ihn vergangenes Jahr zum ersten Mal live erlebt und es war großartig.

    Richtig ist allerdings, daß er kein Wort mit dem Publikum wechselt und überhaupt nicht gerade sehr sympathisch rüberkommt, aber ich lasse ihm das durchgehen, als eines der vielleicht zwei oder drei Genies, die die Rockmusik jemals hervorgebracht hat.

  • sandman
    Banjo Man
    Beiträge
    1.295
    • 14. März 2008 um 22:23
    • #15

    Ich kenne Bob Dylan nur ansatzweise. Habe mich erst in letzter Zeit ein wenig an ein paar Songs gewagt und sie mir vollständig angehört. Ich kannte sein Material meistens von anderen Folk-Größen wie Joan Baez und Pete Seeger. Blowin' In The Wind kennt ja fast jeder. Mr Tambourine Man ist jedem durch die Byrds auch ein Begriff. Mir gefiel die Interpretation von A Hard Rain Gonna Fall (oder so ähnlich) von Pete Seeger sehr.

    Zu Dylan selbst: Ich mochte seine Stimme eigentlich nie - sie klang für mich immer so, als wenn Bob Dylan ständig besoffen ist. Ich weiß, das ist jetzt nicht besonders respektvoll gegenüber einem Mann der die Musikszene revolutioniert hat und unzählige Künstler inspirierte.

    Jetzt sehe ich das etwas anders... vielleicht reicht mein Respekt für einen CD-Kauf aus.

    You can blow out a candle
    But you can never blow out a fire
    Once the flames begin to catch
    The wind will blow it higher
    :biko:

  • MrPlod
    Lurker
    Beiträge
    215
    • 14. März 2008 um 23:06
    • #16
    Zitat von DocFederfeld


    Mit welchen Idealen ? Dylan ist jetzt seit fast 20 Jahren auf seiner "Never Ending Tour", spielt jedes Jahr zwischen 100 und 200 Konzerte und ändert täglich die Setliste. Er ist 66 Jahre alt und verdient vermutlich alleine aufgrund der Tantiemen füür seine 4 oder 5 bekanntesten Songs mehr Geld, als er noch ausgeben kann.

    Ich sehe also überhaupt nicht, warum er mit seinen Idealen oder seiner Musik gebrochen haben soll. Ganz im Gegenteil - er hat nur keine Lust, dem Pöbel seine "Greatest Hits" vorzuführen, sondern variiert auch seine bekannten Songs immer wieder aufs Neue. Ich habe ihn vergangenes Jahr zum ersten Mal live erlebt und es war großartig.

    Richtig ist allerdings, daß er kein Wort mit dem Publikum wechselt und überhaupt nicht gerade sehr sympathisch rüberkommt, aber ich lasse ihm das durchgehen, als eines der vielleicht zwei oder drei Genies, die die Rockmusik jemals hervorgebracht hat.

    Gut, ich scheine also hier ziemlich alleine mit der Meinung zu sein, das Bob Dylan ab 1990 (mit der Ausnahme Unplugged!) nicht mehr sein muss. Ich kopiere mal kurz aus dem Musiktip Thread:

    Zitat

    Ich sagte dass, weil mir die letzten beiden MT und L&T zu "american style" sind, und auf mich fast schon ami-patriotisch wirkend daherkommen. Gerade zu Bush Zeiten hätte ich von diesem Herrn Dylan etwas mehr Kritik erwartet, so wie es zB Neil Young gemacht hat.
    Musikalisch ist daran sicher nichts auszusetzen, aber ich aus oben genannten Gründen komm auf diese Werke einfach nicht klar. Time out of mind ist in ordnung , aber nicht wirklich überragend. Für ist darum "Oh Mercy" das letzte Werk des Bob Dylan, das mich wirklich von Hocker reißt (Ok, gerade bei diesem Album nicht ganz die richtige Formulierung aber ihr wisst was ich meine)

    Das er nicht mit dem Publikum spicht, sehe ich ihm genauso nach. und stimme dir vollkommen zu, wenn du ihn zu den ganz großen Genies der Rockgeschichte zählst.
    Nur kam er für mich auf dem Konzert dermaßen lustlos und unmotiviert rüber, letztlich auch nachvollziehbar bei einer so hohen Auftrittsrate und das im hohen Alter, aber machmal denk ich doch, er sollte sich ganz auf seine (sehr sehenswerte) Kunst und seine (sehr lesenswerte) Lyrik konzentrieren. Oder zumindest auf ein paar Konzerte pro Jahr beschränken, dann macht es ihn vielleicht wieder mehr Spass. Und ich weiß durch älteren Boots und Erzählungen, dass man ihm früher seine Spielfreude wohl durchaus noch anmerkte, auch wenn er immer schon ein komischer Kauz war.

    15.02.2008 Ray Wilson - Duisburg, Ratskeller
    16.03.2008 The Cure - Oberhausen, KöPi Arena
    05.04.2008 The Path Of Genesis - Neuss, Further Hof
    09.07.2008 Neil Young, Oberhausen, KöPi Arena
    22.08.2008 Alphaboyschool - Dortmund, FWZ
    09.10.2008 The Musical Box - Duisburg, Theater am Marientor
    27.10.2008 The Musical Box - Essen, Grugahalle
    08.12.2008 DTH - Dortmund, Westfalenhalle
    30.12.2008 DTH - Oberhausen, KöPi Arena

  • BRAIN
    Lurker
    Beiträge
    324
    • 14. März 2008 um 23:37
    • #17

    Matteo, teste doch erstmal eine Best of Scheibe an falls du darauf abfährst steht dir in nächster Zeit jede Menge Spitzenmusik ins Haus.
    Als da wären:
    The freewheelin' Bob Dylan 63
    The Times They are a-Changin 63
    Another Side of Bob Dylan 64
    Bring it all back home 65
    Highway 61 Revisited 65
    Blonde on Blonde 66
    John Wesley Harding 68
    Nashville Skyline 69
    Blood on the tracks 75
    The Basement tapes ( mit The Band) 75
    Desire 76
    Street legal 78
    Slow Train Coming 79
    Infidels 83
    Oh Mercy 89
    Time out of mind 97
    Love and Theft 02
    Modern Times 07
    Fettgedruckte Platten sind für mich "must have" ,emfehlenswert sind aber alle und Klassiker sowieso.
    Ob Dylan singen kann? Klar, er trifft jeden Ton, allerdings hat er keine glanzvolle Stimme. Zum schön singen ist Donovan zuständig , Dylan ist Protestsänger!
    Letztes Jahr war ich in Mannheim auf nem Konzert. Da er aber seine Titel Live derart anders spielt erkennt man manche nur am Text, das hat mir nicht so gefallen.

    Keep Your Mind Open!

  • Grimm
    Lurker
    Beiträge
    754
    • 15. März 2008 um 00:22
    • #18

    Dylan ist eben nicht Protestsänger sondern einfach nur Songwriter, wie er immer wieder betont. Das ist auch der Grund, warum er nicht mehr mit Joan Baez klar kommt: Sie versteht nicht, warum er keine Protestsongs mehr schreibt. Aber im Grunde stimme ich zu. Wenn ich mich auf vier Dylan Alben festlegen sollte, wären es folgende:

    Blonde On Blonde
    Desire
    Oh Mercy
    Love And Theft

    habe allerdings modern times noch nicht gehört.

    mirror, mirror on the wall - who in this land is
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  • BRAIN
    Lurker
    Beiträge
    324
    • 15. März 2008 um 00:48
    • #19
    Zitat von Grimm

    Dylan ist eben nicht Protestsänger sondern einfach nur Songwriter, wie er immer wieder betont.


    ok, lassen wir das mit den Schubladen ,Dylan ist nicht fassbar aber er führte die Literatur die Poesie die Sprache in die Rockmusik ein.

    Keep Your Mind Open!

  • Grimm
    Lurker
    Beiträge
    754
    • 15. März 2008 um 03:04
    • #20

    ja, er war auf jedenfall einer der ersten. ich bin immer wieder von ihm begeistert, obwohl es phasen gibt, wo ich ihn nicht ertrage. z.b. habe ich ein paar durchläufe gebraucht, bis ich desire mochte (ausgelöst durch die tolle hurricane aufnahme auf dem royal albert hall official bootleg).

    auf jeden fall ist der mann besonders. textlich finde ich zwar leonard cohen oder van dyke parks besser aber er ist schon immer wieder besonders.

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    fairest of all?

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