nun, das Steve keine 0815-Lala macht und nicht wirklich ein begnadeter Sänger ist, ist sicherlich weitläufig bekannt. Auch mir fällt immer wieder auf, das in den Stücken immer wieder Bezug genommen wird auf ältere Titel (please don´t touch ...). Trotzdem finde ich die CD nicht ganz so übel wie sie gemacht wird.
Es gibt nichts wirklich neues, das gelegentlich zwischen Orchestra und e-musik gemischt wird oder ein kleiner, überraschender Einspieler folgt ... alles schon dagewesen. Dennoch gefällt die CD mir zu großen Teilen.
Und Textzeilen wie "and i feel very sorry, for all the things i did" kamen für mich wohl zur richtigen Zeit, so das ich mich damit identifizieren konnt. "man with the long black coat" ist wirklich gelungen, ebenso, meiner Meinung, Wolfwork.
Im Großen und Ganzen nicht wirklich bedeutend die CD, aber auch nicht schlecht.
steve hackett WILD ORCHIDS
-
-
-
Ich oute mich mal als Hackett-Enthusiast. Und als solcher finde ich die Wild Orchids schon weit besser als so mancher hier sie macht. Klar, auf den ersten Blick wirkt sie wie ein konzeptarmes Zusammengestückel der verschiedensten Stile... ist es aber nicht so recht. Je länger ich sie gehört ahb, desto mehr fiel mir der eine oder andere rote faden auf, der sich durchzieht. Die Stimmung ist insgesamt ziemlich gedrückt und auch die eher leichten Stücke haben einen bitteren Nachgeschmack, weil sie wie die UJahrmarktsmusik zum Ende von Down Street im Gesamtbild eine Atmosphäre eines "Scary Clown" bekommen. Hackett verfolgt eindeutig den eingeschlagenen Weg, indem er auf diesem Album seine drei letzten Werke vereint: Darktown, To Watch... und Metamorpheus. Und so kommen eine Reihe mMn genialer Tracks zusammen, die für sich alleine schon ziemlich cool sind: Herausragend sind dabei "Set Your Compass", "Wolfwork" und "The Fundamentals of Brainwashing/Howl"... Wie seine beiden Rock-Vorgänger reihen sie sich im Hackett Katalog auf jeden Fall noch vor seinen Früh-Mitt-80er Alben wie bspw. Cured oder Highly Strung ein. Von allen Genesis Soloisten machen Steve und Peter noch immer die mMn beste Arbeit.
-donk.bars
-
hm, ich weiß nicht, aber als negative Kritik habe ich meinen Beitrag nicht gedacht und sehe ihn auch nicht so. Ich wollte im Grunde nur Bezug zu den anderen Einträgen nehmen und mich auch nicht in Euphorie üben. Also, auch ich bin absoluter Steve Hacket-Enthusiast, ABSOLUT! und ich teile die Meinung das Peter und Steve solo, das beste abliefern (wobei auch Ant nicht zu vergessen ist).
Ich denke Steve ist einer der macht was er machen möchte und dem die Kritiken wirklich egal sind. Und dabei kommt manchmal auch was raus, was eben nicht soooo prickelnd ist, wie mMn Cured.nicht das wir uns falsch verstehen donk.bars, für mich ist wild orchids durchgehend hörbar mit Höhen und Tiefen und ich mag´s !

-
Detlev
Ich meinte nicht Dich im Speziellen, sondern eher Komemntare wie von Jazzman oder aber Herrn Strielow... Vielleicht war mein erster EGsamteindruck des Threads auch nicht ganz richtig...-db
-
-
Mmmmjjjaaaaaa... der Track ist auch sehr nett, nur hat mich da etwas gestoert, dass Monsignore Hackett so zimperlich beim Abmischen war. Ein Stueck, das so schnell und hart herkommt, haette eine etwas brutalere Schlagzeugspur vertragen koennen. Laut und schmutzig.
-donk.bars
-
hab sie am WE mehrfach rauf und runter gehört, mal mehr mal weniger intensiv. Ist ´ne CD die bei mehrmaligen hören besser und nicht schlechter wird. OK ein paar Abstriche gibts schon, so skippe ich "a girl called linda" grundätzlich, aber dafür läuft "man in a long black coat" 2-3x hintereinander, einfach genial. Ebenso wolfwork. Ist halt keine Massenware ...
-
Für mich sind die ersten drei Hackett Alben immer noch unerreicht. Die waren irgendwie aus einem Guss mit zwei, drei wirklichen Hammerstücken.
Wild Orchids ist ganz gut, aber irgendwie fehlt überall etwas und der rote Faden, der gemeinsame Nenner ist nicht vorhanden. Der Grossteil der Stücke gefallen mir, aber keiner lässt mich schwärmen oder aufflippen, wie z.B. Spectral Mornings. Mit dem Lied hab ich mir damals meine LP ruiniert. Ich habe das Stück zehn, fünfzehn Mal hintereinander gehört und konnte nicht genug kriegen.
-
jo ! das sprichst du absolut was wahres aus. Und mir ging´s nicht anders, Spectral mornings, bis die Ohren bluteten !! aber darum geht´s ja nicht. Es geht um wild orchids und es dauert immer mal etwas mehr oder weniger länger bis man vielleicht doch den Zugang findet.
Absolut richtig, das es keinen offensichtlichen roten Faden gibt, aber sei´s drum. Ich denke Steve möchte auch nicht mit den alten Dingen ständig verglichen werden, sondern einfach weitermachen und das ist, wie auch bei Peter, sein Markenzeichen. Phil hat sich leider in eine Schiene, Schublade drücken lassen und qüalt sich jetzt hoffentlich etwas raus.Wie auch immer, die Geschmäcker sind verschieden, aber Spectral Mornings steht ausser jeder Konkurrenz und ist ein Meisterstück !!

-
Ein bisschen mehr Linie bei den Songs, alles mehr aus einem Guss, dafür halt ein paar Songs weniger hätte sich in meinen Augen halt gelohnt. Wobei ich muss auch zugeben, dass gewisse Stücke mit jenem Anhören besser werden.
-