Mmhh, ein wirkklich schlechtes Konzert habe ich noch nicht erlebt. Höchstens das eine oder andere, das mich jetzt nicht so umgehauen hat.
Aber bisher habe ich es noch nie erlebt, dass ich mich im nachhinein geärgert hätte, ein Konuert besucht zu haben.
Eher schwach waren allerdings:
Mike Oldfield auf der TB III Tour im Hamburger Stadtpark. Wieviel da wirklich live gewesen ist, möchte ich lieber gar nicht wissen. Mike hat die Zuschauer sogar mit 3 Stücken des wirklich ganz schlimmen Guitars Albums gequält. Immerhin hat eine (gekürzte) Version von Ommadawn einiges wieder rausgerissen.
Peter Gabriel 2004 in Dortmund. Nicht falsch verstehen, die Show war toll. Aber das war der schlechteste Live-Sound, den ich je erlebt habe. Zumindest von meinem Platz aus war ein sehr sehr nervtötendes Echo zu hören. Jeden Schlag auf die Drums gab es eine halbe Sekunde zeitverzögert erneut. Alles andere natürlich auch. Furchtbar. Bei den lauteren Songs ist das nicht so sehr ins Gewicht gefallen. Insgesamt habe ich die Show trotzdem genossen.
TMB - Black Selling Show letztes Jahr im Hamburger CCH. AN der Performance kann man nicht meckern, aber der Sound war diesmal nicht so gut, wie ich es von TMB im CCH gewohnt war (es war mein 4. Mal TMB) und ich hatte leider auch keinen besonders guten Sitz ergattert. Die Selling Show hatte ich nun auch schon 2mal vorher gesehen. Die Black Show war zwar neu für mich, unterschied sich von der normalen Show aber auch nicht so stark, insgesamt finde ich die normale Show auch besser. Das ist kein Vorwurf an TMB, die haben die SHow ja nur originalgetreu nachgespielt, sondern einfach eine Erklärung dafür, dass mir dieses Konzerterlebnis nicht ganz so viel Spaß gemacht hat wie andere.
Tori Amos: From The Choirgirl Hotel Tour im Hamburger Stadtpark. AUf der Boys For Pele Tour hatte ich Tori noch im CCH gesehen. EInes der besten Konzerte meines Lebens. Einfach fantastisch. Dementsprechend waren die Erwartungen hoch und konnten eigentlich nur enttäuscht werden. Die neue musikalische Richtung, die Tori mit dem damals neuen ALbum eingeschlagen hatte (weg vom "Lonely Girl At The Piano Feeling" hin zum Full-Band Sound mit vielen elektronischen Elementen) wollte mir nicht so recht gefallen. Ein Klassiker wie Horses wurde komplett umarrangiert, hatte für mich damit aber viel an seinem Reiz verloren. Dann war das Konzert noch recht kurz. Ein AUtogramm wollte mir Tori auch nicht geben (eine Freundin von mir hatte eins ergattert

). Trotzdem war das Konzert auch nicht schlecht. Die Version von Space Dog z.B. ist mir immer noch in Erinnerung. Aber eben kein Vergleich zu dem doch sehr intimen ersten Konzert von Tori, nur am Klavier und Cembalo mit vereinzelter Akustikgitarrenbegleitung.
Keines der genannten Konzerte war schlecht. Aber im Vergleich zu vielen anderen grandiosen Konzerterlebnissen waren diese Shows eben nicht ganz so großartig, was teilweise aber auch an meinem rein subjektiven Empfinden und meiner Erwartungshaltung und weniger an der objektiven Leistung lag.