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  3. STEVE HACKETT
  4. STEVE HACKETT - Aktuelles und Allgemeines

Steve, einziger Verfechter der alten Genesis

  • little nick
  • 22. Juni 2011 um 20:33
  • Herma
    Giant Hogweed
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    • 24. Juni 2011 um 21:07
    • #31
    Zitat

    Najaa, wie gesagt das ist jetzt meine ganz persönliche Meinung: Steve ist Meister im "ich komponiere wirklich tolle Songparts, aber ich stöpsel dann Parts, die nicht zusammengehören wollen trotzdem irgendwie zusammen und nenn das dann einen Song". Oder kurz: wunderbare, echt tolle Einzelparts und Fragmente, aber wirklich durchgängig stimmige Gesamtsongs gelingen ihm dann doch eher selten.

    Tja, so kann der Eindruck täuschen. :p Wie auch immer, wenn ich mir z.B. Darktown oder sein erstes Album anhöre, dann kann ich da nichts "unstimmiges" erkennen. Klar, mir gefallen auch nicht alle Stücke, aber solche Totgeburten wie Herr Rutherford hat sich Hackett, wenn überhaupt, dann in doch erheblich geringerer Zahl geleistet.

    🦄Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.🦄

  • Prophet
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    amyristom
    • 24. Juni 2011 um 21:13
    • Offizieller Beitrag
    • #32

    Und Hackett kann sich zumindest auf seine Fahne schreiben, aus Rutherford's "Your own special way" endlich konsequent das gemacht zu haben, was der Song im Kern schon immer war. Ein 1a Popsong a la Mechanics.

    Now our end has come so near
    But you’re still reminded
    On the way to loose our fear
    We walk – still we’re blinded

    • Vorheriger offizieller Beitrag
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  • Herma
    Giant Hogweed
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    • 24. Juni 2011 um 21:25
    • #33

    Tja, irgendjemand musste Mike ja zeigen, wie man Musik macht... :D Aber im Ernst: Hier geb ich dir Recht. Die Version von der Genesis Revisited mit ja... verdammt, mir fällt der Name nicht mehr ein, verfluchte Axt... als Sänger ist NOCH schauderlicher als das Original. Aber hier hat Steve nicht komponiert, sondern nur arrangiert, von daher sei es ihm verziehen. Nicht verzeihen kann ich ihm da schon eher, dass er den Typen, dessen Name mir grade immer noch nicht einfällt, der mir aber auch zu unwichtig zum Googlen ist, auch noch auf Deja Vu losgelassen hat.

    🦄Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.🦄

    2 Mal editiert, zuletzt von Herma (24. Juni 2011 um 21:28) aus folgendem Grund: Mir ists wieder eingefallen: Carrack war der Übeltäter.

  • Prophet
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    amyristom
    • 24. Juni 2011 um 22:33
    • Offizieller Beitrag
    • #34

    Paul Carrack... och bei "Your own special way" passt er doch wie die Faust aufs Auge. Nee im Ernst, auf W&W kann ich mir "Your own..." nicht anhören, aber in der Hackett Version funktioniert der Song als Popsong (daher: da ists endlich konsequent als das umgesetzt, was es ist). Und so schlecht finde ich Carrack bei "Deja Vu" nicht. Gabriel & Collins als Sänger waren nunmal nicht verfügbar und bevor Hackett selbst singt (der gehört immer noch gehauen dafür, dass er auf dem Album "Dance on a volcano" gesanglich verhunzt hat), dann doch lieber Carrack. Obwohl: er hätte ja auch John Wetton das machen lassen können.

    Now our end has come so near
    But you’re still reminded
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    We walk – still we’re blinded

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • Herma
    Giant Hogweed
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    • 24. Juni 2011 um 23:04
    • #35

    Also was Carrack angeht. Phils Stimme ist mir ja schon bis zum spontanen Hämorrhoidenwachstum unsympatisch, aber Carrack ertrag ich eigentlich noch weniger. In meinen Augen hat er mit seiner Unstimme Deja Vu einen Fangschuss verpasst. John Wetton hätte mir da doch schon eher gepasst, oder jemand einer etwas... wie soll ichs ausdrücken... filigraneren Stimme (zerbrechlich oder dünn klingt immer so gemein). Zu dem Stück passt einfach keine "Röre".

    Wegen Dance on... Ja, das war wirklich ein Ausrutscher vom Bösesten. Aber wenn er sich gesanglich mehr trauen und nicht alles zueffektieren würde, dann würde Hackett sicherlich deutlich besser (als Sänger) klingen. Klar, es wird dann auch kein Tenor aus ihm, aber alles ist besser als sein DOAV Gesang.

    🦄Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.🦄

  • Aprilfrost
    Giant Hogweed
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    • 25. Juni 2011 um 09:01
    • #36

    Kann die Kritik an Carracks Stimme nicht nachvollziehen. Sicher wäre Wetton auch eine gute Wahl gewesen, aber ich finde nicht, dass Carrack "Déjà Vu" verhunzt. Und auf YOSW steht er Collins auch nicht nach. Schlimmer finde ichdie aalglatte, zuckerige Stimme von diesem Jim Diamond, der ja auch auf mehreren Hackett-Songs zu finden ist.


    ... interessanter Thread übrigens ...

  • March Hare
    Banjo Man
    Trophäen
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    • 25. Juni 2011 um 12:58
    • #37
    Zitat von Christian


    Collins hat mehrfach gesagt, dass er auf Sache wie Apocalypse in 9/8, The Colony Of SLippermen oder Los Endos unendlich stolz sei und bezeichnete solche Stücke auch (zusammen übrigens mit seinem Big Band Projekt) als die herausforderndsten seiner Karriere.

    Das ist aber eine relativ neue Seite an Phil, die mich ehrlich gesagt überrascht hat. Ich glaube, Phil hat musikalischsten am häufigsten "seine Meinung" geändert. Heute ist er mit der Vergangenheit im Reinen, und er gibt auch zu, dass er zu einer bestimmten Zeit fast zu einer Karikatur geworden war. Das war aber nicht immer so. Jedenfalls gab es ja auch eine Zeit, in der er erklärte, 50% der früheren Sachen von Genesis würde er derzeit als Ausschuss empfinden. Auch wenn das hier jetzt zu weit geht: Nach FV hat Phil zumindest jahrelang auch keinen Bock mehr auf seine ehemals so geliebte Instrumental-Fusionrock-Frickel-Musik gehabt, und irgendwann kam das halt (zumindest teilweise) wieder (wobei für mich immer noch das eine großartige PC-Album das werden würde, auf dem er wie bei Brand-X oder Los Endos spielt).

    Zitat von Hotblack Desiato

    Ich glaube, hinter den alten Genesis steht doch jeder. Haben doch auch alle noch die Archiv 1 und die 70-75- Box präsentiert.

    Siehe oben. Und Mike wie auch teilweise Tony haben immer wieder darauf hingewiesen, dass sie die neueren Sachen im großen und ganzen besser und reifer finden, dass die meisten Sachen der 70er "period" pieces sind (auch wenn für heutige Ohren Invisible Touch oder I Can't Dance viel mehr "period" sind als Los Endos). Sowie: Außer Tony hat sich doch niemand groß mit den Remixes beschäftigt, Phil hat sich nicht mal alles noch mal angehört, als es fertig war. Und bei Archive 1 waren Peter und Steve hauptsächlich dabei, weil sie zu ihren Leistungen der 70er nicht standen, und während Steve in erster Linie "ausbessern" wollte, faselte Peter sogar irgendwas davon, die Aufnahmen "in die 90er" zu bringen, als hätte er aus Shrine oder Rainbow sowas wie "Carpet Crawlers 99" gemacht. Dagegen hat Steve immer durchblicken lassen, dass er wahnsinnig stolz auf seine Genesis-Sachen war (mit Ausnahme von The Lamb, wo es aber nicht um die musikalische, sondern die gesangliche Sache ging).

    Zitat von martinus


    Ein Unterschied zwischen Hackett und Wilson: Hackett wird es nicht vorgeworfen, dass er seine Zeit in Genesis marketingtechnisch eingesetzt hat (-> Genesis Files, Genesis Revisited).

    Das Sprichwort "Man soll das Eisen schmieden, solange es heiß ist" ist deutlich älter als die entsprechende BWL-Formulierung. Was Ray gemacht hat, ist gesunder Menschenverstand. Er spielt eben, wozu er Lust hat, neben seinen Sachen eben auch Bowie, Lennon, Gabriel, Collins und Genesis. Covers von den ersten beiden werden ihm aber nicht angekreidet.

    Ich finde, dass trotzdem ein gewaltiger Unterschied besteht. Zum einen hat - wie Herma schon ausgeführt hat - Hackett eine große Anzahl Solo-Alben veröffentlicht, die auch immer noch den Hauptteil seiner Konzerte einnehmen. Das mag sich auf den letzten Touren verschoben haben, auf seinen ersten Touren bis ca. Mitte der 80er aber gab es nur ein bis zwei Genesis-Stücke im Set, im Höchstfall ein einzelnes Medley - ungleich kürzer als die In-The-Cage-Hommage von Genesis (was vielen schon zu wenig war). Bei seinen Reading-Festival-Auftritten, wo er sicher eher als Ex-Genesis- denn als Solomusiker bekannt war, spielte er keinen einzigen Genesis-Song.

    Bei Ray hingegen nehmen die Genesis-Stücke - abgesehen von der Stiltskin-Tour - einen viel höheren Prozentteil ein, und zwar, wie schon gesagt wurde, eher Material von vor seiner Zeit als tatsächliches CAS-Material. Dabei würde ich sehr viel lieber einen weiteren Stiltskin- oder Solosong hören als "In The Air Tonight" in der RW-Akustikversion.

    Dazu kommt, dass eben Ray sich auch als "Ex-Genesis-Sänger"/"Phil-Collins-Nachfolger"/"plays an evening of Genesis-Songs" vermarktet, was Steve nie gemacht hat. Natürlich ist es gesunder Menschenverstand, und von mir aus kann er das ja auch tun (ich würde ihn mir allerdings häufiger ansehen, täte er's nicht). Was ihm vorgeworfen wird, ist, dass er sich nicht als "Ray Wilson - Singer/Songwriter/Künstler", sondern als "Ray Wilson - Ex-Genesis/Genesis-Covermachine" vermarktet. Und dass ihm zehn Genesis-Songs plus noch Cover weiterer Genesis-Mitglieder eher vorwirft als einen Lennon/Springsteen/Young-Songs ist irgendwie vorherzusehen... Sähe anders aus, wenn er jedes Konzert aus 60% Neil Young/Buffalo Springfield/CSN&Y/Crazy Hose-Stücken bestreiten würde...

    Zitat von Eric

    Ich kann mir schon vorstellen, dass er sich ein wenig ärgert. Die von ihm ersehnte künstlerische Freiheit, die bis 1977 mit seinen Pflichten als Mitglied von Genesis nicht vereinbar war, wäre ja nach ATTWT gekommen. Danach wurden die Pausen zwischen den Genesis-Alben länger und die Möglichkeit, Soloalben zu machen nahm zu (wurde ja von den 3 verbliebenen auch reichlich genutzt).

    Ja, würde ich auch so sehen. Es ist auch interessant, wie sich die Vergangenheit in den Erinnerungen ändert - das wird gerade bei kontrastierenden Bemerkungen in C&V ersichtlich. So sagt Phil: "Hätte er einfach ein weiteres Soloalbum machen sollen, um den Schreibfrust wegzukriegen." Steve dagegen behauptete von Anfang an, dass ihm klargemacht worden sei, ein weiteres Soloalbum sei "keine Option". Dazu Aussagen wie Mike: "Sein Soloalbum schien uns verfrüht - kurz nach seinem Weggang schien ein besserer Zeitpunkt." (Sowie überhaupt die Idee:"Keine Ahnung, warum er ein Soloalbum machen wollte - vielleicht hat er Peters Erfolg gesehen und dachte, er könnte was ähnliches schaffen" - dabei war Steve ja vor Peter der erste mit einem Soloalbum.) Tony meint, er wäre verärgert gewesen, dass "Hoping Love will last" auf Steves Soloalbum gelandet wäre, weil man es so gut auf Trick hätte verwenden können (dabei kam das Lied erst auf Please Don't Touch heraus - aber OK, vielleicht gab es das schon vorher und Steve wollte es partout nicht für Genesis hergeben, während die anderen ihn um Material anflehten...). Jeder hat es halt irgendwie anders erlebt...

    Ich persönlich würde Little Nick auf jeden Fall Recht geben, dass Steve am ehesten hinter den Sachen von damals steht, nicht nur vermarktungstechnisch, sondern auch musikalisch. Es ist ja noch nicht gleichbedeutend zu sagen, "damals war alles besser" und "Firth of Fifth" finde ich genauso gut wie "Fire on the Moon". Letztere Aussage trifft m.E. eher auf Steve zu, der sich - zumindest seinem Selbstempfinden nach - stilistisch immer noch auf derselben Schiene bewegt. Zumindest Mike, Tony und Peter sind da eher so, dass sie vielleicht sagen: "Firth of Fifth hat seinen Charme, und ich verbinde viele Erinnerungen damit, und es gefällt mir immer noch gut - aber kompositorisch ist Mama eindeutig besser." (Wobei Peter bestimmt FoF nicht gerade mag, für ihn gilt das dann vielleicht für "The Lamb...".) Und bei Phil scheint sich das von Zeit zu Zeit zu ändern...

    http://www.favni.de

  • Mr. Plod
    Banjo Man
    Beiträge
    1.932
    • 29. Juni 2011 um 21:02
    • #38

    Also wenn ich das so lese kommt mir langsam die Idee, es auch einmal mit einem Steve Hackett-Konzert zu versuchen. Der fehlt mir noch in meinem Kanon.

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