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Phil

Phil – Live And Loose … But Seriously

Neues Live-Album der bekannten Tribute Band


Anmerkung: Wenn in diesem Text von „Phil” die Rede ist, ist die Tributeband gemeint. Der „echte“ Phil wird hier zur besseren Unterscheidung mit Vor- und Nachnamen benannt.

Zur Band

„Phil“ ist eine deutsche Tributeband, die es bereits seit 1998 gibt und die – wie der Name schon suggeriert – Phil Collins- und Genesis-Songs im Repertoire hat. Sehen kann man „Phil“ live nicht nur bundesweit sondern teilweise sogar im benachbarten Ausland. Der Schwerpunkt der Auftritte liegt jedoch in den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen, verständlich wenn die Band aus dem Raum Karlsruhe/Bruchsal kommt. Allerdings gab es unter anderem auch schon einen Auftritt mit Sir Bob Geldof auf der Kieler Woche.


Zum Album

Live And Loose … But Seriously ist bereits die 3. Live-CD der Band. Aufgenommen wurden hierfür die Konzerte am 27. und 28. Dezember 2014 in der “Alten Wollfabrik” in Schwetzingen. Gespielt wurden die Shows in folgender Besetzung:


Jürgen „Phil“ Mayer – Gesang
Kurt Meister – Bass, Backing Vocals
Alexander Lang – Gitarre, Backing Vocals
Matthias Engel – Keyboards
Bernd Schubach – Schlagzeug, Backing Vocals
Frank Stolzenthaler – Percussions

Lalena Katz – Backing Vocals
Simone Weber – Backing Vocals
Larissa Doll – Backing Vocals

Marco Vincenzi – Saxophon, Percussions
Attila Eckert – Posaune
Thomas Sturm – Trompete


Die Shows dauern in der Regel ca. zwei Stunden. Auf dieser CD ist ein Zusammenschnitt von über 75 Minuten mit folgenden Songs:


1.    Duke’s Travels [Playback-Intro] / No Son Of Mine
2.    Something Happened On The Way To Heaven
3.    Don’t Lose My Number
4.    Turn It On Again / Home By The Sea [Medley]
5.    That’s All
6.    Against All Odds
7.    I Don’t Care Anymore
8.    Land Of Confusion
9.    Heat On The Street / Saturday Night And Sunday Morning / (Love Is Like A) Heatwave [Medley]
10.    In The Air Tonight
11.    Easy Lover
12.    Invisible Touch
13.    The Carpet Crawlers


Phil CoverIch habe „Phil“ bislang weder live gesehen noch eine Aufzeichnung gehört. Gleichwohl ist mir die Band durchaus ein Begriff. Umso gespannter bin ich, was mich erwartet. Der erste Eindruck ist gut. Der Sänger hat stimmlich gewisse Ähnlichkeit mit Phil Collins, allerdings ohne dass er Phil zu sehr kopieren möchte. Er klingt für mich fast wie eine Mischung aus Phil Collins und Ray Wilson – und das hört sich gut an. Da ich musikalisch kein allzu gutes Gehör habe, kann ich wenig Fachliches zur Umsetzung der Songs und Qualität der Musiker sagen. Daher beschränke ich mich auf mein Gefühl und meinen persönlichen Geschmack.

Die Show startet mit dem vom Band gespielten Intro von Duke’s Travels. Danach folgt analog zu Genesis 2007 No Son Of Mine, eingeleitet durch das Ticken einer Uhr.

Weiter geht es mit dem Opener der First Final Farewell-Tour. Zu Beginn von Something Happened On The Way To Heaven streut Jürgen „Phil“ Mayer ein „Guten Abend, Schwetzingen“ in bester Phil Collins-Manier ein. Und hier kommen dann erstmals auch die Bläser zum Einsatz. Der Gesang der Background-Sängerinnen wirkt eher dezent, was ich sehr angenehm finde. Das auf der Album-Tracklist als Billy Don’t Lose My Number betitelte nächste Stück bestätigt den Eindruck der ersten beiden Songs: eine absolut solide Darbietung.

Anschließend gibt es das erste von zwei Medleys auf dem Album: Turn It On Again/Home By The Sea - eine Eigenkreation der Band, die Genesis so nie gespielt haben. Turn It On Again wirkt geringfügig langsamer als ich es von Genesis live in Erinnerung habe. Die bei diesem Song ebenfalls eingesetzten Bläser passen sehr gut und geben ihm eine eigene Note. Turn It On Again wird fast komplett gespielt, der Übergang zu Home By The Sea ist kurz und eher plötzlich. Hier hat der Keyboard-Spieler seinen ersten großen Auftritt. Klassischerweise wird Home By The Sea ohne Bläser gespielt. Vor dem Übergang zu Second Home By The Sea ist das Medley zu Ende. Anschließend bleibt die Band beim gleichen Genesis-Album und spielt That’s All in einer Interpretation, die sehr nah am Original ist.

Dieser Auftakt war eher temporeich, was sich auch im Jubel des Publikums widerspiegelt. Da kann ein Song wie Against All Odds zum Verschnaufen nicht schaden. Der Song wird im Duett mit einer der Backgroundsängerinnen vorgetragen und natürlich darf auch das obligatorische Saxophon-Solo nicht fehlen. Das unverwechselbare Schlagzeugintro kündigt dann I Don’t Care Anymore an. Auch dieser Titel wird sehr authentisch vorgetragen. Mit Land Of Confusion wird danach ein weiterer Genesis-Song eingestreut und gleichzeitig das Tempo wieder erhöht.

SängerBesonders gespannt bin ich auf das zweite Medley. Diesmal sind es gleich drei Phil Collins-Songs bzw. genauer gesagt zwei echte Collins-Tracks: Heat On The Street und das Instrumentalstück Saturday Night And Sunday Morning. Den Abschluss des Medleys bildet das von Phil Collins gecoverte (Love Is Like A) Heatwave von seinem letzten Album Going Back. Nach der Zeile „I’m talking to you!“ geht Heat On The Street in Saturday Night And Sunday Morning über. Dieser ohnehin kurze Titel ist hier auf eine Art Bridge zu (Love Is Like A) Heatwave reduziert, bildet aber einen harmonischen Übergang. Und was mit Hitze begonnen hat, endet auch mit Hitze. Auch (Love Is Like A) Heatwave ist leicht gekürzt. So eigenwillig dieses Medley im ersten Moment wirken mag, die drei Songs bilden ein sehr schönes und passendes Dreigespann.

Die folgenden Ambient-Klänge leiten nun In The Air Tonight ein. Dieses Nonplusultra unter den Phil Collins-Livesongs ist für eine Tributeband gleichermaßen Pflichtprogramm und Prüfstein. Der Vortrag ist absolut sauber und überzeugend. Allein das Schlagzeug hat leider nicht so viel Druck, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber das mag an der Aufnahme liegen und live völlig anders rüberkommen.

Nach Easy Lover mit einem starken Gitarrensolo geht die Show mit Invisible Touch auf die Zielgerade. Die Version dieses Genesis-Hits mit Bläsereinsatz und Backgroundsängerinnen ist ganz klar von der First Final Farewell-Tour inspiriert. Der Wechselgesang am Ende darf hier – wenn auch in leicht abgewandelter und ausgedehnter Form – nicht fehlen.

Der Auftakt orientierte sich leicht an dem der Turn It On Again-Tour, der Abschluss mit The Carpet Crawlers genauso. Und da ist er wieder: der Collins im Wilson-Gewand. Bei dieser energiegeladenen Show bildet dieser ruhige Song einen wunderschönen Schlusspunkt.

Die Mischung und Auswahl der Songs wirkt insgesamt sehr ausgewogen. Die Show ist sehr auf Stimmung ausgerichtet. Die Songauswahl lässt dem Zuschauer/Hörer wenig Zeit zum Luftholen. Aber das ist durchaus positiv gemeint und vermutlich auch das, was sich viele Fans vom „Original“ häufig gewünscht hätten. Die Band versucht nicht stumpf zu kopieren sondern spielt in enger Anlehnung an die Originale doch immer wieder individuell und das, ohne die Ur-Songs zu verstümmeln. Was ich mir wünschen würde, wären in Zukunft noch ein wenig mehr eigenständige Ideen, wie z. B. das „Heat-Medley“. Für mich ein Highlight dieser Show.

Mich hat das Album auf jeden Fall neugierig gemacht, die Band einmal live zu sehen. Und wer das Album gerne selbst hören möchte kann es sich zu einem fairen Preis über die Internetseite der Band bestellen oder – noch günstiger – bei einer ihrer Shows kaufen. Details dazu und zu „Phil“: www.phil-online.de.

Autor: Ulrich Klemt


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