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  5. Polls zu GENESIS

Notenvergabe für "Foxtrot"

  • Jan
  • 20. Oktober 2005 um 12:55
  • Gamma
    Banjo Man
    Beiträge
    971
    • 29. November 2006 um 14:34
    • #41

    Watcher Of The Skies (9)
    Time Table (8)
    Get `Em Out By Friday (9)
    Can-Utility And The Coastliners (9)
    Horizons (-)
    Supper´s Ready (9)

    Gesamt 9

    But there is in fact more earth than sea...

  • Dead Flower
    Gast
    • 29. November 2006 um 14:39
    • #42
    Zitat von Floyd

    Watcher Of The Skies (9)
    Time Table (8)
    Get `Em Out By Friday (9)
    Can-Utility And The Coastliners (9)
    Horizons (-)
    Supper´s Ready (9)

    Gesamt 9

    Warum keine Wertung für Horizons?

  • Gamma
    Banjo Man
    Beiträge
    971
    • 29. November 2006 um 14:43
    • #43

    Nun, Horizons ist für mich nur ein kleines Vorspiel für SR und ihm eine Note zu geben... :?:
    Ich sage mal: es ist nett!

    (Wenn's sein muss: 5)

    But there is in fact more earth than sea...

  • BenniJustice
    Lurker
    Beiträge
    219
    • 29. November 2006 um 17:25
    • #44

    Ich schau so grad hier rein, da seh ich "Ich hab Foxtrot noch nicht bewertet!!" :schock2:
    Das muss gebürtig nachgeholt werden!!

    Ich glaube es war ungefähr 11 Jahre her, als ich noch ein kleines Kind mit grade mal vier Jahren war. Eines Tages spielte mein Dad „Watcher of the Skies“, als ich ins Wohnzimmer kam und mir das Cover ansah von der LP betrachtete. Eine Frau mit Fuchskopf. Ein wunderschön gemaltes Meer mit einem Wal. Eine Reihe von komischen Leuten am Strand. Auf der Rückseite die vier apokalyptischen Reiter… Und plötzlich bekam ich es mit einer Angst zu tun. Das Mellotron-Solo von Anfang spielte gerade, als ich die unheimlichen Gestalten genauer untersuchte. Irgendwie muss es mir zu unheimlich gewesen sein, denn ich rannte gleich darauf ins Schlafzimmer und versteckte mich unter der Bettdecke.
    Wahrscheinlich dachte ich, dies wäre so eine Art Zirkusmusik oder Gruselsoundtrack.

    Jaja, so war das vor 11 Jahren. Und sogar heute noch habe ich ein geteiltes Verhältnis zu Foxtrot. Es ist ein seltsames, surrealistisches Gemälde, vertont durch eine Band, deren Sänger Fledermausflügel am Kopf gebunden hat – Genesis.
    Soundtechnisch ist dieses Album sehr gut gelungen, das Zusammenspiel der Rhythmusgruppe Collins-Rutherford funktioniert wie geschmiert. Auch das Gitarrenspiel Hacketts ist virtuoser und verschrobener, als alles was er jemals gespielt hat, oder spielen wird. Auch Tony Banks trägt viel bei, zum Beispiel beim Supper’s Ready – Part „Apocalypse in 9/8“, „Watcher of the Skies“ oder „Get’em out by Friday“.

    Insgesamt ist Foxtrot ein recht gelungenes Album. Alle Songs sind sehr gut, komplex und anspruchsvoll, jeder Ton sitzt. Doch dabei liegt vielleicht auch die Schwachstelle von Genesis’ Meisterwerk: Es ist teilweise zu glatt. Dabei aber nicht eintönig, geschweige denn langweilig. Jeder Titel ist ein Kleinod für sich, perfekt in jeder Note. Besonders der Longtrack „Supper’s Ready“, eines von Genesis größten Meilensteinen, sticht aus dem Album heraus.

    Bekanntlich beginnen viele Genesisalben mit einem besonderen Anfang. Nursery Cryme fing mit dem Gitarrenspiel von „The Musical Box“ an. Selling England by the Pound mit dem Minnegesang Gabriels, beim Song „Dancing with the Moonlit Knight“.
    Foxtrot hat den wohl kultigsten Opener des ProgRocks. „Watcher of the Skies“ ist eines der beliebtesten und verschrobensten Songs von Genesis.

    Beginnend mit einem Mellotronsolo von Tony Banks, dass wie aus einem Gruselstreifen aus den 50ern klingt, wird „Watcher“ von einem markanten E-Orgel-Sound begleitet. Steve Hackett versucht anscheinend ständig gegen die Keyboards von Banks zu spielen, wobei Collins Schlagzeug dem Hörer den Rest gibt. Irrwitzige Taktwechsel und –variationen wechseln mit einem „rhythmusstampfenden“ Refrain ab. Gabriels Text über eine Kreatur in den unendlichen Weiten des Alls ist sozusagen das „i-Tüpfelchen“.
    Schon „Watcher of the Skies“ zeigt, dass Foxtrot mehr als nur ein Rockalbum wird. Es ist eine Art Suite, eine Folge von Songs, die eine bestimmte Atmosphäre einfangen sollen.

    Weiter geht’s mit „Time Table“. Eher ein übersehbares Liedchen. Es hat aber eine ziemlich wichtige Bedeutung. „Time Table“ liegt zwischen den Songs „Watcher“ und „Get’em out by Friday“. Was schon in Nursery Cryme berücksichtigt worden war, ist die Tatsache, dass der Hörer sich nicht ewig auf solch „wilde“ Lieder konzentrieren kann. So hat „Time Table“ eher eine Entspannungsrolle. Und das wird sehr gut ausgenützt. Ruhiges Schlagzeug, friedliche Pianounterlegung und einen hübschen, mittelalterlichen Text, der über Ritter und die alten Zeiten erzählt. „Time Table“ ist zwar nicht der beste Song auf der Scheibe, ist aber für die spätere Atmosphäre wichtig.

    Den nächsten Song könnte man ruhig als eine typische „ProgBallade“ auffassen. Es handelt sich hierbei um „Get’em out by Friday“, ein Lied, bei dem sich die Geister scheiden. Manche Sagen, dass er Längen habe und zu glatt geraten ist. Andere finden in kraftvoll und witzig.
    Ich persönlich sehe gutes und schlechtes in ihm. E-Orgel und Keys von Banks sind tatsächlich sehr hervorstechend, die Gitarre liegt mehr im Hintergrund. Die Querflöte von Gabriel ist auch oft zu hören, was dem Ganzen wieder einen „Geschichtenerzähler-Touch“ gibt. Der Refrain kommt mit viel Power rüber, schon fast aggressiv. Peter Gabriel erzählt hier eine seiner bekanntesten SciFi – Märchen über Mieter, die dank genmanipulation verkleinert wurden und so mehr Platz in den Häusern einnehmen können (klar, dass die Vermieter damit Geld machen wollen…)

    Die Seite 1 der Platte neigt sich mit dem Song „Can-Utility and the Coastliners“ fast dem Ende zu. Der gerade mal sechs Minuten lange Song ist eines der atmosphärisch dichtesten Kompositionen von Genesis. Während den Strophen plätschern die Instrumente so vor sich hin. Doch mit den Worten „All bent their knees….“ beginnt ein unheimlich temperamentvolles Instrumental. Steves geheimnisvoll klingende Gitarre wird von einem Mellotronteppich begleitet, der einem Streicherquartett verwechselnd ähnlich ist. Im Großen und Ganzen ist „Can-Utility and the Coastliners“ ein Beweis, dass auch sechs-minüter gut sein können – und dass am Ende der 1. LP-Seite nicht gleich schlapp gemacht werden muss.
    Auf jeden Fall ein sehr hörenswerter Song!

    Der magische Moment kommt aber noch. Wir drehen nun die Scheibe um. Seite 2 der LP. Der Track „Supper’s Ready” wird von “Horizons”, einem klassisch angehauchtem Gitarrenpart von Hackett eingeleitet.
    Und dann. Der Opener zu „Supper’s“. Gabriel singt mit Phil den ersten Teil „Lover’s Leap“. Die 12-Saitige Gitarre im Hintergrund und der leidenschaftliche Gesang erweckt den Eindruck eines dämmrigen Sommerabends, wenn sich der letzte Verkehr auf den Straßen auflöst und Ruhe einkehrt. Ein sehr stilles, andächtiges, ja fast psychedelisches Instrumental folgt. Wieder die 12-Saitige Gitarre von Hackett, zwischendurch spielt Banks auf den Keys. „Lover’s Leap“ wirkt meditativ und ein wenig einschläfernd.
    Aber dieser Effekt wird sofort verhindert, denn nach 4 Minuten beginnt der Teil „Guaranted eternal, sanctuary Man“. Kräftige E-Orgel und der Gitarrenriff, der im letzten Teil wiederaufgenommen wird. Gabriel singt auch hier aus vollem Halse.
    Und weil Genesis die Abwechslung lieben, wird in der sechsten Minute der Teil „Ikhnaton and Itsacon and their Band of merry Men“ eingeleitet. Ein wirklich wildes, frickeliges Instrumental. Anscheinend soll dieser Part eine Schlacht darstellen, da Steves Gitarre recht kratzig klingt. Auf jeden Fall kommt ab diesem Part ziemlich viel Power in die ganze Geschichte.
    Das kurze Zwischenstück „How dare, I be so beautiful“ ist nur eine Verschnaufpause für das zweite Segment von „Supper’s Ready“.
    „Willow Farm“ mit seinem krassen, witzigen Text und der düsteren Stimmung ist ein richtig ausgeflipptes Stück, schräg und bizarr. Gabriel zieht hierbei die gesamte Englische Kultur druch den Kakao (Was auch bei Selling England ausgeweitet wird). Der komische Mittwipp-Teil in der Mitte ab „ALL CHANGE!“, bringt immer ein Schmunzeln auf mein Gesicht.
    Der folgende Teil ist absolut feinste Proggüte. Wie der Titel eben heißt „Apocalypse in 9/8“ wird der Titel in 9/8 Tackten gespielt, welcher aber in unglaublicher Weise variiert wird. Tony zaubert in Begleitung einer dramatischen Mellotronuntersützung und den krummen Schlagzeugspiel ein wunderbar schauriges E-Orgel Solo. „666 is no longer alone!“ Dieser Gesangspart von Gabriel ist unheimlich und im wahrsten Sinne des Wortes „apocalyptsisch“. Anders kann ich das nicht ausdrücken….
    Und dann… der erlösende Glockenschlag…. „Aching Mens Feet”!!!!
    Das was hier geboten wird kann ich kaum in Worte fassen…. hört es euch selber an, dann wisst ihr was musikalische Freiheit und Bombast bedeutet ….. Woah!

    Im Gesamten ist Supper’s Ready Genesis’ genialster Longtrack, eine Geschichte einer gespaltenen Persönlichkeit, im Kampf mit Gut und Böse – und das Gute gewinnt, im Teil „Aching Mens Feet“. Eine perfekt gelungene Komposition, an der sich so mancher Longtrack messen muss. So zum Beispiel „Gates of Delirium“, diverse Songs von IQ, Marillions Misplaced Childhood und viele Andere.

    Also. Wir haben das Album durchgehört. Und wenn wir keine Progger wären, so würden wir nicht die LP noch mal umdrehen und nochmals mit dem Intro von „Watcher“ beginnen!

    Von mir gibt es 9 Punkte. Einen Punkt abzug, da die erste Seite etwas glatt geraten ist. Meine persönliche Wertung ist aber 10 Punkte, weil ich, wie vor 11 Jahren, immer noch vor Angst und Entzückung erschaudere, wenn ich Foxtrot auflege….

    Benjamin Feiner

    (Uah, das is mal ne Mammut-Rezesion....) :D

    "Getting over overhanging trees,
    let them rape the forest..."

    - Yes, Dance of the Dawn

    Meine BlogSite: http://bennisprog.blog.de

  • Dead Flower
    Gast
    • 29. November 2006 um 17:45
    • #45
    Zitat von Floyd

    Nun, Horizons ist für mich nur ein kleines Vorspiel für SR und ihm eine Note zu geben... :?:
    Ich sage mal: es ist nett!

    (Wenn's sein muss: 5)

    Was :?:;)
    Also der Song ist ja wohl Hackett at his best!
    Das beste Akustik-Instrumental von Genesis mit Abstand!!
    Ist für mich kein Vorspiel für Supper's ready, sondern eine eigenständige Komposition mit sehr viel Gefühl!
    Ich respektiere natürlich trotzdem deine Meinung und kann sie auch nachvollziehen
    :peace::party:

    Matt

  • Jan
    Banjo Man
    Beiträge
    1.879
    • 30. November 2006 um 08:14
    • #46

    @Benni: Schöne Zusammenfassung! Einzig hier eine kleine Berichtigung:

    Zitat von BenniJustice

    Der Opener zu „Supper’s“. Gabriel singt mit Phil den ersten Teil „Lover’s Leap“.

    Phil kann ich da nicht heraushören. Hier wird der Hintergrundpart auch von Peter Gabriel gesungen!

  • ChamberOf32Doors
    Lurker
    Beiträge
    411
    • 20. März 2007 um 17:29
    • #47

    Watcher Of The Skies (10)
    Time Table (6)
    Get `Em Out By Friday (10)
    Can-Utility And The Coastliners (10+)
    Horizons (6)
    Supper´s Ready (10++)

    Gesamt: Eine gute bis sehr gute 8! :) (Jedoch eine gefühlte 9!)

  • solsburyhill
    Banjo Man
    Beiträge
    1.039
    • 20. März 2007 um 17:32
    • #48

    9 Punkte

    Watcher Of The Skies (9)
    Time Table (8)
    Get `Em Out By Friday (9)
    Can-Utility And The Coastliners (9)
    Horizons (9)
    Supper´s Ready (9)

  • trespass
    Intruder
    Beiträge
    20
    • 20. März 2007 um 19:05
    • #49

    Watcher Of The Skies (8)
    Time Table (7)
    Get `Em Out By Friday (9)
    Can-Utility And The Coastliners (8)
    Horizons (10)
    Supper´s Ready (10)

  • k345
    Intruder
    Beiträge
    46
    • 21. März 2007 um 17:47
    • #50

    Watcher Of The Skies (9)
    Time Table (9)
    Get `Em Out By Friday (7)
    Can-Utility And The Coastliners (10)
    Horizons (9)
    Supper´s Ready (10)

    9/10

    There's no-one left alive - must be draw

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