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"I CAN Change...!"


Nach vielen Live And Acoustic-Auftritten (Solo oder als Trio) in den letzten Jahren tourte Ray Wilson im September / Oktober 2003 endlich wieder mit voller Bandbesetzung durch die hauptsächlich deutschen Clubs.

Unterstützt von Ashley McMillan an den Drums, dessen Bruder Lawrie McMillan am Bass und Brian MacAlpine an Keyboard und Akkordeon, sowie die von den Live And Acoustic-Gigs bekannte Amanda Lyon (Backing Vocals, Keys) und Rays Bruder und Wegbegleiter Steve Wilson, präsentiert der Sänger, Songwriter und Gitarrist auf seiner Change-Tour die gesamte Bandbreite seiner Musik.

Durch die auch stilistisch unterschiedlichen Bands, in denen Ray bereits Mitglied war, bieten die Konzerte eine große Abwechslung.

Angefangen mit dem witzigen Swing Your Bag über rockige Gitarrensongs von Stiltskin und Cut_, akustische Versionen von Genesis-Klassikern wie Ripples, Lover's Leap oder The Carpet Crawlers bis hin zu seinem ersten wirklichen Solo-Album - den größtenteils eher poppigen Stücken von Change.

Steve LawrieZwischen den Liedern gibt Wilson wie auch schon bei seiner Live And Acoustic-Tour einige Geschichten zur Entstehung oder zum Hintergrund der Songs zum Besten. Die Stories wirken, als wenn sie von einem guten Freund erzählt werden, nicht einstudiert und an jedem Abend eine andere Mischung oder eine ganz neue Geschichte.

Was zu Beginn der Tour mit einem manchmal zu starken Seitenhieb in Richtung seiner ehemaligen Kollegen von Genesis begann, sind später Geschichten, die seinen Respekt ausdrücken. Zum Beispiel berichtet er, wie Phil Collins sich bei ihm für einen Brief bedankte, den Ray an "PHIL COLLINS, GENF" adressiert hatte, und kommentierte dies mit der Bemerkung "That's famous!!"

Dies ist die Einleitung zum Acoustic-Set, der mit einer sehr abgeänderten Version von In The Air Tonight beginnt. Ray präsentiert den Song, wie von der Live And Acoustic-CD bekannt, nur mit Gitarre und Amandas Backing Vocals begleitet, was zu Beifallsstürmen des Publikums führt. Anfangs ist der Acoustic-Teil sehr lang, das ganze Konzert wird dadurch in zwei Teile geteilt, und der Fan, der schon einige komplette Acoustic-Konzerte mitgemacht hat, wartet eigentlich nur, wann die Band wieder komplett auf der Bühne steht. Bei späteren Konzerten (die Setlist war eigentlich an keinem Abend gleich) werden einige der Songs in die Zugaben geschoben.

Wie stark die Stimme von Amanda Lyon ist, merkt man erst richtig bei den Coversongs One (U2) mit Steve Wilson als stimmliche Begleitung, und ganz besonders bei Don't Give Up im Duett mit Ray.

Eine ebenfalls sehr abgeänderte Version eines bekannten Genesis-Werks ist ein Gitarrenrock-ähnliches I Can't Dance. Es entsteht ein völlig anderer Song, der sowohl der Band wie auch dem Publikum Spaß zu machen scheint, und den Ray ähnlich wie No Son Of Mine oder The Carpet Crawlers zur Kontaktaufnahme mit dem Publikum nutzt.

Die rockigen Stücke stechen insgesamt aus dem Set heraus. Hier fallen besonders die Stiltskin-Songs Footsteps, Inside und Sunshine And Butterflies sowie von Cut_ Gypsy und Ghost auf.

RayDie Aggressivität und der Drive, den die Musiker dabei auf der Bühne entwickeln sind einfach mitreißend! Die Stiltskin-Songs wirken hier vollständiger als auf dem Album.

Das eigentlich ebenfalls rockige Sarah wird etwas abgeschwächt, und von Keyboarder Brian MacAlpine auf Akkordeon statt Keyboard gespielt, wodurch der Song nicht unbedingt gewinnt. Ganz im Gegensatz zu Not About Us, das mit Akkordeon abwechslungsreich wird und durchaus passt.

Ein weiteres Highlight ist das von Wilson voller Scham präsentierte Swing Your Bag aus Guaranteed Pure-Zeiten. Angekündigt mit einer langen Entstehungsgeschichte, über seine Bekannte Susan, und dem Unterschied zwischen "Bag" und "Back", verbreitet das recht einfache Lied (was darin nur noch durch das ebenfalls auf einigen Gigs gespielte Airport Song übertroffen werden kann) eine riesige Partystimmung.

Hier gesellt sich Amanda Lyon an Steves Seite um mit ihm grinsend die Backing Vocals zu singen, und Ray steht lachend vor seinem Mikro und simuliert zum Refrain das Schleudern einer Handtasche. Jetzt fangen die Fans an, mitzutanzen und greifen nach den Fotoapparaten. Und auch diejenigen, die Ray diesen Abend das erste Mal erleben, wippen mindestens im Takt.

Am Ende des ca. zweieinhalbstündigen Konzerts hat man einen sehr abwechslungsreichen Abend ohne viel Show, einfach nur mit guter Musik und einer sehr sympathischen Band erlebt.

Der Zuschauer wünscht sich einerseits, dass diese familiäre Atmosphäre, die ein Wilson-Konzert verbreitet, sich nie ändern würde: Hier wird von der Bühne gewunken, gelächelt, die Setlist spontan verändert, oder eine Strophe einfach noch mal wiederholt, wenn es in die Stimmung passt...

Andererseits wäre es wünschenswert, dass Wilson eines Tages auf die diversen Cover-Versionen von Genesis und deren Umfeld verzichten könnte, und für seine eigenen Songs stehen kann.

Denn Ray überzeugt bei seinen soften Songs durch seine Gänsehaut-Stimme genauso wie bei den rockigen Stücken durch seine Aggressivität. Und dass er auch ein guter Songwriter ist, hat er auf dieser Tour mit diversen Beispielen seines neuen Albums bewiesen.

Gespannt darf man nun darauf warten in welche Richtung Ray sich mit seinem neuen Album entwickelt, mit dem er noch dieses Jahr beginnen möchte, und etwa im September nächsten Jahres auf den Markt kommen soll.


Band der Change-Tour 2003:

Ray Wilson - Vocals, Guitar

Steve Wilson - Guitar, Backing Vocals

Amanda Lyon - Backing Vocals, Keys

Lawrie McMillan - Bass

Ashley McMillan - Drums

Brian MacAlpine - Keys, Accordion


Setlist Change-Tour 2003

(stellvertretend hier vom 17.09.2003 Bielefeld, Elfenbein)

Follow You Follow Me
Rest In Peace
Sarah
Change
Along The Way
Another Day
Beach
Sunshine And Butterflies
Inside
Footsteps
Ghost
Gypsy

Acoustic:

In The Air Tonight
One
Ripples
Not About Us
Don't Give Up


Beautiful Child
Yesterday
Gouranga
Hey Hey
Goodbye Baby Blue


Zugabe:

Swing Your Bag
I Can't Dance
The Carpet Crawlers
Lover's Leap



Autorin: Melanie Hohmeyer
Fotos: Christian Gerhardts

Ray Wilson


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