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Das letzte richtige Prog-Stück von Genesis?

  • little nick
  • 14. Oktober 2007 um 21:38
1. offizieller Beitrag
  • Online
    little nick
    Squonk
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    4.291
    • 14. Oktober 2007 um 21:38
    • #1

    Viele sehen in dem Ausstieg von Steve das Ende von Genesis als Prog-Band...Viele haben mit Erscheinen von Follow You Follow Me Genesis den Rücken gekehrt...welches Stück seht ihr als letztes "richtiges" Prog-Stück? Ich meine damit klassischen Prog, nicht progressiv im wörtlichen Sinne...

    In meinen Augen/Ohren ist Duke´s Travels / Duke´s End das letzte klassische Prog-Stück. Nachdem Genesis mit ATTWT eher in kommerziellere, poppigere Fahrwasser geraten sind, geben sie mit Dukes Travel´s / Duke´s End ein letztes Mal so richtig Gas, bevor sie mit Abacab eine ganz andere Zeit einläuten...Bei Duke´s End dreht Phil am Schlagzeug nochmal so richtig auf...vergleichbar mit Los Endos...sowas hat er definitiv später nicht mehr gemacht...und auch Tony hat zum letzen Mal in die Moog-Kiste gegriffen und später nie wieder so schnelle Läufe gespielt...
    ...Stücke wie Domino oder Fading Lights weisen zwar komplexere Arrangements auf, spieltechnisch gehts da aber bei Weitem nicht mehr so zur Sache...die Fingerakrobatik fehlt...

    Einmal editiert, zuletzt von little nick (15. Oktober 2010 um 14:25) aus folgendem Grund: Rechtschreibfehler

  • brecher
    Slipperman
    Beiträge
    2.556
    • 14. Oktober 2007 um 21:43
    • #2

    Wetten das gleich die Definition von Prog losgeht! Bitte bei den Babyblaue Progseiten nachschauen! Gebe dir recht, was die Dukesuite angeht. Langt halt nicht 2 Parts zu basteln und auf 10min zu kommen.......

    Wie dem auch sei, bei mir ist´s 5 vor 3

    http://www.myspace.com/progtronaut

  • Aprilfrost
    Giant Hogweed
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    6.233
    • 14. Oktober 2007 um 22:06
    • #3

    Ich finde, dass Home by the Sea auch noch ordentlich was progiges hat.

  • 666 is no longer alone
    Lurker
    Beiträge
    782
    • 14. Oktober 2007 um 22:09
    • #4

    Fading Lights auch! Phil spielt fantastisch an den drums , tony spielt auch nicht gerade so langsam und mike .... naja ist halt auch da.... oder auch nicht ;)

  • Online
    little nick
    Squonk
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    Beiträge
    4.291
    • 14. Oktober 2007 um 22:19
    • #5
    Zitat von Aprilfrost

    Ich finde, dass Home by the Sea auch noch ordentlich was progiges hat.

    ...ja, Elemente sind da...aber der monotone E-Drum-Part von 2.Home...und spieltechnisch bringt Tony wirklich nichts...

    Zitat von 666 is no longer alone

    tony spielt auch nicht gerade so langsam

    ...der spielt das mit zwei Händen...das ist für jeden Keyboarder ein gemütlicher Spaziergang...nicht vergleichbar mit den Soli der 70er...

  • Eric
    Squonk
    Beiträge
    4.755
    • 14. Oktober 2007 um 22:46
    • #6

    Das letzte echte Prog Stück ist meines Erachtens eindeutig "Lamb for Breakfast" vom Album "Dancing with Foxes" aus dem Jahr 2009. Oooooops, sorry. Da hab ich doch tatsächlich vergessen, dass mein zweites Gesicht gerade noch aktiv ist. Also vergesst das mal schnell wieder.

    Ach Herrje, was genau ist denn überhaupt Prog? Ist ein Song dehalb progressiv, weil es schnelle Keyboardsoli und Trommelwirbel enthält? Das kann es doch wohl nicht sein. Auch die Länge eines Songs kann da nicht wirklich ausschlaggebend sein. SO wird aus Tonight, Tonight, Tonight nie ein Progsong, auch wenn er 30 Minuten dauern würde. Bowler/Dray verteten in ihrer Genesis-Biographie vehement die Meinung, dass Genesis überhaupt nie ein Prog-Band waren. Diese These ist natürlich strittig und nur wenige würden wohl zustimmen. Was mir die Debatte aber eindeutig zeigt, ist wie unsinnig dieses Schubladendenken im Grunde ist. Ich kann mich mittlerweile nur noch kaputtlachen über die albernen Reviews auf den babyblauen Seiten von selbsternannten Musikexperten, die die Qualität eines Songs daran bemessen, wie viele verschiedene Akkorde und Tempi (krumme Takte bevorzugt) er enthält. Was soll der Scheiß?

    Für viele ist der Begriff Progressive Rock ein Synonym für Langeweile. Oftmals leider zu Recht, wenn ein endloses Solo das nächste jagt und man den Eindruck erlangt, der Song ist eben nur deshalb nicht zu Ende, weil er die 12-Minuten-Untergrenze noch nicht erreicht hat. Also schnell noch mal ein Zwischenstück im 7/8-Takt eingeschoben, dann nochmal das Eröffnungsthema mit anderer Harmoniefolge variiert, zum Schluss noch ein wenig Gitarrengefrickel... 13:43 Minuten... Ok Jungs, der Song ist fertig.

    Genesis haben glücklicherweise nie nach diesem Prinzip gearbeitet; allenfalls auf Selling England waren sie manchmal dicht dran, ins "Rumgeplänker" abzudriften.

    Gute Musik muss überhaupt nicht progressiv sein. Um sich von der drögen Masse abzuheben, muss Musik originell sein. Ist sie auch das nicht, dann sollte sie wenigstens interessant sein. Genesis haben es in jeder Ära geschafft, sehr ausgezeichnete originelle Musik zu erschaffen und dann wenn sie mal weniger originell waren, zumindest auch eine Menge interessante Musik hervorzubringen.

    Sehr viele Prog-Bands haben es in Jahrzehnten nicht geschafft, auch nur 10 Minuten interessante oder originelle Musik auf Platte zu pressen. Stattdessen werden die immer gleichen Schemata runtergeleiert, die schon in den 70ern keiner mehr hören konnte, damit sich die Kritiker auf den babyblauen Seiten darauf einen runter.... ähem, lassen wir das lieber. Ich verzichte auch lieber darauf, jetzt Bands beim Namen zu nennen, um nicht noch einem Attentat zum Opfer zu fallen.

    “THE NIGHT WE TRACKED DOWN PHIL COLLINS, BECAME BEST FRIENDS WITH HIM, AND TALKED HIM INTO REUNITING WITH PETER GABRIEL, AND THEN WE GOT TO SING BACKUP ON THE NEW GENESIS ALBUM AND IT WAS AWESOME!”

    — Barney Stinson, How I Met Your Mother, Season 7, Episode 21 ‘Now We’re Even’

  • Grimm
    Lurker
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    754
    • 14. Oktober 2007 um 22:49
    • #7

    The Dividing Line.

    mirror, mirror on the wall - who in this land is
    fairest of all?

  • Online
    little nick
    Squonk
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    Beiträge
    4.291
    • 14. Oktober 2007 um 23:12
    • #8
    Zitat von Eric

    Ach Herrje, was genau ist denn überhaupt Prog? Ist ein Song dehalb progressiv, weil es schnelle Keyboardsoli und Trommelwirbel enthält? Das kann es doch wohl nicht sein.

    Ich denke, es gibt ziemlich eindeutige Merkmale für das, was man unter Prog versteht...zahlreiche Genesis-Klone demonstrieren das zu Genüge...ob das jetzt originell oder interessant ist, sei dahingestellt...hier geht es um einen Stil, den Genesis maßgeblich geprägt haben und in dessen Fußstapfen Gruppen wie Marillion oder IQ getreten sind...hier geht es nicht um eine Grundsatzdiskussion, was nun wirklich progressiv ist und was nicht, was nun anspruchsvolle Musik ist und was nicht...

    Zitat von Eric

    Was mir die Debatte aber eindeutig zeigt, ist wie unsinnig dieses Schubladendenken im Grunde ist. Ich kann mich mittlerweile nur noch kaputtlachen über die albernen Reviews auf den babyblauen Seiten von selbsternannten Musikexperten, die die Qualität eines Songs daran bemessen, wie viele verschiedene Akkorde und Tempi (krumme Takte bevorzugt) er enthält. Was soll der Scheiß?

    Warum ist Schubladendenken unsinnig? Wenn man sich über Musik verständigen und unterhalten möchte, muss man gewisse Merkmale auch irgendwie benennen. Da kommt man um gewisse Schubladen nicht umher...


    Zitat von Grimm

    The Dividing Line.

    Ganz sicher das Stück von CAS, das die meisten Prog-Merkmale aufzuweisen hat...

  • Phil93
    Lurker
    Beiträge
    737
    • 14. Oktober 2007 um 23:22
    • #9

    Für mich ist auch Fading Lights ein Progstück! Also das ist das letzte!

    Genesis 5.7.07 Frankfurt
    Genesis 25.9.07 MSG, NYC
    Phil Collins 2017/2019 Köln
    Genesis Köln 2022

  • Mad Man Marcus
    Lurker
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    sfumato.98
    • 14. Oktober 2007 um 23:27
    • #10

    Ich denke The Dividing Line und ich finde Do the Neurotic noch sehr "proggig"

    And the thing I hate - Oh Lord!
    Is staying up late, to watch some debate, on some nation's fate.

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