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Line 6 Toneport GX Review

  • Herma
  • 30. September 2009 um 14:50
1. offizieller Beitrag
  • Herma
    Giant Hogweed
    Beiträge
    8.491
    • 30. September 2009 um 14:50
    • #1

    Hallo,

    da haben wir hier schon einen Hardwareunterbereich und dann wird der nur von Problemen heimgesucht. Ich hab mir daher mal gedacht, statt euch wieder mit irgendwelchen Problemen oder Schwachsinn zu nerven, stell ich euch heute mal ein kleines, aber feines Gerät vor, was für Gitarristen (und solche die sich dafür halten) durchaus interessant sein könnte. Den Toneport GX von Line 6.

    Ein Wort vorweg. Ich weiß wo man den Rechner einschaltet und ich weiß das Gitarren mit den Händen gespielt werden. Ansonsten bin ich in dieser Hinsicht eher Laie und schreibe dies hier auch für Leute die ihren Rechner und ihre Gitarre allenfalls freizeitmäßig nutzen. Wer es also ganz genau wissen will sollte hier nicht weiterlesen sondern sich lieber gleich an Line6 oder jemanden mit Ahnung wenden.

    Achja, alle Bilder hab ich rotzfrech aus der pdf-Datei entnommen, da ich keine Digicam habe und mein Handy nur so nutzlose Spielereien wie telefonieren beherrscht.

    Angefangen hat alles bei mir vor einigen Jahren. Nachdem ich merkte, dass ich für das Spielen der Akustikgitarre zu blöd bin, legte ich mir eine E-Gitarre zu. Akkorde schrammeln kann schließlich jeder. :D Nur die Sache mit dem Verstärker bereitete mir Kopfschmerzen. „Vernünftige“ Modelle kosten ab 150€ und verbrauchen nur Platz in der Stube. Außerdem ist es unschön, mit solchen Teilen irgend etwas am aufzunehmen. Also fragte ich in meinem Lieblingsmusikantenladen nach und dort empfahl man mir eines der Produkte von Line 6. Gesagt gekauft und so wanderte der Toneport GX in meine Tasche und ca. 70,- € an den Händler.

    Bevor ich es nun vergesse, was das ganze nun eigentlich ist. Ich glaube mit „Computer aided amplifier“ ist der Sinn des Gerätes wohl am besten umschrieben. Man kann aus seinem PC damit also einen Gitarrenverstärker machen und diesen auch gleich zur Aufnahme nutzen. Genial, gelle? ;)

    Lieferumfang
    Geliefert wird der Toneport GX in einer großen, in schwarz rot gehaltenen Pappbox. Der Lieferumfang als solcher besteht aus dem Verstärker, einer Treiber-CD, einem USB Kabel und diversen Registrierungsformularen. Die kann man aber eigentlich getrost in die Tonne treten, da man sich (wenn man denn wirklich will), sich genauso gut online registrieren kann. Um es vorweg zu nehmen. Diese Registrierung ist jedoch etwas anderes als wenn man sich nur für den Download von Treibern und dergleichen registrieren will. Beides lässt sich jedoch per Internet ausführen.

    Das Gerät
    Kommen wir zunächst zum Wichtigsten, dem Äußeren. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt gibt es an der Front nur einen Eingang für das Instrumentenkabel sowie die Lautstärkenregelung. Auf der Rückseite (siehe Bild) findet man dann einen USB Anschluss sowie eine Klinkenbuchse für Kopfhörer oder Boxen. Stehgitarristen finden auf der Unterseite noch einen Clip zur Befestigung an Gürtel oder Hosenbund. Wozu dieser allerdings gut sein soll, wenn man eh ein 5 Meter langes Kabel mit sich herum trägt weiß ich nicht. Überdies muss das gute Stück ja immer noch per USB Kabel am Rechner angeschlossen werden, warum sollte ich es mir dann noch an die Hose klippen. So ein USB Kabel ist schließlich auch nicht unendlich lang. Das vom TonePort GX ungefähr einen Meter.




    Software
    Die Software ist nun wohl das eigentliche Herzstück des Toneport. Auf der CD sind Treiber für Windows 2000 (mit Service Pack 4), Windows XP und MacOS X enthalten. Leider ist meine CD schon etwas älter, so dass Treiber für Windows Vista, Windows Vista 64bit und Windows XP Professionell 64bit Edition fehlen. Diese kann man sich, wenn man sich bei Line6 registriert hat, aber kostenlos runterladen. Bei neueren Versionen der CD dürften sie auch schon dabei sein. Treiber für Linux gibt es leider nicht. Es wird zwar daran gearbeitet, aber dabei handelt es sich noch um Betatreiber, welche außerdem nur die höherklassigen Geräte der Produktreihe unterstützen. Außerdem kommen diese nicht von Line 6 selbst, sondern sind „Privatentwicklungen“. Auch werden Windows 9x und ME nicht unterstützt, was ich eigentlich schon fast ein wenig traurig fand, da ich auf meinem Musikrechner bisher Windows ME laufen hatte. Tja, Schicksalsschlag, was willmer machen?

    Neben dem Treiber für das jeweilige Gerät ist auch noch die Software „Gearbox“ enthalten, welche die Schaltzentrale darstellt. Hier stellt ihr eure Verstärkerwünsche so ein wie ihr sie haben möchtet und könnt dann drauflosspielen. Insgesamt werden 16 Vorlagen für den Bass und 96 für Gitarren mitgeliefert. Dazu kommen noch 23 Effekte bzw. Vorlagen für ein eventuell angeschlossenes Mikrofon, dazu aber später mehr.

    Ich hätte mir hier etwas weniger „Verspieltheit“ bei den Einstellungen gewünscht. Statt alles in übersichtlichen Pulldown Menüs und Schiebereglern anzuordnen muss man sich durch bunte Bilder klicken und drehen. Wer auch immer sich das ausgedacht hat, war offensichtlich schon ordentlich gehasselhofft, als er sich an den Rechner setzte. Außerdem tragen die Vorlagen allesamt seltsame Namen unter denen man (ich zumindest) sich nichts vorstellen kann, so dass zunächst nur ratloses ausprobieren hilft. Das ist schade, denn dadurch und durch das bunte Pseudoverstärkergehabe versinken viele Einstellungsmöglichkeiten im Nirvana. So kann man zum Beispiel in den Vorlagen verschiedene Verstärker, Tonabnehmer und Effekte simulieren und diese auch als individuelle Settings abspeichern.



    Ein Wort sei hier noch zu den Hardwareanforderungen verloren. Laut Packung benötigt man zumindest einen Pentium III 1266 und 512MB Ram. Das ist absoluter Unfug. Ein Pentium III 733MHz mit 256MB Ram tun es auch. Allerdings sollte man dann das Ganze nur unter Win2000 betreiben, da WinXP mit 256MB eher suboptimal läuft. Von Vista ganz zu schweigen, aber ich schweife ab.

    Der Klang
    So, alles zusammengeschlossen, jetzt kanns losgehen. Mir ist natürlich klar, dass meine 90€ Kopfhörer nicht gegen einen 400€ Verstärker anstinken können, dafür punkten sie in Sachen Nachbarschaftsfrieden, mangelnde Abmahnung usw. Um es kurz zu machen. Der Klang ist durchaus anhörbar, sofern man den Verstärker nicht bis zum Äußersten aufdreht. Denn dann wird es auf so preiswerten Kopfhörern eher zu Klangsuppe. Ich hatte das gute Stück aber auch schon an meiner Hightech Homevideosystem von Schneider samt 5.1 Brüllwürfeln und da war der Klang aller erste Sahne.

    Besonderheiten
    Eine Besonderheit die es zu erwähnen gilt ist sicherlich, das der Toneport die Soundkarte des Rechners, wenn gewünscht, ersetzen kann. Dies war bei mir äußerst praktisch, da mein Musikantenstadlrechner, ein Pentium III 1400, keine besaß und ich sonst zu einem Billigprodukt a la Genius hätte greifen müssen. Klar, die funktionieren auch, aber wer schonmal ne Audigy 2 im Rechner hatte, der will sowas nicht mehr. Zum alltäglichen Arbeiten und zum „rummusizieren“ reicht die Qualität auf alle Fälle aus, nur Spielen sollte man damit unterlassen, da das ganze doch sehr auf die CPU Last geht.

    Da fällt mir ein, ich wollte noch ein paar Zeilen zum Thema „Mikrofon“ loswerden. Prinzipiell unterstützt der GX keine Aufnahmen per Mikro, wenn man aber nur (wie ich) aus Spaß an der Freude sein Instrument, seine Stimme und seine Nachbarn quält, dann ist es doch möglich. So hab ich mein Shure SM48 per 6mm Klinke einfach in den Gitarreneingang gestopft und dann im Gearbox noch die 18db Verstärkung eingeschaltet. Die Mikrofoneffekte funktionieren dann tadellos, aber ich habs irgendwie im Urin, das die Klangqualität mit einem richtigen Mikrofonanschluss doch noch ein wenig besser wäre. Nicht das es jetzt zum weghören einläd, aber na ja, wenn man nörgeln möchte ist das ein guter Grund. Höherwertige Versionen bieten denn auch gleich mehrere Mikrofoneingänge, aber dann ist man mit 70€ definitiv nicht mehr dabei.

    Fazit
    Der Toneport GX ist das Brot und Butter Modell dieser Reihe. Er funktioniert tadellos, doch leider ist sein Umfang arg eingeschränkt. Ein wenig stört mich der fehlende Mikrofoneingang, da ich mir sicher bin, dass mit einem dafür vorgesehenen Anschluss die ganze Sache noch etwas besser klingen würde (von der Tonqualität her, singen kann ich dann noch lange nicht... :D). Auch würde es mich freuen, wenn die Software etwas Abstand von dieser nahtranszendenten Erfahrung nehmen würde. Lieber Himmel, wenn ich bunte Farben sehen will fange ich wieder mit kiffen und (gleichzeitigem) saufen an. Auch die Geldgier von Line6 mag einem ein wenig aufs Gemüt schlagen, da man für wirklich alles (außer für die Treiber und Gearbox) bezahlen muss. Also für irgendwelchen Content den man sich dazu laden möchte.

    🦄Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.🦄

    Einmal editiert, zuletzt von Herma (5. Oktober 2009 um 12:25)

  • Herma
    Giant Hogweed
    Beiträge
    8.491
    • 30. September 2009 um 15:12
    • #2

    Äh... wo zum Geier sind die Bilder? Na ja, bin zu faul die nochmal upzuloaden, daher hier ein paar Links zum angucken:

    http://amadeus123.com/images/toneport_gx_lg.jpg

    http://www.gbase.com/files/store_im…2uezhi3k_so.jpg

    http://www.soundonsound.com/sos/mar06/imag…68gearbox.l.jpg

    🦄Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.🦄

  • tom
    Moderator
    Beiträge
    7.991
    • 2. Oktober 2009 um 09:49
    • Offizieller Beitrag
    • #3
    Zitat von Herma

    ...Er funktioniert tadellos, doch leider ist sein Umfang arg eingeschränkt. Ein wenig stört mich der fehlende Mikrofoneingang, da ich mir sicher bin, dass mit einem dafür vorgesehenen Anschluss die ganze Sache noch etwas besser klingen würde...

    Das ist auch so. Mein Sohn hat das Line 6 POD Studio UX1, das bietet zusätzlich genau den hier vermissten Mikroeingang mit XLR-Buchse. Die Qualität ist hervorragend, natürlich ist das Kistchen aber auch doppelt so teuer wie deins. Das einzige, was mir bei diesen Geräten nicht gefällt ist die Auslegung der Schnittstelle als USB 1.1 - für die Datenübertragung reicht das zwar - ich bin mir aber nicht sicher, wie es bei älteren PCs um die Latenzen bestellt ist.

    tom

    Mein Blog: Rockworte
    Mein Solo-Album: "Geduld, meine Herren, Geduld! (Die Grundig-Demos 1980-83)"

  • Herma
    Giant Hogweed
    Beiträge
    8.491
    • 5. Oktober 2009 um 12:25
    • #4

    Wie geschrieben, an meinem alten Pentium III 733 lief es absolut verzögerungsfrei unter Win2000. Auf dem P-III 1400 jetzt ebenso. Aufnahmen über Audacity waren jedenfalls kein Problem.

    Was den Preis angeht. Klar, 150€ wären auch noch verkraftbar, aber mich hat halt damals der Geiz getrieben und die Klangqualität reicht für meine bescheidenen Ansprüche durchaus aus.

    🦄Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.🦄

  • charles bukowski
    Gast
    • 5. Oktober 2009 um 20:06
    • #5
    Zitat von Herma

    Wie geschrieben, an meinem alten Pentium III 733 lief es absolut verzögerungsfrei unter Win2000. Auf dem P-III 1400 jetzt ebenso. Aufnahmen über Audacity waren jedenfalls kein Problem.

    Was den Preis angeht. Klar, 150€ wären auch noch verkraftbar, aber mich hat halt damals der Geiz getrieben und die Klangqualität reicht für meine bescheidenen Ansprüche durchaus aus.



    bescheidene ansprüche?. klar, deswegen ist trespass dein favorite album von genesis.:huhu:

  • Herma
    Giant Hogweed
    Beiträge
    8.491
    • 9. Oktober 2009 um 17:56
    • #6

    Jupp und deshalb freu ich mich auch über diesen Beitrag... :) So, genug sinnlos geposted, ich muss noch die Bananen kämmen.

    🦄Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.🦄

  • Rambo-007
    Gast
    • 7. November 2009 um 15:45
    • #7

    Hi,

    habe heute den Line 6 GX bekommen! habe ihn angeschlossen usw... !
    Ich habe ein gutes 5.1 Systam am PC angeschlossen! Ist es möglich darüber den ausgang einzustellen und nicht über 3,5mm anschluss vom gerät ??


    Mfg

  • Herma
    Giant Hogweed
    Beiträge
    8.491
    • 14. November 2009 um 17:09
    • #8

    Hmm, hab ich noch nie ausversucht, da ich direkt die Kopfhörer angeschlossen habe. Da ich gerade nicht zuheim bin, kann ich auch nicht ins "Handbuch" schauen, aber mach ich die Tage mal.

    🦄Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.🦄

  • Rambo-007
    Gast
    • 18. November 2009 um 06:31
    • #9

    OK. das wäre echt super!!

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