- Offizieller Beitrag
Ich denke, an allen Antwortmöglichkeiten ist etwas "Wahres" dran. Für mich hat AP mit The Geese & The Ghost das beste Album des gesamten Genesis-Universums überhaupt abgeliefert, leider hatte er die Latte damit dermaßen hoch gelegt, dass die Nachfolgealben enttäuschen mussten. Bestenfalls der erste und dritte Teil der Private Parts & Pieces-Reihe konnte die Erwartungen einigermaßen erfüllen, während die "regulären" Alben Wise After The Event und Sides vor allem unter den dürftigen Gesangsleistungen des Meisters litten.
Als besonders uninteressant und vor allem langweilig entpuppten sich seine Synthesizer-dominierten Werke, vor allem die mit "Library Music" (offenbar ein Euphemismus für Muzak-mäßige Fahrstuhlmusik) etikettierten Sachen, aber auch Hauptwerke wie 1984 und Slow Dance. Mag sein, dass er von seinen Dokumentarfilm-Vertonungen gut leben kann, bei mir ruft schon die Ankündigung eines neuen Albums mit dem Untertitel "Music for TV and Film" eine gewisse Abneigung hervor.
Ich kaufe seine Platten nur noch gelegentlich (und wenn, werde ich immer enttäuscht), aber ich verehre ihn nicht nur wegen seines genialen Debutalbums, sondern vor allem auch als Gitarrist. Er war der Grund, warum ich mir von meinem ersten selbst verdienten Geld eine 12-string kaufen musste (eine Ovation 1618 "Glen Campbell", die ich immer noch habe und auf der ich bis heute nicht richtig spielen kann). ![]()