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Das letzte richtige Prog-Stück von Genesis?

  • little nick
  • 14. Oktober 2007 um 21:38
  • little nick
    Squonk
    Trophäen
    1
    Beiträge
    4.291
    • 16. Oktober 2010 um 15:12
    • #121
    Zitat von townman

    Nick: Ich habe mir in der Tat ein Metronom angestellt

    ...aha, prima...dann hat mich mein Gefühl ja nicht getäuscht...

    Zitat von townman

    Viel Spaß heute Abend!

    ...danke :huhu:

  • revelation
    Squonk
    Beiträge
    3.740
    • 3. Februar 2012 um 12:38
    • #122
    Zitat von Der Teemeister

    Na ja, 1977/78 waren die Jahre, wo der Prog-Rock von
    zwei Fronten angegriffen wurde: Disco und Punk.
    Banks/Collins/Rutherford redeten sich ein, dass sie
    nur überleben könnten, wenn sie die Ebene des
    großen Epos verlassen und kurze, einfach strukturierte
    Musik spielen würden. Während Yes wenigstens
    die Komplexität und musikalische Virtuosität, Vielfalt
    usw. in kürzeren Songs unterbrachte (Don't Kill The
    Whale, Future Times, Rejoice, Madrigal) verflachten
    Genesis auf And Then There Were Three - und fanden
    Gefallen, nebst kommerziellen Erfolg und Ertrag daran,
    erstmals mit "Follow You, Follow Me". Nochmals bestätigt wurden
    sie damit, als der Solo-Erfolg von Phil einsetzte, und
    so bauten sie Jahr für Jahr ab. So sehe ich es.
    Es war dies m.E. eine bewußte Entscheidung, die aber
    auch damit zusammenhängt, dass, wenn man sich nicht
    mehr mit komplexen musikalischen Strukturen beschäftigt,
    sowieso einer Verflachung eintritt. Tony zährte lange
    von seinen frühen Klavier-Studiem (zum Beispiel
    Rachmaninov, Rubinstein). Irgendwann ist das dann
    aufgebraucht; und wenn nichts neues nachwächst
    und man das Bedürfnis auch nicht hat, sich weiter
    zu bilden, dann ... siehe We Can't Dance.
    Noch dazu wollten sie lieber Songschreiber
    sein, weniger Instrumentalisten. Ich denke, sie
    vermieden ab 1981 auch bewußt die Kultur der Soli,
    einer anspruchsvollen Bridge; Tempowechsel,
    Modulationen ... Hauptsache Hitparade und Kommerz ...

    Alles anzeigen


    Falls Du hier noch mitliest(?), kannst Du mir erklären, inwiefern z.B. "The Lady Lies" nicht ein klassisches progressive-Rock Stück ist? Inwiefern ist das Stück "flach" und nicht komplex? Wo sind die Übergänge nicht ordentlich ausgearbeitet?

    Hier steht nichts Wichtiges! Trotzdem danke fürs Lesen.

  • Mr. Plod
    Banjo Man
    Beiträge
    1.932
    • 3. Februar 2012 um 20:32
    • #123
    Zitat von revelation

    Falls Du hier noch mitliest(?), kannst Du mir erklären, inwiefern z.B. "The Lady Lies" nicht ein klassisches progressive-Rock Stück ist? Inwiefern ist das Stück "flach" und nicht komplex? Wo sind die Übergänge nicht ordentlich ausgearbeitet?

    Jaaa...unser Teemeister. Wo ist er hin, das habe ich mich auch schon oft gefragt. Wahrscheinlich macht er gerade Tee...

    We can help You

  • Herma
    Giant Hogweed
    Beiträge
    8.490
    • 3. Februar 2012 um 21:11
    • #124

    Zumindest lebt er noch.

    Naja, The lady lies war doch schon... allerzumindest im Arrangement unglücklich gewählt. Das klingt als würde irgend ein gewaltiges belua musica auf den Hörer zustampfen und mit allerlei Geräusch erschlagen wollen. Wahrscheinlich hat sich die Band gedacht: "Wer das erträgt, der überlebt auch Follow you, follow me". Typischer Genesisprop.

    Noch 84 übrigens

    🦄Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.🦄

    2 Mal editiert, zuletzt von Herma (3. Februar 2012 um 21:16)

  • Mr. Plod
    Banjo Man
    Beiträge
    1.932
    • 3. Februar 2012 um 21:26
    • #125

    Es gibt schlimmeres als lügende Ladies.
    (oder wollte ich sagen: es gibt schlimmere als lügende Ladies):gruebel:

    We can help You

  • Herma
    Giant Hogweed
    Beiträge
    8.490
    • 3. Februar 2012 um 21:46
    • #126

    Naja, wird aber schon verdammt eng...

    🦄Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.🦄

  • Memento mori
    Lurker
    Beiträge
    168
    • 4. Februar 2012 um 20:08
    • #127

    Klarer Fall...
    The dividing line!!!

  • tommy3012
    Lurker
    Beiträge
    397
    • 15. November 2025 um 02:11
    • #128

    Sagt doch schon der Titel:

    Mama (Work in Progress version)

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    Zudem ist es auch das an sich letzte veröffentlichte Stück (auf der 2. Archive-Box von 2000) und eine Länge von über 10 Minuten hat es auch. Passt also alles.

    Case closed.

  • Tipundtap
    Slipperman
    Beiträge
    2.591
    • 15. November 2025 um 09:16
    • #129

    Mir gefällt in der Tat *Calling all stations*, hauptsächlich wegen der Gesangsleistung Ray Wilsons. Und schöne Melodien und eine gewisse Melancholie hat es auch. Ich sehe es aber so: Es gibt Genesis und es gibt "Calling all Stations". Genesis' Zeit mit Wilson hätte noch 1 - 2 Alben gebraucht um Teil der Historie zu werden. Hätten die geschafft, kann aber nachvollziehen, dass die beiden Hauptakteure darauf keine Lust mehr hatten.

    Daher ist es für mich *Fading Lights*. Wahrlich progressiv, es beginnt langsam, steigert sich und endet in einem bombastischen Instrumentalteil, bevor es endet.

    Und *The dividing line*? Ja auch. Das progressivste Stück von Genesis feat. Ray Wilson!

  • Slubberdegullion
    Banjo Man
    Beiträge
    1.290
    • 15. November 2025 um 09:26
    • #130

    revelation: Der Text von "The Lady Lies" ist eine wirklich dümmliche, auf das Niveau von Punk- und Disco heruntergepfuschte Widerkäung der schon in der Antike ausgelutscht gewesenen Odysseus und Circe-Story. Die Musik ist so eine Art gedankenloses Collins-happy-go-lucky-vor-sich-hin-pfeiffen mit einem Schuss Versöhnungswhisky für die "alten Fans", aber allein die gewählten, schnellen Tempi wirken dem entgegen. Das Stück wirkt auf mich wie eine alberne Selbstverspottung des früheren, eigenen Niveaus. Das schlimmste ist die hohe Tonlage der Sänger, neben Collins wahrscheinlich Banks, dessen Gesang ich ansonsten eigentlich mag aber hier. Am Ende dann Klaviergeklimper vom Eintönigsten, anstatt Modulation, Variation, Eloquenz. Dann lieber Another day in Paradies, dass kommt wenigstens ehrlich daher und will mir nicht vormachen, es sei mehr, als ich hören kann.


    Die wirklich letzten Progstücke, die mehr als ein zwischen Pop hingeworfener Knochen sind, verorte ich in Dukes Travels - Dukes End. Hingeworfene Knochen, die ich als Prog erkenne und auf Freistoß entscheide, wären "Dodo / Lurker, Me and Sarah Jane, Driving The Last Spike, Fading Lights. Vielleicht auch noch Domino, während Home by the sea nach seelenloser Retorte klingt - vielleicht Absicht, es geht ja um Geister.

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