Nick: Ich habe mir in der Tat ein Metronom angestellt
...aha, prima...dann hat mich mein Gefühl ja nicht getäuscht...
Viel Spaß heute Abend!
...danke ![]()
Nick: Ich habe mir in der Tat ein Metronom angestellt
...aha, prima...dann hat mich mein Gefühl ja nicht getäuscht...
Viel Spaß heute Abend!
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Alles anzeigenNa ja, 1977/78 waren die Jahre, wo der Prog-Rock von
zwei Fronten angegriffen wurde: Disco und Punk.
Banks/Collins/Rutherford redeten sich ein, dass sie
nur überleben könnten, wenn sie die Ebene des
großen Epos verlassen und kurze, einfach strukturierte
Musik spielen würden. Während Yes wenigstens
die Komplexität und musikalische Virtuosität, Vielfalt
usw. in kürzeren Songs unterbrachte (Don't Kill The
Whale, Future Times, Rejoice, Madrigal) verflachten
Genesis auf And Then There Were Three - und fanden
Gefallen, nebst kommerziellen Erfolg und Ertrag daran,
erstmals mit "Follow You, Follow Me". Nochmals bestätigt wurden
sie damit, als der Solo-Erfolg von Phil einsetzte, und
so bauten sie Jahr für Jahr ab. So sehe ich es.
Es war dies m.E. eine bewußte Entscheidung, die aber
auch damit zusammenhängt, dass, wenn man sich nicht
mehr mit komplexen musikalischen Strukturen beschäftigt,
sowieso einer Verflachung eintritt. Tony zährte lange
von seinen frühen Klavier-Studiem (zum Beispiel
Rachmaninov, Rubinstein). Irgendwann ist das dann
aufgebraucht; und wenn nichts neues nachwächst
und man das Bedürfnis auch nicht hat, sich weiter
zu bilden, dann ... siehe We Can't Dance.
Noch dazu wollten sie lieber Songschreiber
sein, weniger Instrumentalisten. Ich denke, sie
vermieden ab 1981 auch bewußt die Kultur der Soli,
einer anspruchsvollen Bridge; Tempowechsel,
Modulationen ... Hauptsache Hitparade und Kommerz ...
Falls Du hier noch mitliest(?), kannst Du mir erklären, inwiefern z.B. "The Lady Lies" nicht ein klassisches progressive-Rock Stück ist? Inwiefern ist das Stück "flach" und nicht komplex? Wo sind die Übergänge nicht ordentlich ausgearbeitet?
Falls Du hier noch mitliest(?), kannst Du mir erklären, inwiefern z.B. "The Lady Lies" nicht ein klassisches progressive-Rock Stück ist? Inwiefern ist das Stück "flach" und nicht komplex? Wo sind die Übergänge nicht ordentlich ausgearbeitet?
Jaaa...unser Teemeister. Wo ist er hin, das habe ich mich auch schon oft gefragt. Wahrscheinlich macht er gerade Tee...
Zumindest lebt er noch.
Naja, The lady lies war doch schon... allerzumindest im Arrangement unglücklich gewählt. Das klingt als würde irgend ein gewaltiges belua musica auf den Hörer zustampfen und mit allerlei Geräusch erschlagen wollen. Wahrscheinlich hat sich die Band gedacht: "Wer das erträgt, der überlebt auch Follow you, follow me". Typischer Genesisprop.
Noch 84 übrigens
Es gibt schlimmeres als lügende Ladies.
(oder wollte ich sagen: es gibt schlimmere als lügende Ladies)![]()
Naja, wird aber schon verdammt eng...
Klarer Fall...
The dividing line!!!
Sagt doch schon der Titel:
Mama (Work in Progress version)
Zudem ist es auch das an sich letzte veröffentlichte Stück (auf der 2. Archive-Box von 2000) und eine Länge von über 10 Minuten hat es auch. Passt also alles.
Case closed.
Mir gefällt in der Tat *Calling all stations*, hauptsächlich wegen der Gesangsleistung Ray Wilsons. Und schöne Melodien und eine gewisse Melancholie hat es auch. Ich sehe es aber so: Es gibt Genesis und es gibt "Calling all Stations". Genesis' Zeit mit Wilson hätte noch 1 - 2 Alben gebraucht um Teil der Historie zu werden. Hätten die geschafft, kann aber nachvollziehen, dass die beiden Hauptakteure darauf keine Lust mehr hatten.
Daher ist es für mich *Fading Lights*. Wahrlich progressiv, es beginnt langsam, steigert sich und endet in einem bombastischen Instrumentalteil, bevor es endet.
Und *The dividing line*? Ja auch. Das progressivste Stück von Genesis feat. Ray Wilson!
revelation: Der Text von "The Lady Lies" ist eine wirklich dümmliche, auf das Niveau von Punk- und Disco heruntergepfuschte Widerkäung der schon in der Antike ausgelutscht gewesenen Odysseus und Circe-Story. Die Musik ist so eine Art gedankenloses Collins-happy-go-lucky-vor-sich-hin-pfeiffen mit einem Schuss Versöhnungswhisky für die "alten Fans", aber allein die gewählten, schnellen Tempi wirken dem entgegen. Das Stück wirkt auf mich wie eine alberne Selbstverspottung des früheren, eigenen Niveaus. Das schlimmste ist die hohe Tonlage der Sänger, neben Collins wahrscheinlich Banks, dessen Gesang ich ansonsten eigentlich mag aber hier. Am Ende dann Klaviergeklimper vom Eintönigsten, anstatt Modulation, Variation, Eloquenz. Dann lieber Another day in Paradies, dass kommt wenigstens ehrlich daher und will mir nicht vormachen, es sei mehr, als ich hören kann.
Die wirklich letzten Progstücke, die mehr als ein zwischen Pop hingeworfener Knochen sind, verorte ich in Dukes Travels - Dukes End. Hingeworfene Knochen, die ich als Prog erkenne und auf Freistoß entscheide, wären "Dodo / Lurker, Me and Sarah Jane, Driving The Last Spike, Fading Lights. Vielleicht auch noch Domino, während Home by the sea nach seelenloser Retorte klingt - vielleicht Absicht, es geht ja um Geister.