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charles bukowski, oder was?

  • charles bukowski
  • 13. Januar 2009 um 18:46
  • charles bukowski
    Gast
    • 13. Januar 2009 um 18:46
    • #1

    charles bukowski, oder was?

    als ich mich hier im forum angemeldet habe, wollte ich einen user-namen der etwas mit genesis zutun hat, waren aber schon fast alle vergeben- ich bin zwar schon älter, aber harold the barrel wollte ich mich auch nicht nennen. so dick bin ich nicht.

    also habe ich mich nach meinem lieblingsschriftsteller genannt.

    jetzt zum thread. wer von euch genesis fans hier im forum ist fan von charles bukowski und wer nicht- begründung. ich weiss, dass der name charles bukowski in verbindung gebracht wird mit saufen, vögeln, spielsucht und dekadenz und deshalb gibt es wohl eine gewisse resistenz sich als bukowski fan zu outen.

    ab mitte der achtziger jahre waren sean penn und madonna intime freunde von bukowski und seiner frau. wegen bukowskis gedichtbänden hat sean penn angefangen seine eigenen gedichte zu schreiben. bono vox ist fan von bukowski und hat einige zeilen vom gedichtband the days run away like wild horses over the hill in u2 stücken benutzt (quelle biografie von howard sounes. ich habe die portugiesische ausgabe und kenne daher den deutschen titel nicht.)

    wer bukowski nicht kennt, dem empfehle ich "fast eine jugend- oder das schlimmste kommt noch" und /oder "der mann mit der ledertasche".

    dann also immer herein mit euren meinungen.

  • olec
    Intruder
    Beiträge
    42
    • 13. Januar 2009 um 19:39
    • #2

    Ich hab früher viel Bukowski gelesen, aber jetzt nicht mehr. Er ist ein großer Dichter. Ich mochte seinen Humor. Die dt. Übersetzung von Weissner fand ich immer sehr gut.

  • egges
    Lurker
    Beiträge
    272
    • 14. Januar 2009 um 09:15
    • #3

    Hallo,

    viele scheinen den Charles ja nicht so gut zu kennen, ich übrigens auch nur am Rande.
    Damit man sich auch mal ein Bild von ihm machen kann, hab ich mal ein Passbild von ihm rausgesucht::schock2:

    C.Bukowski.jpg (73,1 KB)

    Bilder

    • C.Bukowski.jpg
      • 74,82 kB
      • 489 × 576
  • reunion
    Intruder
    Beiträge
    97
    • 14. Januar 2009 um 10:14
    • #4

    Ja, auch ich habe Ende der 1970er viel vom "dirty old man" gelesen. Mitte/Ende der 70er Jahre paßte Bukowski mit seinen Geschichten für mich als heranwachsenden Gymnasiasten gut in die damalige Hamburger Szene mit Fabrik, Markthalle, Logo, Winterhuder Fährhaus, Onkel Pö. Das war ja auch die Glanzzeit von Jane, Birth Control, Grobschnitt, Karthage und Guru Guru.

    Und ja, ich war bei seiner von Wikipedia als legendere Lesung bezeichneten Vorstellung am 18. Mai 1978 in der Markthalle. Zita Wiki: "Bukowski selbst hat das Bild vom saufenden und krakeelenden Genie nach Kräften gefördert. Legendär ist die Lesung in der Hamburger Markthalle am 18. Mai 1978, bei der ein Kühlschrank auf der Bühne stehen musste, damit der Alkoholnachschub nicht abriss."

    Also das habe ich ganz anders in Erinnerung, für den Ruf, der ihm voraus eilte fand ich das Ganze eher harmlos, gar enttäuschend. O.k., die Halle war voll, es gab witzige Zwischenrufe, aber Krakeelend war er nicht. Und ob seines Alkoholkonsums war es wohl auch nichts, ist er doch nur drei oder vier mal zu seinem Kühlschrank gegangen, das allerdings war der Höhepunkt, wir er dies zelebriert hat. Und die ordinäre Ausdrucksweise - na gut ein Ian Gillan von Deep Purple hat in dieser Zeit bei seinen Ansagen auch immer dieses schlimme F...-Wort benutzt.

    Aber diese wilde Zeit war dann irgendwie Anfang der 80er Jahre vorbei: Hochzeit, Haus gebaut, Kinder...

    Gerade eben nachgeschaut, im meinem Bücherlager steht der "Mann mit der Ledertache" neben Kinskis "Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund" und Burgess "Uhrwerk Orange". Diese Lektüre werd ich mir mal für dieses Jahr vornehmen.

    Und laut Wiki gibt es von Bukowski die "Ochsentour" über seine Reise nach Europa in 1978. Werde ich mir bei nächster Gelegenheit aus dem Buchladen holen. @bukowski: Kannst Du etwas dazu sagen?

    Manche Menschen sind zum komponieren geboren, andere spalten das Atom.

  • Willow Farm
    Lurker
    Beiträge
    142
    • 14. Januar 2009 um 13:30
    • #5

    Und laut Wiki gibt es von Bukowski die "Ochsentour" über seine Reise nach Europa in 1978. Werde ich mir bei nächster Gelegenheit aus dem Buchladen holen. @bukowski: Kannst Du etwas dazu sagen?

    Bukowski selber zwar nicht, aber ich.
    "Die Ochsentour" sei dir ans Herz gelegt. Er berichtet über sein Elternhaus in Andernach, wo er 1920 geboren wurde, seine Kindheit u.a.
    Auch ich war Anfang der 80er begeisteter Bulowski Fan und hab die Sachen verschlungen.
    Legendär natürlich die "Ledertasche". Erwähnen sollte man auch noch "Fuckmachine"

  • duke77
    Giant Hogweed
    Beiträge
    7.165
    • 14. Januar 2009 um 21:46
    • #6

    Ich kenne nur Kaputt in Hollywood und Faktotum - sind die bisher genannten Werke diesen vorzuziehen? Was sagen die Kenner?

    ____________________

    This is love, girl, call it what you will. This is love. (Tony)

    1986’s “Invisible Touch” was an updated prog manifesto camouflaged as pop artifact. (LA Times)

  • olec
    Intruder
    Beiträge
    42
    • 15. Januar 2009 um 12:25
    • #7

    Ich empfehle einen Gedichtband von Bukowski. Bei Zweitausendeins gab es mal eine schöne Gesamtausgabe, ich weiß nicht, ob man die jetzt noch erhalten kann. Wenn man gerne Gedichte liest, dann ist er sehr zu empfehlen. Dass da öfters sog. F-Wörter drin vorkommen, finde ich ehrlich gesagt egal. Wenn man darauf rumreitet, reduziert man doch seine Kunst. Er konnte sehr gut schreiben, seine Gedichte finden sich auch in Anthologien etc. wieder. Ich kenne nur die dt. Übersetzung von Carl Weissner, und die ist genial. Bukowskis Erfolg in Deutschland hat sicher auch was damit zu tun.

  • charles bukowski
    Gast
    • 15. Januar 2009 um 13:49
    • #8
    Zitat von reunion


    Und laut Wiki gibt es von Bukowski die "Ochsentour" über seine Reise nach Europa in 1978. Werde ich mir bei nächster Gelegenheit aus dem Buchladen holen. @bukowski: Kannst Du etwas dazu sagen?




    ja, kann ich. die ochsentour ist eine art reisebericht von bukowskies trips nach frankreich und nach deutschland mit seiner damaligen freundin und heutiger witwe linda lee bukowski. unter anderem beschreibt er seinen auftritt in einer berühmten französischen talkshow, die legendäre lesung in hamburg und seinen besuch bei seinem onkel in andernach.

    das buch enthält sehr viele fotos die von seinem freund und fotografen michael montfort gemacht wurden, der leider kürzlich verstorben ist.

    viele fotos gibt es von der hamburger lesung und ein paar von linda lee sowie seinem deutschen übersetzer carl weissner.

  • charles bukowski
    Gast
    • 15. Januar 2009 um 14:04
    • #9
    Zitat von duke77

    Ich kenne nur Kaputt in Hollywood und Faktotum - sind die bisher genannten Werke diesen vorzuziehen? Was sagen die Kenner?



    faktotum gefällt mir auch, es gibt einen film darüber mit matt dillon. meiner meinung nach gibt es bessere bücher mit kurzgeschichten von ihm als kaputt in hollywood, z.b. jeder zahlt drauf oder hot water music. als roman empfehle ich hollywood und wenn du gedichte magst western avenue oder irgendwo in texas

  • Willow Farm
    Lurker
    Beiträge
    142
    • 16. Januar 2009 um 13:42
    • #10
    Zitat von charles bukowski

    faktotum gefällt mir auch, es gibt einen film darüber mit matt dillon. meiner meinung nach gibt es bessere bücher mit kurzgeschichten von ihm als kaputt in hollywood, z.b. jeder zahlt drauf oder hot water music. als roman empfehle ich hollywood und wenn du gedichte magst western avenue oder irgendwo in texas

    Was ist denn von dem sog. Hörbuch zu halten, das Götz George spricht ?
    Ich kenne es nicht und bevor ich es mir zulege;
    Vielleicht kann einer von euch dazu was sagen (schreiben)

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