Ich schließe mich an :-). Wobei ich ebenfalls "Voyage of the Acolyte" und Spectral Mornings" herausheben würde. Für mich sind sie in sich am geschlossensten und aufs komplette Album gesehen besser, auch wenn die anderen beiden ihre Highlights haben. Die meisten Sachen aus den 80ern sind, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftiger (das trifft vor allem auf "Till we have faces" zu). Trotzdem finde ich eigentlich kein Hackett-Album wirklich schlecht (kenne allerdings nicht alle, aber die meisten).
Steve´s Einsteiger Alben
-
-
-
Ich erinnere mich dunkel an das Album "Cured", welches vor zwei Jahrzehnten dafür mit verantwortlich war, dass ich zum Aussteiger aus dem Genesis-Universum wurde (ich hab's erst deutlich nach der VÖ kennengelernt). Das ist mir noch als völlig inakzeptabel und mies in Erinnerung.
-
@ townman: "Cured" schielt sehr auf den Pop-Markt. Mies wird es hauptsächlich durch den Drumcomputer und die Tatsache, dass alle Instrumente von Steve und Nick Magnus gespielt sind, was die Arrangements etwas dünn macht. Es gibt aber einige ziemlich gute Songs darauf (nicht zuletzt The Air-Conditioned Nightmare). Die Liveversionen mit u.a. Ian Moseley an den Drums sind nicht so schlecht (z.B. zu hören auf Live Archive 1, CD 3). Von der Qualität der Songs her finde ich "Cured" und "Highly Strung" recht ähnlich - ein deutlicher Abfall gegenüber Defector, aber immer noch ganz OK. Bei Till We Have Faces gibt es wieder mehr Experimente, aber dafür manchmal einen 110%igen Nervfaktor. Das erste Album, das ich dann wieder etwas besser fand, war "Guitar Noir".
@ Chester: Wenn du "Beyond The Shrouded Horizon" magst, wirst du sicher keines der Rockalben nach 2000 wirklich schlecht finden. Die sind von der Machart her nicht allzu unterschiedlich, also würde es sich sicher lohnen, mal reinzuhören. Ich persönlich finde "Out Of The Tunnel's Mouth" davon am besten, aber das bleibt am Ende Geschmackssache.
-
@ townman: "Cured" schielt sehr auf den Pop-Markt. Mies wird es hauptsächlich durch den Drumcomputer und die Tatsache, dass alle Instrumente von Steve und Nick Magnus gespielt sind, was die Arrangements etwas dünn macht. Es gibt aber einige ziemlich gute Songs darauf (nicht zuletzt The Air-Conditioned Nightmare). Die Liveversionen mit u.a. Ian Moseley an den Drums sind nicht so schlecht (z.B. zu hören auf Live Archive 1, CD 3). Von der Qualität der Songs her finde ich "Cured" und "Highly Strung" recht ähnlich - ein deutlicher Abfall gegenüber Defector, aber immer noch ganz OK. Bei Till We Have Faces gibt es wieder mehr Experimente, aber dafür manchmal einen 110%igen Nervfaktor. Das erste Album, das ich dann wieder etwas besser fand, war "Guitar Noir".
Vielen Dank für diese Einschätzung. Mit Sicherheit werde ich versuchen, deine Eindrücke nachzuvollziehen und höre mir die "Cured" also nochmal mit anderen Ohren an - genau für solche gegenseitigen Anregungen finde ich das Forum echt toll. Der Topic-Aspekt bleibt hier aber wohl, dass wir es nicht mit einem Einsteigeralbum zu tun haben...
Nachtrag: Die "Cured" hat offensichtlich wirklich in erster Linie Schwächen im Bereich Arrangement, Klang / Sound / Produktion. Heißt bei mir: Ich finde auch die Drums extrem ätzend, den Gesang schwach und den Gesamtsound für eine Pop-Annäherung zu wenig frisch (und das Cover ist geschmacklich völlig missraten). Die Kompositionen sind besser als das klangliche Ergebnis - habe mir z.B. mal das 81er-Reading-Festival rausgesucht, da kommen die Sachen dann knackiger und ernsthafter.
Das Album ist also musikalisch vielschichtiger, als ich es in Erinnerung hatte.Kompositorisch schlimm allerdings finde ich Sachen wie das "Steve-Hackett-goes-disco-and-it's-terrible"-Teil "Funny feeling" oder das billig-belanglose "Hope I don't wake you" - das ist dann schon eine recht schlimme Tendenz der früheren 80er bei ihm gewesen.
-
Der Topic-Aspekt bleibt hier aber wohl, dass wir es nicht mit einem Einsteigeralbum zu tun haben...
Definitiv. Und um ganz ehrlich zu sein: Hätte ich es damals als neues Album gehört (was nicht der Fall war, denn ich war gerade ein Jahr alt und das letzte Hackett-Album in der Sammlung meines Vaters war Spectral Mornings) hätte ich mir vermutlich kein weiteres gekauft. Ich will nur sagen, dass man gute Momente finden kann, wenn man sie sucht. Wäre es nicht jemand, den ich sowieso verfolge, würde ich dem Ganzen vermutlich keine weitere Chance geben. -
Hab's jetzt mal angehört und kann deine Einschätzung, denke ich, im Wesentlichen teilen - siehe Nachtrag in meinem vorigen Posting.
-
Hi,
da du scheinbar die "weltmusikalischen-Anklänge" (insbes. wohl die "oriental.") zu mögen scheinst, bist du ja bei dem "OOTTM"-Album schon "goldrichtig".
Dazu würde ich dir ausserdem noch das "WO"-Album, sowie das "TWTS"-Album und auch das "VOTA"-Album empfehlen.
Vielleicht wäre auch das eine oder andere "Klassik-Album" was für dich: Bpsw. "Momentum" oder "Metamorpheus". Vorausgesetzt natürlich, dass du auch generell mit klassischer Musik etwas anfangen kannst...?!
(Steve ist ja u.a. ein ausgewiesener J.S. Bach u. Stravinsky-Anhänger...).
Falls du dich (später vielleicht noch) an DVD-Outputs wagen magst, finde ich die "Somewere in Southamerica" sehr gelungen und ein "Unikat" (mit absoluter Star-Besetzung): Die "Tokyo-Tapes" (u.a. auch etliche "Genesis-Evergreens" drauf!).
Hoffe damit in etwa deinen Geschmack getroffen zu haben....
-
Ich finde die ganze Denkweise bezüglich der "Einsteigeralben", respektive das ganze Konzept ein wenig seltsam. Die Frage klingt so, als wolle man unbedingt Hackettfan werden und oder jemanden davon überzeugen. Vielleicht sagt einem die Musik überhaupt nicht zu, dann wars das halt und wenn sie einem doch zusagt, dann wohl die, die man schon gehört hat, sonst wüsste man ja nichts von seiner Zuneigung. Ich hab damals mit Darktown angefangen und es ist auch eines der sehr wenigen Hackettalben die mir gefallen. Muss ich deswegen jetzt mehr oder anderes Hackett hören? Bin verwirrt und gönne mir deshalb nachher ein schmackhaftes Butterbrötchen. Vielleicht sogar mit Hackepeter...
-
Ich finde die ganze Denkweise bezüglich der "Einsteigeralben", respektive das ganze Konzept ein wenig seltsam. Die Frage klingt so, als wolle man unbedingt Hackettfan werden und oder jemanden davon überzeugen.[...]...
Naja, aber gib mal einem Zwanzigjährigem Thrakatak von King Crimson, Going for the One von Yes, Lou Reeds Metal Machine Music oder "hör Dir mal dieses süßliche "Evil Jam von Genesis an", die laufen doch weg und hören diese Bands nie wieder.
Manche möchten gerne einen Einstieg, eine Empfehlung, gerade bei Bands, die zehn oder mehr Platten gemacht haben, oder absolut nichts davon kennen. Ich lasse mir übrigens auch Musik empfehlen.Chester Thompson
Mir fällt übrigens noch eine als Akustikeinstieg ein:Bay of Kings von 1983[?] die ist gut zum Entspannen. -
Zitat
Manche möchten gerne einen Einstieg, eine Empfehlung, gerade bei Bands, die zehn oder mehr Platten gemacht haben, oder absolut nichts davon kennen. Ich lasse mir übrigens auch Musik empfehlen.
Das ist ja auch ok, ich für meinen Teil renne ins örtliche Plattengeschäft und höre mir das eine oder andere an und wenn mir was passt, dann wirds mitgenommen. Es klang für mich im Eingangsposting nur ein wenig nach "Ich will jetzt unbedingt Hackettfan werden, was empfehlt ihr mir." Aber ich sollte den mund nicht soweit aufreißen, immerhin habe ich vor vielen Monden mal einen entsprechenden Zappathread eröffnet.
-