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  1. Deutscher Genesis Fanclub it - FORUM
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  4. UMFRAGEN (Genesis & Solo)
  5. Polls zu GENESIS

Welches ist das beste "Firth of Fifth"-Solo?

  • Mad Man Marcus
  • 11. April 2007 um 00:55
  • Phil93
    Lurker
    Beiträge
    737
    • 17. Juli 2007 um 10:37
    • #41
    Zitat von little nick

    Richtig...reinste Technik...und zwar viel zu viel davon auf einem Haufen...völlig überfrachtet...wahrscheinlich findest du die Standardläufe auch in einem deiner Gitarren-Lehrbücher...Stuermer nutzt DAS Solo meiner Ansicht nach aus, um sich a) musikalisch selbst zu befriedigen und b) um zu demonstrieren, was er drauf hat...wie eclipse völlig richtig andeutet, dient Stuermer bei dem Solo nicht der Atmosphäre des Stücks, sondern praktiziert Selbstbeweihräucherung...ein Gitarrist mag sich an der Technik erfreuen (ich erfreu mich auch daran, aber ich hab ja noch das Original), dem Gesamtwerk erweist Stuermer damit allerdings einen Bärendienst...
    ...ach ja: "schneller" ist im Übrigen nicht gleich "besser" und "weniger" kann auch "mehr" sein...



    Das steht zwar nicht in meinem Lehrbuch aber das nennt man Pentatonik! Wenn ein Stück auf einer Tonart geschrieben ist benutzt man diese Pentatonik um die Noten die gut zum Lied passen in ein Solo einzufügen! Das ist sehr gut fürs Improvisieren!

    Genesis 5.7.07 Frankfurt
    Genesis 25.9.07 MSG, NYC
    Phil Collins 2017/2019 Köln
    Genesis Köln 2022

  • little nick
    Squonk
    Trophäen
    1
    Beiträge
    4.292
    • 17. Juli 2007 um 13:44
    • #42
    Zitat von neuron


    Mit der "manchmal ist weniger mehr"-Argumentation kann ich hier eher wenig anfangen. Damit könnte man genauso gut über diverse geniale Banks-Solos der 70er und sämtliche "Drum duets" mit Collins/Thompson lästern. Und überhaupt über so ziemlich alles, wo ein Musiker gerade mal etwas ausführlicher sein Können zeigt...

    Ich sehe es gerade als Stärke von Genesis an, dass wirklich jeder soloähnliche Part im Dienste des Songs steht. Da wirkt nichts wie musikalische Selbstbefriedigung. Firth Of Fifth ist jetzt auch das einzige Gitarrensolo von Genesis was mir einfällt, wo die Gitarre im Sinne eines "richtigen" Solos weit in den Vordergrund gerückt ist. Bei Stücken wie Fountain Of Salmacis oder The Lamia weben sich die Sololinien eher in das Gesamtstück ein und haben etwa die Funktion eines Finales. Ich kenne im Gegensatz zu einigen anderen Progbands keine Stelle an der ein Musiker versucht, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen oder offenkundig ausführlicher sein Können zeigt.
    Weniger ist genau dann mehr, wenn die Mittel den songdienlichen Zweck übersteigen. Und das ist für mein Empfinden bei Daryls Solo der Fall. Vergleichbar mit...was weiß ich...einem atmosphärischen, getragenen Eistanz, bei dem der Tänzer plötzlich die wildesten Kunststücke aufs Eis legt, die zwar technisch wahnsinnig anspruchsvoll sind, aber nicht mit der Stimmung der Musik harmonieren. Ich schätze sein Solo zwar auch, da ich als Musiker den Gitarristen und Keyboardern auch gerne auf die Finger schaue. Ich halte es aber für eine Überfrachtung in dem Stück und die von Hackett geschaffene Atmosphäre wird definitiv zerstört. Ob man diese Atmosphäre braucht, ist wiederum Geschmacksache...Phil93 z.B. schläft ein dabei ;)

    Zitat von Phil93

    Das steht zwar nicht in meinem Lehrbuch aber das nennt man Pentatonik! Wenn ein Stück auf einer Tonart geschrieben ist benutzt man diese Pentatonik um die Noten die gut zum Lied passen in ein Solo einzufügen! Das ist sehr gut fürs Improvisieren!

    Eben! Das Solo wirkt improvisiert und das stört mich. Steves Solo ist Ton für Ton durchkomponiert und Daryls Solo enthält Standardläufe, die sich bei jedem Solo einsetzen lassen, so wie er es z.B. auch bei der Liveversion von Fountain Of Salmacis getan hat...

  • neuron
    Intruder
    Beiträge
    91
    • 17. Juli 2007 um 14:37
    • #43
    Zitat von little nick

    Ich halte es aber für eine Überfrachtung in dem Stück und die von Hackett geschaffene Atmosphäre wird definitiv zerstört. Ob man diese Atmosphäre braucht, ist wiederum Geschmacksache...Phil93 z.B. schläft ein dabei ;)


    Ja, verstehe, was Du meinst. Ist ja auch das Schöne an der Musik, dass das subjektive Erleben stark davon abhängt, mit welcher persönlichen Vorstellung von Atmosphäre man herangeht.

    Lustig, früher wäre ich sicher auch einer derjenigen gewesen, die Hacketts Solo vorgezogen hätten (habe ja immer noch eine große Vorliebe für atmosphärische, träumerische Klanggebilde, wie z.B. auch beim Schlussteil von "Entangled" oder den "stehenden" Teilen von "Los endos"), aber irgendwann mal, beim wiederholtem Genuss des Old medleys aus dem 92er-Jahr hat mich dann einfach die Begeisterung dafür gepackt, wie Daryl sich da in dieses Solo hineinsteigert (die passionierten Ätzer mögen sich hier ein "verliert" vorstellen :huhu:) und gleichzeitig diese technische Perfektion an den Tag legt. Ich hab' das eigentlich nie als Überfrachtung empfunden. Für mich ist das nur ein zusätzlicher Höhepunkt eines genialen Stücks (neben den atemberaubenden Keyboard/Klavier-Passagen und dem Uhrwerk-artigen Double-Drum-Spiel von Phil & Chester in der Live-Version).

    Better think awhile
    Or I may never think again
    If this were the last day of your life, my friend
    Tell me, what do you think you would do then?
    ("Undertow")

  • little nick
    Squonk
    Trophäen
    1
    Beiträge
    4.292
    • 17. Juli 2007 um 15:22
    • #44
    Zitat von neuron

    aber irgendwann mal, beim wiederholtem Genuss des Old medleys aus dem 92er-Jahr hat mich dann einfach die Begeisterung dafür gepackt, wie Daryl sich da in dieses Solo hineinsteigert (die passionierten Ätzer mögen sich hier ein "verliert" vorstellen :huhu:) und gleichzeitig diese technische Perfektion an den Tag legt. Ich hab' das eigentlich nie als Überfrachtung empfunden. Für mich ist das nur ein zusätzlicher Höhepunkt eines genialen Stücks (neben den atemberaubenden Keyboard/Klavier-Passagen und dem Uhrwerk-artigen Double-Drum-Spiel von Phil & Chester in der Live-Version).

    ...eigentlich gibt es ja auch keinen Grund dafür, nur einem der Soli eine Daseinsberechtigung zu geben. Wozu braucht man eine Kopie des Originals, wenn man das Original sowieso besitzt? Es ist eben anders, aber auch gut. Ich halte Hacketts Version für besser und sehe die Live-Version von Daryl als willkommene Erweiterung des Genesis-Repertoires an...

  • Bacoru
    Banjo Man
    Beiträge
    1.772
    • 27. Oktober 2007 um 09:36
    • #45

    Habe mich für das Seconds Out Solo entschieden,
    knapp vor dem Original von der Selling.
    Finde das FoF auf der Seconds Out live noch kraftvoller ist.

    It’s impossible unbelievable news!
    It’s impossible but it’s true!

  • sussudio
    Squonk
    Beiträge
    4.625
    • 25. Dezember 2009 um 17:09
    • #46
    Zitat von neuron

    Mit der "manchmal ist weniger mehr"-Argumentation kann ich hier eher wenig anfangen. Damit könnte man genauso gut über diverse geniale Banks-Solos der 70er und sämtliche "Drum duets" mit Collins/Thompson lästern. Und überhaupt über so ziemlich alles, wo ein Musiker gerade mal etwas ausführlicher sein Können zeigt...

    Diese Vorwürfe kann ich teilweise auch nicht verstehen. Ich meine, ich mag die Soli von "Seconds Out" oder, wenn wir bei Daryl sind, vom 81er Frankfurt-Konzert auch lieber. Aber wenn ein Musiker (in dem Fall Daryl) beweisen will, dass er an seinem Instrument was drauf hat, warum soll er es nicht auch zeigen? Warum müssen dann wieder Vorwürfe á la "musikalische Selbstbefriedigung/-beweihräucherung", "weniger ist mehr" kommen?

    Das wäre genau so, als wenn ihr Jazzpianisten wie Chick Corea, Herbie Hancock oder Keith Jarrett aufgrund ihrer vielen ausufernden Improvisationen kritisiert und von ihnen verlangt, dass sie in Zukunft lieber Sachen wie "Ballade pour Adeline" spielen sollen. Da würden sie euch auch den Vogel zeigen.

    Rick Wakeman, seines Zeichens Keyboarder von Yes, hat mal in einem Interview die Frage, warum Yes so viele Counterparts, ungerade Metren, frickelige Soli etc. in ihren Songs/bei Live Gigs haben, so beantwortet: "Ganz einfach. Weil wir solche Sachen spielen KÖNNEN, warum sollten wir es also nicht machen? Autoren wie Heinrich Böll oder Hermann Hesse haben auch nicht einfach Schundromane geschrieben, nur damit sie niemand als Angeber bezeichnet."

    Ach ja, noch was. Bei der Antwortmöglichkeit "Daryl Stuermer 1982" ist sicher 1981 (Abacab-Tour) gemeint. 1982 (auf der TSL-Encore-Tour) wurde FOF überhaupt nicht gespielt.

    31.10.1997 PHIL COLLINS (Hannover)
    11.06.2004 PHIL COLLINS (Berlin)
    15.06.2007 GENESIS (Hamburg)
    15.06.2012 ROACHFORD (Kiel)
    24.06.2012 MIKE & THE MECHANICS (Kiel)
    18.05.2014 STEVE HACKETT (Hamburg)

  • Prophet
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    amyristom
    • 25. Dezember 2009 um 17:27
    • Offizieller Beitrag
    • #47

    Hab mich für die "Seconds Out" Version entschieden. Steve's Version des Solos gefällt mir immer noch am besten und in dieser Version stimmt einfach alles: da ist Power drin, da kommt der Lautstärkeunterschied ab dem Einsatz des Mellotrons am besten, das Drumming ist perfekt und Steve hat diesen tollen verwaschenen und gleichzeitig rockigen Gitarrensound.

    Das Original ist mir zu brav, zu flach.

    Direkt hinter der "Seconds Out" Version kommt direkt die TWWW-Version. Ich mag Daryl's Interpretation des Solos, die "Seconds Out" Variante ist halt nen Tick besser.

    Now our end has come so near
    But you’re still reminded
    On the way to loose our fear
    We walk – still we’re blinded

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  • Roland
    Banjo Man
    Beiträge
    874
    • 25. Dezember 2009 um 18:25
    • #48

    Ich habe mich für das Seconds Out Solo entschieden, knapp vor dem Original von der Selling.
    Damit scheine ich die Allgemeinheit zu unterstützen.

  • chinwildchicken
    Slipperman
    Beiträge
    2.392
    • 25. Dezember 2009 um 20:32
    • #49

    ich nehme etwas das nicht auf der Liste ist und wähle 2007 aus ;)

    Das Original ist etwas schlapp , Seconds Out naja...
    Daryl hat es 07 echt prima gemacht, bei den Solis von der Abacab Tour, Seconds Out bleiben mir die Augen trocken leider :(

    <!---

    The rain auditions at my window
    Its symphony echoes in my womb
    My gaze scans the walls of this apartment
    To rectify the confines of my tomb


    -->

  • Royale
    Banjo Man
    Beiträge
    1.931
    • 25. Dezember 2009 um 22:46
    • #50
    Zitat von sussudio

    Diese Vorwürfe kann ich teilweise auch nicht verstehen. Ich meine, ich mag die Soli von "Seconds Out" oder, wenn wir bei Daryl sind, vom 81er Frankfurt-Konzert auch lieber. Aber wenn ein Musiker (in dem Fall Daryl) beweisen will, dass er an seinem Instrument was drauf hat, warum soll er es nicht auch zeigen? Warum müssen dann wieder Vorwürfe á la "musikalische Selbstbefriedigung/-beweihräucherung", "weniger ist mehr" kommen?

    Das wäre genau so, als wenn ihr Jazzpianisten wie Chick Corea, Herbie Hancock oder Keith Jarrett aufgrund ihrer vielen ausufernden Improvisationen kritisiert und von ihnen verlangt, dass sie in Zukunft lieber Sachen wie "Ballade pour Adeline" spielen sollen. Da würden sie euch auch den Vogel zeigen.

    Rick Wakeman, seines Zeichens Keyboarder von Yes, hat mal in einem Interview die Frage, warum Yes so viele Counterparts, ungerade Metren, frickelige Soli etc. in ihren Songs/bei Live Gigs haben, so beantwortet: "Ganz einfach. Weil wir solche Sachen spielen KÖNNEN, warum sollten wir es also nicht machen? Autoren wie Heinrich Böll oder Hermann Hesse haben auch nicht einfach Schundromane geschrieben, nur damit sie niemand als Angeber bezeichnet."

    Ach ja, noch was. Bei der Antwortmöglichkeit "Daryl Stuermer 1982" ist sicher 1981 (Abacab-Tour) gemeint. 1982 (auf der TSL-Encore-Tour) wurde FOF überhaupt nicht gespielt.

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    Sehr guter Beitrag :bravo:

    Wenn live nicht variiert wird, wird ja auch gemeckert...

    Daryls Version unterscheidet sich von Steves. Sie ist halt anders, aber m.E. nicht "besser" oder "schlechter". Ich kann beiden sehr viel abgewinnen und tue mich schwer, einen Favoriten auszuwählen. Am Ende vielleicht Daryls, weil sie mich als erste begeistert hat.

    Saw that look of recognition

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