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  4. PINK FLOYD / David Gilmour / Roger Waters

Pink Floyd: Studioalben-Notenvergabe

  • tom
  • 18. Januar 2012 um 00:58
  • revelation
    Squonk
    Beiträge
    3.741
    • 26. Januar 2012 um 00:33
    • #41

    Ich habe "On an Island" nie in Relation zu PF- Alben gehört und da ich "Division Bell" nicht kenne , kann ich das auch nicht vergleichen.
    Ich mag das Album sehr gerne.Die Musik strahlt viel Güte und Gelassenheit aus. Die Melodien sind sehr eingängig und und intelligent,meine ich.
    Ich höre es gerne zum Einschlafen,meistens mit Erfolg, wehalb ich die letzten Stücke nicht so gut kenne.

    Wäre es ein PF-Album , gehörte es zu meinen Top 5.

    Hier steht nichts Wichtiges! Trotzdem danke fürs Lesen.

  • thepriest
    Slipperman
    Beiträge
    2.240
    • 26. Januar 2012 um 09:29
    • #42

    Für mich setzt das Interesse für PF erst ab Atom Heart Mother so richtig ein. Die frühen Alben habe ich alle (noch) nicht und irgendwie ist mir das Zeug einfach etwas zu schräg. live in Pompeii - bitte nicht schlagen - war für mich mehrheitlich eher eine Qual.

    AHM:
    Ich mag dieses Album sehr gerne, auch wenn es sicherlich nicht perfekt ist. Die Suite höre ich mir sehr gerne an. Ich mag diesen jazzigen Chor, das feine Cello und den Bombast. Gilmour liefert zum Teil einfach echt schöne Solis. Die Songs der zweiten Seite sind zwar ebenfalls nicht perfekt (was man aus fat old sun machen kann, zeigte Gilmour auf seinen live-Veröffentlichungen in beiedruckender Weise), aber haben grosses Potential. Zudem empfinde ich das psychedelische Frühstück durchaus als einen witzigen Abschluss. Ich würde 13 Punkte vergeben.

    Meddle:
    Echoes ist natürlich der Übersong. Dafür gibt es die Bestnote. Aber Seite 1 lässt mich eher kalt. Zwei drei Songs sind nett, one of these days ist live eine Bank, aber anderes (natürlich der Hund) ist einfach nur schrecklich. So gebe ich insgesamt eine 11 und höre mir meistens nur Echoes an.

    OBC:
    Mag ich sehr gerne. PF stripped down to the basics. Ohne technische Spielereien, aber gut. 13 Punkte

    DSOTM:
    Hier schlägt mein Herz so richtig. Ein Album, das mich nicht nur musikalisch, sondern auch textlich sehr anspricht. Ich habe das Album nach dem Tode meines Vaters sehr oft gehört und es hat mich zu tiefsinnigem Nachdenken veranlasst. Ganz klar eine 15, vor allem seit ich in Besitz der Immersion-Box bin.

    WYWH:
    Ebenfalls ganz grosses Kino. 15 Punkte.

    Animals kenne ich noch nicht.

    The Wall:
    Etwas durchzogener und inhaltlich nicht ganz so überzeugend wie DSOTM und WYWH. Waters wird nun einfach etwas zu weinerlich und selbstmitleidig und die politischen Statements sind halt oft etwas gar simpel, wenn auch sicherlich nicht daneben. Auch musikalisch gibt es ups and downs. Trotzdem ein geniales Showkonzept, gerade auch live. 12 Punkte.

    Final cut und MLOR habe ich ebenfalls noch nicht. Auf eine MLOR Immersion-Box, mit vom 80er Sound befreiten Songs wäre ich sehr gespannt.

    Division Bell:
    Das war das Album, welches ich damals so richtig bewusst mitgekriegt habe (inklusive Tour, "war das scheeen!"). Ich weiss noch gut, was das für ein Ereignis war, als bei SWF3 high hopes rauf und runter gespielt wurde. Sowas wäre heute kaum mehr denkbar. Insgesamt für mich kein Top Album, aber ich hole es immer wieder gerne hervor. 12 Punkte.


    Gilmours on a island kenne ich nur in den live-Versionen. Finde das Album etwas durchzogen. Manches ist irgendwie zu aufgepumpt und züdet melodiös nicht so richtig (z.B. the blue), anderes ist sehr gelungen (this heaven, smile aber auch das rockige take a breath).

    "Don't get up gentlemen, I'm only passing through"

  • tom
    Moderator
    Beiträge
    7.991
    • 26. Januar 2012 um 11:21
    • Offizieller Beitrag
    • #43
    Zitat von doctordiper

    Was für vorlaute Behauptungen, mir fehlt da jeden Bezug, das ist das Problem mit Behauptungen wenn vergessen wird klar zu Stellen dass es sich um Euren Geschmack handelt, und nicht um eine musikalisch nachvollziehbare Analyse. Diesbezüglich bemüht sich Black Fox in seiner Bemerkung etwas mehr [...] Ich antworte auf subjektive Antworten auch nicht anders als subjektiv.

    Paul, nur eine kurze Einlassung dazu - hier geht es immer nur um subjektive Eindrücke und Meinungen! - Die Qualität von Musik lässt sich gar nicht objektiv beurteilen. Black Fox meint hier zwar an einer Stelle Ähnlichkeiten im dramaturgischen Aufbau entdeckt zu haben, aber auch das kann man anders sehen. Wie nachvollziehbar die jeweiligen Meinungsäußerungen sind, ist meist weniger davon abhängig, wie ausführlich, analytisch oder differenziert sie begründet sind, sondern eher davon, weit weit die eigene Meinung abweicht. ;)

    Ich persönlich kann mich zu "On an island" gar nicht differenzierter äußern, weil ich das Album vielleicht zwei-, maximal dreimal gehört habe und das war vor fast sechs Jahren - und ich mich deshalb gar nicht an das Album selbst, sondern nur an meine Eindrücke von damals erinnern kann. Wenn ich hier nun andere Meinungen lese, kann es gut sein, dass ich wieder neugierig werde und es mir nochmal vornehme, denn meiner Erfahrung nach kann sich die Rezeption von Musik mit den Jahren aus vielen Gründen ändern. Deshalb finde ich Threads wie diesen so spannend, eben weil es andere Meinungen als meine eigene zu lesen gibt.

    Mein Blog: Rockworte
    Mein Solo-Album: "Geduld, meine Herren, Geduld! (Die Grundig-Demos 1980-83)"

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  • Mr. Plod
    Banjo Man
    Beiträge
    1.932
    • 26. Januar 2012 um 11:23
    • #44
    Zitat von pealmu

    Am schlechtesten finde ich The Final Cut mit freundlichen 4 Punkten, aber Waters jammert so unerträglich darauf, dass es auch 1 Punkt hätte sein können.

    Meinst Du nicht, wenn jemand als Halbwaise in der Nachkriegszeit aufgewachsen ist, hat er nicht das recht (öffentlich) zu jammern? Ich kann das nachvollziehen, aber nichts für ungut!

    Über die Notenvergabe grübele ich immer noch...:gruebel:

    We can help You

  • martinus
    Giant Hogweed
    Beiträge
    5.752
    • 26. Januar 2012 um 16:36
    • Offizieller Beitrag
    • #45
    Zitat von Mr. Plod

    Meinst Du nicht, wenn jemand als Halbwaise in der Nachkriegszeit aufgewachsen ist, hat er nicht das recht (öffentlich) zu jammern? Ich kann das nachvollziehen, aber nichts für ungut!

    Jemand mit einem solchen Schicksal darf sich freuen, trotz widriger Startbedingungen "durchgekommen" zu sein, und ggf. stolz darauf sein, in seinem Leben erreicht zu haben, was er erreicht hat. Aber Jammern? Um Mitleid betteln? Damals hatte (vermute ich) niemand Zeit für sowas, und heute ist es etwas spät dafür. Das sind aber nur die Gedanken eines aus der Generation, denen "immer alles viel zu leicht gemacht wurde! Ihr hättet mal damals ..., na, da hättet ihr euch aber schön umgeschaut!"

    Zurück zu den Alben, zu nicht allen von welchen ich etwas bewertend sagen kann...

    ... cried a voice in the crowd.

    Förderer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

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  • doctordiper
    Slipperman
    Beiträge
    2.993
    • 26. Januar 2012 um 19:40
    • #46
    Zitat von TM Productions

    . Wenn ich hier nun andere Meinungen lese, kann es gut sein, dass ich wieder neugierig werde und es mir nochmal vornehme, denn meiner Erfahrung nach kann sich die Rezeption von Musik mit den Jahren aus vielen Gründen ändern. Deshalb finde ich Threads wie diesen so spannend, eben weil es andere Meinungen als meine eigene zu lesen gibt.

    Genau dass ist ja auch die gute Seite von ein Forum (was man nicht von facebook behaupten kann) dass man sich aus den Meinungen und auch Analysen Anderer ein neuen Einblick holen kann.
    Ist mir sehr oft passiert und kann der Polemik nur danken.

    Aber wenn ich das lese:

    Zitat

    On An Island ist was völlig anderes und hat mit The Division Bell in etwa so viel gemeinsam wie Nursery Cryme und der Tarzan Soundtrack

    dann muss ich undbedingt den Tarzan Soundtrack anhören, das tönt ja spannend :augenrollen:

    Dann Tom, höre dir (vielecht nochmals) das an, hauptsächlich den zweiten Teil
    http://www.youtube.com/watch?v=PlK6GN4oJgU

  • Christian
    Administrator
    Beiträge
    22.832
    • 26. Januar 2012 um 20:47
    • Offizieller Beitrag
    • #47

    Paul, du hast ein Soloalbum mit einem Pink Floyd-Album verglichen.
    Hätte Gilmour ein Floyd-Album aufnehmen wollen, hätte er das auch so nennen können.

    On An Island hat ja überhaupt keine schnelleren Songs und selbst "Take A Breath" ist ja ein braves Jungenlied, verglichen mit anderen Stücken. On An Island schleppt sich ne Stunde lang durch gefällige, berechenbare Arrangements, garniert mit Gilmours zweifelsohne unverwechselbarer Gitarrenarbeit. Dazu trällert er einschläfernd in die Runde, hier und da rutscht ihm eine gute Melodie raus, aber das Gesamtwerk ist einfach Mist, weil es keinerlei Bewegung, keine Ecken hat, keine Abwechslung, kein nichts. Nur eins hat es: Ein Gesamtfeeling. Und das ist nicht meins und hat auch nichts mit The Division Bell zu tun. Kein Cluster One, kein Poles Apart, kein Wearing The Inside Out. Und dass High Hopes eine Klasse für sich ist, dürfte auch klar sein. Ich sehe äußert wenig Verbindungen zwischen On An Island und The Division Bell (da finde ich Broken China deutlich näher an TDB!)

    Tarzan übrigens halte ich für ein gutes Projekt. Mit hat der Soundtrack immer Spaß gemacht - auf eine ganz andere Art als Nursery Cryme, aber bei Tarzan läuft Collins meiner Meinung nach noch einmal zu einer sehr speziellen Form auf (wie etwa auch mit der Big Band) und zelebriert ein Rhythmus / Drum / Percussion-Festival, das kurzweilig ist und lebt. Wer aber On An Island hört, der schläft ein. Zumindest ging mir das so.

    Christian
    it-Redaktion

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  • Sebastian
    Squonk
    Beiträge
    3.846
    • 26. Januar 2012 um 21:20
    • #48
    Zitat von Mr. Plod

    Meinst Du nicht, wenn jemand als Halbwaise in der Nachkriegszeit aufgewachsen ist, hat er nicht das recht (öffentlich) zu jammern? Ich kann das nachvollziehen, aber nichts für ungut!

    Genau dieser Gedankengang ging mir auch durch den Kopf. Es ist vielleicht etwas einfach, das als "Gejammere" abzutun. Jeder Mensch geht anders mit Schicksalsschläge um und jeder hat auch einen anderen Weg der Verarbeitung. Und es spielt dann auch keine Rolle, ob man mit der Verarbeitung erst etwas spät beginnt...

    1. Vorsitzender des Deutschen Mike Rutherford Fanclubs

    Pure Vernunft darf niemals siegen!

  • doctordiper
    Slipperman
    Beiträge
    2.993
    • 26. Januar 2012 um 22:30
    • #49

    Christian, nicht desto Trotz, ich kann deine...Entäuschung ? verstehen, Du warst ja auch Euphorisch auf ein "Prefab Sprout" Album dass ich ebenfalls berechenbar fand, obwohl es sich um frühere Songs gehandelt hat die Paddy Mac Aloon geschrieben hat - das zeigt doch so schön wie sehr Musik verschieden empfunden werden kann, ob man etwas vom Künstler erwartet oder nicht.

    Sicher ist Division Bell viel dynamischer als On An Island, von der Produktion her gleich gestellt stark.
    Dass es nicht Pink Floyd heisst sondern David Gilmour ist doch eine kommerziell-politische Entscheidung, für die Musik Gilmour's gibt es ihm ja nur mehr die Möglichkeit sich persönlicher und mit wem er will aus zu drücken, und so habe ich OAI empfangen.
    Gilmour sagt doch selber auf dem Pulse Interview, er habe nie genau gewusst was Pink Floyd bedeutet, er konnte es selber musikalisch nicht erklären.

    Aber in diesen dritten Solo Album er bringt tatsächlich neues, ein Beispiel unter vielen ist das Solo des Titletracks On An Island, das ist ganz speziell: die Melodie ist so auf gebaut dass man es egal an welcher Stelle so empfinden kann als würde es genau an der Stelle beginnen an der man das Solo zufällig "einschaltet". Alle etwa 4 Takte hat es eine Pick Up Melodie, zusammen gibt es ein fantastisches Solo mit einer wohl bekannten PF Progression, und das hat er nur halb so gut im Comfortably Numb Solo geschaft. Melodisch einfach einfallsreicher und inspiriert.
    Kannst Du auf dem Remember That Night DVD gut mit erleben.

    Auch das The Blue Solo hat etwas ausserirdisches, oder zwischen Erde und Himmel wie ein Nordlicht, auf jeden Fall versucht Gilmour neues, wie diese sanfte Melodie-Motive ganz in den Höhen, wie auch diese Portamento Effekte (dieses von Oktave zu Oktave Gleiten) um die Note in die Länge ausklingen zu lassen und wieder auf der nächsten Oktave auf zu fangen, das sind doch eindeutig neue Pinzelstriche die Gilmour nie zuvor so Melodisch geschaft hat, er spielte viel mehr im vor gegebenen Blues Modus, aber in diesen Solo von The Blue, da gibt es für mich nichts berechnetes, ausser das Können um so was zu erreichen!

    Jetzt ist dieses Album tatsächlich Sanft, aber es entspricht sicher auch seiner aktuellen Lebens-Situation, seiner langen Erfahrung, und da hat er mit etwa 60 zur Zeit des Release Datums andere Ansprüche, der Musik mehr Geduld und ruhige und lange Atemzüge zu geben.
    Jüngere schlafen dabei ein, vieleicht kann ich diese Ruhe sehr gut nach vollziehen, leer ist sie für mich auf jeden fall nicht ;)

    6 Mal editiert, zuletzt von doctordiper (26. Januar 2012 um 22:38)

  • revelation
    Squonk
    Beiträge
    3.741
    • 3. Februar 2012 um 19:37
    • #50

    Ich habe mich entschlossen,hier doch mitzustimmen, und den wenigen Alben, die ich nicht oder kaum kenne(More,Saucerful, Bell,Relics),die bisherige Durchschnittsnote zu geben,um nichts zu verfälschen.

    The Final Cut bekommt 1 P , Wish you were here,Animals,Dark Side 13 P . Der Rest liegt dazwischen.

    Hier steht nichts Wichtiges! Trotzdem danke fürs Lesen.

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