ich bin ganz der meinung von martinus. wenn ich scheisse gebaut habe- mord, totschlag, vergewaltigung, korruption, steuerhinterziehung etc- und ich überführt wurde, dann bin ich ganz alleine verantwortlich, es war also meine schuld.
natürlich gibt keiner zu, dass er scheisse gebaut hat, weil keiner mit heruntergelassenen hosen dastehen will, man versucht dann eben seine persönliche schuld auf wen auch immer abzuwälzen.
politik ist das beste beispiel dafür.
das ist aber lächerlich. falls ich als vater eins oder mehrere oben genannte verbrechen nachweislich ausgeführt habe, kann ich nicht sagen, dass das schuld meiner frau, kinder, etc ist, da sie meiner meinung nach eine bessere lebensqualität erwarteten, also habe ich steuern hinterzogen und schmiergelder angenommen. das ist kein argument um sich von seiner schuld reinzuwaschen.
Ich glaube, ich muss kotzen...
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Mmmh, alles schön und gut. Ich habe auch nicht behauptet, dass die heutigen Vertreter der Familie Quandt schuld an den Verbrechen während der Nazi-Diktatur sind. Jedoch ist es ungeheuerlich, dass man versucht, die eigene Familiengeschichte zu verschleiern. Das muss man moralisch verurteilen. Im Falle von Max Mustermann jun. wäre es doch auch unangebracht, seinen Vater von jeder Schuld freizusprechen und auf das Vergessen zu setzen, so wie es die Familie Quandt tut. Natürlich geschieht das vorrangig aus Image-Gründen. Familieneigene KZs machen sich nicht sehr gut für eine BMW-Werbebroschüre. Die Diskussion erinnert mich an die Sache mit der Deutschen Bahn und dem "Zug der Erinnerung". Auch hier will ein Unternehmen aus Image-Gründen nicht zu seiner Vergangenheit stehen. Am Ende gab's die Ausstellung doch. Sind die Menschen deshalb weniger Bahn gefahren? Nein. Jedoch wurde etwas gegen das Vergessen getan. Andere Frage: Würden die Leute aufhören, BMW zu fahren, aufgrund der Firmenvergangenheit? Bestimmt nicht. Jedoch hat jeder Mensch mit Herz und Verstand die Möglichkeit eine weitere Facette der engen Verbindung zwischen Wirtschaft und Nazi-Diktatur kennenzulernen. Die Schuld-Debatte ist sehr mühselig und schwierig. Ich fühle mich nicht schuldig, doch ich schäme mich gewaltig für die Taten eines Großteils der deutschen Bevölkerung. Ich sehe die Schuld vergangener Generationen nicht als meine Schuld an, erkenne jedoch, dass sie der Aufarbeitung und Bekanntmachung bedarf, weil man nur so aus der Geschichte lernen kann. Familie Quandt steht nicht auf Aufarbeitung und Bekanntmachung. Sie leugnen die Verstrickung ihres Konzerns und schweigen sich aus und machen sich damit schuldig. Schuldig, weil sie Leid und Unrecht vergessen machen wollen.
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Mmmh, alles schön und gut. Ich habe auch nicht behauptet, dass die heutigen Vertreter der Familie Quandt schuld an den Verbrechen während der Nazi-Diktatur sind. Jedoch ist es ungeheuerlich, dass man versucht, die eigene Familiengeschichte zu verschleiern. Das muss man moralisch verurteilen. Im Falle von Max Mustermann jun. wäre es doch auch unangebracht, seinen Vater von jeder Schuld freizusprechen und auf das Vergessen zu setzen, so wie es die Familie Quandt tut. Natürlich geschieht das vorrangig aus Image-Gründen. Familieneigene KZs machen sich nicht sehr gut für eine BMW-Werbebroschüre. Die Diskussion erinnert mich an die Sache mit der Deutschen Bahn und dem "Zug der Erinnerung". Auch hier will ein Unternehmen aus Image-Gründen nicht zu seiner Vergangenheit stehen. Am Ende gab's die Ausstellung doch. Sind die Menschen deshalb weniger Bahn gefahren? Nein. Jedoch wurde etwas gegen das Vergessen getan. Andere Frage: Würden die Leute aufhören, BMW zu fahren, aufgrund der Firmenvergangenheit? Bestimmt nicht. Jedoch hat jeder Mensch mit Herz und Verstand die Möglichkeit eine weitere Facette der engen Verbindung zwischen Wirtschaft und Nazi-Diktatur kennenzulernen. Die Schuld-Debatte ist sehr mühselig und schwierig. Ich fühle mich nicht schuldig, doch ich schäme mich gewaltig für die Taten eines Großteils der deutschen Bevölkerung. Ich sehe die Schuld vergangener Generationen nicht als meine Schuld an, erkenne jedoch, dass sie der Aufarbeitung und Bekanntmachung bedarf, weil man nur so aus der Geschichte lernen kann. Familie Quandt steht nicht auf Aufarbeitung und Bekanntmachung. Sie leugnen die Verstrickung ihres Konzerns und schweigen sich aus und machen sich damit schuldig. Schuldig, weil sie Leid und Unrecht vergessen machen wollen.
Deiner Meinung kann ich mich nur anschliessen. -
Wie hat Helmut Schmidt unser schweres Erbe der Nazi-Dikatatur treffend beschrieben: Wir als eine der nachfolgenden Generationen können uns davon nicht lösen, also müssen wir uns damit auseinandersetzen. So ist das, was die Familie Quandt macht, unerhört und schlecht - keine Frage. Daher muss ich sandman zustimmen.
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