Wichtig beim Thema Kassetten digitalisieren ist auf jeden Fall die Azimut-Einstellung, sprich die Feinjustage des Tonkopfes zum Band! So lässt sich im Idealfall bei zunächst verstelltem Tonkopf dann ein sehr viel besser Klang mit deutlich mehr Höhen erzeugen.
Vielleicht sollte das Thema mal in einem separatem Thread behandelt werden?! Ansonsten sind wir hier gerade voll ![]()
Hier geht´s um Vinylrestauration... ![]()
Habe kürzlich wieder Steinberg Wavelab hervorgekramt und war vom DeClicker ganz angetan, der auf Anhieb (für mich) ganz brauchbare Ergebnisse lieferte.
Vinyl restaurieren
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Uuuaahhh!
Das war eine schreckliche Zeit. Keine Chance, sich ein gut klingende Compilation auf Cassette zu basteln. Der Klang war dann immer schrecklich verlustbehaftet.Hatte damals Gelegenheit bei einem Freund Musik von einer Revox-Bandmaschine zu hören. Da war´s dann ganz vorbei mit meinem 500,-- DM MC-Player. Das Ding steht heute noch auf dem Dachboden und ist keine 20 Std. gelaufen. Demnächst bring ich das Dingens wohl zum Wertstoffhof.

Halbwegs gute Cassettenaufnahmen ließen sich m.M. nach erst bei Playern jenseits der 1000 DM Grenze bewerkstelligen, da die in der Lage waren, ein erweitertes Frequenzspektrum zu verarbeiten. Aber das konnte ich mir damals nicht leisten.

"Verlustbehaftet" sind analoge Kopien immer. Schon die Vinyl-LP ist eine extrem verlustbehaftete Kopie des Mastertapes, das darf man nicht vergessen. Aber gute Cassettenrecorder gabs schon für 600 DM, z.B. diesen: Mit meinem Dual C939, Bj. 1978, habe ich viel Spaß gehabt (auch wegen seines integrierten Mischpults, mit dem man der Musik ein Mikrofonsignal zumischen konnte).

Mit diesem Teil habe ich grundsätzlich meine neuen Vinyl-LPs aufgenommen und dann nur noch die Cassetten gehört. Mit Chrombändern ging es locker rauf bis 16 kHz, der Rauschabstand mit Dolby B war deutlich besser als das Rillenrauschen der Platten und geknistert hat auch nix. Außerdem konnte man die Tapes auch in jedem Auto hören.
Leider hab ich den nicht mehr, irgendwann waren einige Riemen gerissen und obwohl ich 1992 noch einen Schaltplan und Ersatzteile aufgetrieben hatte, hab ich den nicht mehr sauber zum Laufen bekommen. Irgendwann dann verschrottet.
Heute habe ich einen SONY TC-K711S, den hab ich vor gut 10 Jahren für 80 Euro absolut neuwertig bei Ebay gekauft (der hat sogar Dolby S, das so ziemlich fortgeschrittenste Noise Reduction System ever - damit klingt er sicher besser als jede Revox):
Übrigens sind die Vorbehalte gegenüber Dolby nicht ganz unbegründet, aber nur relativ. Denn die Qualität von Dolby war grundsätzlich ganz hervorragend, leider kam es bei Cassetten, die mit anderen Geräten bespielt waren, häufig zu Abweichungen vom Dolby-Referenzpegel, weshalb es wichtig ist, den Wiedergabepegel der Tapes exakt zu kalibrieren - und zwar vor dem Dolby-Decoder-Eingang. Das geht nur mit einem Trimmpoti auf der Platine, aber wenn man schon bei Fremdcassetten den Azimuth justiert, kann man das ja auch machen. Wer das nicht will, kann die Tapes auch ohne Dolby wiedergeben und transferieren, sollte dann aber ein entsprechendes Expander-Plugin drüberlaufen lassen. Habe vor Jahren mal ein Preset für CoolEdit mit der exakten Kennlinie für Dolby B gebastelt, da musste man nur den Pegel so einstellen, dass die Höhen optimal klangen, aber um Dolby B zu expandieren, genügt es auch, die Höhen etwas zurückzudrehen. Klar ist eine Revox jederzeit besser, aber der kritische Punkt war eher die Cassette selbst - hier gab es mehrere Hersteller, die sich damals ein Wettrennen lieferten um die beste Cassette - in erster Linie waren das BASF, Maxell und TDK. Den Unterschied zu Billigtapes hört man noch heute.
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Von daher mache ich mir keinen Stress mehr mit irgendwelchen (zeitaufwändigen) Restaurationen.
Zudem war ich in meiner "Cassetten-Zeit" (leider) ein großer Fan von Rauschunterdrückungssystemen (Dolby B und C), die im nachhinein betrachtet, vieles richtig "versaut" haben.It's 5-4 on William Wright!
Warum Streß, das ist Kultur! Wenn ich höre, daß Kate Bush zu "Director´s Cut" in einem Radiointerview gesagt hat, sie liebt den warmen Sound von Analogaufnahmen, dann ist das mehr als nur Sentimentlität.;)
Außerdem werde ich die Aufnahmen, so wie damals "geschnitten", nie wieder bekommen; hier eine halb gedrückte Taste, die an die "Cassetto-Suite" von Neu! 2 erinnert, dort ein Interlude "Der Grenzkontrollpunkt Helmstedt jetzt mit 40 Minuten Wartezeit" o .ä., alles sentimental, gepfuscht, ein Haufen voller Träume, Erinnerungen, ein Haufen Rauschen und gut kellergekühlt bei 5°C im Winter, im Sommer bei 16°C
aber toll. -
Ich wollte diesen Thread übrigens nicht mit abschweifenden Anmerkungen in die Welt der Magnetbänder zum Erliegen bringen.
Meine Frage ist nach wie vor: digitalisiert Ihr alte Compactcassetten und wenn ja, mit welchen Programmen?
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- Offizieller Beitrag
Meine Frage ist nach wie vor: digitalisiert Ihr alte Compactcassetten und wenn ja, mit welchen Programmen?
Meinst du jetzt "digitalisieren" oder eher "restaurieren"? Weil: die Digitalisierung macht ausschließlich die Hardware (nämlich die A/D-Wandler auf der Soundkarte) - welches Programm man nun nimmt, den Stream von der Soundkarte mitzuschneiden, ist nahezu völlig egal, solange es in der Lage ist, das native Ausgabeformat des Streams unkonvertiert zu erfassen.
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Interessanter Thread, weil ich gerade Cassetten mit alten Musik-Aufnahmen von mir wiedergefunden habe, die ich unbedingt digitalisieren MUSS.
Bei ein bisschen Internetrecherche habe ich Preise für Digitalisierung von Kassetten und Vinyl gefunden mit Zusatzangeboten wie Rauschbeseitigung, Knackseliminierung etc.. Das wird recht happig. Insoweit suche ich auch nach einer eigenen Lösung zumindest für das Digitalisieren und sichte noch, was sich anbietet: Nero, Audacity usw.
Vor 15 Jahren habe ich mal eine Liste von meinen vielen vielen LPs gemacht, die ich habe, richtig gut finde und die es nicht auf CD gab. Einen Teil habe ich damals mit Nero digitalisiert. Mittlerweile habe ich rund 80% auf CD nachkaufen können, damit ich diese Alben auch unterwegs hören kann. Aber es gibt immer noch ein dutzend, die ich digitalisieren müsste.
Was das Restaurieren betrifft, nehme ich aus Zeitmangel und Faulheit hin, dass die Qualität der Digitalisierung eben nicht ausreicht um mich zufrieden zu stellen. Low-Fi rules.
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Meinst du jetzt "digitalisieren" oder eher "restaurieren"? Weil: die Digitalisierung macht ausschließlich die Hardware (nämlich die A/D-Wandler auf der Soundkarte) - welches Programm man nun nimmt, den Stream von der Soundkarte mitzuschneiden, ist nahezu völlig egal, solange es in der Lage ist, das native Ausgabeformat des Streams unkonvertiert zu erfassen.
"Restaurieren" meine ich dann. Ich muß gestehen, daß ich noch völlig am Anfang bin und noch nie auch nur eine LP digitaliert habe. Teure Software ist allerdings auch nicht drin, es soll einigermaßen klingen.
Was das Restaurieren betrifft, nehme ich aus Zeitmangel und Faulheit hin, dass die Qualität der Digitalisierung eben nicht ausreicht um mich zufrieden zu stellen. Low-Fi rules.
Damit würde ich mich auch zufriedengeben, da in einem Auto(wo die meiste "tragbare" Musik gespielt wird) sowieso eigene akustische Gesetze herrschen und in einem alten Citroen erst recht.;)
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