Genesis: Setlist Berlin 03.07.2007
Auch in Berlin blieb es beim gewohnten Set:
Behind The Lines / Duke’s End
Turn It On Again
No Son Of Mine
Land Of Confusion
In The Cage / The Cinema Show / Duke’s Travels
Afterglow
Hold On My Heart
Home By The Sea / Second Home By The Sea
Follow You Follow Me
Firth Of Fifth / I Know What I Like
Mama
Ripples
Throwing It All Away
Domino
Drum Duet
Los Endos
Tonight Tonight Tonight
Invisible Touch
I Can’t Dance
The Carpet Crawlers
Eine Fotogalerie zur Show findet ihr unter diesem Link



Am 4. Juli 2007 um 17:52 Uhr
Es war das genialste Konzert meines Lebens!!!!!
Da ist endlich ein Wunschtraum in Erfüllung gegangen, die Jungs haben eine Hammer-Setlist gespielt! Nach hinten hin wurd’s immer besser, Höhepunkte waren Follow You/Me mit der Freundin im Arm, Domino, Home By The Sea, Ripples!!!, Firth of Fifth, die tollen Bilder bei I Know What I Like und ganz besonders Drum Duet/Los Endos und Carpet Crawlers, bei dem mir die Tränen gekommen sind. Hätte nicht gedacht, dass sie noch so gut drauf sind, von Phil hätt ich mir dennoch ein ganz wenig mehr Pep gewünscht (z.B. bei In the Cage) aber das sind Peanuts! Fand’s auch interessant, dass sie Duke’s Travels mal ins Medley eingebaut haben und ncht immer nur den Slipperman wie damals…wobei ich den Übergang zu Afterglow nicht ganz verstanden/nachvollzogen habe aber was soll’s! Und die Bühnenshow war wirklich der Oberhammer!!!
Am Anfang war die Stimmung noch ein bisschen lau, fand ich, wohl auch getrübt durch den Regen vorher und die dunkle Erwartung, dass es das ganze Konzert über so weitergehen oder gar noch schlimmer werden würde…das hat sich zum Glück nicht bestätigt und ne Viertelstunde vor Beginn fiel dann auch kein Tropfen mehr, was war ich froh! Nach Hold on My Heart und Home By The Sea war auch beim Publikum der Knoten geplatzt und bei Domino und dem Drum Duet gab’s stimmungsmäßig kein Halten mehr!!!
Wir hatten nen mittigen Platz vor der 1. Absperrung mit perfekter Sicht auf die Bühne/die Show und konnten den Herren dennoch fast in die Augen schauen, nebenher war der Sound absolut fantastisch! Es hätte nicht besser sein können!
Fazit: ein Riesen-Konzert!!! Es wird ewig in Erinnerung bleiben!!!
An alle, die noch nicht da waren: GEHT HIN!!!
Am 4. Juli 2007 um 21:33 Uhr
hallo zusammen
wurde eigentlich in tour-book verkauft? ich war am konzert in bern (schweiz) und habe allgeimen keinen “richtigen” stand gesehen, wo solche dinge verkauft werden. lediglich ein mobiler verkäufer bot T-shirts und ein poster an, das ist alles…
Am 4. Juli 2007 um 22:22 Uhr
@ timon raphael
Einen offiziellen Stand gab es hinter dem FoH. Kann man auch auf den Bildern von Bern sehen.
Am 4. Juli 2007 um 23:07 Uhr
Hallo, ich war gestern in Berlin dabei und habe es nicht bereut obwohl ich schon in Hamburg war. Der sound war ausgereifter und voluminöser als in HH. Es kam alles besser rüber. Hatte den Eindruck das das Drumduett routinierter war. Ich werde es nicht vergessen. Wünsche den Fans der nächsten Konzerte viel spass, denn den werdet ihr haben.
Tourn It On Again Gys The Fans love you
Am 4. Juli 2007 um 23:31 Uhr
Täusche ich mich, oder hat bei “Carpet Crawlers” die komplette erste Strophe und die Hälfte der zweiten gefehlt? Angefangen hat es meiner Erinnerung nach mit “They’re moving in time to a heavy wooden door”.
“In the cage” war eine einzige Katastrophe, wenn man das Original von Peter Gabriel kennt. Nichts für Phil.
“Ripples” hätte ich nicht in die Setlist genommen, “Dance on a volcano”, “Assault and robbery” oder “Trick of the tail” wären da besser gekommen. Ist einfach kein Live-Stück.
Bis “Home by the sea” wirkte alles sehr steril und emotionslos. Bis da war auch im Publikum nichts los. Es wurde dann nach und nach besser, auch wenn mir in der Band nicht alles zu stimmen scheint. Da fehlte irgendwie die gute Laune, jeder spielte vor sich hin.
Am 5. Juli 2007 um 09:54 Uhr
“….Da fehlte irgendwie die gute Laune, jeder spielte vor sich hin……”
Diesen eindruck hatte ich auch als ich letzte Woche Samstag in Paris das Konzert miterlebt habe. Außer dem Phil hat da kaum einer irgendwelche reaktionen gezeigt.
Das ganze hatte was von “Dienst nach Vorschrift”.
Ok, Tony und Mike waren noch nie Temperamentsbolzen, aber die wirkten ja fast schon Scheintod!
Aber vielleicht erwarten wir alle einfach nur zu viel von denen. Man muß sich mal klar vor Augen führen das die seit ihrer letzten gemeinsamen Tour satte 15 Jahre älter geworden sind.
Wobei, wenn ich es recht bedenke, 1992 waren die eigentlich auch nicht viel temperamentvoller.
Nur hat es da wahrscheinlich niemanden gestört, bzw. es gab auch so was wie das Internet und Foren noch nicht in denen solche Themen endlos diskutiert wurden und man sich gemeinsam Gedanken zu solchen Sachen, im Prinzip sind es nichtigkeiten, gemacht hat.
Zu der Liederauswahl ist in der Tat auch schon diskutiert worden “….warum dieser Song, warum nicht der …oder der…….der hätte doch viel besser gepasst….usw….”
Es ist wie bei allem im Leben eine Geschmacksfrage. Dem einen gefällts dem andern eben nicht. So what?
Die werden schon ihre Gründe gehabt haben bei der Liederauswahl.
So hätte ich mir z.B. auch gerne Abacab gewünscht das sie ‘92 auch nicht gespielt haben. 92 wurde auch kein Mama in Deutschland gespielt, darüber war ich auch sehr enttäuscht. Dafür isses diesesmal dabei…..!
Aber was solls, hauptsache ist doch das die überhaupt noch mal was gemeinsam getan haben. Erfreuen wir uns doch einfach an dieser Tasache!
Jetzt muß sich nur noch Pink Floyd endlich mal zu einer neuen Tour überwinden, dann bin ich restlos glücklich und brauch ich für den Rest meines Lebens auf keinerlei Live-Konzerte mehr zu gehen. :-))))))
Viel Spaß allen heut abend Frankfurt! Inclusive mir!
Am 5. Juli 2007 um 09:55 Uhr
Kann mich der Meinung von Andreas anschließen, irgendwie fehlte die gute Laune. Besonders Phil war ich von früheren Konzerten in den neunzigern einfach “spritziger” gewohnt. Die Publikumsanimationen wirkten auch eher etwas runtergespult und kurz: Kein “it’s audience participation time!” mehr und auch eher nur halbherzige Motivationsversuche. Man muss sich mal wirklich die Live ansagen aus den achtzigern oder neunzigern als Vergleich nehmen.
) fehlte als Sahnehäubchen oben drauf.
Nichtdestotrotz war ein gutes Konzert mit einer super Setlist die kraftvol vorgetragen wurde und ich habe das Konzert genossen.
Aber der letzte Kick, also etwas mehr ausgelassenheit und gute Laune in der Band (mal von Tony Banks abgesehen
Würde gerne mal wissen ob Andreas und ich da allein auf weiter Flur sind, da die meisten anderen Berichte auf diesen Aspekt wenig eingehen.
Am 5. Juli 2007 um 10:10 Uhr
Genesis in Berlin war einfach gut! Ich konnte schon die erste Show in Düsseldorf sehen und muß sagen Genesis haben in Berlin noch mal alles gegeben. Ich hatte das Glück und war in der ersten Reihe obowhl ich erst gegen 19,30 Uhr ins Stadion gegangen bin. Der Innenraum war nach meiner Meinung sowieso nicht so gut gefüllt. Man konnte sich überal frei bewegen. Die Band hatte eine viel größere Spielfreude als in Düsseldorf. Selbst Tony konnte sich oft ein Lächeln abgewinnen. Phil war gut drauf und hat sich mit Pfefferminztabletten vollgefressen immer wenn er Drums gespielt hat. (Die Stimmme wird ja auch nicht jünger) Bei Turn it on again hatte Daryl große Schwierigkeiten mit seiner Gitarre. Ein Techniker fummelte immer mal an seiner Soundpedal bei den ersten drei Stücken bis das Problem behoben war. Ab da hat Daryl bei jeden Song ein Handzeichen zum Techniker gegeben das alles richtig eingestellt ist und funktioniert. Hold on my herat war viel zu Basssig! Der Song war für mich in Düsseldorf noch ganz ok allerdings in Berlin habe ich gedacht man könnte Hold on my heart besser durch z.B. Abacab, That´s All oder auch ein geiles Fading Lights oder kurzes schnelles Living Forever ersetzen. Genesis zum letzten mal zu erleben (Laut Berliner Tagesblatt “die letzte Genesis Tour”) war für mich ein sehr schönes Erlebnis. Das Berliner Olympistadion hat mich nach U2 & Robbie Williams noch einmal mehr überzeugt als Livekonzertarena. Wer noch nicht bei Genesis war der sollte sich noch eine Show ansehen! Genesis spielen für mich die beste Set-List die sie je gespielt haben.
P.S. Ripples wurde in Berlin viel besser gesungen von Phil als in Düsseldorf.
Am 5. Juli 2007 um 11:31 Uhr
Hallo zusammen,
ich kann nur sagen, es war der Oberhammer. Das Beste, was ich seit langer, langer Zeit gehört und gesehen habe. Die Setlist war ja schon bekannt und insofern keine Überraschung. Für mich eingelungenes Spektrum über die gesamte Bandhistorie.
Ich fand, dass Phil sehr gut drauf war. In der 2. Hälfte des Konzerts ist auch Mike richtig aufgetaut. Die Stimmung im Innenraum war super, wurde mit zunehmender Dauer immer besser. Was ich sehen konnte, ging es auch auf den Rängen richtig ab, spätestens beim Domino-Effekt. Ich habe einige Konzerte angesagter Bands in letzer Zeit erlebt, wo das (im Durchschnitt viel jüngere Publikum) wesentlich reservierter war. Klar, war auch ein weinig nostalgisch, für so alte Knochen, wie mich. Aber so sollte es auch sein.
Letztlich überzeugend war die großartige Musik, die diese Band in der Zeit ihres Bestehens geschaffen hat. Dies wurde auf überzeugende Weise noch mal dargeboten.
Im übrigen: wer spielt heute schon noch 2,5 Stunden am Stück. Das ist auch körperlich sehr anspruchsvoll für die alten Herren. Man konnte über den Screen gut erkennen, wie Phil manchmal ordentlich gepumpt hat.
Fazit: absolut endgeil, jeder EURO hat sich gelohnt. Ich bin sehr froh, dass ich da war.
P.S. was gibt es gegen Ripples einzuwenden? War für mich eindeutig die schönste Ballade, auf jeden Fall besser als z.B. Follow you follow me.
Gruß Stefan
Am 5. Juli 2007 um 11:39 Uhr
Fand Hold on My Heart sehr schön…war auch soundtechnisch alles OK bei mir…
Es funktioniert gut als Pausenfüller (im guten Sinne), Phil kann seine Stimme bisschen schonen und auf nem Barhocker chillen…der Song hat seine Berechtigung im Set, es war immerhin auch ein Hit von Genesis und das Publikum ist bei dem Song aufgewacht - man höre und staune:-)
Es war alles wunderbar und ich werde dieses Konzert nie vergessen!
Am 5. Juli 2007 um 13:52 Uhr
@chris
Ich war in Stuttgart und kann nur sagen, auch das Konzert war einfach nur geil !
Was die Ausgelassenheit auf der Bühne betrifft, auch in Stuttgart hat Phil ganz schön geschwitzt,
man überlege sich, was der alles (2,5 St. !! ) auf der Bühne anstellt. Jungs, der Mann ist 56!!, dafür ist der noch ganz schön fit, wer auch so alt ist, sollte das mal versuchen! MR und TB waren noch nie Entertainer,
auch in der Vergangenheit war immer Phil der Witzbold. Hatte aber (auch in Stuttgart nicht) den Eindruck,
dass die zwei das programm nur so runterspielen. Wer sie genau beobachtet, sieht auch deren Spielfreude.
Tony hat seine Stärken eindeutig als Songschreiber und Komponist, Phil transportiert sie zum Publikum.
2,5 Std. !! + Zugaben (fast 25 min) welche andere Band steht in dem Alter so lange auf der Bühne mit solchen
Krachern, dass geht auf die Substanz ( allein die Schlagzeugparts von Phil) und ich weiß wovon ich rede, ich spiele selber Schlagzeug.
Meine Meinung: die Jungs werden älter, das ist völlig normal und in dem Alter noch so eine (lange) Show
hinzulegen… ich ziehe meinen Hut!!! Bittebitte.. irgendwann noch mal!
Turn it immer wieder on again and again……
Am 5. Juli 2007 um 15:07 Uhr
Eine Kritik, die ich Euch nicht vorenthalten möchte!
Schimmel in der Höhle
“Turn It On Again”: Genesis spielten im Berliner Olympiastadion Hits der 70er-, 80er- und 90er-Jahre
von Jens Balzer
Ich kann nicht tanzen”, singt Phil Collins am Ende des Abends. “Wir können nicht klatschen”, denken seine fünfzigtausend Zuhörer, als sie am Beginn des Konzerts versuchen, sich durch rhythmisches Bewegen der Hände in die richtige Stadionstimmung zu bringen. Aber das erste Stück, das Genesis an diesem Abend im Olympiastadion darbieten, ist gerade das lustige, aufstachelnde, zugleich ziemlich sonderbare “Turn It On Again”, das der Show auch ihren Namen gibt: ein Aufputsch-Song, der stetig aufzusteigen und zum Mitklatschen und -tanzen zu animieren scheint - durch seinen 13/8-Takt dann aber doch jeden Versuch der rhythmischen Einfühlung schon im Ansatz erstickt. Das Berliner Publikum, dafür sei es an dieser Stelle einmal ausdrücklich gelobt, erkennt die Sinnlosigkeit seines Trachtens sofort und hält die Hände still.
Eine kleine Wiedervereinigung
Nach fünfzehn Jahren war Phil Collins am Dienstagabend erstmals wieder mit seiner Band Genesis auf einer Berliner Bühne zu sehen. Nachdem er Anfang der 90er die Gruppe verlassen hatte (und auch die härtesten Genesis-Getreuen über die folgende Variante mit dem Ersatz-Nachwuchsmann Ray Wilson lieber den Mantel des Schweigens decken), kann man hier also von einer Reunion-Tour reden. Wiedervereint wurde allerdings nur die 80er-Jahre-Besetzung der Gruppe mit Collins, dem Gitarristen Mike Rutherford und dem Keyboarder Tony Banks - zum Bedauern vieler älterer Genesis-Hörer. Stand die Band in den 70er-Jahren unter der Ägide ihres ersten Sängers Peter Gabriel für einen episch-versponnenen, exzentrisch-verdüdelten Prog-Rock, wandelte sie sich nach dem Ausstieg von Gabriel und des genialen Gitarristen Steve Hackett zu einer radiofreundlichen Popband. In ihren besten Momenten - wie in “Turn It On Again”- gelang den neuen Genesis Radiopop, unter dessen Oberfäche es kunstvoll zwirbelte und zwickte; allerdings nervte die Band gegen Ende der 80er-Jahre zunehmend mit schnell verrostendem Maschinenpopschrott wie “I Can’t Dance” oder “Invisible Touch”.
Länger schon ist von einer Reunion der frühen Genesis die Rede. Auf den von Phil Collins 2004 öffentlich geäußerten Vorschlag, mit Gabriel und Hackett noch einmal das 1974er Konzeptrock-Großwerk “The Lamb Lies Down On Broadway” aufzuführen, hat Peter Gabriel sich allerdings bisher nicht geäußert; und da weder Collins noch Banks oder Rutherford nach eigenen Angaben seine aktuelle Telefonnummer besitzen, können sie ihn nicht persönlich fragen.
Dennoch ist auch die neue Trio-Tour ganz der Vergangenheit gewidmet; nicht zuletzt deswegen, weil Genesis keine neuen Songs vorweisen können. Gemeinsam mit den seit 30 Jahren gleichbleibend als “Gastmusikern” angestellten Chester Thompson und Daryl Stuermer spielten sie sich im Olympiastadion zweieinhalb kurzweilige Stunden lang durch eine Mischung aus alten Pop- und noch älteren Prog-Stücken; von “I Can’t Dance” (1991) ging es zurück bis zu “I Know What I Like” (1973,) zu dem Collins - der unentwegt zwischen Gesangsmikrofon und Schlagzeug wechselte - noch einmal seine berühmte Tamburin-Schuhplattler-Performance aufführte.
Dass als nächstes ein altes Stück kommen würde, konnte man verlässlich daran erkennen, dass Mike Rutherford sich seine berüchtigten Shergold Doubleneck umhängte, einen Bass-Gitarre-Hybriden, wie er in den 70ern das große Phallus-Symbol der Progrock-Virtuosen darstellte - zu denen man Rutherford freilich weder nach handwerklicher Kompetenz noch nach musikalischem Ideenreichtum zählen kann.
Kreischen, nicht kraulen
Auf älteren, komplexeren Stücken wie “Firth of Fifth” (von der 1973er LP “Selling England by the Pound”) übernahm denn auch Daryl Stuermer die Führung und imitierte zur Bassbegleitung von Rutherford jene Soli, die weiland der geniale Steve Hackett einspielte. Allerdings spielte er sie nicht so, wie Hackett sie spielte, sondern eher, als ob Eddie van Halen Steve Hackett nachspielen würde. Wo Hackett seine Gitarre stets eher kraulte als zupfte, um einen weichen, schwebenden Ton zu erzeugen, gab Stuermer unbeschwert den Rocksolo-Gniedler: mit zugesägten Spitzen und kreischenden Höhen; fraglos fingerfertig, aber ohne ein Gefühl für das besondere Flair dieser alten Musik zu vermitteln.
Das war überhaupt das Erstaunlichste an diesem Konzert: das mangelnde Interesse an musikalischer Virtuosität oder auch nur dem Spielen von Varianten. Alles war ausgezirkelt, nichts spontan. Das “Drum Duet”, das Phil Collins gegen Ende des Hauptteils mit Chester Thompson darbot, war lediglich lächerlich: ein rhythmisch rundum redundantes Dritte-Welt-Laden-Getrommel, das nichts, aber auch gar nichts mit der Kunstfertigkeit zu tun hat, mit der Collins in den 70er-Jahren bei Genesis oder in seinem Fusion-Jazz-Seitenprojekt Brand X zu spielen pflegte.
Wäre das aber nicht auch eine Möglichkeit? Wenn man alles erreicht hat, Millionen verdient und auch ansonsten seine Schäfchen ins Trockene gebracht - dass man sich dann einfach noch einmal aufrafft und musikalisch etwas wagt? Keine Spur davon bei Genesis. ProgRock, dem die Spontaneität fehlt, wirkt aber bald nur noch käsig und breit; so dass man, selbst wenn man sich eigentlich auf die alten Stücke gefreut hatte, letztlich doch immer froh war, wenn wieder eins von diesen konzisen, Formatradio-kompatiblen Vier-Minuten-Dingern wie “Tonight Tonight Tonight” kam.
Die Bühne hatte übrigens der von Dinosaurier-Rockgruppen (zuletzt etwa den Rolling Stones) gern gebuchte Bühnenbau-Dinosaurier Patrick Woodroffe designt; er hatte dafür die Form eines Gebärmutteraufschnitts in einem Sexualkundebuch ausgewählt. Die Musiker agierten vor der Gebärmutterhöhle; pilzförmige Schirme aus Hartplastik schützten sie vor dem Regen. In den Eierstöcken waren ovalförmige Großmonitore platziert, auf denen man das Bühnengeschehen in Nahaufnahme mitverfolgen konnte. Nach etwa der Hälfte des Sets, zu dem 1983er Stück “Mama”, blähte sich über der Gebärmutter eine gewaltige Uterusschleimhaut empor, die durch Streben mit rotblinkenden Bommeln gehalten wurde. Aus den Streben böllerte nach Ende des Hauptteils ein begeisterndes Feuerwerk, während die Gebärmutter bereits in dem Stück “Los Endos” rot-gelb-eitrig zu bluten begonnen hatte. Trockennebel umpuschelte die Künstler wie Schimmelbefall: ein schönes, süß-bittres Sinnbild für das Schicksal ihrer Musik.
Berliner Zeitung, 05.07.2007
Am 5. Juli 2007 um 16:53 Uhr
hallo genesis fans,
auch ich war beim konzert in berlin dabei und bin froh darüber. es war herrlich die alten recken nochmal fast in originalbesetzung spielen zu sehen und zu hören.
für ihr altern haben sie das absolut bravorös hinbekommen. selbst phils stimme hat sehr gut mitgespielt. da gibt es andere beispiele wo im alter die stimme weg bleibt.
leider muss ich sagen das mir das zusammenspiel der musiker untereinander total gefehlt hat. man hatte den eindruck jeder macht seins und dann gehts ab nach hause. es wirkte alles ein wenig zu professionell. setlist spielen, zugaben und dann weg. schade, da hätten die junge mehr draus machen können. auch die motivationsversuche beim publikum waren sehr halbherzig.
und das der sound im olympiastadion nicht der beste ist, das ist ja allgemein bekannt. da gibt es in berlin veranstaltungsorte die wesentlich besser klingen, aber leider nicht so vielepersonen aufnehmen.
alles in allem bereue ich es aber nicht dabei gewesen zu sein.
Am 5. Juli 2007 um 20:42 Uhr
Hey Leute,
war am 03.07.07 in Berlin dabei und fand es großartig. Ich gehöre sicher nicht zu den Hardcore-Fans , aber bin wirklich schwer beeindruckt von dieser Leistung.Zweieinhalb Stunden ohne größere Ausfälle.Viele jüngere Künstler,die ich live gesehen und gehört habe(z.B. Pink,Joss Stone oder Robby Williams),kommen bei weitem nicht mal in die Nähe dieser Show.
Enttäuschend war allerdings , daß in Vorfeld unglaublich viel Werbung über die Leinwände flimmerte(nervig) und die Band erst mit über einer Stunde Verspätung anfing.Leider waren auch die Leinwände ziemlich klein und ich hätte gerne mehr gesehen.Die Lightshow war echt super und der Sound bisher unübertroffen.
Falls genesis noch einmal auf Tour gehen,bin ich dabei.
Am 5. Juli 2007 um 22:57 Uhr
Hey Genesis Leutz,
Also ich muß sagen da für das die Band ja auch etwas älter geworden hat Phil wirklich sehr gut gesungen und Tony Mike Daryl und Chester haben ihr bestes gegeben um die Hütte zu rocken allen Kritiken zum Trotz das werd ich mein Leben net vergessen für nen jungen Genesis Fan wie mich wars des grösste was es an Konzert gab nich zu Übetreffen und ich hoffe das se sich vielleicht in nen paar jahren wieder uff ne tour überreden lassen sowie die Rolling Stones ja auch ständig sagen das se in rente gehen und wie gesagt sie kommen immer wieder
aber vergessen werd ich des Konzert niemals in meinen Leben dafür wars einfach zu Geil yeah und vielen spaß den Leuten die noch in den restlichen Städten abrocken werden und vorallem beim Rom Konzert mit fast 500000 Leutz lasst es Krachen
also ich war nun och beim Konzert am dienstag dort und musste feststellen das i etwas zu früh da war und den bescheuerten regen genießen durfte aber wie durch ein wunder bis zum Anfang des Konzerts wars vorbei mit den regen obwohl es sich nen bischen mit en anfang in die länge gezogen hat und die jungs haben dann ordentlich die Hütte gerockt vom Behind the lines und bei turn it on again hab i dann ne richtige Gänsehaut gekriegt wie eigentlich bei den geilen Krachern wie Mama Land of Confusion oder invisible touch mit den geilen Feuerwerk also da kannste sagen wat de willst dit Konzert war von anfang bis ende mit den zugaben von i cant dance und carpet crawlers der Oberhammer, des beste für mich zumindest vom Konzert her aus gesehen sieht ja jeder anders, die atmosphäre war geil die Bühne einfach der Hammer mit der geilen Videoleinwand mit den Farbenspielen und da hat einfach alles gepasst und auch perfektes abspiel mit den publikum haben odentlich mitgerockt.Leider konnt ick damals beim 92er Konzert net bei sein weil ick da noch etwas jung war aber da wars ja auch nur uff en Maifeld und diesmal im umgebauten neuen Olympiastadion hey wo haste sowas in Berlin mit so ner geilen Location da kannste sagen wat de willst und am besten wars mit Domino Principal with the tiny people in the back
Am 6. Juli 2007 um 00:19 Uhr
Oh shit meen name is falsch der muß lauten Sörensen also net wundern sorry
:-)
:-)
Am 6. Juli 2007 um 15:08 Uhr
Ich will vor allem etwas zum Sound sagen. Er mag ja im Innenraum ganz toll,irre, best ever geklungen habe, aber auf den “billigen”Plätzen -Unterring/Oberring- war es teilweise ein Klangbrei, aus dem nur die Bässe mit 140 Dezibel herauslugten. Soundcheck wird offensichtlich immer dort gemacht, wo es passt. Vielleicht waren die zwei Lautsprechertuerme doch etwas zu wenig. Bei Grönemeyer saß ich an der gleichen Stelle, und es war wunderbar.Allerdings hatten die auch mehr Plätze mit Lautsprecher gepflastert. Soundplanung sollte nicht untergehen. Ansonsten war alles super. Stimmung hätte etwas besser sein können -sowohl beim Publikum wie auch bei den Jungs - . Empfehlung für billige Plätze : Ohrenstöpsel und Ohren auf !
Am 6. Juli 2007 um 18:02 Uhr
Ich hatte nur Sorge, weil P.C. 1 - 2 Mal von “hinter” der Bühne sang …
In Anbetracht der inzwischen wesentlich tieferen Gesangstöne verstehe ich den Tourzeitplan überhaupt nicht. Mir wär lieber, sie würden auf dem Gebiet NICHT mehr versuchen, als die Jungen. Ich fänd´s schön, wenn es zumindest das Gefühl gäbe, dass da noch was Neues nachkommt.
Das Gehörproblem bei P.C. ist wohl weg und der Gesichtsrost jetzt wohl auch. Ist Euch der “Salut” an - äh irgendeine - Frau im vorletzten Song aufgefallen? Ich hörte ein “f…ed up” und musste erst mal rot werden.
War nicht P.C. immer ganz besonders kreativ, wenn er sich wieder einmal über eine Frau geärgert hat?
Gruß
_____
Arne
Am 22. August 2007 um 10:37 Uhr
wer kann helfen?? vor dem konzertbeginn lief zur untermalung(In berlin)ein istrumentalstück.wer oder von wem ist das ????
Am 22. August 2007 um 10:42 Uhr
Thomas Newman - Dead Already
Aus dem Soundtrack zu AMERICAN BEAUTY
Am 22. August 2007 um 11:44 Uhr
he vielen dank christian voll geil das ging ja schnell!!!danke nochmals die scheibe muss ich haben.