Als ich eines morgens das Radio anschaltete, sagte gerade eine Stimme: "Wenn ihr heute Abend ein Probekonzert von Peter Gabriel hören und sehen wollt, dann kommt schnell da und da hin. Dort könnt ihr Karten kaufen." Ihr glaubt, so etwas gibt es nicht? Doch! So gesche~ hen am 3. März 1993 in Montreal. Morgens um 7.30 Uhr gaben zwei lokale Radiosender bekannt, dass Peter am Abend ein Probekonzert geben würde. Das Ganze sollte im "Spectrum", einer 1000 Leute fassenden Montrealer Konzerthalle, stattfinden. Um 9.00 Uhr begann der Verkauf der Eintrittskarten. Es wurde jedoch nur eine Karte an jeden verkauft. Zusätzlich bekam man ein Bänchen um das Handgelenk. Nur wer beides mit zum Konzert brachte (Karte und Band), der wurde eingelassen. Peter Gabriel probte für die bevorstehende Welttour vom 28. Februar bis zum 3. März in Montreal, Kanada. Er wählte Montreal, weil dort gerade sein neuer Bühnendirektor Robert Lepage eine eigene Show durchführte.
Peter hatte ihn, den Avantgarde Bühnenschriftsteller und Theaterdirektor, nach einer von Lepage's Konzept-Shows in London kennengelernt. Von der Zusammenarbeit zwischen Gabriel und Lepage, die beide mit außergewöhnlichen Ideen arbeiten, werden ohne Frage einige besondere Effekte erwartet .Einzige visuelle Effekte während des Konzertes waren einige Spots, sowie eine Nebelmaschine für Steam. Die neue Bühne war noch in England. Der Hauptzweckdes Konzertes aber bestand ja auch darin, das Bühnenkonzept auszuprobieren und die Reaktiondes Publikums auf die Songs zu testen, die später auf der Tour gespielt werden sollten: Come Talk To Me, Steam, Love To Be Loved, Across The River, Shaking The Tree, Blood Of Eden, Games Without Frontiers, Lovetown, Only Us, Solsbury Hill, Kiss that Frog, Washing Of The Water, Digging in The Dirt, Sledgehammer, Secret World; Zugaben: In Your Eyes, Biko.
Einige Stücke der neuen Platte wurden in einer veränderten Version (z.B. die Einleitung von Steam) gespielt. Einige waren dabei besser als die Albumversion. Ein neuer Song, Lovetown, ergänzte den Set und Peter gab während des Konzerts Erklärungen zu einigen Songs. Manu Katche spielte die Percussions atemberaubend und stahl so oft den Anderen die Show. Tony Levin agierte beeindruckend am Bass, vor allem dann, wenn er simultan den Bass mit der linken und die Keyboards mit der rechten Hand bediente. David Rhodes war effektiv, doch unauffällig. Eine Frau an den Keyboards unterstütze PeterGabriel auch sehr gut bei den Vocals. Shankar war zwar meistens anwesend, doch er war wohl krank und konnte deshalb nicht spielen. Gabriel machte seine Ansagen fast ausschließlich in französisch. Zwar wirkte er zu Beginn des Konzertssehr nervös, doch war er auch über die gesamte Zeitrecht ausgelassen. Einige Male war er sichtlich gerührt über die Reaktionen dieser Langzeitfans und versprach im Juli nach Montreal zurückzukehren. Es war ein einmaliges und unvergessliches Konzert, denn nicht jeden Tag spielt Peter Gabrie lin deinem Wohnzimmer. S.M.


Einzige Live-DVD der Mechanics, aufgenommen im Londoner Shepherds Bush Empire im Jahr 2004.
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Die Special Ediotion der New Blood Konzertaufnahme 2011. Inklusive 3D Blu-ray, DVD, New Blood CD sowie einer Live-CD mit ausgewählten Songs.