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Never ending story

  • little nick
  • 13. April 2010 um 19:42
  • little nick
    Squonk
    Trophäen
    1
    Beiträge
    4.291
    • 20. April 2010 um 23:17
    • #61

    "Falls du auf meine Hoden anspielst, die hab ich gut mit Penaten-Creme eingeschmiert"..."und nun nimm dies, du feister Sack", schrie Elmar, fiel mit dem Crocket-Schläger über den Reverend her, entfernte seinen Schädel und legte diesen in ein Feuer um einen Schrumpfkopf herzustellen...

    3 Mal editiert, zuletzt von little nick (28. April 2010 um 19:40)

  • William Wright
    Slipperman
    Trophäen
    2
    Beiträge
    2.394
    • 20. April 2010 um 23:24
    • #62

    Elmar war sauer, so richtig sauer. In Anbetracht des Geschehenen war das aus seiner Sicht auch verständlich. Schon den fünften Tag in Folge hatte er seine E-Mails abgerufen und jedes Mal die Meldung erhalten:"Ach Elmar, du bist doch doof!"
    War er am ersten Tag sogar noch belustigt ob dieser wenig schmeichelhaften Nachricht gewesen, fing er am zweiten an, sich ernsthaftere Gedanken zu machen. Wer steckte dahinter, mit welcher Absicht? Steckte vielleicht die Oma aus dem Supermarkt dahinter, der er aus Spaß ein Päckchen Kondome in den Einkaufswagen gelegt hatte, und die von dem Schmunzeln der Kassiererin so peinlich berührt war?
    Ob nun die Oma oder die Bäckereifachverkäuferin, die ihm die Laugenstangen immer mit einem leichten Zwinkern in die Tüte schob, vor allem irritierte ihn der Umstand, dass das Wort "doof" so überaus altmodisch war. Zwar war die Oma sehr, sehr alt und auch die Bäckereifachverkäuferin war durchaus als modisch anzusehen, dennoch bereitete ihm dieser Umstand massive Bauchschmerzen. Nun ja, der Name Elmar war inzwischen auch aus der Mode gekommen (wenn er überhaupt je modern war), und die Verbindung der Wörter "doof" und "Elmar" könnte einen ersten Hinweis geben.
    Nachdem er die mittlerweile fast schon bedrohlich wirkenden Zeilen am Morgen des dritten Tages erneut vorfand - er hatte zuvor von merkwürdigen Träumen geplagt mehr schlecht als recht geschlafen und war schon außergewöhnlich früh direkt vom Bett aus gleich zum Laptop gehuscht - entschloss er sich, die Bäckereifachverkäuferin an diesem Vormittag auf die Probe zu stellen. Er trat in den Laden, ließ, wie jeden Morgen, die Laugenstangen von der Bäckereifachverkäuferin in seine Tüte schieben, blickte ihr tief in die Augen und merkte herablassend an, dass es ziemlich "doof" sei, dass die Laugenstangen über den Tütenrand hinausragen. Solange nur die Laugenstangen über den Rand ragen, sei wohl alles in Ordnung, erwiderte Emma etwas angesäuert.
    Elmar pflegte schon seit längerem den Verdacht, dass die pausbäckige Emma, die stets so bienenemsig und dennoch so unscheinbar hinter dem Bäckertresen stand, pausbäckig und rund von Gestalt, in der vom Kunden nicht einsehbaren Backstube, verborgenen, wenn nicht gar mysteriösen Dingen nachging. Doch plötzlich stürtzte die Oma zur Tür herein und stülpte, ehe Elmar sich versah, forsch und mit heimtückischem Grinsen eines der Kondome über die längste der über den Tütenrand hinausragenden Laugenstangen. Aus dem Augenwinkel konnte Elmar gerade noch sehen, wie Emma ein diabolisches Grinsen aufsetzte, unter die Ladentheke griff, und spürte im nächsten Moment nur noch Schmerz. Jetzt kam es wirklich knüppeldick, das hatte Elmar nun wirklich nicht verdient.
    "Ich quetsche deine Eier", sagte Emma. "Womit habe ich das verdient?", brüllte Elmar. " Ist doch klar, du bist Bayern-Fan".
    "Das nehmen Sie sofort zurück," schrie Elmar außer sich vor Zorn und Schmerz. "Ich weiß noch nicht mal, wie man Beiern schreibt!"
    "Genau!", schrie die alte Oma mit einer kreischenden Stimme, die Elmar ihr zuvor gar nicht zugetraut hätte, und fing sofort darauf zu singen an: "Zieht den Bayern die Gummitütchen an...Gummitütchen an...Gummitütchen an...Zieht den Bayern die..."Elmar verstand die Welt nicht mehr, ich, Bayern-Fan? dachte er.
    In diesem Augenblick allgemeiner höchster Erregung, die Temperatur im Bäckerladen hatte mittlerweile tropische Ausmaße erreicht, betrat ein grauhaariger Mann bekleidet mit einem langen ausladenden schwarzen Mantel und einem Chapeau Claque den Raum - Stille - in seinen finsteren Augen brannte ein damönisches Feuer.
    "Ah, Elmar, schön dich zu sehen; sag mal, ich hab dich schon lange nicht mehr in der Kirche gesehen?!"
    Elmar stand der kalte Schweiß auf der Stirn und Gedankenfetzen flackerten ihm im Techno-Takt durchs Hirn, wobei sich einer auf das grauenhafteste strukturierte: "Oh No!" - "Jesus! He knows me!" Und dabei hatte er gerade dies durch die Transplantation der Speckpolster seiner Hüften in den Nasenbereich versucht zu verhindern. "War es nun ein Trojaner, oder doch eher ein Virus dem Elmar jetzt zum Opfer fallen würde?" ...sprach Elmar zu sich selbst...doch ehe Elmar seine völlig wirren Gedanken ordnen konnte, kniff auch Erna, die Oma, gewaltsam in seine Hoden.
    "Ein Traum - ein ALBTRAUM muss dies sein" flüsterte Elmar - dann wurde ihm schwarz vor den Augen und in diesem einen Augenblick genoss er die Gnade einer menschlichen Grundfunktion, die ihn davor schützte und bewahrte, in Schmerz und Pein unterzugehen.
    Als Elmar, auf dem Boden der Bäckerei liegend, nach zwölf Minuten sein Bewusstsein zurückerlangte und die Augen öffnete, blickte er in die finsteren Augen des auf dem Boden knienden und tief über Elmar gebeugten grauhaarigen Mannes mit dem langen ausladenden schwarzen Mantel.
    Er griff ihm unter die Arme, half ihm hoch und meinte:"Also ehrlich, erst machst du hier auf dicke Hose, lässt dich von den beiden", er deutete mit dem Daumen auf die Weiblichen," runtermachen, anstatt mal Eier zu zeigen, wie es sich für ein Bayernfan gehört!".
    "Vielen Dank!", grummelte Elmar, "aber ich scheiß´auf die Bayern! Und wenn´s unbedingt sein muss, zeig ich euch Eier!", brüllte Elmar, schlüpfte in sein Slipperman-Kostüm und blies keuchend seine Hoden auf.
    "Ja, mir hat es auch immer ziemlich wehgetan, wenn der Druckluftschlauch an der falschen Stelle gelandet ist", nickte der Schwarzgewandete, als er Elmars verzerrtes Gesicht sah.
    elmar glaubte er wäre gleich wahnsinnig. ich muss aus diesem saftladen hier raus, dachte er. er ging in seinem slipperman-kostüm auf die strasse und die leute starrten ihn an. " hey mann. ist schon karneval?" " hellau", " machst du werbung für karl lagerfeld?". elmar zeigte ihnen den finger und beschloss in die nächste kneipe zu gehen. zum glück war die kneipe leer, nur er und der barkeeper. " ein pils, oder besser gleich zwei während ich das kostüm hier ausziehe." " sie gehen so breitbeinig, was passiert?". " ja, mein schinkenspeck ist heute morgen in der pfanne explodiert und hat mir die oberschenkel verbrannt. sagen sie mal, was ist das für eine musik die ich gerade höre?"-" das ist jethro tull und das stück heisst aqualung." " klingt ja merkwürdig, hast du nichts von tokio hotel oder lady gaga?" " so etwas kommt mir hier nicht auf den teller. ich glaube, du brauchst mal einen ordentlichen tritt in die eier."-"warum haben es heute alle auf meine eier abgesehen?", dachte elmar, "dabei bin ich noch nicht mal bayern-fan."

    Elmar hörte aus der Ferne einen ihm wohlbekannten Handy-Klingelton - "Wake Me Up, Before You Go Go" - und wälzte sich schweißgebadet aus seinem Bett, um dann zwar noch vom Schlaf benebelt über den Teppich kriechend zu seinem Laptop zu gelangen - die neue Mail lautete: "Elmar, Du bist noch doofer, als die Polizei erlaubt"!
    Nachdem seine Offensive des vorigen Tages in einem offensichtlichen Fiasko geendet hatte, wählte er nun eine andere Strategie zur Lösung des Problems: Er stellte "Durch den Monsun" auf Endloswiederholung, watschelte ins Bett zurück und zog sich die Bettdecke über den Kopf. Hatte er alles nur geträumt ? - wie war er nach Hause ins Bett gekommen? - Elmar stand wieder auf, ging ins Badezimmer um sich im Spiegel nach eventuellen Blessuren zu untersuchen und bekam den Horror seines bisherigen (doofen aber relativ normalen) Lebens!
    Er hatte zwar nach wie vor keine FC-Bayern-München-Tattowierung am Körper, aber: anstelle seiner Brustwarzen schauten ihn zwei lebendige Augen an, des weiteren war die Haut an seinem Herz transparent und er konnte es schlagen sehen - es war behaart!
    "Gaaaanz ruhig, Elmar," sagte er zu sich, "du hast keine psychotropen Substanzen zu dir genommen, und wenn dies kein Alptraum [mt P und nicht mit B, der Lektor!] ist, dann gibt es nur EINE zufrieden stellende Erklärung."
    Sein Blick glitt auf seinen Oberschenkel und dort bemerkte Elmar einen Stempel mit dem Aufdruck "Menschlicher Schinken - Emma mag das!" - ihm wurde klar, er war mittendrin in einer Verwandlung und kurz vor dem Beginn einer großen Reise.
    Doch dann erwachte Elmar, nachdem der Barkeeper ihm einen ordentlichen Tritt in die Eier verpasst hatte...Elmar bekam Hunger auf Rührei und vernahm ein rhythmisches Klatschen... Emma schlug mit flachen Händen auf Elmars nackten Schinken ein und brüllte: "He Alter, hast Deine Laugenstangen bei mir vergessen!" und übrigens: "Auf Deinem blöden Schloß (Anm.: Emma verweigert sich der Neuen Rechtschreibung) kannste weiterhin langweilig und doof alleine wohnen!". "Danke, du blöde Kuh!" grummelte Elmar, verließ breitbeinig die Kneipe und watschelte in die nächste Apotheke, um eine Hodenbank zwecks Lagerung seiner inzwischen auf Tennisballgröße angeschwollenen Eier zu erwerben.
    Nach dem die PTA in der Apotheke aus dem Lachen nicht mehr rauskam, ging unser Probant zurück in seine Wohnung, besorgte sich aus dem Kühlschrank ein bis drei Dosen Tuborg-Bier, legte sich die Hodenbänke an, und versuchte auf dem Sofa beim gucken des BLUE-Channel zu relaxen, was sich als keine gute idee herausstellte. Denn auf dem "Beamten-Logik und -Erlebnisweltkanal" gab es nur zwei Sorten Sendungen, und Elmar war leider nicht bei der 20-stündigen Sendung "Wortlaute aktualisierter Verordnungen und Ausführungsbestimmungen am Morgen und am Abend vorgelesen", deren Sprecher mit sonorer Stimme und ohne jede Akzentuierung hirnabstumpfende Bürokratierundschreiben von sich gab (weswegen der Sender neuerdings sehr erfolgreich zur nichtchemischen Sedierung hyperaktiver Kinder eingesetzt wurde), sondern bei einem der zwei doppelstündigen Segmente, hinter deren vielsagendem Titel "Bürger belästigen uns bei unserer Tätigkeit, indem sie irgendwas wollen" knallhartes Reality-TV stand, bei der Bürger mit versteckter Kamera dabei gefilmt wurden, wie sie so absurde Sachen unternahmen wie Meldebescheinigungen zu wollen oder den Versuch zu unternehmen, die neuesten Kapriolen der Anlage BoD zur 234. Novelle der Gesetzes über die Teilförderung katholischer Solarzellen in Kellerabteilen gemischtkonfessioneller Wohnanlagen.
    Elmar mochte diese Sendung - es erinnerte ihn an seine Verwaltungslehre, die er gerne erfolgreich beendet hätte, wäre da nicht die Sache gewesen mit den von ihm im Internet veröffentlichten Akten mit dem "NfD-Vermerk".
    Die"Nur-Für-Dich"-Akten enthielten Nach(k)tfotos von emma, die sie ihm für seine Hilfe an Amtesstelle gegeben hatte, und da wusste er, was er letzten Sommer am Freitag, dem 13. mit seinem Freunden Fred und Michael getan hatte. Da fiel es Elmar wie Schuppen von den Augen...zuerst Magnetbingo und dann noch die Nacktfotos...er konnte froh sein, dass Emma sich nichts Schlimmeres hatte einfallen lassen...doch wie konnte er das wieder gut machen?
    Vielleicht mit dem handsignierten ersten Roman von Charles Bukoswki? Doch bevor Elmar seine Pläne in die Tat umsetzen konnte, trat Emma mit hoch erhobenem Crocket-Schläger hinter dem Wohnzimmervorhang hervor und entfernte Elmars Kopf graziös mit einem kraftvollen Schlag...Elmar war sofort tot. Da trat der Reverend mit seinem langen schwarzen wallenden Mantel in Erscheinung - behutsam salbte er Elmars Körper, murmelte einen lateinischen Satz und setzte Elmars Kopf wieder dahin, wo er hingehörte - alsbald schlug Elmar die Augen wieder auf und seufzte: "Ach Reverend William...ich hatte ja gehofft, dass die Oma ihre Old-King-Cole-Musikbox öffnet, ich schnell alter und wilden Sex mit der Oma haben würde...". Die Augen des Reverends glühten purpurrot - er beugte sich zu Elmar und flüsterte ihm in sein linkes Ohr: "Elmar, daran darfst Du ab nun nicht einmal im Traume mehr denken!".
    "Falls du auf meine Hoden anspielst, die hab ich gut mit Penaten-Creme eingeschmiert"..."und nun nimm dies", schrie Elmar, fiel mit dem Crocket-Schläger über den Reverend her, entfernte seinen Schädel und legte diesen in ein Feuer um so einen Schrumpfkopf herzustellen...
    Unvermittelt drang ein Lachen aus dem Schädel des Reverends und im nächsten Moment setzte sich der geschundene Leib wieder von selbst zusammen - mit einem triumphierenden Fingerzeig bedeutete er Elmar: "Gott sei Dank bin ich aallianzversichert!"

    waellerrockfabrik.myportfolio.com

  • martinus
    Giant Hogweed
    Beiträge
    5.752
    • 20. April 2010 um 23:30
    • Offizieller Beitrag
    • #63

    Elmar war sauer, so richtig sauer. In Anbetracht des Geschehenen war das aus seiner Sicht auch verständlich. Schon den fünften Tag in Folge hatte er seine E-Mails abgerufen und jedes Mal die Meldung erhalten:"Ach Elmar, du bist doch doof!"
    War er am ersten Tag sogar noch belustigt ob dieser wenig schmeichelhaften Nachricht gewesen, fing er am zweiten an, sich ernsthaftere Gedanken zu machen. Wer steckte dahinter, mit welcher Absicht? Steckte vielleicht die Oma aus dem Supermarkt dahinter, der er aus Spaß ein Päckchen Kondome in den Einkaufswagen gelegt hatte, und die von dem Schmunzeln der Kassiererin so peinlich berührt war?
    Ob nun die Oma oder die Bäckereifachverkäuferin, die ihm die Laugenstangen immer mit einem leichten Zwinkern in die Tüte schob, vor allem irritierte ihn der Umstand, dass das Wort "doof" so überaus altmodisch war. Zwar war die Oma sehr, sehr alt und auch die Bäckereifachverkäuferin war durchaus als modisch anzusehen, dennoch bereitete ihm dieser Umstand massive Bauchschmerzen. Nun ja, der Name Elmar war inzwischen auch aus der Mode gekommen (wenn er überhaupt je modern war), und die Verbindung der Wörter "doof" und "Elmar" könnte einen ersten Hinweis geben.
    Nachdem er die mittlerweile fast schon bedrohlich wirkenden Zeilen am Morgen des dritten Tages erneut vorfand - er hatte zuvor von merkwürdigen Träumen geplagt mehr schlecht als recht geschlafen und war schon außergewöhnlich früh direkt vom Bett aus gleich zum Laptop gehuscht - entschloss er sich, die Bäckereifachverkäuferin an diesem Vormittag auf die Probe zu stellen. Er trat in den Laden, ließ, wie jeden Morgen, die Laugenstangen von der Bäckereifachverkäuferin in seine Tüte schieben, blickte ihr tief in die Augen und merkte herablassend an, dass es ziemlich "doof" sei, dass die Laugenstangen über den Tütenrand hinausragen. Solange nur die Laugenstangen über den Rand ragen, sei wohl alles in Ordnung, erwiderte Emma etwas angesäuert.
    Elmar pflegte schon seit längerem den Verdacht, dass die pausbäckige Emma, die stets so bienenemsig und dennoch so unscheinbar hinter dem Bäckertresen stand, pausbäckig und rund von Gestalt, in der vom Kunden nicht einsehbaren Backstube, verborgenen, wenn nicht gar mysteriösen Dingen nachging. Doch plötzlich stürtzte die Oma zur Tür herein und stülpte, ehe Elmar sich versah, forsch und mit heimtückischem Grinsen eines der Kondome über die längste der über den Tütenrand hinausragenden Laugenstangen. Aus dem Augenwinkel konnte Elmar gerade noch sehen, wie Emma ein diabolisches Grinsen aufsetzte, unter die Ladentheke griff, und spürte im nächsten Moment nur noch Schmerz. Jetzt kam es wirklich knüppeldick, das hatte Elmar nun wirklich nicht verdient.
    "Ich quetsche deine Eier", sagte Emma. "Womit habe ich das verdient?", brüllte Elmar. " Ist doch klar, du bist Bayern-Fan".
    "Das nehmen Sie sofort zurück," schrie Elmar außer sich vor Zorn und Schmerz. "Ich weiß noch nicht mal, wie man Beiern schreibt!"
    "Genau!", schrie die alte Oma mit einer kreischenden Stimme, die Elmar ihr zuvor gar nicht zugetraut hätte, und fing sofort darauf zu singen an: "Zieht den Bayern die Gummitütchen an...Gummitütchen an...Gummitütchen an...Zieht den Bayern die..."Elmar verstand die Welt nicht mehr, ich, Bayern-Fan? dachte er.
    In diesem Augenblick allgemeiner höchster Erregung, die Temperatur im Bäckerladen hatte mittlerweile tropische Ausmaße erreicht, betrat ein grauhaariger Mann bekleidet mit einem langen ausladenden schwarzen Mantel und einem Chapeau Claque den Raum - Stille - in seinen finsteren Augen brannte ein damönisches Feuer.
    "Ah, Elmar, schön dich zu sehen; sag mal, ich hab dich schon lange nicht mehr in der Kirche gesehen?!"
    Elmar stand der kalte Schweiß auf der Stirn und Gedankenfetzen flackerten ihm im Techno-Takt durchs Hirn, wobei sich einer auf das grauenhafteste strukturierte: "Oh No!" - "Jesus! He knows me!" Und dabei hatte er gerade dies durch die Transplantation der Speckpolster seiner Hüften in den Nasenbereich versucht zu verhindern. "War es nun ein Trojaner, oder doch eher ein Virus dem Elmar jetzt zum Opfer fallen würde?" ...sprach Elmar zu sich selbst...doch ehe Elmar seine völlig wirren Gedanken ordnen konnte, kniff auch Erna, die Oma, gewaltsam in seine Hoden.
    "Ein Traum - ein ALBTRAUM muss dies sein" flüsterte Elmar - dann wurde ihm schwarz vor den Augen und in diesem einen Augenblick genoss er die Gnade einer menschlichen Grundfunktion, die ihn davor schützte und bewahrte, in Schmerz und Pein unterzugehen.
    Als Elmar, auf dem Boden der Bäckerei liegend, nach zwölf Minuten sein Bewusstsein zurückerlangte und die Augen öffnete, blickte er in die finsteren Augen des auf dem Boden knienden und tief über Elmar gebeugten grauhaarigen Mannes mit dem langen ausladenden schwarzen Mantel.
    Er griff ihm unter die Arme, half ihm hoch und meinte:"Also ehrlich, erst machst du hier auf dicke Hose, lässt dich von den beiden", er deutete mit dem Daumen auf die Weiblichen," runtermachen, anstatt mal Eier zu zeigen, wie es sich für ein Bayernfan gehört!".
    "Vielen Dank!", grummelte Elmar, "aber ich scheiß´auf die Bayern! Und wenn´s unbedingt sein muss, zeig ich euch Eier!", brüllte Elmar, schlüpfte in sein Slipperman-Kostüm und blies keuchend seine Hoden auf.
    "Ja, mir hat es auch immer ziemlich wehgetan, wenn der Druckluftschlauch an der falschen Stelle gelandet ist", nickte der Schwarzgewandete, als er Elmars verzerrtes Gesicht sah.
    elmar glaubte er wäre gleich wahnsinnig. ich muss aus diesem saftladen hier raus, dachte er. er ging in seinem slipperman-kostüm auf die strasse und die leute starrten ihn an. " hey mann. ist schon karneval?" " hellau", " machst du werbung für karl lagerfeld?". elmar zeigte ihnen den finger und beschloss in die nächste kneipe zu gehen. zum glück war die kneipe leer, nur er und der barkeeper. " ein pils, oder besser gleich zwei während ich das kostüm hier ausziehe." " sie gehen so breitbeinig, was passiert?". " ja, mein schinkenspeck ist heute morgen in der pfanne explodiert und hat mir die oberschenkel verbrannt. sagen sie mal, was ist das für eine musik die ich gerade höre?"-" das ist jethro tull und das stück heisst aqualung." " klingt ja merkwürdig, hast du nichts von tokio hotel oder lady gaga?" " so etwas kommt mir hier nicht auf den teller. ich glaube, du brauchst mal einen ordentlichen tritt in die eier."-"warum haben es heute alle auf meine eier abgesehen?", dachte elmar, "dabei bin ich noch nicht mal bayern-fan."

    Elmar hörte aus der Ferne einen ihm wohlbekannten Handy-Klingelton - "Wake Me Up, Before You Go Go" - und wälzte sich schweißgebadet aus seinem Bett, um dann zwar noch vom Schlaf benebelt über den Teppich kriechend zu seinem Laptop zu gelangen - die neue Mail lautete: "Elmar, Du bist noch doofer, als die Polizei erlaubt"!
    Nachdem seine Offensive des vorigen Tages in einem offensichtlichen Fiasko geendet hatte, wählte er nun eine andere Strategie zur Lösung des Problems: Er stellte "Durch den Monsun" auf Endloswiederholung, watschelte ins Bett zurück und zog sich die Bettdecke über den Kopf. Hatte er alles nur geträumt ? - wie war er nach Hause ins Bett gekommen? - Elmar stand wieder auf, ging ins Badezimmer um sich im Spiegel nach eventuellen Blessuren zu untersuchen und bekam den Horror seines bisherigen (doofen aber relativ normalen) Lebens!
    Er hatte zwar nach wie vor keine FC-Bayern-München-Tattowierung am Körper, aber: anstelle seiner Brustwarzen schauten ihn zwei lebendige Augen an, des weiteren war die Haut an seinem Herz transparent und er konnte es schlagen sehen - es war behaart!
    "Gaaaanz ruhig, Elmar," sagte er zu sich, "du hast keine psychotropen Substanzen zu dir genommen, und wenn dies kein Alptraum [mt P und nicht mit B, der Lektor!] ist, dann gibt es nur EINE zufrieden stellende Erklärung."
    Sein Blick glitt auf seinen Oberschenkel und dort bemerkte Elmar einen Stempel mit dem Aufdruck "Menschlicher Schinken - Emma mag das!" - ihm wurde klar, er war mittendrin in einer Verwandlung und kurz vor dem Beginn einer großen Reise.
    Doch dann erwachte Elmar, nachdem der Barkeeper ihm einen ordentlichen Tritt in die Eier verpasst hatte...Elmar bekam Hunger auf Rührei und vernahm ein rhythmisches Klatschen... Emma schlug mit flachen Händen auf Elmars nackten Schinken ein und brüllte: "He Alter, hast Deine Laugenstangen bei mir vergessen!" und übrigens: "Auf Deinem blöden Schloß (Anm.: Emma verweigert sich der Neuen Rechtschreibung) kannste weiterhin langweilig und doof alleine wohnen!". "Danke, du blöde Kuh!" grummelte Elmar, verließ breitbeinig die Kneipe und watschelte in die nächste Apotheke, um eine Hodenbank zwecks Lagerung seiner inzwischen auf Tennisballgröße angeschwollenen Eier zu erwerben.
    Nach dem die PTA in der Apotheke aus dem Lachen nicht mehr rauskam, ging unser Probant zurück in seine Wohnung, besorgte sich aus dem Kühlschrank ein bis drei Dosen Tuborg-Bier, legte sich die Hodenbänke an, und versuchte auf dem Sofa beim gucken des BLUE-Channel zu relaxen, was sich als keine gute idee herausstellte. Denn auf dem "Beamten-Logik und -Erlebnisweltkanal" gab es nur zwei Sorten Sendungen, und Elmar war leider nicht bei der 20-stündigen Sendung "Wortlaute aktualisierter Verordnungen und Ausführungsbestimmungen am Morgen und am Abend vorgelesen", deren Sprecher mit sonorer Stimme und ohne jede Akzentuierung hirnabstumpfende Bürokratierundschreiben von sich gab (weswegen der Sender neuerdings sehr erfolgreich zur nichtchemischen Sedierung hyperaktiver Kinder eingesetzt wurde), sondern bei einem der zwei doppelstündigen Segmente, hinter deren vielsagendem Titel "Bürger belästigen uns bei unserer Tätigkeit, indem sie irgendwas wollen" knallhartes Reality-TV stand, bei der Bürger mit versteckter Kamera dabei gefilmt wurden, wie sie so absurde Sachen unternahmen wie Meldebescheinigungen zu wollen oder den Versuch zu unternehmen, die neuesten Kapriolen der Anlage BoD zur 234. Novelle der Gesetzes über die Teilförderung katholischer Solarzellen in Kellerabteilen gemischtkonfessioneller Wohnanlagen.
    Elmar mochte diese Sendung - es erinnerte ihn an seine Verwaltungslehre, die er gerne erfolgreich beendet hätte, wäre da nicht die Sache gewesen mit den von ihm im Internet veröffentlichten Akten mit dem "NfD-Vermerk".
    Die"Nur-Für-Dich"-Akten enthielten Nach(k)tfotos von emma, die sie ihm für seine Hilfe an Amtesstelle gegeben hatte, und da wusste er, was er letzten Sommer am Freitag, dem 13. mit seinem Freunden Fred und Michael getan hatte. Da fiel es Elmar wie Schuppen von den Augen...zuerst Magnetbingo und dann noch die Nacktfotos...er konnte froh sein, dass Emma sich nichts Schlimmeres hatte einfallen lassen...doch wie konnte er das wieder gut machen?
    Vielleicht mit dem handsignierten ersten Roman von Charles Bukoswki? Doch bevor Elmar seine Pläne in die Tat umsetzen konnte, trat Emma mit hoch erhobenem Crocket-Schläger hinter dem Wohnzimmervorhang hervor und entfernte Elmars Kopf graziös mit einem kraftvollen Schlag...Elmar war sofort tot. Da trat der Reverend mit seinem langen schwarzen wallenden Mantel in Erscheinung - behutsam salbte er Elmars Körper, murmelte einen lateinischen Satz und setzte Elmars Kopf wieder dahin, wo er hingehörte - alsbald schlug Elmar die Augen wieder auf und seufzte: "Ach Reverend William...ich hatte ja gehofft, dass die Oma ihre Old-King-Cole-Musikbox öffnet, ich schnell alter und wilden Sex mit der Oma haben würde...". Die Augen des Reverends glühten purpurrot - er beugte sich zu Elmar und flüsterte ihm in sein linkes Ohr: "Elmar, daran darfst Du ab nun nicht einmal im Traume mehr denken!".
    "Falls du auf meine Hoden anspielst, die hab ich gut mit Penaten-Creme eingeschmiert"..."und nun nimm dies, du feister Sack", schrie Elmar, fiel mit dem Crocket-Schläger über den Reverend her, entfernte seinen Schädel und legte diesen in ein Feuer um einen Schrumpfkopf herzustellen...
    Unvermittelt drang ein Lachen aus dem Schädel des Reverends und im nächsten Moment setzte sich der geschundene Leib wieder von selbst zusammen - mit einem triumphierenden Fingerzeig bedeutete er Elmar: "Gott sei Dank bin ich aallianzversichert!"

    Weit über der Stadt, noch jenseits der Wolken und des dünnen Flors Vulkanasche, der funkelte vor Vergnügen über die Unordnung, in die er das Leben dieser Wesen da unter ihm stürzte, schwebte ein schnittiges Raumschiff in British Racing Green mit einem platinierten Schriftzug "QuicaeLumspectat" , und sein Pilot beobachtete Elmars Erlebnisse auf dem Bordmonitor mit einer unbestreitbar amüsierten Verwunderung, bevor er die Wikispacia befragte, ob er richtig gehört hatte und man sich auf diesem Planeten gegen Arroganz versichern könnte.

    ... cried a voice in the crowd.

    Förderer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

    Einmal editiert, zuletzt von martinus (20. April 2010 um 23:33)

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  • William Wright
    Slipperman
    Trophäen
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    2.394
    • 20. April 2010 um 23:38
    • #64

    Elmar war sauer, so richtig sauer. In Anbetracht des Geschehenen war das aus seiner Sicht auch verständlich. Schon den fünften Tag in Folge hatte er seine E-Mails abgerufen und jedes Mal die Meldung erhalten:"Ach Elmar, du bist doch doof!"
    War er am ersten Tag sogar noch belustigt ob dieser wenig schmeichelhaften Nachricht gewesen, fing er am zweiten an, sich ernsthaftere Gedanken zu machen. Wer steckte dahinter, mit welcher Absicht? Steckte vielleicht die Oma aus dem Supermarkt dahinter, der er aus Spaß ein Päckchen Kondome in den Einkaufswagen gelegt hatte, und die von dem Schmunzeln der Kassiererin so peinlich berührt war?
    Ob nun die Oma oder die Bäckereifachverkäuferin, die ihm die Laugenstangen immer mit einem leichten Zwinkern in die Tüte schob, vor allem irritierte ihn der Umstand, dass das Wort "doof" so überaus altmodisch war. Zwar war die Oma sehr, sehr alt und auch die Bäckereifachverkäuferin war durchaus als modisch anzusehen, dennoch bereitete ihm dieser Umstand massive Bauchschmerzen. Nun ja, der Name Elmar war inzwischen auch aus der Mode gekommen (wenn er überhaupt je modern war), und die Verbindung der Wörter "doof" und "Elmar" könnte einen ersten Hinweis geben.
    Nachdem er die mittlerweile fast schon bedrohlich wirkenden Zeilen am Morgen des dritten Tages erneut vorfand - er hatte zuvor von merkwürdigen Träumen geplagt mehr schlecht als recht geschlafen und war schon außergewöhnlich früh direkt vom Bett aus gleich zum Laptop gehuscht - entschloss er sich, die Bäckereifachverkäuferin an diesem Vormittag auf die Probe zu stellen. Er trat in den Laden, ließ, wie jeden Morgen, die Laugenstangen von der Bäckereifachverkäuferin in seine Tüte schieben, blickte ihr tief in die Augen und merkte herablassend an, dass es ziemlich "doof" sei, dass die Laugenstangen über den Tütenrand hinausragen. Solange nur die Laugenstangen über den Rand ragen, sei wohl alles in Ordnung, erwiderte Emma etwas angesäuert.
    Elmar pflegte schon seit längerem den Verdacht, dass die pausbäckige Emma, die stets so bienenemsig und dennoch so unscheinbar hinter dem Bäckertresen stand, pausbäckig und rund von Gestalt, in der vom Kunden nicht einsehbaren Backstube, verborgenen, wenn nicht gar mysteriösen Dingen nachging. Doch plötzlich stürtzte die Oma zur Tür herein und stülpte, ehe Elmar sich versah, forsch und mit heimtückischem Grinsen eines der Kondome über die längste der über den Tütenrand hinausragenden Laugenstangen. Aus dem Augenwinkel konnte Elmar gerade noch sehen, wie Emma ein diabolisches Grinsen aufsetzte, unter die Ladentheke griff, und spürte im nächsten Moment nur noch Schmerz. Jetzt kam es wirklich knüppeldick, das hatte Elmar nun wirklich nicht verdient.
    "Ich quetsche deine Eier", sagte Emma. "Womit habe ich das verdient?", brüllte Elmar. " Ist doch klar, du bist Bayern-Fan".
    "Das nehmen Sie sofort zurück," schrie Elmar außer sich vor Zorn und Schmerz. "Ich weiß noch nicht mal, wie man Beiern schreibt!"
    "Genau!", schrie die alte Oma mit einer kreischenden Stimme, die Elmar ihr zuvor gar nicht zugetraut hätte, und fing sofort darauf zu singen an: "Zieht den Bayern die Gummitütchen an...Gummitütchen an...Gummitütchen an...Zieht den Bayern die..."Elmar verstand die Welt nicht mehr, ich, Bayern-Fan? dachte er.
    In diesem Augenblick allgemeiner höchster Erregung, die Temperatur im Bäckerladen hatte mittlerweile tropische Ausmaße erreicht, betrat ein grauhaariger Mann bekleidet mit einem langen ausladenden schwarzen Mantel und einem Chapeau Claque den Raum - Stille - in seinen finsteren Augen brannte ein damönisches Feuer.
    "Ah, Elmar, schön dich zu sehen; sag mal, ich hab dich schon lange nicht mehr in der Kirche gesehen?!"
    Elmar stand der kalte Schweiß auf der Stirn und Gedankenfetzen flackerten ihm im Techno-Takt durchs Hirn, wobei sich einer auf das grauenhafteste strukturierte: "Oh No!" - "Jesus! He knows me!" Und dabei hatte er gerade dies durch die Transplantation der Speckpolster seiner Hüften in den Nasenbereich versucht zu verhindern. "War es nun ein Trojaner, oder doch eher ein Virus dem Elmar jetzt zum Opfer fallen würde?" ...sprach Elmar zu sich selbst...doch ehe Elmar seine völlig wirren Gedanken ordnen konnte, kniff auch Erna, die Oma, gewaltsam in seine Hoden.
    "Ein Traum - ein ALBTRAUM muss dies sein" flüsterte Elmar - dann wurde ihm schwarz vor den Augen und in diesem einen Augenblick genoss er die Gnade einer menschlichen Grundfunktion, die ihn davor schützte und bewahrte, in Schmerz und Pein unterzugehen.
    Als Elmar, auf dem Boden der Bäckerei liegend, nach zwölf Minuten sein Bewusstsein zurückerlangte und die Augen öffnete, blickte er in die finsteren Augen des auf dem Boden knienden und tief über Elmar gebeugten grauhaarigen Mannes mit dem langen ausladenden schwarzen Mantel.
    Er griff ihm unter die Arme, half ihm hoch und meinte:"Also ehrlich, erst machst du hier auf dicke Hose, lässt dich von den beiden", er deutete mit dem Daumen auf die Weiblichen," runtermachen, anstatt mal Eier zu zeigen, wie es sich für ein Bayernfan gehört!".
    "Vielen Dank!", grummelte Elmar, "aber ich scheiß´auf die Bayern! Und wenn´s unbedingt sein muss, zeig ich euch Eier!", brüllte Elmar, schlüpfte in sein Slipperman-Kostüm und blies keuchend seine Hoden auf.
    "Ja, mir hat es auch immer ziemlich wehgetan, wenn der Druckluftschlauch an der falschen Stelle gelandet ist", nickte der Schwarzgewandete, als er Elmars verzerrtes Gesicht sah.
    elmar glaubte er wäre gleich wahnsinnig. ich muss aus diesem saftladen hier raus, dachte er. er ging in seinem slipperman-kostüm auf die strasse und die leute starrten ihn an. " hey mann. ist schon karneval?" " hellau", " machst du werbung für karl lagerfeld?". elmar zeigte ihnen den finger und beschloss in die nächste kneipe zu gehen. zum glück war die kneipe leer, nur er und der barkeeper. " ein pils, oder besser gleich zwei während ich das kostüm hier ausziehe." " sie gehen so breitbeinig, was passiert?". " ja, mein schinkenspeck ist heute morgen in der pfanne explodiert und hat mir die oberschenkel verbrannt. sagen sie mal, was ist das für eine musik die ich gerade höre?"-" das ist jethro tull und das stück heisst aqualung." " klingt ja merkwürdig, hast du nichts von tokio hotel oder lady gaga?" " so etwas kommt mir hier nicht auf den teller. ich glaube, du brauchst mal einen ordentlichen tritt in die eier."-"warum haben es heute alle auf meine eier abgesehen?", dachte elmar, "dabei bin ich noch nicht mal bayern-fan."

    Elmar hörte aus der Ferne einen ihm wohlbekannten Handy-Klingelton - "Wake Me Up, Before You Go Go" - und wälzte sich schweißgebadet aus seinem Bett, um dann zwar noch vom Schlaf benebelt über den Teppich kriechend zu seinem Laptop zu gelangen - die neue Mail lautete: "Elmar, Du bist noch doofer, als die Polizei erlaubt"!
    Nachdem seine Offensive des vorigen Tages in einem offensichtlichen Fiasko geendet hatte, wählte er nun eine andere Strategie zur Lösung des Problems: Er stellte "Durch den Monsun" auf Endloswiederholung, watschelte ins Bett zurück und zog sich die Bettdecke über den Kopf. Hatte er alles nur geträumt ? - wie war er nach Hause ins Bett gekommen? - Elmar stand wieder auf, ging ins Badezimmer um sich im Spiegel nach eventuellen Blessuren zu untersuchen und bekam den Horror seines bisherigen (doofen aber relativ normalen) Lebens!
    Er hatte zwar nach wie vor keine FC-Bayern-München-Tattowierung am Körper, aber: anstelle seiner Brustwarzen schauten ihn zwei lebendige Augen an, des weiteren war die Haut an seinem Herz transparent und er konnte es schlagen sehen - es war behaart!
    "Gaaaanz ruhig, Elmar," sagte er zu sich, "du hast keine psychotropen Substanzen zu dir genommen, und wenn dies kein Alptraum [mt P und nicht mit B, der Lektor!] ist, dann gibt es nur EINE zufrieden stellende Erklärung."
    Sein Blick glitt auf seinen Oberschenkel und dort bemerkte Elmar einen Stempel mit dem Aufdruck "Menschlicher Schinken - Emma mag das!" - ihm wurde klar, er war mittendrin in einer Verwandlung und kurz vor dem Beginn einer großen Reise.
    Doch dann erwachte Elmar, nachdem der Barkeeper ihm einen ordentlichen Tritt in die Eier verpasst hatte...Elmar bekam Hunger auf Rührei und vernahm ein rhythmisches Klatschen... Emma schlug mit flachen Händen auf Elmars nackten Schinken ein und brüllte: "He Alter, hast Deine Laugenstangen bei mir vergessen!" und übrigens: "Auf Deinem blöden Schloß (Anm.: Emma verweigert sich der Neuen Rechtschreibung) kannste weiterhin langweilig und doof alleine wohnen!". "Danke, du blöde Kuh!" grummelte Elmar, verließ breitbeinig die Kneipe und watschelte in die nächste Apotheke, um eine Hodenbank zwecks Lagerung seiner inzwischen auf Tennisballgröße angeschwollenen Eier zu erwerben.
    Nach dem die PTA in der Apotheke aus dem Lachen nicht mehr rauskam, ging unser Probant zurück in seine Wohnung, besorgte sich aus dem Kühlschrank ein bis drei Dosen Tuborg-Bier, legte sich die Hodenbänke an, und versuchte auf dem Sofa beim gucken des BLUE-Channel zu relaxen, was sich als keine gute idee herausstellte. Denn auf dem "Beamten-Logik und -Erlebnisweltkanal" gab es nur zwei Sorten Sendungen, und Elmar war leider nicht bei der 20-stündigen Sendung "Wortlaute aktualisierter Verordnungen und Ausführungsbestimmungen am Morgen und am Abend vorgelesen", deren Sprecher mit sonorer Stimme und ohne jede Akzentuierung hirnabstumpfende Bürokratierundschreiben von sich gab (weswegen der Sender neuerdings sehr erfolgreich zur nichtchemischen Sedierung hyperaktiver Kinder eingesetzt wurde), sondern bei einem der zwei doppelstündigen Segmente, hinter deren vielsagendem Titel "Bürger belästigen uns bei unserer Tätigkeit, indem sie irgendwas wollen" knallhartes Reality-TV stand, bei der Bürger mit versteckter Kamera dabei gefilmt wurden, wie sie so absurde Sachen unternahmen wie Meldebescheinigungen zu wollen oder den Versuch zu unternehmen, die neuesten Kapriolen der Anlage BoD zur 234. Novelle der Gesetzes über die Teilförderung katholischer Solarzellen in Kellerabteilen gemischtkonfessioneller Wohnanlagen.
    Elmar mochte diese Sendung - es erinnerte ihn an seine Verwaltungslehre, die er gerne erfolgreich beendet hätte, wäre da nicht die Sache gewesen mit den von ihm im Internet veröffentlichten Akten mit dem "NfD-Vermerk".
    Die"Nur-Für-Dich"-Akten enthielten Nach(k)tfotos von emma, die sie ihm für seine Hilfe an Amtesstelle gegeben hatte, und da wusste er, was er letzten Sommer am Freitag, dem 13. mit seinem Freunden Fred und Michael getan hatte. Da fiel es Elmar wie Schuppen von den Augen...zuerst Magnetbingo und dann noch die Nacktfotos...er konnte froh sein, dass Emma sich nichts Schlimmeres hatte einfallen lassen...doch wie konnte er das wieder gut machen?
    Vielleicht mit dem handsignierten ersten Roman von Charles Bukoswki? Doch bevor Elmar seine Pläne in die Tat umsetzen konnte, trat Emma mit hoch erhobenem Crocket-Schläger hinter dem Wohnzimmervorhang hervor und entfernte Elmars Kopf graziös mit einem kraftvollen Schlag...Elmar war sofort tot. Da trat der Reverend mit seinem langen schwarzen wallenden Mantel in Erscheinung - behutsam salbte er Elmars Körper, murmelte einen lateinischen Satz und setzte Elmars Kopf wieder dahin, wo er hingehörte - alsbald schlug Elmar die Augen wieder auf und seufzte: "Ach Reverend William...ich hatte ja gehofft, dass die Oma ihre Old-King-Cole-Musikbox öffnet, ich schnell alter und wilden Sex mit der Oma haben würde...". Die Augen des Reverends glühten purpurrot - er beugte sich zu Elmar und flüsterte ihm in sein linkes Ohr: "Elmar, daran darfst Du ab nun nicht einmal im Traume mehr denken!".
    "Falls du auf meine Hoden anspielst, die hab ich gut mit Penaten-Creme eingeschmiert"..."und nun nimm dies, du feister Sack", schrie Elmar, fiel mit dem Crocket-Schläger über den Reverend her, entfernte seinen Schädel und legte diesen in ein Feuer um einen Schrumpfkopf herzustellen...
    Unvermittelt drang ein Lachen aus dem Schädel des Reverends und im nächsten Moment setzte sich der geschundene Leib wieder von selbst zusammen - mit einem triumphierenden Fingerzeig bedeutete er Elmar: "Gott sei Dank bin ich aallianzversichert!"
    Weit über der Stadt, noch jenseits der Wolken und des dünnen Flors Vulkanasche, der funkelte vor Vergnügen über die Unordnung, in die er das Leben dieser Wesen da unter ihm stürzte, schwebte ein schnittiges Raumschiff in British Racing Green, und sein Pilot beobachtete Elmars Erlebnisse auf dem Bordmonitor mit einer unbestreitbar amüsierten Verwunderung.
    Sein Name war Reik Ja Vik und kam aus dem 8. Sonnensystem - er hatte Drähte an der Nase und Antennen an den Ohren.

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    Einmal editiert, zuletzt von William Wright (20. April 2010 um 23:41)

  • William Wright
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    2.394
    • 21. April 2010 um 00:23
    • #65

    Elmar war sauer, so richtig sauer. In Anbetracht des Geschehenen war das aus seiner Sicht auch verständlich. Schon den fünften Tag in Folge hatte er seine E-Mails abgerufen und jedes Mal die Meldung erhalten:"Ach Elmar, du bist doch doof!"
    War er am ersten Tag sogar noch belustigt ob dieser wenig schmeichelhaften Nachricht gewesen, fing er am zweiten an, sich ernsthaftere Gedanken zu machen. Wer steckte dahinter, mit welcher Absicht? Steckte vielleicht die Oma aus dem Supermarkt dahinter, der er aus Spaß ein Päckchen Kondome in den Einkaufswagen gelegt hatte, und die von dem Schmunzeln der Kassiererin so peinlich berührt war?
    Ob nun die Oma oder die Bäckereifachverkäuferin, die ihm die Laugenstangen immer mit einem leichten Zwinkern in die Tüte schob, vor allem irritierte ihn der Umstand, dass das Wort "doof" so überaus altmodisch war. Zwar war die Oma sehr, sehr alt und auch die Bäckereifachverkäuferin war durchaus als modisch anzusehen, dennoch bereitete ihm dieser Umstand massive Bauchschmerzen. Nun ja, der Name Elmar war inzwischen auch aus der Mode gekommen (wenn er überhaupt je modern war), und die Verbindung der Wörter "doof" und "Elmar" könnte einen ersten Hinweis geben.
    Nachdem er die mittlerweile fast schon bedrohlich wirkenden Zeilen am Morgen des dritten Tages erneut vorfand - er hatte zuvor von merkwürdigen Träumen geplagt mehr schlecht als recht geschlafen und war schon außergewöhnlich früh direkt vom Bett aus gleich zum Laptop gehuscht - entschloss er sich, die Bäckereifachverkäuferin an diesem Vormittag auf die Probe zu stellen. Er trat in den Laden, ließ, wie jeden Morgen, die Laugenstangen von der Bäckereifachverkäuferin in seine Tüte schieben, blickte ihr tief in die Augen und merkte herablassend an, dass es ziemlich "doof" sei, dass die Laugenstangen über den Tütenrand hinausragen. Solange nur die Laugenstangen über den Rand ragen, sei wohl alles in Ordnung, erwiderte Emma etwas angesäuert.
    Elmar pflegte schon seit längerem den Verdacht, dass die pausbäckige Emma, die stets so bienenemsig und dennoch so unscheinbar hinter dem Bäckertresen stand, pausbäckig und rund von Gestalt, in der vom Kunden nicht einsehbaren Backstube, verborgenen, wenn nicht gar mysteriösen Dingen nachging. Doch plötzlich stürtzte die Oma zur Tür herein und stülpte, ehe Elmar sich versah, forsch und mit heimtückischem Grinsen eines der Kondome über die längste der über den Tütenrand hinausragenden Laugenstangen. Aus dem Augenwinkel konnte Elmar gerade noch sehen, wie Emma ein diabolisches Grinsen aufsetzte, unter die Ladentheke griff, und spürte im nächsten Moment nur noch Schmerz. Jetzt kam es wirklich knüppeldick, das hatte Elmar nun wirklich nicht verdient.
    "Ich quetsche deine Eier", sagte Emma. "Womit habe ich das verdient?", brüllte Elmar. " Ist doch klar, du bist Bayern-Fan".
    "Das nehmen Sie sofort zurück," schrie Elmar außer sich vor Zorn und Schmerz. "Ich weiß noch nicht mal, wie man Beiern schreibt!"
    "Genau!", schrie die alte Oma mit einer kreischenden Stimme, die Elmar ihr zuvor gar nicht zugetraut hätte, und fing sofort darauf zu singen an: "Zieht den Bayern die Gummitütchen an...Gummitütchen an...Gummitütchen an...Zieht den Bayern die..."Elmar verstand die Welt nicht mehr, ich, Bayern-Fan? dachte er.
    In diesem Augenblick allgemeiner höchster Erregung, die Temperatur im Bäckerladen hatte mittlerweile tropische Ausmaße erreicht, betrat ein grauhaariger Mann bekleidet mit einem langen ausladenden schwarzen Mantel und einem Chapeau Claque den Raum - Stille - in seinen finsteren Augen brannte ein damönisches Feuer.
    "Ah, Elmar, schön dich zu sehen; sag mal, ich hab dich schon lange nicht mehr in der Kirche gesehen?!"
    Elmar stand der kalte Schweiß auf der Stirn und Gedankenfetzen flackerten ihm im Techno-Takt durchs Hirn, wobei sich einer auf das grauenhafteste strukturierte: "Oh No!" - "Jesus! He knows me!" Und dabei hatte er gerade dies durch die Transplantation der Speckpolster seiner Hüften in den Nasenbereich versucht zu verhindern. "War es nun ein Trojaner, oder doch eher ein Virus dem Elmar jetzt zum Opfer fallen würde?" ...sprach Elmar zu sich selbst...doch ehe Elmar seine völlig wirren Gedanken ordnen konnte, kniff auch Erna, die Oma, gewaltsam in seine Hoden.
    "Ein Traum - ein ALBTRAUM muss dies sein" flüsterte Elmar - dann wurde ihm schwarz vor den Augen und in diesem einen Augenblick genoss er die Gnade einer menschlichen Grundfunktion, die ihn davor schützte und bewahrte, in Schmerz und Pein unterzugehen.
    Als Elmar, auf dem Boden der Bäckerei liegend, nach zwölf Minuten sein Bewusstsein zurückerlangte und die Augen öffnete, blickte er in die finsteren Augen des auf dem Boden knienden und tief über Elmar gebeugten grauhaarigen Mannes mit dem langen ausladenden schwarzen Mantel.
    Er griff ihm unter die Arme, half ihm hoch und meinte:"Also ehrlich, erst machst du hier auf dicke Hose, lässt dich von den beiden", er deutete mit dem Daumen auf die Weiblichen," runtermachen, anstatt mal Eier zu zeigen, wie es sich für ein Bayernfan gehört!".
    "Vielen Dank!", grummelte Elmar, "aber ich scheiß´auf die Bayern! Und wenn´s unbedingt sein muss, zeig ich euch Eier!", brüllte Elmar, schlüpfte in sein Slipperman-Kostüm und blies keuchend seine Hoden auf.
    "Ja, mir hat es auch immer ziemlich wehgetan, wenn der Druckluftschlauch an der falschen Stelle gelandet ist", nickte der Schwarzgewandete, als er Elmars verzerrtes Gesicht sah.
    elmar glaubte er wäre gleich wahnsinnig. ich muss aus diesem saftladen hier raus, dachte er. er ging in seinem slipperman-kostüm auf die strasse und die leute starrten ihn an. " hey mann. ist schon karneval?" " hellau", " machst du werbung für karl lagerfeld?". elmar zeigte ihnen den finger und beschloss in die nächste kneipe zu gehen. zum glück war die kneipe leer, nur er und der barkeeper. " ein pils, oder besser gleich zwei während ich das kostüm hier ausziehe." " sie gehen so breitbeinig, was passiert?". " ja, mein schinkenspeck ist heute morgen in der pfanne explodiert und hat mir die oberschenkel verbrannt. sagen sie mal, was ist das für eine musik die ich gerade höre?"-" das ist jethro tull und das stück heisst aqualung." " klingt ja merkwürdig, hast du nichts von tokio hotel oder lady gaga?" " so etwas kommt mir hier nicht auf den teller. ich glaube, du brauchst mal einen ordentlichen tritt in die eier."-"warum haben es heute alle auf meine eier abgesehen?", dachte elmar, "dabei bin ich noch nicht mal bayern-fan."

    Elmar hörte aus der Ferne einen ihm wohlbekannten Handy-Klingelton - "Wake Me Up, Before You Go Go" - und wälzte sich schweißgebadet aus seinem Bett, um dann zwar noch vom Schlaf benebelt über den Teppich kriechend zu seinem Laptop zu gelangen - die neue Mail lautete: "Elmar, Du bist noch doofer, als die Polizei erlaubt"!
    Nachdem seine Offensive des vorigen Tages in einem offensichtlichen Fiasko geendet hatte, wählte er nun eine andere Strategie zur Lösung des Problems: Er stellte "Durch den Monsun" auf Endloswiederholung, watschelte ins Bett zurück und zog sich die Bettdecke über den Kopf. Hatte er alles nur geträumt ? - wie war er nach Hause ins Bett gekommen? - Elmar stand wieder auf, ging ins Badezimmer um sich im Spiegel nach eventuellen Blessuren zu untersuchen und bekam den Horror seines bisherigen (doofen aber relativ normalen) Lebens!
    Er hatte zwar nach wie vor keine FC-Bayern-München-Tattowierung am Körper, aber: anstelle seiner Brustwarzen schauten ihn zwei lebendige Augen an, des weiteren war die Haut an seinem Herz transparent und er konnte es schlagen sehen - es war behaart!
    "Gaaaanz ruhig, Elmar," sagte er zu sich, "du hast keine psychotropen Substanzen zu dir genommen, und wenn dies kein Alptraum [mt P und nicht mit B, der Lektor!] ist, dann gibt es nur EINE zufrieden stellende Erklärung."
    Sein Blick glitt auf seinen Oberschenkel und dort bemerkte Elmar einen Stempel mit dem Aufdruck "Menschlicher Schinken - Emma mag das!" - ihm wurde klar, er war mittendrin in einer Verwandlung und kurz vor dem Beginn einer großen Reise.
    Doch dann erwachte Elmar, nachdem der Barkeeper ihm einen ordentlichen Tritt in die Eier verpasst hatte...Elmar bekam Hunger auf Rührei und vernahm ein rhythmisches Klatschen... Emma schlug mit flachen Händen auf Elmars nackten Schinken ein und brüllte: "He Alter, hast Deine Laugenstangen bei mir vergessen!" und übrigens: "Auf Deinem blöden Schloß (Anm.: Emma verweigert sich der Neuen Rechtschreibung) kannste weiterhin langweilig und doof alleine wohnen!". "Danke, du blöde Kuh!" grummelte Elmar, verließ breitbeinig die Kneipe und watschelte in die nächste Apotheke, um eine Hodenbank zwecks Lagerung seiner inzwischen auf Tennisballgröße angeschwollenen Eier zu erwerben.
    Nach dem die PTA in der Apotheke aus dem Lachen nicht mehr rauskam, ging unser Probant zurück in seine Wohnung, besorgte sich aus dem Kühlschrank ein bis drei Dosen Tuborg-Bier, legte sich die Hodenbänke an, und versuchte auf dem Sofa beim gucken des BLUE-Channel zu relaxen, was sich als keine gute idee herausstellte. Denn auf dem "Beamten-Logik und -Erlebnisweltkanal" gab es nur zwei Sorten Sendungen, und Elmar war leider nicht bei der 20-stündigen Sendung "Wortlaute aktualisierter Verordnungen und Ausführungsbestimmungen am Morgen und am Abend vorgelesen", deren Sprecher mit sonorer Stimme und ohne jede Akzentuierung hirnabstumpfende Bürokratierundschreiben von sich gab (weswegen der Sender neuerdings sehr erfolgreich zur nichtchemischen Sedierung hyperaktiver Kinder eingesetzt wurde), sondern bei einem der zwei doppelstündigen Segmente, hinter deren vielsagendem Titel "Bürger belästigen uns bei unserer Tätigkeit, indem sie irgendwas wollen" knallhartes Reality-TV stand, bei der Bürger mit versteckter Kamera dabei gefilmt wurden, wie sie so absurde Sachen unternahmen wie Meldebescheinigungen zu wollen oder den Versuch zu unternehmen, die neuesten Kapriolen der Anlage BoD zur 234. Novelle der Gesetzes über die Teilförderung katholischer Solarzellen in Kellerabteilen gemischtkonfessioneller Wohnanlagen.
    Elmar mochte diese Sendung - es erinnerte ihn an seine Verwaltungslehre, die er gerne erfolgreich beendet hätte, wäre da nicht die Sache gewesen mit den von ihm im Internet veröffentlichten Akten mit dem "NfD-Vermerk".
    Die"Nur-Für-Dich"-Akten enthielten Nach(k)tfotos von emma, die sie ihm für seine Hilfe an Amtesstelle gegeben hatte, und da wusste er, was er letzten Sommer am Freitag, dem 13. mit seinem Freunden Fred und Michael getan hatte. Da fiel es Elmar wie Schuppen von den Augen...zuerst Magnetbingo und dann noch die Nacktfotos...er konnte froh sein, dass Emma sich nichts Schlimmeres hatte einfallen lassen...doch wie konnte er das wieder gut machen?
    Vielleicht mit dem handsignierten ersten Roman von Charles Bukoswki? Doch bevor Elmar seine Pläne in die Tat umsetzen konnte, trat Emma mit hoch erhobenem Crocket-Schläger hinter dem Wohnzimmervorhang hervor und entfernte Elmars Kopf graziös mit einem kraftvollen Schlag...Elmar war sofort tot. Da trat der Reverend mit seinem langen schwarzen wallenden Mantel in Erscheinung - behutsam salbte er Elmars Körper, murmelte einen lateinischen Satz und setzte Elmars Kopf wieder dahin, wo er hingehörte - alsbald schlug Elmar die Augen wieder auf und seufzte: "Ach Reverend William...ich hatte ja gehofft, dass die Oma ihre Old-King-Cole-Musikbox öffnet, ich schnell alter und wilden Sex mit der Oma haben würde...". Die Augen des Reverends glühten purpurrot - er beugte sich zu Elmar und flüsterte ihm in sein linkes Ohr: "Elmar, daran darfst Du ab nun nicht einmal im Traume mehr denken!".
    "Falls du auf meine Hoden anspielst, die hab ich gut mit Penaten-Creme eingeschmiert"..."und nun nimm dies, du feister Sack", schrie Elmar, fiel mit dem Crocket-Schläger über den Reverend her, entfernte seinen Schädel und legte diesen in ein Feuer um einen Schrumpfkopf herzustellen...
    Unvermittelt drang ein Lachen aus dem Schädel des Reverends und im nächsten Moment setzte sich der geschundene Leib wieder von selbst zusammen - mit einem triumphierenden Fingerzeig bedeutete er Elmar: "Gott sei Dank bin ich aallianzversichert!"
    Weit über der Stadt, noch jenseits der Wolken und des dünnen Flors Vulkanasche, der funkelte vor Vergnügen über die Unordnung, in die er das Leben dieser Wesen da unter ihm stürzte, schwebte ein schnittiges Raumschiff in British Racing Green, und sein Pilot beobachtete Elmars Erlebnisse auf dem Bordmonitor mit einer unbestreitbar amüsierten Verwunderung.
    Sein Name war Reik Ja Vik und kam aus dem 8. Sonnensystem - er hatte Drähte an der Nase und Antennen an den Ohren. Reik Ja Vik flog in der Sternenflotte von Super-Moogle - die den Auftrag hatte, alles was auf Erden kreucht und fleucht durch- und abzuscannen - für Reik Ja Vik war Elmar nur ein Würmchen, für Super-Moogle aber: "Supper's Ready"!

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  • little nick
    Squonk
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    4.291
    • 25. April 2010 um 22:03
    • #66

    Reik Ja Vik beamte sich auf die Erde zu Elmar und dem Reverend...Elmar war verzückt und sprach : "Der Reverend sieht ja schon ziemlich hässlich aus mit seinem Schrumpfkopf, dem verbrannten Haar und den Niki-Lauda-Ohren...aber du bist ja wirklich der Gipfel...sind die echt?" witzelte er, und verknotete die Nasendrähte mit den Ohrenantennen.

    Einmal editiert, zuletzt von little nick (28. April 2010 um 19:39)

  • William Wright
    Slipperman
    Trophäen
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    Beiträge
    2.394
    • 25. April 2010 um 23:13
    • #67

    Elmar war sauer, so richtig sauer. In Anbetracht des Geschehenen war das aus seiner Sicht auch verständlich. Schon den fünften Tag in Folge hatte er seine E-Mails abgerufen und jedes Mal die Meldung erhalten:"Ach Elmar, du bist doch doof!"
    War er am ersten Tag sogar noch belustigt ob dieser wenig schmeichelhaften Nachricht gewesen, fing er am zweiten an, sich ernsthaftere Gedanken zu machen. Wer steckte dahinter, mit welcher Absicht? Steckte vielleicht die Oma aus dem Supermarkt dahinter, der er aus Spaß ein Päckchen Kondome in den Einkaufswagen gelegt hatte, und die von dem Schmunzeln der Kassiererin so peinlich berührt war?
    Ob nun die Oma oder die Bäckereifachverkäuferin, die ihm die Laugenstangen immer mit einem leichten Zwinkern in die Tüte schob, vor allem irritierte ihn der Umstand, dass das Wort "doof" so überaus altmodisch war. Zwar war die Oma sehr, sehr alt und auch die Bäckereifachverkäuferin war durchaus als modisch anzusehen, dennoch bereitete ihm dieser Umstand massive Bauchschmerzen. Nun ja, der Name Elmar war inzwischen auch aus der Mode gekommen (wenn er überhaupt je modern war), und die Verbindung der Wörter "doof" und "Elmar" könnte einen ersten Hinweis geben.
    Nachdem er die mittlerweile fast schon bedrohlich wirkenden Zeilen am Morgen des dritten Tages erneut vorfand - er hatte zuvor von merkwürdigen Träumen geplagt mehr schlecht als recht geschlafen und war schon außergewöhnlich früh direkt vom Bett aus gleich zum Laptop gehuscht - entschloss er sich, die Bäckereifachverkäuferin an diesem Vormittag auf die Probe zu stellen. Er trat in den Laden, ließ, wie jeden Morgen, die Laugenstangen von der Bäckereifachverkäuferin in seine Tüte schieben, blickte ihr tief in die Augen und merkte herablassend an, dass es ziemlich "doof" sei, dass die Laugenstangen über den Tütenrand hinausragen. Solange nur die Laugenstangen über den Rand ragen, sei wohl alles in Ordnung, erwiderte Emma etwas angesäuert.
    Elmar pflegte schon seit längerem den Verdacht, dass die pausbäckige Emma, die stets so bienenemsig und dennoch so unscheinbar hinter dem Bäckertresen stand, pausbäckig und rund von Gestalt, in der vom Kunden nicht einsehbaren Backstube, verborgenen, wenn nicht gar mysteriösen Dingen nachging. Doch plötzlich stürtzte die Oma zur Tür herein und stülpte, ehe Elmar sich versah, forsch und mit heimtückischem Grinsen eines der Kondome über die längste der über den Tütenrand hinausragenden Laugenstangen. Aus dem Augenwinkel konnte Elmar gerade noch sehen, wie Emma ein diabolisches Grinsen aufsetzte, unter die Ladentheke griff, und spürte im nächsten Moment nur noch Schmerz. Jetzt kam es wirklich knüppeldick, das hatte Elmar nun wirklich nicht verdient.
    "Ich quetsche deine Eier", sagte Emma. "Womit habe ich das verdient?", brüllte Elmar. " Ist doch klar, du bist Bayern-Fan".
    "Das nehmen Sie sofort zurück," schrie Elmar außer sich vor Zorn und Schmerz. "Ich weiß noch nicht mal, wie man Beiern schreibt!"
    "Genau!", schrie die alte Oma mit einer kreischenden Stimme, die Elmar ihr zuvor gar nicht zugetraut hätte, und fing sofort darauf zu singen an: "Zieht den Bayern die Gummitütchen an...Gummitütchen an...Gummitütchen an...Zieht den Bayern die..."Elmar verstand die Welt nicht mehr, ich, Bayern-Fan? dachte er.
    In diesem Augenblick allgemeiner höchster Erregung, die Temperatur im Bäckerladen hatte mittlerweile tropische Ausmaße erreicht, betrat ein grauhaariger Mann bekleidet mit einem langen ausladenden schwarzen Mantel und einem Chapeau Claque den Raum - Stille - in seinen finsteren Augen brannte ein damönisches Feuer.
    "Ah, Elmar, schön dich zu sehen; sag mal, ich hab dich schon lange nicht mehr in der Kirche gesehen?!"
    Elmar stand der kalte Schweiß auf der Stirn und Gedankenfetzen flackerten ihm im Techno-Takt durchs Hirn, wobei sich einer auf das grauenhafteste strukturierte: "Oh No!" - "Jesus! He knows me!" Und dabei hatte er gerade dies durch die Transplantation der Speckpolster seiner Hüften in den Nasenbereich versucht zu verhindern. "War es nun ein Trojaner, oder doch eher ein Virus dem Elmar jetzt zum Opfer fallen würde?" ...sprach Elmar zu sich selbst...doch ehe Elmar seine völlig wirren Gedanken ordnen konnte, kniff auch Erna, die Oma, gewaltsam in seine Hoden.
    "Ein Traum - ein ALBTRAUM muss dies sein" flüsterte Elmar - dann wurde ihm schwarz vor den Augen und in diesem einen Augenblick genoss er die Gnade einer menschlichen Grundfunktion, die ihn davor schützte und bewahrte, in Schmerz und Pein unterzugehen.
    Als Elmar, auf dem Boden der Bäckerei liegend, nach zwölf Minuten sein Bewusstsein zurückerlangte und die Augen öffnete, blickte er in die finsteren Augen des auf dem Boden knienden und tief über Elmar gebeugten grauhaarigen Mannes mit dem langen ausladenden schwarzen Mantel.
    Er griff ihm unter die Arme, half ihm hoch und meinte:"Also ehrlich, erst machst du hier auf dicke Hose, lässt dich von den beiden", er deutete mit dem Daumen auf die Weiblichen," runtermachen, anstatt mal Eier zu zeigen, wie es sich für ein Bayernfan gehört!".
    "Vielen Dank!", grummelte Elmar, "aber ich scheiß´auf die Bayern! Und wenn´s unbedingt sein muss, zeig ich euch Eier!", brüllte Elmar, schlüpfte in sein Slipperman-Kostüm und blies keuchend seine Hoden auf.
    "Ja, mir hat es auch immer ziemlich wehgetan, wenn der Druckluftschlauch an der falschen Stelle gelandet ist", nickte der Schwarzgewandete, als er Elmars verzerrtes Gesicht sah.
    elmar glaubte er wäre gleich wahnsinnig. ich muss aus diesem saftladen hier raus, dachte er. er ging in seinem slipperman-kostüm auf die strasse und die leute starrten ihn an. " hey mann. ist schon karneval?" " hellau", " machst du werbung für karl lagerfeld?". elmar zeigte ihnen den finger und beschloss in die nächste kneipe zu gehen. zum glück war die kneipe leer, nur er und der barkeeper. " ein pils, oder besser gleich zwei während ich das kostüm hier ausziehe." " sie gehen so breitbeinig, was passiert?". " ja, mein schinkenspeck ist heute morgen in der pfanne explodiert und hat mir die oberschenkel verbrannt. sagen sie mal, was ist das für eine musik die ich gerade höre?"-" das ist jethro tull und das stück heisst aqualung." " klingt ja merkwürdig, hast du nichts von tokio hotel oder lady gaga?" " so etwas kommt mir hier nicht auf den teller. ich glaube, du brauchst mal einen ordentlichen tritt in die eier."-"warum haben es heute alle auf meine eier abgesehen?", dachte elmar, "dabei bin ich noch nicht mal bayern-fan."

    Elmar hörte aus der Ferne einen ihm wohlbekannten Handy-Klingelton - "Wake Me Up, Before You Go Go" - und wälzte sich schweißgebadet aus seinem Bett, um dann zwar noch vom Schlaf benebelt über den Teppich kriechend zu seinem Laptop zu gelangen - die neue Mail lautete: "Elmar, Du bist noch doofer, als die Polizei erlaubt"!
    Nachdem seine Offensive des vorigen Tages in einem offensichtlichen Fiasko geendet hatte, wählte er nun eine andere Strategie zur Lösung des Problems: Er stellte "Durch den Monsun" auf Endloswiederholung, watschelte ins Bett zurück und zog sich die Bettdecke über den Kopf. Hatte er alles nur geträumt ? - wie war er nach Hause ins Bett gekommen? - Elmar stand wieder auf, ging ins Badezimmer um sich im Spiegel nach eventuellen Blessuren zu untersuchen und bekam den Horror seines bisherigen (doofen aber relativ normalen) Lebens!
    Er hatte zwar nach wie vor keine FC-Bayern-München-Tattowierung am Körper, aber: anstelle seiner Brustwarzen schauten ihn zwei lebendige Augen an, des weiteren war die Haut an seinem Herz transparent und er konnte es schlagen sehen - es war behaart!
    "Gaaaanz ruhig, Elmar," sagte er zu sich, "du hast keine psychotropen Substanzen zu dir genommen, und wenn dies kein Alptraum [mt P und nicht mit B, der Lektor!] ist, dann gibt es nur EINE zufrieden stellende Erklärung."
    Sein Blick glitt auf seinen Oberschenkel und dort bemerkte Elmar einen Stempel mit dem Aufdruck "Menschlicher Schinken - Emma mag das!" - ihm wurde klar, er war mittendrin in einer Verwandlung und kurz vor dem Beginn einer großen Reise.
    Doch dann erwachte Elmar, nachdem der Barkeeper ihm einen ordentlichen Tritt in die Eier verpasst hatte...Elmar bekam Hunger auf Rührei und vernahm ein rhythmisches Klatschen... Emma schlug mit flachen Händen auf Elmars nackten Schinken ein und brüllte: "He Alter, hast Deine Laugenstangen bei mir vergessen!" und übrigens: "Auf Deinem blöden Schloß (Anm.: Emma verweigert sich der Neuen Rechtschreibung) kannste weiterhin langweilig und doof alleine wohnen!". "Danke, du blöde Kuh!" grummelte Elmar, verließ breitbeinig die Kneipe und watschelte in die nächste Apotheke, um eine Hodenbank zwecks Lagerung seiner inzwischen auf Tennisballgröße angeschwollenen Eier zu erwerben.
    Nach dem die PTA in der Apotheke aus dem Lachen nicht mehr rauskam, ging unser Probant zurück in seine Wohnung, besorgte sich aus dem Kühlschrank ein bis drei Dosen Tuborg-Bier, legte sich die Hodenbänke an, und versuchte auf dem Sofa beim gucken des BLUE-Channel zu relaxen, was sich als keine gute idee herausstellte. Denn auf dem "Beamten-Logik und -Erlebnisweltkanal" gab es nur zwei Sorten Sendungen, und Elmar war leider nicht bei der 20-stündigen Sendung "Wortlaute aktualisierter Verordnungen und Ausführungsbestimmungen am Morgen und am Abend vorgelesen", deren Sprecher mit sonorer Stimme und ohne jede Akzentuierung hirnabstumpfende Bürokratierundschreiben von sich gab (weswegen der Sender neuerdings sehr erfolgreich zur nichtchemischen Sedierung hyperaktiver Kinder eingesetzt wurde), sondern bei einem der zwei doppelstündigen Segmente, hinter deren vielsagendem Titel "Bürger belästigen uns bei unserer Tätigkeit, indem sie irgendwas wollen" knallhartes Reality-TV stand, bei der Bürger mit versteckter Kamera dabei gefilmt wurden, wie sie so absurde Sachen unternahmen wie Meldebescheinigungen zu wollen oder den Versuch zu unternehmen, die neuesten Kapriolen der Anlage BoD zur 234. Novelle der Gesetzes über die Teilförderung katholischer Solarzellen in Kellerabteilen gemischtkonfessioneller Wohnanlagen.
    Elmar mochte diese Sendung - es erinnerte ihn an seine Verwaltungslehre, die er gerne erfolgreich beendet hätte, wäre da nicht die Sache gewesen mit den von ihm im Internet veröffentlichten Akten mit dem "NfD-Vermerk".
    Die"Nur-Für-Dich"-Akten enthielten Nach(k)tfotos von emma, die sie ihm für seine Hilfe an Amtesstelle gegeben hatte, und da wusste er, was er letzten Sommer am Freitag, dem 13. mit seinem Freunden Fred und Michael getan hatte. Da fiel es Elmar wie Schuppen von den Augen...zuerst Magnetbingo und dann noch die Nacktfotos...er konnte froh sein, dass Emma sich nichts Schlimmeres hatte einfallen lassen...doch wie konnte er das wieder gut machen?
    Vielleicht mit dem handsignierten ersten Roman von Charles Bukoswki? Doch bevor Elmar seine Pläne in die Tat umsetzen konnte, trat Emma mit hoch erhobenem Crocket-Schläger hinter dem Wohnzimmervorhang hervor und entfernte Elmars Kopf graziös mit einem kraftvollen Schlag...Elmar war sofort tot. Da trat der Reverend mit seinem langen schwarzen wallenden Mantel in Erscheinung - behutsam salbte er Elmars Körper, murmelte einen lateinischen Satz und setzte Elmars Kopf wieder dahin, wo er hingehörte - alsbald schlug Elmar die Augen wieder auf und seufzte: "Ach Reverend William...ich hatte ja gehofft, dass die Oma ihre Old-King-Cole-Musikbox öffnet, ich schnell alter und wilden Sex mit der Oma haben würde...". Die Augen des Reverends glühten purpurrot - er beugte sich zu Elmar und flüsterte ihm in sein linkes Ohr: "Elmar, daran darfst Du ab nun nicht einmal im Traume mehr denken!".
    "Falls du auf meine Hoden anspielst, die hab ich gut mit Penaten-Creme eingeschmiert"..."und nun nimm dies, du feister Sack", schrie Elmar, fiel mit dem Crocket-Schläger über den Reverend her, entfernte seinen Schädel und legte diesen in ein Feuer um einen Schrumpfkopf herzustellen...
    Unvermittelt drang ein Lachen aus dem Schädel des Reverends und im nächsten Moment setzte sich der geschundene Leib wieder von selbst zusammen - mit einem triumphierenden Fingerzeig bedeutete er Elmar: "Gott sei Dank bin ich aallianzversichert!"
    Weit über der Stadt, noch jenseits der Wolken und des dünnen Flors Vulkanasche, der funkelte vor Vergnügen über die Unordnung, in die er das Leben dieser Wesen da unter ihm stürzte, schwebte ein schnittiges Raumschiff in British Racing Green mit einem platinierten Schriftzug "QuicaeLumspectat" , und sein Pilot beobachtete Elmars Erlebnisse auf dem Bordmonitor mit einer unbestreitbar amüsierten Verwunderung, bevor er die Wikispacia befragte, ob er richtig gehört hatte und man sich auf diesem Planeten gegen Arroganz versichern könnte.
    Sein Name war Reik Ja Vik und kam aus dem 8. Sonnensystem - er hatte Drähte an der Nase und Antennen an den Ohren. Reik Ja Vik flog in der Sternenflotte von Super-Moogle - die den Auftrag hatte, alles was auf Erden kreucht und fleucht durch- und abzuscannen - für Reik Ja Vik war Elmar nur ein Würmchen, für Super-Moogle aber: "Supper's Ready"!
    Reik Ja Vik beamte sich auf die Erde zu Elmar und dem Reverend...Elmar war verzückt und sprach : "Der Reverend sieht ja schon ziemlich hässlich aus mit seinem Schrumpfkopf, dem verbrannten Haar und den Niki-Lauda-Ohren...aber du bist ja wirklich der Gipfel...sind die echt?" witzelte er, und verknotete die Nasendrähte mit den Ohrenantennen.
    Reik Ja Vik wurde ganz grün im Gesicht (Elmar neigte ab und an zu penetrantem Mundgeruch!) und beugte sich leicht nach vorn, lächelt und fragt: "Ey Alter, meinst Du etwa ich wäre aus Pappe?".

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  • little nick
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    • 25. April 2010 um 23:24
    • #68

    "Ne", erwiederte Elmar..."Pappe ist nicht so hässlich"..."Was willst du eigentlich hier, du feister Sack?" raunzte Elmar und kniff Reik Ja Vik kraftvoll in die Hoden.

    2 Mal editiert, zuletzt von little nick (28. April 2010 um 19:38)

  • William Wright
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    • 27. April 2010 um 18:07
    • #69

    Elmar war sauer, so richtig sauer. In Anbetracht des Geschehenen war das aus seiner Sicht auch verständlich. Schon den fünften Tag in Folge hatte er seine E-Mails abgerufen und jedes Mal die Meldung erhalten:"Ach Elmar, du bist doch doof!"
    War er am ersten Tag sogar noch belustigt ob dieser wenig schmeichelhaften Nachricht gewesen, fing er am zweiten an, sich ernsthaftere Gedanken zu machen. Wer steckte dahinter, mit welcher Absicht? Steckte vielleicht die Oma aus dem Supermarkt dahinter, der er aus Spaß ein Päckchen Kondome in den Einkaufswagen gelegt hatte, und die von dem Schmunzeln der Kassiererin so peinlich berührt war?
    Ob nun die Oma oder die Bäckereifachverkäuferin, die ihm die Laugenstangen immer mit einem leichten Zwinkern in die Tüte schob, vor allem irritierte ihn der Umstand, dass das Wort "doof" so überaus altmodisch war. Zwar war die Oma sehr, sehr alt und auch die Bäckereifachverkäuferin war durchaus als modisch anzusehen, dennoch bereitete ihm dieser Umstand massive Bauchschmerzen. Nun ja, der Name Elmar war inzwischen auch aus der Mode gekommen (wenn er überhaupt je modern war), und die Verbindung der Wörter "doof" und "Elmar" könnte einen ersten Hinweis geben.
    Nachdem er die mittlerweile fast schon bedrohlich wirkenden Zeilen am Morgen des dritten Tages erneut vorfand - er hatte zuvor von merkwürdigen Träumen geplagt mehr schlecht als recht geschlafen und war schon außergewöhnlich früh direkt vom Bett aus gleich zum Laptop gehuscht - entschloss er sich, die Bäckereifachverkäuferin an diesem Vormittag auf die Probe zu stellen. Er trat in den Laden, ließ, wie jeden Morgen, die Laugenstangen von der Bäckereifachverkäuferin in seine Tüte schieben, blickte ihr tief in die Augen und merkte herablassend an, dass es ziemlich "doof" sei, dass die Laugenstangen über den Tütenrand hinausragen. Solange nur die Laugenstangen über den Rand ragen, sei wohl alles in Ordnung, erwiderte Emma etwas angesäuert.
    Elmar pflegte schon seit längerem den Verdacht, dass die pausbäckige Emma, die stets so bienenemsig und dennoch so unscheinbar hinter dem Bäckertresen stand, pausbäckig und rund von Gestalt, in der vom Kunden nicht einsehbaren Backstube, verborgenen, wenn nicht gar mysteriösen Dingen nachging. Doch plötzlich stürtzte die Oma zur Tür herein und stülpte, ehe Elmar sich versah, forsch und mit heimtückischem Grinsen eines der Kondome über die längste der über den Tütenrand hinausragenden Laugenstangen. Aus dem Augenwinkel konnte Elmar gerade noch sehen, wie Emma ein diabolisches Grinsen aufsetzte, unter die Ladentheke griff, und spürte im nächsten Moment nur noch Schmerz. Jetzt kam es wirklich knüppeldick, das hatte Elmar nun wirklich nicht verdient.
    "Ich quetsche deine Eier", sagte Emma. "Womit habe ich das verdient?", brüllte Elmar. " Ist doch klar, du bist Bayern-Fan".
    "Das nehmen Sie sofort zurück," schrie Elmar außer sich vor Zorn und Schmerz. "Ich weiß noch nicht mal, wie man Beiern schreibt!"
    "Genau!", schrie die alte Oma mit einer kreischenden Stimme, die Elmar ihr zuvor gar nicht zugetraut hätte, und fing sofort darauf zu singen an: "Zieht den Bayern die Gummitütchen an...Gummitütchen an...Gummitütchen an...Zieht den Bayern die..."Elmar verstand die Welt nicht mehr, ich, Bayern-Fan? dachte er.
    In diesem Augenblick allgemeiner höchster Erregung, die Temperatur im Bäckerladen hatte mittlerweile tropische Ausmaße erreicht, betrat ein grauhaariger Mann bekleidet mit einem langen ausladenden schwarzen Mantel und einem Chapeau Claque den Raum - Stille - in seinen finsteren Augen brannte ein damönisches Feuer.
    "Ah, Elmar, schön dich zu sehen; sag mal, ich hab dich schon lange nicht mehr in der Kirche gesehen?!"
    Elmar stand der kalte Schweiß auf der Stirn und Gedankenfetzen flackerten ihm im Techno-Takt durchs Hirn, wobei sich einer auf das grauenhafteste strukturierte: "Oh No!" - "Jesus! He knows me!" Und dabei hatte er gerade dies durch die Transplantation der Speckpolster seiner Hüften in den Nasenbereich versucht zu verhindern. "War es nun ein Trojaner, oder doch eher ein Virus dem Elmar jetzt zum Opfer fallen würde?" ...sprach Elmar zu sich selbst...doch ehe Elmar seine völlig wirren Gedanken ordnen konnte, kniff auch Erna, die Oma, gewaltsam in seine Hoden.
    "Ein Traum - ein ALBTRAUM muss dies sein" flüsterte Elmar - dann wurde ihm schwarz vor den Augen und in diesem einen Augenblick genoss er die Gnade einer menschlichen Grundfunktion, die ihn davor schützte und bewahrte, in Schmerz und Pein unterzugehen.
    Als Elmar, auf dem Boden der Bäckerei liegend, nach zwölf Minuten sein Bewusstsein zurückerlangte und die Augen öffnete, blickte er in die finsteren Augen des auf dem Boden knienden und tief über Elmar gebeugten grauhaarigen Mannes mit dem langen ausladenden schwarzen Mantel.
    Er griff ihm unter die Arme, half ihm hoch und meinte:"Also ehrlich, erst machst du hier auf dicke Hose, lässt dich von den beiden", er deutete mit dem Daumen auf die Weiblichen," runtermachen, anstatt mal Eier zu zeigen, wie es sich für ein Bayernfan gehört!".
    "Vielen Dank!", grummelte Elmar, "aber ich scheiß´auf die Bayern! Und wenn´s unbedingt sein muss, zeig ich euch Eier!", brüllte Elmar, schlüpfte in sein Slipperman-Kostüm und blies keuchend seine Hoden auf.
    "Ja, mir hat es auch immer ziemlich wehgetan, wenn der Druckluftschlauch an der falschen Stelle gelandet ist", nickte der Schwarzgewandete, als er Elmars verzerrtes Gesicht sah.
    elmar glaubte er wäre gleich wahnsinnig. ich muss aus diesem saftladen hier raus, dachte er. er ging in seinem slipperman-kostüm auf die strasse und die leute starrten ihn an. " hey mann. ist schon karneval?" " hellau", " machst du werbung für karl lagerfeld?". elmar zeigte ihnen den finger und beschloss in die nächste kneipe zu gehen. zum glück war die kneipe leer, nur er und der barkeeper. " ein pils, oder besser gleich zwei während ich das kostüm hier ausziehe." " sie gehen so breitbeinig, was passiert?". " ja, mein schinkenspeck ist heute morgen in der pfanne explodiert und hat mir die oberschenkel verbrannt. sagen sie mal, was ist das für eine musik die ich gerade höre?"-" das ist jethro tull und das stück heisst aqualung." " klingt ja merkwürdig, hast du nichts von tokio hotel oder lady gaga?" " so etwas kommt mir hier nicht auf den teller. ich glaube, du brauchst mal einen ordentlichen tritt in die eier."-"warum haben es heute alle auf meine eier abgesehen?", dachte elmar, "dabei bin ich noch nicht mal bayern-fan."

    Elmar hörte aus der Ferne einen ihm wohlbekannten Handy-Klingelton - "Wake Me Up, Before You Go Go" - und wälzte sich schweißgebadet aus seinem Bett, um dann zwar noch vom Schlaf benebelt über den Teppich kriechend zu seinem Laptop zu gelangen - die neue Mail lautete: "Elmar, Du bist noch doofer, als die Polizei erlaubt"!
    Nachdem seine Offensive des vorigen Tages in einem offensichtlichen Fiasko geendet hatte, wählte er nun eine andere Strategie zur Lösung des Problems: Er stellte "Durch den Monsun" auf Endloswiederholung, watschelte ins Bett zurück und zog sich die Bettdecke über den Kopf. Hatte er alles nur geträumt ? - wie war er nach Hause ins Bett gekommen? - Elmar stand wieder auf, ging ins Badezimmer um sich im Spiegel nach eventuellen Blessuren zu untersuchen und bekam den Horror seines bisherigen (doofen aber relativ normalen) Lebens!
    Er hatte zwar nach wie vor keine FC-Bayern-München-Tattowierung am Körper, aber: anstelle seiner Brustwarzen schauten ihn zwei lebendige Augen an, des weiteren war die Haut an seinem Herz transparent und er konnte es schlagen sehen - es war behaart!
    "Gaaaanz ruhig, Elmar," sagte er zu sich, "du hast keine psychotropen Substanzen zu dir genommen, und wenn dies kein Alptraum [mt P und nicht mit B, der Lektor!] ist, dann gibt es nur EINE zufrieden stellende Erklärung."
    Sein Blick glitt auf seinen Oberschenkel und dort bemerkte Elmar einen Stempel mit dem Aufdruck "Menschlicher Schinken - Emma mag das!" - ihm wurde klar, er war mittendrin in einer Verwandlung und kurz vor dem Beginn einer großen Reise.
    Doch dann erwachte Elmar, nachdem der Barkeeper ihm einen ordentlichen Tritt in die Eier verpasst hatte...Elmar bekam Hunger auf Rührei und vernahm ein rhythmisches Klatschen... Emma schlug mit flachen Händen auf Elmars nackten Schinken ein und brüllte: "He Alter, hast Deine Laugenstangen bei mir vergessen!" und übrigens: "Auf Deinem blöden Schloß (Anm.: Emma verweigert sich der Neuen Rechtschreibung) kannste weiterhin langweilig und doof alleine wohnen!". "Danke, du blöde Kuh!" grummelte Elmar, verließ breitbeinig die Kneipe und watschelte in die nächste Apotheke, um eine Hodenbank zwecks Lagerung seiner inzwischen auf Tennisballgröße angeschwollenen Eier zu erwerben.
    Nach dem die PTA in der Apotheke aus dem Lachen nicht mehr rauskam, ging unser Probant zurück in seine Wohnung, besorgte sich aus dem Kühlschrank ein bis drei Dosen Tuborg-Bier, legte sich die Hodenbänke an, und versuchte auf dem Sofa beim gucken des BLUE-Channel zu relaxen, was sich als keine gute idee herausstellte. Denn auf dem "Beamten-Logik und -Erlebnisweltkanal" gab es nur zwei Sorten Sendungen, und Elmar war leider nicht bei der 20-stündigen Sendung "Wortlaute aktualisierter Verordnungen und Ausführungsbestimmungen am Morgen und am Abend vorgelesen", deren Sprecher mit sonorer Stimme und ohne jede Akzentuierung hirnabstumpfende Bürokratierundschreiben von sich gab (weswegen der Sender neuerdings sehr erfolgreich zur nichtchemischen Sedierung hyperaktiver Kinder eingesetzt wurde), sondern bei einem der zwei doppelstündigen Segmente, hinter deren vielsagendem Titel "Bürger belästigen uns bei unserer Tätigkeit, indem sie irgendwas wollen" knallhartes Reality-TV stand, bei der Bürger mit versteckter Kamera dabei gefilmt wurden, wie sie so absurde Sachen unternahmen wie Meldebescheinigungen zu wollen oder den Versuch zu unternehmen, die neuesten Kapriolen der Anlage BoD zur 234. Novelle der Gesetzes über die Teilförderung katholischer Solarzellen in Kellerabteilen gemischtkonfessioneller Wohnanlagen.
    Elmar mochte diese Sendung - es erinnerte ihn an seine Verwaltungslehre, die er gerne erfolgreich beendet hätte, wäre da nicht die Sache gewesen mit den von ihm im Internet veröffentlichten Akten mit dem "NfD-Vermerk".
    Die"Nur-Für-Dich"-Akten enthielten Nach(k)tfotos von emma, die sie ihm für seine Hilfe an Amtesstelle gegeben hatte, und da wusste er, was er letzten Sommer am Freitag, dem 13. mit seinem Freunden Fred und Michael getan hatte. Da fiel es Elmar wie Schuppen von den Augen...zuerst Magnetbingo und dann noch die Nacktfotos...er konnte froh sein, dass Emma sich nichts Schlimmeres hatte einfallen lassen...doch wie konnte er das wieder gut machen?
    Vielleicht mit dem handsignierten ersten Roman von Charles Bukoswki? Doch bevor Elmar seine Pläne in die Tat umsetzen konnte, trat Emma mit hoch erhobenem Crocket-Schläger hinter dem Wohnzimmervorhang hervor und entfernte Elmars Kopf graziös mit einem kraftvollen Schlag...Elmar war sofort tot. Da trat der Reverend mit seinem langen schwarzen wallenden Mantel in Erscheinung - behutsam salbte er Elmars Körper, murmelte einen lateinischen Satz und setzte Elmars Kopf wieder dahin, wo er hingehörte - alsbald schlug Elmar die Augen wieder auf und seufzte: "Ach Reverend William...ich hatte ja gehofft, dass die Oma ihre Old-King-Cole-Musikbox öffnet, ich schnell alter und wilden Sex mit der Oma haben würde...". Die Augen des Reverends glühten purpurrot - er beugte sich zu Elmar und flüsterte ihm in sein linkes Ohr: "Elmar, daran darfst Du ab nun nicht einmal im Traume mehr denken!".
    "Falls du auf meine Hoden anspielst, die hab ich gut mit Penaten-Creme eingeschmiert"..."und nun nimm dies, du feister Sack", schrie Elmar, fiel mit dem Crocket-Schläger über den Reverend her, entfernte seinen Schädel und legte diesen in ein Feuer um einen Schrumpfkopf herzustellen...
    Unvermittelt drang ein Lachen aus dem Schädel des Reverends und im nächsten Moment setzte sich der geschundene Leib wieder von selbst zusammen - mit einem triumphierenden Fingerzeig bedeutete er Elmar: "Gott sei Dank bin ich aallianzversichert!"
    Weit über der Stadt, noch jenseits der Wolken und des dünnen Flors Vulkanasche, der funkelte vor Vergnügen über die Unordnung, in die er das Leben dieser Wesen da unter ihm stürzte, schwebte ein schnittiges Raumschiff in British Racing Green mit einem platinierten Schriftzug "QuicaeLumspectat" , und sein Pilot beobachtete Elmars Erlebnisse auf dem Bordmonitor mit einer unbestreitbar amüsierten Verwunderung, bevor er die Wikispacia befragte, ob er richtig gehört hatte und man sich auf diesem Planeten gegen Arroganz versichern könnte.
    Sein Name war Reik Ja Vik und kam aus dem 8. Sonnensystem - er hatte Drähte an der Nase und Antennen an den Ohren. Reik Ja Vik flog in der Sternenflotte von Super-Moogle - die den Auftrag hatte, alles was auf Erden kreucht und fleucht durch- und abzuscannen - für Reik Ja Vik war Elmar nur ein Würmchen, für Super-Moogle aber: "Supper's Ready"!
    Reik Ja Vik beamte sich auf die Erde zu Elmar und dem Reverend...Elmar war verzückt und sprach : "Der Reverend sieht ja schon ziemlich hässlich aus mit seinem Schrumpfkopf, dem verbrannten Haar und den Niki-Lauda-Ohren...aber du bist ja wirklich der Gipfel...sind die echt?" witzelte er, und verknotete die Nasendrähte mit den Ohrenantennen.
    Reik Ja Vik wurde ganz grün im Gesicht (Elmar neigte ab und an zu penetrantem Mundgeruch!) und beugte sich leicht nach vorn, lächelte und fragte: "Ey Alter, meinst Du etwa ich wäre aus Pappe?". "Ne", erwiederte Elmar..."Pappe ist nicht so hässlich"..."Was willst du eigentlich hier, du feister Sack?" raunzte Elmar, holte weit aus und enthauptete Reik Ja Vik kraftvoll mit seinem Crocket-Schläger.
    Sichtlich angewidert betrachtete Big Leg Emma dieses Genital-Dilemma!

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    Einmal editiert, zuletzt von William Wright (27. April 2010 um 18:35)

  • little nick
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    • 27. April 2010 um 18:48
    • #70

    Doch Reik Ja Viks schmerzverzerrter Gesichtsausdruck wandelte sich unerwartet in ein gemeines Grinsen:"Das waren meine Mandeln, du doofer Elmar...keine Ahnung von Anatomie, was?"

    Einmal editiert, zuletzt von little nick (28. April 2010 um 19:37)

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