Aber jetz `mal Butter bei die Fische! Ich lege mich hiermit fest auf....Trommelwirbel :Can-utility and the CoastlinersEs ist ein mittellanges äusserst abwechslungsreiches und dabei kompaktes Stück,daß mich auf eine emotional zerrissene , aufregende,dynamische Reise entführt, und mich nach fünf Minuten in ein atemberaubendes Finale entlässt!
Instrumental beinhaltet es alles,was Genesis zu bieten hatten: Akkustische Passagen,gewaltige Basspedalparts, sparsamen aber sehr effektiven und inteligenten Einsatz der Leadgitarre, Akkordschichten auf Grundtönen basierend,die eine ganz eigene "Melodie" erzählen ; Ein Basspiel,dass ebenso begleitend, wie eigene (harmonische)Akzente setzend ist; Ein Drumming , dass sowohl akzentuierend, als auch erzählend und spielerisch leicht vorantreibend ist.
Dazu wird in unter sechs Minuten eine musikalische Geschichte erzählt, für die andere doppelt so lange brauchen. Die Ereignisdichte ist unheimlich gross und es ist an keiner Stelle ein Tönchen zu viel. Jedes neue musikalische Motiv wird eben genau so lange eingeleitet, wie nötig und schon baut sich eine enorme Spannung auf, die wieder aufgelöst wird,bevor kurz danach in ein neues Motiv überführt wird-dennoch wirkt das gesamte Werk in sich gebunden und verfolgt einen musikalischen Faden.
In diesem Werk zeigen Genesis alles, was sie können,alles,was Sie ausmacht(auch vieles,was sie noch Jahrzehnte später konnten, aber selten alles in einem Stück). Hier sind Genesis für mich absolut Urtypisch !
Granaten-Posting, klasse! Daran wird in aller Kürze deutlich, das das Wesen von Genesis eben vor allem auch Vielschichtigkeit ist. Macht eine Antwort in einem solchen Thread zwar sauschwer, aber zeigt mir auch, warum ich diese Band so verehre. That's all!
Das ['Firth of fifth'] ist ein classic track, ich habe mich bewußt gegen was neueres entschieden, weil dieses Album sicher das Zeug zum Klassiker hat (die meisten Genesisfans lieben es und allen, denen man es sonst so vorspielt, finden es auch klasse), alle fünf wichtigsten Musiker mitspielen (gut, es fehlt Mr. Phillips = kleiner Makel), dieses Lied insbesondere Melodien und Harmonien aufweist, die für mich einen typischen Genesissound ausmachen, es typisch schrullig-absurde Lyrics hat, schön lang ist, aber nicht zu lang, es heute noch gut klingt (nicht nach verstaubtem progrock-Geseiere),der Sänger Akzente setzt, es hat etwas majestätisches, der klassischen Musik anverwandtes (Anfang) und zugleich Rockiges (z.B: späterer Teil oder Gitarrensolo). Es lebt von Überraschungen (Zusammenspiel der Instrumente/ Einsatz des Mellotrons/ Taktwechsel/Rhythmuswechsel, Hard Rock und Ballade in einem), aber nicht zu perfekt wie die Songs ab 1980, die ganz spezielle Chemie zwischen seinen Musikern ist deutlich heraushörbar, es beginnt zart und leise, endet auch so, dazwischen bzw. kurz gesagt: Genesis in ihrer ganzen Schönheit und Deutlichkeit…und: weil Du nur einen Song haben wolltest!
(Noch ein Geheimnis:): es ist nicht mein Lieblingssong und auch nicht von meinem Lieblingsalbum)
Auch hier ein großes Dankeschön für deine Beschreibung trotz Müdigkeit! Ich finde es schön, dass du uns diesen Einblick in dein Verständnis von Genesis-Essenz gewährst.
Übrigens: "Squonk" ist auch nicht mein Lieblingssong, aber...
So is das hier gedacht,ja!