Hey,
habe mich gefragt, was ihr, werte Freunde, denn so über Bill Bruford denkt. Was haltet ihr von ihm bzw. von seiner Trommelei?
Ich kann zu ihm nicht allzu viel sagen...
Eure Meinungen sind gefragt! ![]()
Viele Grüße!
Nick
Hey,
habe mich gefragt, was ihr, werte Freunde, denn so über Bill Bruford denkt. Was haltet ihr von ihm bzw. von seiner Trommelei?
Ich kann zu ihm nicht allzu viel sagen...
Eure Meinungen sind gefragt! ![]()
Viele Grüße!
Nick
Habe Bill Bruford mal bei einem Konzert von King Crimson spielen gesehen. Das war schon sehr geil! Die haben im Doppel-Trio (Adrian Belew, Robert Fripp, Tony Levin, Trey Gunn, Bill Bruford und Pat Mastelotto) ein wirklich grandioses Konzert abgeliefert. In dieser Zeit ist mein King Crimson-Lieblingsalbum ("Thrak") erschienen. Das kann ich nur wärmstens empfehlen. Da gab es an Bill Bruford natürlich überhaupt nichts auszusetzen...
Es gibt allerdings viele Musiker, die Bill Bruford als "Mathematiker" bezeichnen und sein Spiel nicht mögen. Bei Genesis haben mir Chester Thompson, Nir Z. und Phil Collins auch etwas besser gefallen. Das liegt für mich eindeutig am Sound der Toms. Das passt wohl irgendwie besser zur Musik. Songs wie "Domino", "The Dividing Line" oder auch das legendäre Drum-Duett würden im Bill Bruford-Stil wahrscheinlich anders klingen. Aber das ist auch alles Geschmackssache! Bill Bruford ist auf jeden Fall ein genialer Musiker. Bei King Crimson zumindest rockt er ordentlich ab!
Brufords jazzige Seite ist sehr interessant. Was er die letzten Jahre mit den Eartworks abliefert ist wirklich klasse. Es gibt ein Doppel-Live-Album, das sich zum Einstieg lohnt (Footloose and Fancy Free). Die letzten Studioalben sind alle akustisch, die frühen war mit e-drums, nicht gerade eine Soundfreude, aber extrem innovativ.
Genial sind die End-70er-Bruford-Scheiben , teils mit Allan Holdsworth. Extrem geiler Prog mit Jazz-Einflüssen, im Prinzip die Vorläufer von Nill genialer Band UK, mit der er ein Album gemacht hat.
Aus den 80ern gibt es noch ein paar Scheiben mit Ex-Key-Wizzard P. Moraz: Music For Piano and drums. Ganz nett.
Bruford ist sehr intellektuell. Ein ganz eigener Mensch und das macht ihn im Musikbusiness so einzigartig.
Der General
Ich habe Bruford insgesamt 3 live gesehen - zweimal mit "Anderson Bruford Wakeman Howe" und einmal auf der "Union"-Tour mit Yes und halte ihn für einen der besten überhaupt im Rock. Man höre sich nur einmal die "Fragile" - da besonders "Roundabout", oder die "Close To The Edge" an. Die Aufnahmen mit Earthworks und King Crimson kenne ich allerdings nicht.
Ich sehe es ähnlich. Bill ist ein begnadeter Techniker (soweit ich das als Laie beurteilen kann!). Er könnte vermutlich auch sonst bei King Crimson nicht überstehen. Glaube, Robert Fripp ist da ähnlich hart wie Zappa früher mit seinen Mitstreitern. Kann die etwas harte Kritik aus einem früheren thread an seiner "Seconds out"-Arbeit auch nicht völlig teilen. Würde seinen Stil ähnlich der Spielweise von Curt Cress und Simon Phillips einordnen. Alles excellente Studiocracks!
Was mir persönlich fehlt, ist etwas mehr Seele, die ich bei Chesters und Phils Schlagzeugspiel eher finde.
Checkt doch mal alternativ die Drums auf den Grobschnittalben "Rockpommel's Land", "Jumbo" und/oder "Solar music-Live". Das ist zwar eine völlig andere Richtung, aber ich habe selten jemanden gesehen, der, wie Eroc hier, derartig melodiös spielt.
Was meint Ihr?
In Punkto melodisches Schlagzeugspiel kann ich auch noch ein Album empfehlen! Auf "Black Light Syndrome" von Terry Bozzio, Tony Levin und Steve Stevens gibt es ein Stück names "Duende". Darin tauchen ein paar sehr melodische Schlagzeugparts auf! Sehr genial! Das Album klingt zwar insgesamt auch etwas stark improvisiert, aber gerade das macht auch ein bisschen den Reiz an der ganzen Sache aus. Da haben sich auf jeden Fall mal drei sehr geniale Musiker getroffen...
Steve Steven hat mit denen eine Platte gemacht??? Muss ja total verrückt klingen: Wie Billy Idol im Jazzkeller!
Supertipp! Werde ich mir alsbald mal geben!
So, jetzt hatte ich Gelegenheit, das Album zu Hören! Ist wirklich feinster Jazzrock. Was mir sehr gut gefällt, ist der unglaublich gute Sound und das sehr ausgeglichene Zusammenspiel. Die drei lassen sich die nötige Luft zum Atmen.
Sollte jeder, der mit Tony-Solo, King Crimson und auch Brand X etwas anfangen kann, wirklich mal antesten! Und diese Gitarre!!!
Bozzio trifft allerdings die Art "zu drummen", die ich mit meinen Bsp. (Eroc) meine, nicht! Er ist technisch top und spielt auch sehr variabel, aber das ist natürlich auch eine ganz andere Musikrichtung. Fürchte, die meisten, die Drummer wie Bruford oder Bozzio mögen, können mit Grobschnitt nix anfangen. Macht ja nix, bringt mich aber auf einen neuen Thread!
Danke nochmal, der Tipp war gut!
Freut mich, dass Dir die CD gefällt. So weit ich weiß gibt es von "Bozzio Levin Stevens" auch noch eine weitere CD. Habe allerdings keine Ahnung, wie die so klingt. Wird aber vermutlich wohl eine ähnliche Richtung sein...
Kennst Du schon "Bruford Levin Upper Extremities"? Wenn Dir "Black Light Syndrome" gefällt könnte das auch etwas für Dich sein. Ich finde eigentlich alle Tony Levin-Solo-Projekte sehr interessant. Er nimmt sich da immer viel Freiraum für Improvisation. Auch "World Diary" und "From The Caves Of The Iron Mountain" sind absoult genial...
...CD habe ich auch heute erst bekommen, kann ja dann mal berichten! Die anderen Sachen kenne ich auch. Finde ich auch toll! Manches geht auch in Richtung Zappa (wen wundert's?)
Was mir an vielen Jazzrocksachen aber fehlt, ist oft Melodie und Wärme. Darum höre ich die Sachen nur manchmal. Ausnahmen sind z. B. so Platten wie "Is there anything about?" von Brand X. Die wurde von vielen Kritikern verrissen, weil zu mainstreamig. Aber das hat mir gerade gefallen. Bin halt ein Melodicfreak!
Trotzdem war das eine Entdeckung wert, zumal Steve Stevens wirklich ein begnadetes Talent ist. Glaub', der ist (obwohl er schon seit den 80ern bei Billy Idol spielt) noch gar nicht so alt. Das ist teilweise nicht nur so rumgedaddel, sondern richtig rockig. Bin mal auf die andere CD gespannt!