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#1 (permalink) |
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it-FORUM User
![]() Registriert seit: 10.06.2011
Ort: Göppingen (Stuttgart)
Beiträge: 365
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Vegetarisch/Vegan leben?
Komplett auf Fleisch verzichten. Nur Fisch essen. Oder sich komplett nur von pflanzlichen Nahrungsmitteln ernähren. Würde so ein Leben für euch in Frage kommen? Oder lebt ihr es schon?
Mich würde dies ziemlich interessieren. Peter Gabriel ist meines Wissens auch Vegetarier. Ich bin kein Veganer/Vegetarier. Mich würde aber interessieren wer es hier ist und aus welchen Gründen er es für richtig hält. Also, schlagt euch die Köpfe ein, ich schau erstmal Herr der Ringe weiter :P LG, Monti-Carlo
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"Junggesellen wissen mehr über Frauen als Ehemänner. Wenn das nicht so wäre, wären sie auch verheiratet"
___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ ___ Fügt mich gerne in Facebook hinzu: ©Monti 2012 |
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it-FORUM Bot
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Beiträge: 2911
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Vegetarisch/Vegan leben?
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#2 (permalink) |
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it-FORUM User
![]() Registriert seit: 06.01.2009
Ort: Rio de Janeiro
Beiträge: 2.764
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Kommt nach Hause Kinder, das Essen wird welk.
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" Und erst die Lyrik! Für uns waren Dichter damals nichts weiter als lauwarme Primeln. Ich meine, man sah einfach nicht, wo es bei denen lang ging. Da konnte es meinetwegen in einem Gedicht darum gehen, dass jemand die Fresse poliert kriegt, aber der Poet rückte nicht damit raus. Da hiess es nicht klipp und klar, er kriegte die Fresse poliert, nein, man musste das Scheissding erst 18 Mal durchackern, bis man halbwegs dahinter kam". Charles Bukowski |
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#3 (permalink) |
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it-FORUM User
![]() Registriert seit: 26.01.2009
Beiträge: 2.908
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Der Mensch ist als Allesfresser konzipiert, darum sehe ich keinen Sinn im Vegetarismus. Man muss als Vegetarier schon sehr drauf achten keine Mangelernährung zu praktizieren. Als Veganer macht man das so oder so und das ist ungesund. Ich kann natürlich die ethischen Beweggründe verstehen, aber ich halte es für eine falsche Entscheidung. Das muss natürlich jeder mit sich selbst ausmachen, problematisch ist's insbesondere für Kinder.
Richtig ist aber auf jeden Fall weniger Fleisch zu essen als es in unserer Gesellschaft üblich ist, für die eigene Gesundheit und für den Umweltschutz. Man muss sich nur mal bewusst machen wie viel Getreide etc. ein Rind frisst und insbesondere wie viel Wasser es braucht pro Kilo Fleisch was dann später "rauskommt", das ist der Wahnsinn. Und es ist auf jeden Fall sinnvoll sich Gedanken über die Herkunft seiner Lebensmittel zu machen. Die Massentierhaltung ist in vielerlei Hinsicht problematisch. |
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#5 (permalink) | |
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it-FORUM User
![]() Registriert seit: 10.06.2011
Ort: Göppingen (Stuttgart)
Beiträge: 365
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Zitat:
Das stimmt alles so wie Du es sagst. Nur glaube ich, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist. So habe ich schon Frostbeulen bei den pilligen -10°C im Moment. Ich denke wenn eine ganze Generation auf Fleisch verzichten würde, wäre die nachfolgende Generation schon soweit darauf angepasst, dass sie es nicht mehr benötigt. Aber ich will ehrlich sein, ich möchte nicht darauf verzichten! Ich bin soweit arrogant, dass ich sage, dass der Mensch die absolute Herrenrasse unter den Tieren ist. Wir haben schliesslich keine natürlichen Feinde ausser dem Krebs. Natürlich gibt uns sowas nicht das Recht Tiere zu töten, schon gar nicht in dieser Zahl. Ja, eigentlich ist der komplette Grundgedanke falsch Tiere in Massenzucht zu halten. Und ich bin da auch strikt dagegen! Aber in der heutigen Zeit ist es anders LEIDER nicht mehr möglich. Man kann zwar glauben, dass hier in Deutschland alles OK ist aber da sprechen Videos von Greenpeace andere Worte. Mir tun die Viecher allesamt sehr leid. Aber dennoch esse ich sehr gerne Fleisch. Zumindest möchte ich meinen Beitrag leisten und kaufe kein Feisch vom "Nette Markendiscount" der das Kilo Schweinehals für 3,99 € anbietet. Denn bei solchen Preisen ist die Massenhaltung und das schnelle Töten und Abschlachten der Tiere vorrausgesehen. Ja, ich halte es sogar schon für fast richtig vegetarisch zu leben. Aber das ist wie mit dem Rauchen: Es ist falsch, aber ich tu es trotzdem sehr gerne. Je mehr ich darüber nachdenke desto weniger macht es Sinn. Ist da jemand in der gleichen Zwickmühle wie ich? Mich plagen jetzt keine Gewissensbisse oder so. Aber ich finde es höchst interessant zu was der Mensch fähig ist wenn es darum geht die Realität zu verdrängen. Denn jeder weiss es, aber den Meisten ist das egal solange sie ihr Steak haben. Ganz falsche finde ich die sog. "Pesci-Vegetarier". Sie erhalten ihr Eiweiß indem sie Fisch essen. Nur finde ich, dass Fisch qualvoller sterben als Kühe oder Schweine. Wer macht sich da schon die Mühe alle einzeln zu töten wenn sie an der Luft ersticken? Grausame Welt in der wir leben. Wobei ich zu 100 % der Globalisierung die Schuld gebe. Viel für wenig Geld und am besten noch mehr! Aber ich rede schon wie ein rot-grüner Hippie. Bin mal FGTR anhören...
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"Junggesellen wissen mehr über Frauen als Ehemänner. Wenn das nicht so wäre, wären sie auch verheiratet"
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#6 (permalink) | ||||
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it-FORUM User
![]() Registriert seit: 18.06.2003
Ort: Leipzig
Beiträge: 4.156
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Was äh haben Frostbeulen mit Gewohnheiten zu tun. Bin ich auch ein Gewohnheitstier weil mein Hirn nach sechs Minuten ohne Sauerstoff Defekte aufweisen wird?
Im Ernst: Ich stehe nicht an der Spitze der Evolution um Körner zu picken. Außerdem wäre das unverantwortlich den Tieren gegenüber, die sich zu unserer Gaumenfreude vors Bolzenschussgerät werfen. Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Besonders erheiternd finde ich auch die Aussage, das vegetarisch leben gesünder sei. Man würde dadurch auch nicht so schnell fett. Hmm... wie lange ist (zum Beispiel) Peter Gabriel Vegetarier. Und der Gutste war mal rund genug um als neuer Erdtrabant zu gelten. Man denke auch an die medizinisch völlig unbedenkliche Pommes. Frittiert in pflanzlichen Öl und am besten noch gut gesalzen ist sie das ideale Nahrungsmittel für Junge, Alte, Frauen und so weiter. Fazit: Mir ist das Viehzeug völlig Wurst.
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Geltungsdrang inside "Die Hälfte meines Geldes gab ich für Frauen, Alkohol und schnelle Autos aus, die andere Hälfte habe ich einfach verprasst." |
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#7 (permalink) |
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it-FORUM User
![]() Registriert seit: 07.07.2007
Ort: Darmstadt
Beiträge: 2.849
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S´Hermasche werrer.....
Wunderbarer Post der die Diskussion richtig in Fahrt bringen könnte. Ich finde es befremdlich dass das Leben/die Welt als grausam empfunden wird. Diese "Grausamkeit" ist das Leben. Ich komme jetzt mal mit 2 Binsenweisheiten meiner Omma daher. 1. Das Leben ist ein Kampf Der Konkurrenzdruck bedeutet Fortschritt. Dieses Schlamassel schafft letzten Endes ein Gleichgewicht. 2. Geld regiert die Welt.Politik gestalten durch Kaufverhalten |
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#8 (permalink) | |
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it-FORUM User
![]() Registriert seit: 02.10.2007
Beiträge: 3.263
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Ein interessantes und wichtiges Thema!
Ich bin seit einigen Jahren so eine Art "Teilzeit-Vegetarier in der Work-in-Progress-Version". Sprich: Ich versuche, zunehmend weniger Fleisch zu konsumieren. Mal gelingt mir das besser, mal schlechter. Ich weiß, dass der weitgehende (eigentlich sogar vollständige) Verzicht auf Fleisch richtig ist, weil dies erstens ökologisch geboten (Massentierhaltung ist halt scheiße für`s Klima) und auch ethisch konsequent (Massentierhaltung ist nichts anderes als Tierquälerei) ist. Leider kommt nun das große ABER, denn wie wahrscheinlich die meisten hier bin auch ich als Fleischesser sozialisiert worden. Und da mir mein Essen auch schmecken soll, und ich überdies auch nicht alle liebgewordenen Gewohnheiten und Rituale (die Weihnachtsgans mit der Familie oder die Currywurst in der Fußgängerzone) von heute auf morgen über Bord schmeißen möchte, WILL ich im Moment noch nicht ganz auf Fleisch verzichten. Ich sage bewusst "WILL", denn hätte ich "KANN" geschrieben, wäre das eine ziemlich dreiste Lüge! Ich lebe daher vorerst mit diesem Widerspruch zwischen Erkenntnis und Handeln. Gleichzeitig erweitere ich ständig mein Repertoire an leckeren vegetarischen Rezepten, so dass ich immerhin mittlerweile mehrheitlich (an 4 bis 5 Tagen in der Woche) fleischlos esse. @revelation: Ich stimme dir zu, dass es eher kontraproduktiv ist, so etwas wie eine vegetarische Ernährung zur Ideologie werden zu lassen. Gott sei Dank gibt es in meinem Bekanntenkreis auch nur "pragmatische Vegetarier" und keine "Missionierer". Essen ist halt im wahrsten Sinne des Wortes primär eine Bauch- und keine Kopfentscheidung - es muss schmecken! Man wird niemanden vom Vegetarismus überzeugen, wenn es ihm nicht schmeckt - im Gegenteil! Deshalb mache ich auch meinen Kindern hinsichtlich ihres Fleischkonsums keine Vorgaben. Die sollen ruhig Blut- und Fleischwurst naschen, die Bewusstseinsbildung kann da m.E. noch warten. Und wenn ich nicht selbst koche (Restaurant, Mensa, Einladungen etc.) und es nichts an gescheiten fleischlosen Alternativen gibt, habe ich auch kein Problem damit, auf ein Fleischgericht auszuweichen. Wie gesagt: Das Leben ist oft schon beschwerlich genug, da muss man es sich durch derartige Ideologien nicht noch unnötig erschweren. Zitat:
Abschließend noch zwei Medientipps für die eigene Urteilsbildung: UNSER TÄGLICH BROT von Nikolaus Geyrhalter ist ein herausragender Dokumentarfilm über die gesamte moderne Nahrungsmittelproduktion, der einen ziemlich sprachlos zurücklässt. Und das Buch ANSTÄNDIG ESSEN von Karen Duve ist eine gut lesbare Lektüre, die man auch schön kontrovers diskutieren kann.
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But we never leave the past behind, we just accumulate... |
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#9 (permalink) |
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it-FORUM User
![]() Registriert seit: 08.01.2007
Beiträge: 346
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Man kann mutzelkönigs Beitrag eigentlich gar nicht mehr viel hinzufügen. Ich gehöre auch zu diesen "Teilzeit-Vegetariern", bis die nächste Döner-Bude einem entgegen kommt. Fleisch- Verzicht geht, aber die letzte Konsequenz zum Veggi oder Vegan habe ich nicht.
Der Film Unser täglich Brot ist absolut zu empfehlen. Ein Plädoyer für einen andere Landwirtschaft und mehr Respekt vor Tier und Natur. |
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#10 (permalink) |
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it-FORUM User
![]() Registriert seit: 06.01.2009
Ort: Rio de Janeiro
Beiträge: 2.764
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Also erstmal muss es jeder mit sich selbst abmachen, was auf den Teller kommt oder auch nicht. Das muss jeder selbst entscheiden und da kann und will ich auch nicht reinreden. Auf der anderen Seite will ich aber auch nicht, dass mir in meinen Speiseplan reingeredet wird. Die militanten Fleisch-und Fleischlos-Fraktionen machen das ja manchmal gerne.
![]() Ja, ich mag Fleisch sehr gerne und esse alles Mögliche was es an Fleisch gibt, Gemüsebeilage ist natürlich ein Muss. Ich will nicht auf Fleisch verzichten. Ich trinke auch sehr gerne Bier Ich weiss, dass Massentierhaltung problematisch ist und die Tiere einem leid tun können. Wenn ich aber ein Steak, ein Stück Schweinebraten oder Würste auf dem Teller habe ist Massentierhaltung das Letzte, an was ich denke. Ich denke dann eher, welchen Senf und/oder Ketchup ich verwenden werde. Jetzt werden die eingefleischten Vegetarier - tolles Wortspiel ![]() - sagen:"Charles, du ernährst dich ungesund mit soviel Fleisch." Was bedeutet das schon. Alles im Übermass genossern ist gesundheitsschädlich. Ich kann das sogar etwas steuern, indem ich mehr weisses als rotes Fleisch esse und die Fettstücke nicht mitesse. Die Fleischlos-Fraktion könnte folgendes zur Kenntnis nehmen: Obst-und Gemüseanbau ist nicht so problemlos, wie es auf den ersten Blick scheint. Zumindestens hier in Brasilien werden beim Anbau eine Menge Herbizide, Insektizide und Pestizide verwendet, nicht gerade der Brüller für die Umwelt. In Trockengebieten hier, zum Beispiel im Inland vom Nordosten, wird auch das ohnehin knappe Wasser zwangsläufig beim Anbau benutzt, und fehlt anderswo. Die fortschreitende Abholzung des Regenwaldes in Brasilien wird weniger praktiziert, um später Tierhaltung auf den gerodeten Gebieten durchzuführen. Es wird normalerweise abgeholzt um Sojaanbau zu ermöglichen!!!
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" Und erst die Lyrik! Für uns waren Dichter damals nichts weiter als lauwarme Primeln. Ich meine, man sah einfach nicht, wo es bei denen lang ging. Da konnte es meinetwegen in einem Gedicht darum gehen, dass jemand die Fresse poliert kriegt, aber der Poet rückte nicht damit raus. Da hiess es nicht klipp und klar, er kriegte die Fresse poliert, nein, man musste das Scheissding erst 18 Mal durchackern, bis man halbwegs dahinter kam". Charles Bukowski |
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