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  4. GENESIS - 1978 bis 1993

Historische Authentizität von Driving The Last Spike

  • townman
  • 26. März 2012 um 22:59
  • Der Teemeister
    Gast
    • 27. März 2012 um 18:54
    • #11

    ich nehme mir einmal die mir völlig diametral entgegengesetzte
    und ausnahmsweise unverkopfte frechigkeit, den Text nicht weiter zu
    beachten, weil die musik okay ist. Völlig erstaunlicher Weise gefällt mir
    also mal ein song von Phil ... kommt nicht so schnell wieder vor ...:mrgreen:


    -------------------------------------------------------------
    :banned: ... in the caaaage, oh-oh-oh, let me out of the caaaaage!

  • stevx01
    Lurker
    Beiträge
    773
    • 28. März 2012 um 08:10
    • #12
    Zitat von Helge


    Ich finde es auch völlig mies, sich an diesen Nägeln aufzugeilen, egal OB oder OB NICHT sie in England verwendet wurden.

    Deine Meinung!
    Ich finde es aber schon wichtig, dass solche "mündlich" verbreiteten (Un-)Wahrheiten, die ja bei dem ein oder anderen zur Anstößigkeit des Stückes bzw. angeblichen Inkompetenz unserer Band führten, wieder ins rechte Licht gerückt werden sollten!

    Mir ist es letztlich völlig egal, ob zur damaligen Zeit Nägel in die Schwellen hineingetrieben wurden oder nicht, anderen aber wohl nicht! ;)

    LG Stevx01 :huhu:

    Genesis
    1992 Hockenheim Motodrom
    2007 Stuttgart Gottlieb-Daimler-Stadion

    Phil Collins
    1994 Frankfurt Festhalle
    1997 Frankfurt Festhalle
    2017 Köln Lanxess Arena

    Peter Gabriel
    2013 Stuttgart Hanns-Martin-Schleyerhalle

    TMB
    2012 Frankfurt Jahrhunderthalle
    2013 Frankfurt Jahrhunderthalle

    Clubtag / Event in Welkers
    2012 Lamb Event Welkers
    2014 Anthony Pillips Event Welkers

  • olli
    Lurker
    Beiträge
    232
    • 29. März 2012 um 13:43
    • #13
    Zitat von townman

    Viel bescheuerter finde ich die Beliebigkeit der Darstellung des Themas - ich möchte bei einem solch problematischen Lebensausschnitt bei dieser Textlänge bitte auch eintauchen in eine verdichtete, gehaltvolle, individuelle Fiktion. Diese Welt der Eisenbahnarbeiter ist textlich äußerst oberflächlich und lieblos-plakativ vermittelt. Und auch die Innenperspektive des Sprechers wirkt banal - durch die Beliebigkeit der Sätze und die Gewöhnlichkeit der sprachlichen Gestaltung entsteht da weder ein ästhetisches Reizniveau noch inhaltliches Interesse am inneren Erleben des Mannes. Es fehlt das Besondere, das Überraschende, der ungewöhnliche Blick auf die Welt der Arbeiter.

    Wow.
    Reden wir noch von einem Songtext oder einer Diplomarbeit?

    Ich finde den Song sehr gelungen. Gelungener musikalischer Spannungsbogen und sackgute Phil-Fills. :topp:

  • Herma
    Giant Hogweed
    Beiträge
    8.491
    • 29. März 2012 um 13:55
    • #14

    Naja, townman hat schon Recht. Mit ein paar ausgewechselten Worten könnte Phils Betroffenheit auch Kumpels in der Mine, Mitarbeitern in einem Stahlwerk oder Köchen gelten. ;)

    🦄Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.🦄

  • Online
    mutzelkönig
    Giant Hogweed
    Beiträge
    10.594
    • 29. März 2012 um 16:09
    • #15
    Zitat von townman


    Viel bescheuerter finde ich die Beliebigkeit der Darstellung des Themas - ich möchte bei einem solch problematischen Lebensausschnitt bei dieser Textlänge bitte auch eintauchen in eine verdichtete, gehaltvolle, individuelle Fiktion. Diese Welt der Eisenbahnarbeiter ist textlich äußerst oberflächlich und lieblos-plakativ vermittelt. Und auch die Innenperspektive des Sprechers wirkt banal - durch die Beliebigkeit der Sätze und die Gewöhnlichkeit der sprachlichen Gestaltung entsteht da weder ein ästhetisches Reizniveau noch inhaltliches Interesse am inneren Erleben des Mannes. Es fehlt das Besondere, das Überraschende, der ungewöhnliche Blick auf die Welt der Arbeiter.

    Einspruch euer Ehren!:)

    Der Text von DTLS ist so, wie er ist, authentisch und deshalb gut. Authentisch ist er gleich in zweifacher Weise. Zum einen ist Phils Herangehensweise an das Texten eben grundsätzlich verschieden von der Art und Weise, wie z.B. Steve oder Peter ihre Lyrics verfassen. Seine Texte sind sehr direkt, sie verzichten ganz bewusst auf sprachliche Ausschmückungen oder metaphorischen Bombast. Phil beschreibt dies selbst sehr anschaulich auf der COME RAIN OR SHINE-DVD (ca. ab Minute 41 die Sequenz zu "I love you, I miss you, I want you...").
    Zum anderen - und das ist noch wichtiger - ist der Ich-Erzähler in DTLS ein einfacher Gleisarbeiter ("simple beliefs of a simple man"). Hier reflektiert also kein Künstler oder Intellektueller das Geschehen, sondern ein Mann aus einfachen Verhältnissen. Dass die im Text benutzte Sprache daher eher banal und gewöhnlich wirkt und ein besonderes "ästhetisches Reizniveau" vermissen lässt, ist somit nur konsequent. Vor diesem Hintergrund kann man Collins eigentlich nicht vorwerfen, dass sein Text nicht anspruchsvoll genug sei.

    But we never leave the past behind, we just accumulate...

    "Von jedem Tag will ich was haben

    Was ich nicht vergesse

    Ein Lachen, ein Sieg, eine Träne

    Ein Schlag in die Fresse"

  • Herma
    Giant Hogweed
    Beiträge
    8.491
    • 29. März 2012 um 16:40
    • #16

    Das ist soweit zwar richtig, aber (für mich) nicht des Ketchups Tomate. Das ich von Phil keinen Shakespeare, Goethe oder Hackett erwarten sollte (und nein, das ist nicht abwertend gemeint, ich finde es durchaus nicht schlecht, wenn man a sagt, statt "der erste von sechsundzwanzig Buchstaben im Alphabet" ;) ), aber um mal doch mit Hackett zu vergleichen. Es gibt da dieses wunderbarer Stück Golden Age of Steam, eine wahre Perle auf der Darktown. Dies ist textlich sicherlich nicht das Allerkomplexeste (denn ich und mein englisch haben es verstanden :D), erzeugt aber doch eine VIEL dichtere Atmosphäre als DTLS. Ich denke mal, auch ein Gleisarbeiter wäre dazu in der Lage gewesen, sein Leid etwas eindrücklicher zu schildern als mit einigen Floskeln. ;)

    🦄Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.🦄

    Einmal editiert, zuletzt von Herma (29. März 2012 um 20:02)

  • kaden09
    Lurker
    Beiträge
    631
    • 29. März 2012 um 17:29
    • #17

    Nun ja, notfalls die Musik genießen und Lyrics als das nehmen was sie sind oder halt den Song skippen...Der Text des Songs ist definitiv eher simpel und als 'Tear-Jerker' konzipiert, so 100%ig ernst würde ich den auch nicht nehmen (obwohl er seine Wirkung mit der Musik nicht unbedingt verfehlt). Weiß nur wie phil erzählt hat, er habe sich ein buch über Bergarbeiter ausgeliehen, nach richtiger Recherche klang das wirklich nicht gerade. Er wird wohl ein wenig gelesen haben und dann wieder etwas improvisiert haben was den text anbelangte (Die 'Can you hear me' Stelle klingt irgendwie danach)

  • townman
    Giant Hogweed
    Beiträge
    7.036
    • 5. April 2012 um 19:01
    • #18
    Zitat von mutzelkönig

    Einspruch euer Ehren!:)

    Der Text von DTLS ist so, wie er ist, authentisch und deshalb gut. Authentisch ist er gleich in zweifacher Weise. Zum einen ist Phils Herangehensweise an das Texten eben grundsätzlich verschieden von der Art und Weise, wie z.B. Steve oder Peter ihre Lyrics verfassen. Seine Texte sind sehr direkt, sie verzichten ganz bewusst auf sprachliche Ausschmückungen oder metaphorischen Bombast. Phil beschreibt dies selbst sehr anschaulich auf der COME RAIN OR SHINE-DVD (ca. ab Minute 41 die Sequenz zu "I love you, I miss you, I want you...").
    Zum anderen - und das ist noch wichtiger - ist der Ich-Erzähler in DTLS ein einfacher Gleisarbeiter ("simple beliefs of a simple man"). Hier reflektiert also kein Künstler oder Intellektueller das Geschehen, sondern ein Mann aus einfachen Verhältnissen. Dass die im Text benutzte Sprache daher eher banal und gewöhnlich wirkt und ein besonderes "ästhetisches Reizniveau" vermissen lässt, ist somit nur konsequent. Vor diesem Hintergrund kann man Collins eigentlich nicht vorwerfen, dass sein Text nicht anspruchsvoll genug sei.

    Danke für den Einspruch, das ist für mich gut nachvollziehbar und interessant.

    Deine Überlegung mit dem „einfachen“ Bahnarbeiter stimmt natürlich auf den ersten Blick. Auf den zweiten ist mir das aber zu wenig. Der Mann weist praktisch keine individuellen Züge / Eigenheiten auf und eignet sich deshalb in dieser Form auch nicht für einen Text. Die Konturlosigkeit des Protagonisten als Grund für die Farblosigkeit und Beliebigkeit des Textes und seiner Sprachlichkeit anzuführen, wäre zu einfach. Daraus entsteht künstlerisch eine einzige große Banalität. Entweder man hätte dem Mann eine eigenständige Persönlichkeit verleihen müssen (die sicherlich prinzipiell in einer einfachen, aber nicht charakterlosen (!) Sprache Ausdruck finden könnte) oder aber die Durchschnittlichkeit des Mannes hätte den Blick des Lesers / Hörers um so mehr auf die harte Realität / die Umstände in ihrer individuellen Beschaffenheit lenken müssen. Beides ist nicht der Fall, der Text bleibt auf jeglicher Ebene oberflächlich und bietet nichts, was man nicht schon vorher gewusst, gefühlt oder gedacht hätte.

    Um nicht missverstanden zu werden: Ob der Text von DTLS nun authentisch oder gut ist, ist mir gar nicht so wichtig. Ginge es nur darum, würde ich ungern mehr als zwei Sätzchen schreiben. Und ich nehme an, dass aus deinem Posting auch rausschimmert, dass es dir wie mir um grundsätzlichere Gedanken geht.

    Für meine Begriffe rührt unsere Meinungsverschiedenheit an der Frage, was das Wesen von Poesie ist:

    Collins‘ Ansatz, sich seine Gefühle einfach frank und frei von der Leber zu schreiben, dürfte für viele (Texter und Rezipienten!) gewiss reizvoll sein: So kann man sich dann einfach sehr gut vorstellen / einreden, dass die Texte unverstellt, wahrhaftig, authentisch und natürlich seien. Wenn ich meine Liebste anschmachten will, warum sollte ich es anders tun als mit einem ehrlichen „I love you“?
    Meine Frage dabei ist: Was mache ich als Rezipient - und nicht etwa als der / die angesprochene Geliebte - damit, wenn ein Künstler wie Collins einfach seinen unreflektierten Stimmungen, seinen innersten Wünschen und Überzeugungen eins zu eins freien Lauf lässt?
    Ich muss dann festhalten: Das ist eben das Innenleben von Herrn Collins. Es hat ausschließlich mit seinem Erleben und mit nichts anderem zu tun. Schön und gut. Es hat allerdings auch überhaupt nichts mit mir zu tun.
    Mir bleibt nun zweierlei als Möglichkeit: Ich kann mich entweder mit dem Text genau auf die gleiche subjektivistische Weise identifizieren (und ihn damit „gut“ finden) oder ich merke, dass er mit meinem Leben nichts zu tun hat (und finde ihn damit „schlecht“). Denn: Einen weiteren ästhetischen oder inhaltlichen Wert hat „I love you, I miss you…“ eben nicht.
    Damit hätten Collins‘ Texte die gleiche Beschaffenheit wie jede x-beliebige Tagebuchaufzeichnung von Luischen Müller und auch wie jedes x-beliebige selbstverfasste Liebesgedicht des fünfzehnjährigen Yannick B. aus Paderborn, welches dieser in seiner emotionalen Ergriffenheit an die Redaktion der „Bravo“ schickt. Zu lesen ist dieses Gedicht dann in der Rubrik „Eure Liebesgedichte“:

    Du

    Ich sehe dich
    jeden Tag.
    Meine Gedanken
    verfolgen dich
    und finden kein anderes Ziel mehr
    als deine tiefen braunen Augen.

    Doch du
    gehst an mir vorbei.
    Bin ich für dich
    nicht wichtig?
    Spürst du etwa nicht,
    dass zwischen uns
    ein unsichtbares Band ist?

    Ich weiß,
    irgendwann
    wirst du mich sehen.
    Bis dahin
    leide ich.

    Und wenn es gut kommt, dann gibt es da ein paar Leser des Gedichts, die denken: „Wow, dieses Gefühl kenne ich! Wie gut dieser Yannick genau das auf den Punkt bringt, was ich auch fühle! Ein tolles Gedicht!“

    Mich stellt diese Ausschließlichkeit der Empfindungsebene in dieser Form nicht zufrieden. Bei Yannick B. habe ich für dieses Vorgehen größtes Verständnis, bei Phil Collins habe ich dafür keines. Ich meine nämlich, dass ein Künstler mehr zu tun hat als nur seinen persönlichen Schmus abzusondern, der mich ja ohnehin in aller Regel nicht betrifft. Er muss einen Punkt treffen, der seinem Text mehr als nur bloße ungekünstelte Subjektivität gibt.

    A propos „nicht betreffen“: Ich bin mir sicher, dass viele solcher Texte eben nicht wahrhaftig und authentisch sind, wenn der kommerzielle Druck zu groß wird. Die Frage vieler (unter Druck produzierender) Künstler ist oftmals wohl eher, ob sich möglichst viele Leute mit dem Text identifizieren können – und dann wird eben aus Berechnung so pseudobetroffenes Zeug abgeledert, als wäre es mit dem Erleben des Künstlers deckungsgleich (wer will das nachprüfen?), und wird letztlich mehr oder weniger geschickt verpackt an den Mann und die Frau gebracht.
    Wenn es nur das Indentifikationspotenzial eines Textes ist, was über „gut“ oder „schlecht“ entscheidet, dann kann ich ungeniert die größten Klischees und Banalitäten aneinanderkleistern, ihnen eine nette Verpackung geben, und hoffen, dass ein weiterer erfolgreicher Schlager daraus wird.
    Ich habe es schon einmal geschrieben: Phil Collins hat mit seinem Credo des unreflektierten, bewusst wenig stilisierten und ästhetisierten Songwritings sicherlich ganz viel Erfolg gehabt – weil sich viele Menschen eine Zeit lang mit ihm und seiner unprätentiösen, „normalen“ Art sehr gut identifizieren konnten. Leider hat er eben unter zunehmendem Erfolgsdruck diese wichtige Unterscheidung zwischen „natürlich“ und „banal“ immer schlechter hinbekommen – und somit geriet er dann in das Schmalzheinifahrwasser, aus dem er nicht mehr rauskam. Seine Texte boten sich oftmals nur als Identifikationsvorlage an – funktionierte das nicht mehr, blieb von ihnen nichts mehr übrig, was einen anderen Reiz hätte ausüben können.


  • Online
    mutzelkönig
    Giant Hogweed
    Beiträge
    10.594
    • 5. April 2012 um 21:06
    • #19
    Zitat von townman


    Für meine Begriffe rührt unsere Meinungsverschiedenheit an der Frage, was das Wesen von Poesie ist:

    Gut erkannt! Und letztlich streifen wir wieder einmal auch die Frage, ob es objektiv definierbare Kriterien für gute Kunst oder anspruchsvolle Literatur gibt. Ich glaube, dass wir hier keine endgültigen Wahrheiten finden werden. Letztlich hängt es immer davon ab, welche Ansprüche a) der Schaffende und b) der Rezipierende haben. Gibt es bei beiden eine gemeinsame Schnittmenge, dann hat die "Kunst" zumindest auf beiden Seiten etwas erreicht...

    Zitat von townman


    Ich meine nämlich, dass ein Künstler mehr zu tun hat als nur seinen persönlichen Schmus abzusondern, der mich ja ohnehin in aller Regel nicht betrifft. Er muss einen Punkt treffen, der seinem Text mehr als nur bloße ungekünstelte Subjektivität gibt.

    Ich glaube nicht, dass sich Collins selbst als "Künstler" bezeichnen würde. Gerade dieses "Artifizielle" ist ihm tendenziell zuwider. Außerdem weiß ich nicht, ob man allgemein sagen kann, was ein Künstler zu tun hat und was nicht. Ein sprachlich einzigartiges und sehr anspruchsvolles Gedicht kann große Kunst sein, das Bemühen um Originalität kann aber auch anstrengend und verkrampft wirken. Auf der anderen Seite ist ein spannender Krimi auf den ersten Blick vielleicht banal, aber die Kunst, Menschen gut zu unterhalten, ist mitunter auch eine große Leistung. Letztlich ist es Geschmackssache, ob man SUPPER`S READY oder IN THE AIR TONIGHT für größere Kunst hält. Berücksichtigt man die "Reichweite" seiner Musik, so müssen aber auch Kritiker einräumen, dass Collins ziemlich viel richtig gemacht hat...

    Zitat von townman


    Ich habe es schon einmal geschrieben: Phil Collins hat mit seinem Credo des unreflektierten, bewusst wenig stilisierten und ästhetisierten Songwritings sicherlich ganz viel Erfolg gehabt – weil sich viele Menschen eine Zeit lang mit ihm und seiner unprätentiösen, „normalen“ Art sehr gut identifizieren konnten. Leider hat er eben unter zunehmendem Erfolgsdruck diese wichtige Unterscheidung zwischen „natürlich“ und „banal“ immer schlechter hinbekommen – und somit geriet er dann in das Schmalzheinifahrwasser, aus dem er nicht mehr rauskam. Seine Texte boten sich oftmals nur als Identifikationsvorlage an – funktionierte das nicht mehr, blieb von ihnen nichts mehr übrig, was einen anderen Reiz hätte ausüben können.

    Die Frage, was einen guten Songtext ausmacht, ist sicherlich vorrangig Geschmackssache. Ich persönlich finde z.B. die Texte der Gabriel-Ära durchaus spannend und interessant, betrachte sie aber mehr aus der distanzierten Perspektive eines "Musikwissenschaftlers". Anders gesagt: Das sind Texte zum Lesen und Analysieren, aber keine Texte zum Mitsingen! Wirklich identifizieren kann ich mich mit den Themen und der Sprache nicht. Das ist mir zu fantastisch, abgehoben, gestelzt, konstruiert.
    Unabhängig davon ist mir bei einem Song ohnehin die Musik viel wichtiger als der Text. Dies gilt natürlich besonders für englische Texte, deren "Banalität" ich oft ganz gut überhören kann, wenn mich die Musik packt. Umgekehrt kann ein noch so anspruchsvoller und schöner Text für mich eine banale Komposition niemals retten, der Song wird dann unhörbar.

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    Was ich nicht vergesse

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    Ein Schlag in die Fresse"

  • Yess4u
    Lurker
    Beiträge
    465
    • 6. April 2012 um 18:41
    • #20

    :-o

    Nachdem man hier vorbei geschaut hat, bekommt man den Eindruck, das bei einigen von Euch scheinbar das musikalische Werk 'Driving The Last Spike' als erlebare Ausdrucksform von den Musikern, Songwriter und Texter letztendlich nicht die richtige Stelle gefunden hat ... nähmlich das Herz.
    Bei so manchem geht wohl Alles erst durch den Kopf und nach Umwegen über das Rückenmark, die Leber zum Magen.

    Wie wichtig sind denn im Song die Nägel - Bitte - Ich sah innerlich in meinen Bildern zu diesem GROßartigen Song zwar auch Schienen und alles zugehörige - aber die Nägel ?

    Die Musik hat doch die Aufgabe die Gefühle und Intentionen der/des Musikers, mit einem notwendigen Übergang in die Wort-und schriftform, als Botschaft an einen Empfänger (Hörer) zu senden. Dabei kann der Empfänger eben auch Einiges wieder anders oder falsch transkripieren. Trotzdem hat der Song große Qualität, da er Atmosphäre, Stimmung und eine Geschichte hat die die Musik richtig aufnimmt und uns vermitteln kann.

    So, kann ja mal Jeder jetzt gleich ausprobieren, Musik an, Augen zu und Kopfkino starten !

    Wer nix sieht, denkt zuviel nach. Erst muss die Information über die Intuition u. das Herz in den Kopf lassen.
    (Natürlich kann es für Musiker, Texter ect. unter den Hörern schwierig sein, da sie auf alle Details automatisch achten.)
    :aha:

    GENESIS >>> Fan seit 1992 >>> Auslöser: 'We Can't Dance' | PHIL COLLINS >>> Fan seit 1992 >>> Auslöser: 'I Can't Dance' :tanzen:

    • PHIL COLLINS >>> Live am: 07. Juni 2019 Berlin
    • GENESIS - the last domino ? >>> Live am: 22. März 2022 Amsterdam
    • Mike + The Mechanics >>> Live am: 04.05.2025 Berlin :drum:

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