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  4. RAY WILSON - Alben, Songs und Aktuelles

RAY WILSON: Genesis vs Stiltskin - Unfulfillment und Live in Poznan - Alle Infos

  • Christian
  • 17. August 2011 um 22:17
  • E.M.
    Slipperman
    Beiträge
    2.036
    • 6. Oktober 2011 um 00:01
    • #211

    Ich finde dieses Review einfach nur zum kotzen. Nicht weil der Autor das Album vielleicht wirklich nicht gut findet, sondern weil derjenige im Zuge des (Achtungs-)Erfolges des Sets versucht, mit Halbwahrheiten und möglichst viel "Schlechtrederei" Aufmerksamkeit (auf sich selbst?) zu erhaschen. Auf Unfulfillment geht er schonmal in keinem einzigen Punkt wirklich ein. Keine Spur davon zu lesen, was er daran so dermassen schlecht findet, schmeisst er lediglich nichtssagende Phrasen in den Raum. Hauptsache alles daran klingt möglichst mies.
    Was ihn an der Classic stört, wird mir auch nicht klar. Dass Ray nicht Phil ist. Zumindest das stimmt. Objektiv betrachtet ist das ganze musikalisch keinem Deut schlechter, als das, was uns 2007 bei der Reunion präsentiert wurde.
    Wie dem such sei. Eine Schande, dass so ein Möchtegern-Kritiker überhaupt eine Plattform bekommt, solchen unreflektierten Dünnschiß der breiten Masse preiszugeben. Und traurig, dass sich sicher nicht wenige davon auch noch beim evtl. angedachten Kauf beeinflussen lassen...

  • Eric
    Squonk
    Beiträge
    4.755
    • 6. Oktober 2011 um 00:40
    • #212
    Zitat von E.M.

    Ich finde dieses Review einfach nur zum kotzen. Nicht weil der Autor das Album vielleicht wirklich nicht gut findet, sondern weil derjenige im Zuge des (Achtungs-)Erfolges des Sets versucht, mit Halbwahrheiten und möglichst viel "Schlechtrederei" Aufmerksamkeit (auf sich selbst?) zu erhaschen.



    Mal wieder die Mär vom aufmerksamkeitshaschenden Rezensenten :rolleyes:. Als ob da jemand auf den Pulitzer Preis schielen würde.

    Wo sind denn die "Halbwahrheiten"? Über die Werturteile kann man natürlich anderer Meinung sein, aber was die Fakten (von dem ungeklärten Collinszitat mal abgesehen, aber wer weiß schon, ob das wahr ist?) angeht, kann ich da nichts falsches ausmachen. Und auf das Urteil des Rezensenten scheint das ohnehin keinen Einfluss gehabt zu haben.

    Einem Verriss "Schlechtrederei" vorwerfen zu wollen, halte ich schon von der Idee her für verwunderlich. Letztlich geht es in einer Rezension ja darum, eine Meinung zu äußern. Wenn die Meinung schlecht ist, kann die Rezension schwerlich besser sein.

    Zitat von E.M.

    Auf Unfulfillment geht er schonmal in keinem einzigen Punkt wirklich ein. Keine Spur davon zu lesen, was er daran so dermassen schlecht findet, schmeisst er lediglich nichtssagende Phrasen in den Raum. Hauptsache alles daran klingt möglichst mies.



    Was der Autor über Unfulfillment zu sagen hat, ist in der Tat nicht besonders viel. Außer dass er es langweilig, vorhersehbar und prätentiös findet. Was soll man bei bei diesen Werturteilen denn auch schon begründen. Wie begründet man, dass man etwas langweilig findet?

    Zitat von E.M.


    Was ihn an der Classic stört, wird mir auch nicht klar. Dass Ray nicht Phil ist. Zumindest das stimmt. Objektiv betrachtet ist das ganze musikalisch keinem Deut schlechter, als das, was uns 2007 bei der Reunion präsentiert wurde.
    Wie dem such sei.



    Nun, mir wird es klar, da ich genauso empfinde. Die spielenden Musiker mögen objektiv keinen Deut besser oder schlechter sein, aber wie das Ergebnis beim Hörer ankommt, ist rein subjektiv. Mir geht es beim Hören allerdings ähnlich wie dem Rezensenten. Der Charme der Originale bzw. der von Genesis dargebotenen Liveversionen wird nie annähernd erreicht, mich nerven die Streicher ungemein und haben für mein Empfinden lediglich die Alibi-Funktion eines Projekts. "Genesis Classic" klingt nunmal nicht ganz so platt wie Ray covert Genesis & Co. Ich höre Rays Musik (besonders live) sehr gerne und freu mich auch, wenn ein paar Coverversionen dabei sind. ABer das Konzept, eine komplette SHow darauf aufzubauen - noch dazu mit Streichern (elektrischer Rock mit Streichern ist selten geschmacksicher - hier mal wieder nicht).

    Zitat von E.M.

    Eine Schande, dass so ein Möchtegern-Kritiker überhaupt eine Plattform bekommt, solchen unreflektierten Dünnschiß der breiten Masse preiszugeben. Und traurig, dass sich sicher nicht wenige davon auch noch beim evtl. angedachten Kauf beeinflussen lassen...



    Die Schande nennt sich Pressefreiheit :) - gepaart mit der grenzenlosen Freiheit, die das Internet so ziemlich jeder - auch noch so abwegigen - Meinung beitet. Kann sein, dass die Rezi ein paar potenzielle Käufer vom Kauf abhält. Vielleicht bewahrt sie auch einige Leute vor einem Fehlkauf. Eine "zu Unrecht" miese Rezi ist letztlich eine genauso schlechte (Nicht)Kaufempfehlung wie die unreflektierten Lobgesänge von Fans, die grundsätzlich alles toll und genial finden und in den Himmel loben.

    “THE NIGHT WE TRACKED DOWN PHIL COLLINS, BECAME BEST FRIENDS WITH HIM, AND TALKED HIM INTO REUNITING WITH PETER GABRIEL, AND THEN WE GOT TO SING BACKUP ON THE NEW GENESIS ALBUM AND IT WAS AWESOME!”

    — Barney Stinson, How I Met Your Mother, Season 7, Episode 21 ‘Now We’re Even’

  • E.M.
    Slipperman
    Beiträge
    2.036
    • 6. Oktober 2011 um 02:12
    • #213

    Erstmal nochmal zum mitschreiben: ich kann mit einer nachvollziehbaren Kritik leben, aber dieses Review gehört nicht in diese Kategorie! Es geht dem Autor nicht darum sich mit dem Set auseinander zu setzen. Er will einfach drauf los poltern, aus welchem Grund auch immer.

    Zu den Halbwahrheiten:
    - das Collins-Zitat beruht auf einem Wikipediaeintrag (!), der wie bereits erwähnt, falsch widergegeben ist.
    - Ray hat weder Genesis noch Stiltskin "versenkt". Er hat mit Stiltskin einen Riesen-Hit gelandet, mit Genesis das dritt-erfolgreichste Album der Band aufgenommen. Stiltskin hat sich wegen bandinterner Streitereien aufgelöst, Genesis hatten nicht den Mut weiter zu machen. Rays Leistung ist in beiden Fällen nichts an zu lasten.
    - die "keimfreien" Genesis-Hits haben die Band um Collins "verbrochen", die wiederum Ray ausgesucht haben, diesen Songs seine Stimme zu leihen. Das Recht steht ihm also zu, ob man es mag oder nicht.
    - Stiltskin war nie eine selbsternannte Grunge-Band. Sie wurde nur in einer Zeit in der dies in war, von den Medien in diese Schublade gesteckt.
    - von welchem Cleaning der Songs faselt der? Ray verleiht den Songs sogar noch einen rockigeren Ansatz, als Collins es je getan hat! Die Streicher sind im Grunde nur ein Alternativinstrument zu Banks Keyboard. Das was dem Autor missfällt, geht also in jedem Fall auf die Kappe der Band Genesis und ihrer damaligen Mitglieder, die die Songs so geschrieben haben.

    Unterm Strich bleibe ich dabei: es muß schon viel passieren, damit dies nicht die überflüssigste Rezension des Jahrzehnts wird. Eigentlich zu belanglos, sich darüber überhaupt auszulassen...

  • kecky
    Lurker
    Beiträge
    186
    • 6. Oktober 2011 um 08:41
    • #214

    Wenn ich hier die seitenlangen Statemants lese, muss ich leider sagen: "Der Rezensent hat alles richtig gemacht." So bleibt man im Gespräch, ist keiner von vielen.
    Chapeau, die Mischung aus Halb- und verdrehten Wahrheiten mit der Priese Bösartigkeit gefunden. Schon wird ein belangloser Bericht zum Selbstläufer. Eine gute Empfehlung für die Bildzeitung. Schade, dass das immer wieder klappt.

    leben und leben lassen

  • chester
    Gast
    • 6. Oktober 2011 um 08:56
    • #215

    Der Mann hat eindeutig keine Ahnung von dem was er da schreibt.Vielleicht hätte man ihm erstmal ein paar alte Hörspiele zum üben geben sollen.

  • Eric
    Squonk
    Beiträge
    4.755
    • 6. Oktober 2011 um 11:06
    • #216
    Zitat von E.M.


    Unterm Strich bleibe ich dabei: es muß schon viel passieren, damit dies nicht die überflüssigste Rezension des Jahrzehnts wird. Eigentlich zu belanglos, sich darüber überhaupt auszulassen...



    Offensichtlich stimmt genau das nicht. Siehe die letzten 2 Seiten dieses Threads. Offenbar hat der Autor einen Nerv getroffen, sonst gäbe es diese heftigen Reaktionen nicht.

    Der Verriss hat funktioniert. Ich wundere mich doch sehr, wenn erwartet wird, dass der Autor "sich richtig mit dem Set auseinandersetzt". Soll er sich das Album ewig lange "schönhören", bis auch ihm die Erleuchtung kommt? Er wird es gehört haben und es hat ihm offenbar nicht gefallen. Nur das zu schreiben, wäre wohl etwas zu wenig. Also wird das Album genüsslich niedergemacht. Die Rezensionen sollen nicht nur informieren, vielmehr sollen sie unterhalten. Da darf dann die Sachlichkeit auch mal auf der Strecke bleiben, sonst wäre es langweilig.

    Davon abgesehen schreibt der Autor nun auch keinen völligen Blödsinn. Die Kritik wird schließlich von vielen Leuten, auch hier im Forum (mich eingeschlossen) geteilt.

    Zitat von E.M.

    - das Collins-Zitat beruht auf einem Wikipediaeintrag (!), der wie bereits erwähnt, falsch widergegeben ist.

    Ohja, nehmt dem Schmierfink seinen Füller und die Tastatur weg. Er hat es doch tatsächlich gewagt, sich bei seiner Recherche für eine Online-Rezension auf einen Wiki-Artikel zu verlassen, ohne die Zitate genau zu prüfen. Das würde nichtmal der Gutti wagen. Ich wundere mich, mit welcher Erwartungshaltung man an so eine Rezension herangeht. Darf nur derjenige rezensieren, der vorher minimum 5 Bücher über Genesis gelesen, die Diskographie und Biographie in und auswendig kennt? So eine Rezension ist keine Doktorarbeit - und da es sich bei dem Autoren ganz offensichtlich nicht um einen großen Ray Wilson Kenner handelt, ist mehr als eine oberflächliche Beschäftigung mit der Biographie auch nicht zu erwarten bzw. kaum möglich. Klar gibt es (besonders hier im Forum) reichlich Leute, die man nacht um 3 wecken kann und die dann genau sagen können, an welchem Ort Ray am 12 September 2007 live aufgetreten ist und was er an dem Tag zum Frühstück hatte. Rezensionen von wirklichen Fans warten ganz klar mit viel mehr Hintergrundwissen und einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit der Materie auf. Das Problem ist nur, dass das Urteil von Fans nicht mehr wirklich unvoreingenommen ist und die zumindest positive Tendenz meist von vornherein feststeht.

    Zitat

    - Ray hat weder Genesis noch Stiltskin "versenkt". Er hat mit Stiltskin einen Riesen-Hit gelandet, mit Genesis das dritt-erfolgreichste Album der Band aufgenommen.



    Wer oder was Stiltskin genau "versenkt" hat, wissen wir nicht. Die Band war damals ein One-Hit-Wonder. Zumindest hat es auch Ray nicht geschafft, der Band einen dauerhaften Erfolg zu bescheren.

    "dritt-erfolgreichste" stimmt nach meiner Kenntnis nicht, war es nicht das vierterfolgeichste? Völlig unerheblich, da das meiner Meinung nach nichts über die Qualität, ja noch nicht einmal über die Rezeption des Albums bei den Fans aussagt. Denn Genesis waren nach We Can't Dance Anfang der 90er eine der erfolgreichsten Bands der Welt überhaupt. Sie hätten auch Tony Marshall als Sänger engagieren können und wären dennoch in den Charts gelandet. Die Fanbase von Genesis war so groß, dass das Album nur erfolgreich werden konnte. Dafür reichten schon die Vorbestellungen der Händler und die Käufe der Hardcore-Fans aus, die das Album ungehört auf jeden Fall kauften (und es selbst dann kauften, wenn sie es vorher gehört hatten und es ihnen nicht gefiel, es war ja Genesis, das würde nach mindestens 20 Hördurchlaufen schon noch klappen mit dem überspringenden Funken). Es ist nunmal kein Erfolg, wenn man kaum mehr als die Stammfans erreicht. Banks und Rutherford war sicherlich klar, dass sie den Erfolg von WCD oder IT wohl nicht einstellen würden, aber dass der Rückgang der Verkaufszahlen so erdrutschartig ausfallen würde, hatte sie dann wohl doch überrascht. Letztlich gab es auf CAS auch keinen einzigen wirklichen Single-Hit, während die Singeles von Shapes, IT und WCD regelrecht die Charts beherrschten. Auch wenn sich die meisten Bands über die Verkaufszahlen von CAS mehr als freuen würden, aus Sicht von Genesis muss man wohl von einem Misserfolg sprechen.

    Die hier im Fanclub vorherrschende Meinung ist, dass die Schuld hierfür nicht bei Ray, sondern klar bei Banks und Rutherford liegt. Das kann man so sehen, man muss aber nicht unbedingt. Ich werfe mal die Behauptung in den Raum, dass CAS mit Phil Collins als Sänger deutlich erfolgreicher gewesen wäre (weil seine Stimme evtl. radiotauglicher ist, er selbst eine riesige Fanbase hat, von der auch Genesis profitiert oder warum auch immer).

    Aber letztlich ist dieses "gegen die Wand fahren" auch nur eine der launischen Aussagen in der Rezi, die 1. der Sache etwas Würze verleihen soll, 2. auch der Tatsache geschuldet ist, dass sich hier kein ausgewiesener Genesis-Experte, sondern eine Laie zu Wort gemeldet hat und 3. für das Urteil über das Boxset absolut ohne Bedeutung ist. Man kann ja gerne in der Vergangenheit alles mögliche gegen die Wand gefahren haben und dennoch tolle Alben veröffentlichen.

    Zitat von E.M.

    - die "keimfreien" Genesis-Hits haben die Band um Collins "verbrochen", die wiederum Ray ausgesucht haben, diesen Songs seine Stimme zu leihen. Das Recht steht ihm also zu, ob man es mag oder nicht.


    Und Ray wiederum hat eben genau diese Songs für seine Shows ausgewählt. Er hätte ja auch andere, nicht so "keimfreie" Songs wählen können, stattdessen hat er sich auf die "Hits" gestürzt, die interessanten Sachen hat er leider links liegen gelassen. Natürlich steht ihm das Recht zu, das zu singen (wie jedem anderen Coversänger auch), aber muss man das deswegen auch machen?

    Zitat von E.M.

    - Stiltskin war nie eine selbsternannte Grunge-Band. Sie wurde nur in einer Zeit in der dies in war, von den Medien in diese Schublade gesteckt.


    Von "selbsternannt" hat der Autor mit keinem Wort gesprochen. Inside jedenfalls war eindeutig von Grunge geprägt. Das abzustreiten hat nun wenig Sinn. Zum Rest des Albums kann ich nichts sagen, da ich es nicht kenne. Aber es ist nunmal das Schicksal aller One Hit Wonder, dass man sie immer mit ihrem großen Hit in Verbindung bringt.

    Zitat von E.M.

    - von welchem Cleaning der Songs faselt der? Ray verleiht den Songs sogar noch einen rockigeren Ansatz, als Collins es je getan hat! Die Streicher sind im Grunde nur ein Alternativinstrument zu Banks Keyboard. Das was dem Autor missfällt, geht also in jedem Fall auf die Kappe der Band Genesis und ihrer damaligen Mitglieder, die die Songs so geschrieben haben.



    Das Wort "Cleaning" finde ich schon ganz gut gewählt. Ein Song wird auch nicht deswegen rockiger, nur weil man die Gitarre lauter aufdreht und der Sänger eine rauere Stimme hat. Ich persönlich kann z.B. an dieser Version von Turn It On Again nun wirklich gar nichts rockiges mehr erkennen. Dass übrigens auch Streicher sehr wohl "rocken" können hört man schon an Nigel Kennedys Version der Vier Jahreszeiten oderauch an Apocalyptika. Bei Ray Wilson klingen die Streicher aber ständig brav und werden auch sehr vorhersehbar eingesetzt. Bei den Arrangements hätte man mutiger sein können. So orientiert sich doch alles sehr stark an den Originalen - mit der Süße von Streichern und dafür weniger Drive. Wirkliche Überraschungsmomente bleiben aus, das finde ich schade.

    “THE NIGHT WE TRACKED DOWN PHIL COLLINS, BECAME BEST FRIENDS WITH HIM, AND TALKED HIM INTO REUNITING WITH PETER GABRIEL, AND THEN WE GOT TO SING BACKUP ON THE NEW GENESIS ALBUM AND IT WAS AWESOME!”

    — Barney Stinson, How I Met Your Mother, Season 7, Episode 21 ‘Now We’re Even’

  • E.M.
    Slipperman
    Beiträge
    2.036
    • 6. Oktober 2011 um 14:35
    • #217

    Wir könnten noch stundenlang diskutieren und kämen nicht auf einen Nenner - müssen wir ja gottseidank aber auch nicht!

    Ich für meinen Teil habe jedenfalls bereits alles zu dem Thema gesagt. Ich erwarte von einer ernstzunehmenden Rezension nicht, dass sie meiner Meinung entspricht. Aber ich setze als Konsument, der Infos zu einem Produkt sucht, vorraus, dass derjenige, der da einen Job als sogenannter "Kritiker" ausübt, dies auch informiert, vorbereitet, nachvollziehbar und vor allem glaubhaft macht.

    Einen Artikel wie der bei Laut erwarte ich von einem frustrierten (Nicht-)Fan in einer Amazon-Bewertung (...oder hier im Forum), aber nicht bei einem Mitarbeiter einer doch recht bekannten Internetseite wie Laut.

    Von meiner Seite also: Thema Ende

  • HoHoHo
    Giant Hogweed
    Beiträge
    7.289
    • 6. Oktober 2011 um 19:53
    • #218
    Zitat von Eric


    Ohja, nehmt dem Schmierfink seinen Füller und die Tastatur weg. Er hat es doch tatsächlich gewagt, sich bei seiner Recherche für eine Online-Rezension auf einen Wiki-Artikel zu verlassen, ohne die Zitate genau zu prüfen. Das würde nichtmal der Gutti wagen. Ich wundere mich, mit welcher Erwartungshaltung man an so eine Rezension herangeht. Darf nur derjenige rezensieren, der vorher minimum 5 Bücher über Genesis gelesen, die Diskographie und Biographie in und auswendig kennt? So eine Rezension ist keine Doktorarbeit - und da es sich bei dem Autoren ganz offensichtlich nicht um einen großen Ray Wilson Kenner handelt, ist mehr als eine oberflächliche Beschäftigung mit der Biographie auch nicht zu erwarten bzw. kaum möglich. Klar gibt es (besonders hier im Forum) reichlich Leute, die man nacht um 3 wecken kann und die dann genau sagen können, an welchem Ort Ray am 12 September 2007 live aufgetreten ist und was er an dem Tag zum Frühstück hatte. Rezensionen von wirklichen Fans warten ganz klar mit viel mehr Hintergrundwissen und einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit der Materie auf. Das Problem ist nur, dass das Urteil von Fans nicht mehr wirklich unvoreingenommen ist und die zumindest positive Tendenz meist von vornherein feststeht.



    Man muss kein Wilson- oder Genesis-Experte sein um Wilson's "Genesis Vs. Stiltskin" Set zu rezensieren. Wenn man aber nix weiß dann sollte man sich auch auf die subjektiven Hör-Eindrücke verlassen und diese beschreiben. Man sollte vielleicht nicht über Ereignisse und Vorgänge schreiben und diese als Tatsache hinstellen, ohne Hintergrundwissen dazu zu haben. Diese Ernsthaftigkeit kann ich schon von einem Rezensenten (oder "Rezensenten") verlangen.

    Zitat von Eric


    Banks und Rutherford war sicherlich klar, dass sie den Erfolg von WCD oder IT wohl nicht einstellen würden, aber dass der Rückgang der Verkaufszahlen so erdrutschartig ausfallen würde, hatte sie dann wohl doch überrascht. Letztlich gab es auf CAS auch keinen einzigen wirklichen Single-Hit, während die Singeles von Shapes, IT und WCD regelrecht die Charts beherrschten. Auch wenn sich die meisten Bands über die Verkaufszahlen von CAS mehr als freuen würden, aus Sicht von Genesis muss man wohl von einem Misserfolg sprechen.



    Wenn "Calling All Stations" das vierterfolgreichste Genesis-Album war dann hat es keinen "erdrutschartigen Rückgang der Verkaufszahlen" gegeben. Nur in den USA war es wohl nicht erfolgreich und im UK weniger erfolgreich als Rutherford & Banks wohl erwartet hatten.

    Zitat von Eric


    Und Ray wiederum hat eben genau diese Songs für seine Shows ausgewählt. Er hätte ja auch andere, nicht so "keimfreie" Songs wählen können, stattdessen hat er sich auf die "Hits" gestürzt, die interessanten Sachen hat er leider links liegen gelassen. Natürlich steht ihm das Recht zu, das zu singen (wie jedem anderen Coversänger auch), aber muss man das deswegen auch machen?



    Dass Ray Wilson nur "keimfreie" Songs oder "Hits" für "Genesis Klassik" ausgewählt haben soll kann ich nicht nachvollziehen. "Congo", "Shipwrecked", "Not About Us" und "Calling All Stations" sind dabei, also keine Hits. Seine eigenen Songs "Constantly Reminded" und "Change" waren dann wohl auch keine Hits. "Carpet Crawlers", "The Lamb Lies Down on Broadway" und "Ripples" waren auch keine Hits.


    Insgesamt kann ich in der "Rezension" von Herrn Kubanke keinen launigen Verriss erkennen. Wäre das ganze etwas witzig aufgemacht wäre es OK. Aber so wie es geschrieben ist finde ich es nicht in Ordnung.

  • Rob
    Intruder
    Beiträge
    5
    • 6. Oktober 2011 um 20:52
    • #219

    Ich stimme meinem Vorredner absolut zu, bis auf den Punkt, dass ich die Rezension von Herrn K. nicht für einen "launigen" Verriss halte. Schon nach den ersten Zeilen merkt man deutlich, was er von Ray Wilson hält - nämlich gar nichts. Und auf dieser Grundhaltung basiert alles folgende, was man zu lesen bekommt. Also eine Kritik aus einer absoluten negativen Grundhaltung heraus, nicht etwa aus einer Laune!

    Die Frage ist für mich, was solch eine Rezension wert ist, die dem Künstler von vornherein quasi zum größten aller Anti-Musiker erklärt? Kann hieraus noch so etwas wie eine objektive Bewertung resultieren? Ich glaube nicht. So wenig wie ein befangener Richter in der Lage ist, ein gerechtes Urteil zu fällen, ist Herr K. in der Lage, die Arbeit von Ray zu bewerten - für mich hat er sich bereits durch die Überschrift zu seiner "Rezension" selbst disqualifiziert.

    Mich ernsthaft mit den einzelnen Punkten dieser "Kritik" auseinander zu setzen, ist mir ehrlich gesagt zu blöd.

    Einmal editiert, zuletzt von Rob (6. Oktober 2011 um 20:55)

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